Systemwetten 2026: So funktionieren X-aus-Y-Wetten in der Schweiz
Eine Systemwette ist mehr als eine einzelne Kombiwette: Sie bündelt eine Auswahl ähnlicher Kombinationen unter einem gemeinsamen Dach und erlaubt es, selbst dann noch zu gewinnen, wenn nicht alle Tipps eintreffen. Wer in der Deutschschweiz oder in der Romandie online Sportwetten platziert, stösst früher oder später auf Angebote wie «3 aus 5» oder «2 aus 4», und genau diese Schreibweise verrät, wie das System konstruiert ist. Die folgende Analyse zeigt, was eine Systemwette rechnerisch bedeutet, welche Limits in der Schweiz gelten und welche Veranstalter sie überhaupt anbieten dürfen.

Datenstand: 20. Oktober 2026; abgeglichen mit den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie mit dem Règlement Jouez Sport (17e édition, septembre 2024).
Rechtslage: Wer in der Schweiz Systemwetten anbieten darf
Die Auswahl ist klein, und sie ist gesetzlich geschlossen. Nach dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) und der interkantonalen Vereinbarung IKV 2020 dürfen in der Schweiz nur zwei Veranstalter Sportwetten als Grossspiele durchführen: die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel für die Deutschschweiz, das Tessin sowie Liechtenstein, und die Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande) für die sechs Westschweizer Kantone. Beide arbeiten unter einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Eine ausländische Bewilligung – gleich aus Curaçao, Malta oder Deutschland – entfaltet in der Schweiz keine Wirkung, und das Anbieten ohne Schweizer Bewilligung ist nach Art. 130 BGS strafbar.

Die Konsequenz für Systemwetten: Wer in der Schweiz legal auf eine Systemwette setzen will, kann dies nur bei Sporttip oder bei Jouez Sport tun. Beide Produkte bewegen sich innerhalb der Gespa-Liste zugelassener Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Fassung 10.09.2026), die unter anderem keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eigene esports-Sektion enthält. Wer eine Systemwette platziert, nutzt also ein Angebot, das nicht nur von zwei Veranstaltern kommt, sondern auch nur die Wetten zulässt, die diese Liste abdeckt. Das schränkt die Spielidee nicht ein, weil die populären 1X2-, Über/Unter- und Handicap-Märkte enthalten sind; es begrenzt aber exotische Sondermärkte auf das, was die Liste ausweist.
Für Spielende bedeutet das eine klare Trennung: Entweder sie spielen bei einem der beiden Schweizer Veranstalter mit voller Aufsicht, Spielerschutz und Auszahlung auf ein Konto auf den eigenen Namen – oder sie spielen bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Schutz, mit der Möglichkeit, dass das ausländische Angebot durch die Gespa-Sperrliste via DNS blockiert wird. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Wer Systemwetten bewirbt, die in der Schweiz nicht erlaubt sind, bewegt sich auf dünnem Eis. Vor diesem Hintergrund ist es folgerichtig, dass die folgende Bewertung der Anbieter die Schweizer Veranstalter zuerst nennt und die ausländischen Marken ausdrücklich als «ohne Schweizer Bewilligung» markiert.
Spielerschutz: Warum Limits bei Systemwetten doppelt zählen
Eine Systemwette vervielfacht den Einsatz: Wer «3 aus 5» zu CHF 2 pro Wettreihe spielt, setzt 10 Wettreihen zu je CHF 2, also CHF 20 insgesamt. Wer fünf Tipps zu einer Zehner-Kombination auf einer einzigen Wette verbindet, setzt im selben Fall CHF 2. Der Unterschied liegt in der Gewinnstruktur – bei der Kombiwette müssen alle fünf Tipps stimmen, bei der Systemwette reichen je nach Aufbau drei von fünf – aber der gebundene Betrag ist ein anderer. Genau deshalb ist die Verlustlimite, die Spielende vor der ersten Teilnahme setzen müssen, bei Systemwetten schneller aufgebraucht.
Bei Sporttip sind vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Bei Jouez Sport gilt Entsprechendes nach den Spielregeln. Was die Statistik unterschätzt: Wer seine Tageslimite auf CHF 50 setzt und zwei Systemwetten zu je 20 Reihen à CHF 2 riskiert, gibt bereits CHF 80 aus und liegt über der Limite. Die Software weist die Annahme in diesem Fall zurück – nicht, weil die einzelne Systemwette zu hoch ist, sondern weil die kumulierte Verlustlimite überschritten würde. Die Grenze setzt nicht die einzelne Wette, sondern das Verhalten.
Wer sich selbst ausschliessen will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne vor Fristablauf aufzuheben; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine solche Spielsperre richtet sich gegen den Spielenden, nicht gegen die Wettart – sie schliesst also Systemwetten nicht anders aus als Einzelwetten. Für die Planung einer Systemwette bedeutet das: Wer mehrere Reihen gleichzeitig spielen will, sollte die Tageslimite bewusst tiefer ansetzen, als es eine einzelne Wette nahelegen würde, und die Erhöhung mit der 72-Stunden-Frist einplanen.
Strategie: Warum eine Systemwette kein Trick ist
Systemwetten gelten im Markt als Mittelweg zwischen Einzel- und Kombiwette: Sie verlangen nicht, dass alle Tipps eintreffen, und sie streuen das Risiko über mehrere Wettreihen. Daraus wird in Werbung und Ratgebern oft ein Versprechen abgeleitet – «sicherer gewinnen», «öfter treffen», «die Strategie schlägt die Quote». Solches Argument: klingt logisch, hält der Rechnung aber nicht stand. Die Quote jedes Tipps enthält bereits die Marge des Veranstalters; ob der Spielende eine Einzelwette, eine Kombiwette oder eine Systemwette platziert, ändert daran nichts. Was sich ändert, ist die Verteilung: Die Systemwette verteilt denselben Gesamteinsatz auf mehrere Reihen mit unterschiedlichen Trefferbedingungen, und sie verschiebt damit das Risiko vom «entweder alles oder nichts» hin zu «manche Reihen zahlen, andere nicht». Die erwartete Auszahlungsquote bleibt – über alle Wettreihen gemittelt – dieselbe wie bei entsprechenden Kombinationen ohne Systemstruktur.
Eine Strategie ersetzt weder Analyse noch Disziplin. Wer «3 aus 5» spielt, gewinnt auch dann nicht, wenn höchstens zwei Tipps richtig sind; wer «2 aus 4» spielt, hat bei nur einem Treffer bereits einen Teil der Reihen verloren. Das System verändert die Trefferquote, nicht den Erwartungswert, und es macht aus einer schlechten Quote keine gute. Was es kann: aus einer Auswahl sicher geglaubter Tipps mehrere moderate Gewinne herausholen, anstatt auf den einen Volltreffer zu warten. Es ist ein Werkzeug zur Risikoverteilung, kein Trick zur Margenüberwindung.
Wer eine Strategie entwickelt, sollte drei Punkte beachten, die aus den Regeln selbst folgen. Erstens: Die Quote eines jeden Tipps sollte vor dem System festgelegt sein, nicht nach – die Systemwette ist eine Wettstruktur, kein Analysetool. Zweitens: Der Gesamteinsatz muss in das Verlustlimit passen, nicht nur der Einzelreihen-Einsatz – eine «3 aus 5» mit zehn Reihen verzehnfacht den Reihen-Einsatz. Drittens: Die Wettreihen, die das System erzeugt, sind keine unabhängigen Wetten – sie teilen sich die gleichen Tipps. Wer eine Quote vor dem System schlecht einschätzt, schätzt sie in allen Reihen schlecht. Das ist der Punkt, an dem eine Systemwette die Analyse nicht ersetzt, sondern ihre Schwächen vervielfältigt.
Wettmärkte und Grundlagen: Wie eine Systemwette rechnerisch entsteht
Die Schreibweise «X aus Y» ist die Kurzfassung einer mathematischen Beziehung. Wer «3 aus 5» spielt, wählt fünf Tipps und spielt alle Kombinationen von je drei Tipps – das sind so viele Wettreihen, wie sich aus einer 5er-Menge 3er-Untermengen bilden lassen. Die Zahl der Wettreihen berechnet sich nach der Formel Y! / (X! × (Y − X)!). Für «3 aus 5» ergibt das 5! / (3! × 2!) = 120 / (6 × 2) = 10 Wettreihen. Für «2 aus 4» sind es 4! / (2! × 2!) = 6 Reihen. Für «4 aus 6» sind es 6! / (4! × 2!) = 15 Reihen. Für «2 aus 7» sind es 7! / (2! × 5!) = 21 Reihen.

Der Gesamteinsatz ergibt sich aus Reiheneinsatz mal Anzahl Reihen. Bei einem Reiheneinsatz von CHF 2 und «3 aus 5» sind das CHF 20. Bei einem Reiheneinsatz von CHF 1 und «2 aus 4» sind das CHF 6. Der Gewinn jeder Wettreihe berechnet sich nach Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird bei Sporttip zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Gesamtgewinn ist die Summe der Gewinne aller gewonnenen Wettreihen – nicht aller Reihen, denn die verlustreichen Reihen zahlen nichts.
Die Bandbreite, was eine «3 aus 5»-Systemwette bei moderaten Quoten zurückzahlen kann, lässt sich an einem Beispiel zeigen. Angenommen, drei Tipps treffen mit Quoten 1.50, 2.00 und 2.50, und der Reiheneinsatz beträgt CHF 1 pro Wettreihe: Die Zehn-Reihen-Wette kostet CHF 10 Gesamteinsatz. Die Reihen, die nur die zwei besten Tipps enthalten, zahlen nichts; die Reihen mit dem drittbesten Tipp zahlen je nach Kombination unterschiedlich. Die beste Einzelreihe (die Kombination der drei richtigen Tipps) zahlt CHF 1 × (1.50 × 2.00 × 2.50) = CHF 7.50. Eine Reihe mit zwei richtigen Tipps zahlt zwischen CHF 3.00 (1.50 × 2.00 × 1) und CHF 5.00 (2.00 × 2.50 × 1), je nachdem welche zwei der drei richtigen Tipps kombiniert werden. Der Gesamtgewinn hängt davon ab, welche Tipps richtig sind und welche nur teilweise passen – bei drei von fünf richtigen Tipps und einem Reiheneinsatz von CHF 1 ist die Bandbreite des Gesamtgewinns in der Grössenordnung von etwa CHF 10 bis CHF 20, was je nach Ausgang der beiden verbleibenden Tipps zwischen Verlust und einem bescheidenen Plus bedeutet. Wer den Gesamteinsatz verdoppelt, verdoppelt auch die Gewinne und Verluste; wer mehr Reihen baut («4 aus 6»), erhöht den Gesamteinsatz weiter, ohne dass sich an der Grundstruktur etwas ändert.
Eine Systemwette gewinnt damit immer nur teilweise, sobald nicht alle Tipps passen, und sie verliert, sobald zu wenige Tipps passen, um die teureren Reihen zu decken. Bei «3 aus 5» reichen zwei richtige Tipps nicht aus, um die teureren Dreierreihen zu treffen – sie können allenfalls eine der günstigeren Reihen stützen. Bei höchstens zwei richtigen Tipps ist die Wette verloren. Die populäre Beschreibung «Sie können auch dann gewinnen, wenn nicht alle Tipps stimmen» stimmt, beschreibt aber nur die halbe Wahrheit: Wer nur einen Tipp richtig hat, gewinnt ebenfalls nichts, und wer drei von fünf richtig hat, gewinnt weniger, als es die naive Hochrechnung aller Einzelreihen verspricht. Die Systemwette ist ein Kompromiss zwischen Chance und Risiko, kein Sicherheitsnetz.
Bei Sporttip gilt: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer also plant, ein grosses System mit vielen Reihen zu spielen, muss die Reihen so wählen, dass der Gesamteinsatz die CHF 10’000 nicht überschreitet. Bei «3 aus 5» mit 10 Reihen liegt die Grenze bei einem Reiheneinsatz von CHF 1’000; bei «4 aus 6» mit 15 Reihen bereits bei rund CHF 666 pro Reihe.
Anbieter im Vergleich: Wer Systemwetten anbietet und wer nicht
Die folgende Einordnung zeigt, welche der genannten Marken in der Schweiz Systemwetten anbieten dürfen und welche nicht. Die Tabelle vergleicht die Marken nach Schweizer Bewilligungsstatus und nach Veranstalter bzw. gemeldeter Lizenz.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung Grossspiel (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung Grossspiel (BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande – Jouez Sport |
| 20Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Tobique (Kanada), gemeldet von Drittquellen |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| BillyBets | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
Swisslos Sporttip
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip und sind für die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin sowie das Fürstentum Liechtenstein zugänglich. Ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Vertragsgebiet offen; Voraussetzung sind mindestens 18 Jahre, eine eindeutige Identitätsprüfung und keine bestehende Spielsperre.
Für Systemwetten setzt Sporttip klare Rahmen: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- oder Kombiwetten, Höchsteinsatz CHF 10’000 für eine Systemwette. Der Kombiboost – 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen – gilt auch für Systemwetten, verlangt aber je Voraussage eine Quote von mindestens 1.50 und ist in Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie für jeden Markt.
Das Urteil fällt eindeutig aus: Sporttip ist die einzige voll lizenzierte Plattform für Systemwetten in der Deutschschweiz und im Tessin, mit Gespa-Aufsicht, klaren Limits und schweizweiter Spielsperre. Wer hier spielt, bewegt sich im rechtlich geschützten Rahmen, mit allen Pflichten und Vorteilen, die das mit sich bringt.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto steht nur Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet offen; Voraussetzungen sind 18 Jahre, eindeutige Identität und keine Spielsperre.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.
Jouez Sport ist die zweite der beiden legalen Adressen in der Schweiz und die einzige für die Westschweiz. Die Limits liegen unter jenen von Sporttip – Höchsteinsatz CHF 500 statt CHF 1’000, Gesamtgewinn pro Multiple CHF 1’000’000 statt unbegrenzt – aber sie sind klar definiert und ausreichend für die meisten Spielenden. Wer in der Romandie wohnt und Systemwetten spielen will, hat hier seine Adresse.
20Bet
20Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz – gleich wo sie ausgestellt wurde – hat in der Schweiz keine Wirkung, und das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist nach Art. 130 BGS strafbar. 20Bet ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, es besteht kein Schweizer Rechtsschutz, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen, was sie per DNS für Schweizer Provider unzugänglich machen würde. Wer dennoch spielt, spielt ohne jeden Schutz: keine Spielsperre, kein Schweizer Rechtsweg im Streitfall, keine Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausgezahlt werden.
Die Konsequenz ist klar: 20Bet ist in der Schweiz keine Adresse für Systemwetten, und die Plattform kann jederzeit per DNS blockiert werden. Wer dort spielt, akzeptiert diese Rahmenbedingungen bewusst.
ZotaBet
ZotaBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung, mit denselben Konsequenzen wie 20Bet. Eine Schweizer Lizenz ist nicht festgestellt, der Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister fehlt, Schweizer Rechtsschutz besteht nicht, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen. Für Schweizer Spielende, die Systemwetten spielen wollen, ist ZotaBet kein seriöser Weg.
X3Bet
X3Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Als Lizenz wird von Drittquellen Tobique (Kanada) genannt – eine Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Die übrigen Konsequenzen – fehlender Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsschutz, mögliche DNS-Blockierung – gelten wie bei den anderen ausländischen Marken. Für Systemwetten ist X3Bet in der Schweiz keine tragbare Adresse.
Funbet
Funbet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung, mit denselben Konsequenzen wie 20Bet und ZotaBet. Eine Schweizer Lizenz ist nicht festgestellt, der Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister fehlt, Schweizer Rechtsschutz besteht nicht, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen.
Bruce Bet
Bruce Bet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung, mit denselben Konsequenzen wie die übrigen ausländischen Marken in dieser Aufstellung.
HornetBet
HornetBet ist eine ausländische Marke ohne Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spielende, die Systemwetten spielen wollen, ist HornetBet kein gangbarer Weg.
BetAlright
BetAlright besitzt keine Schweizer Bewilligung. Wie bei allen ausländischen Anbietern fehlt der Schutz durch das Schweizer Ausschlussregister, und der Rechtsschutz ist nicht gegeben.
BillyBets
BillyBets agiert ohne Schweizer Lizenz. Für Schweizer Spielende bedeutet dies analog zu anderen nicht bewilligten Anbietern ein unkalkulierbares Risiko, da weder Spielerschutz noch Rechtsweg garantiert sind.
Überblick: Was Systemwetten sind und was sie nicht sind
Eine Systemwette ist eine Kombination aus ähnlichen Kombiwetten, geschrieben als «X aus Y»: Man wählt Y Voraussagen aus und bildet daraus alle möglichen Xer-Kombinationen als Wettreihen. Bei «3 aus 5» sind das zehn Wettreihen, bei «2 aus 4» sechs, bei «4 aus 6» fünfzehn. Jede Wettreihe wird mit einem Reiheneinsatz gespielt; der Gesamteinsatz ist Reiheneinsatz mal Anzahl Reihen. Eine Wettreihe gewinnt, wenn alle ihre X Voraussagen eintreffen; sie verliert, sobald auch nur eine davon fehlt. Der Gewinn jeder Wettreihe ist der Reiheneinsatz mal die Gesamtquote dieser Reihe (das Produkt der Einzelquoten); bei Kombinationen, die Schweizer Veranstalter nach ihren Regeln zuerst auf zwei Nachkommastellen aufrunden und dann auf 5 Rappen genau abrunden. Der Gesamtgewinn ist die Summe der Gewinne aller gewonnenen Wettreihen.
Was die Systemwette nicht ist: keine Garantie. Wer «3 aus 5» spielt und nur zwei Tipps richtig hat, gewinnt nichts; wer «2 aus 4» spielt und nur einen Tipp richtig hat, ebenfalls nicht. Die Systemwette verteilt das Risiko, sie hebt es nicht auf. Sie macht aus einer schlechten Quote keine gute, und sie schützt nicht vor der Marge, die in jeder einzelnen Quote steckt. Wer sie als Strategie versteht, sollte sie als Werkzeug zur Risikoverteilung verstehen – nicht als Trick, um öfter zu gewinnen, sondern als Struktur, um auch dann einen Teil zurückzubekommen, wenn nicht alle Tipps passen.
In der Schweiz ist das Angebot an Systemwetten auf zwei Veranstalter beschränkt: Sporttip in der Deutschschweiz und im Tessin, Jouez Sport in der Romandie. Beide bieten Systemwetten im Rahmen der Gespa-Liste an, mit eigenen Limits und eigenen Regeln zur Verlustkontrolle. Ausländische Marken dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten; wer dort spielt, spielt ohne Schweizer Aufsicht, ohne Schweizer Spielsperre und ohne Schweizer Rechtsschutz. Die DNS-Sperre kann jederzeit greifen. Wer in der Schweiz Systemwetten spielen will, hat damit sich am geltenden Recht zu orientieren – und genau das schränkt die Auswahl auf zwei Anbieter ein.
Häufige Fragen
Was ist eine Systemwette, und wie unterscheidet sie sich von einer Kombiwette?
Eine Systemwette bündelt mehrere Kombinationen unter einem Dach und wird als «X aus Y» geschrieben – etwa «3 aus 5» ergibt zehn Reihen. Eine Kombiwette ist eine einzige Wette auf alle Y Tipps gleichzeitig und gewinnt nur, wenn alle Tipps stimmen. Die Systemwette gewinnt teilweise, sobald genug Tipps passen, um mindestens eine Reihe zu füllen.
Wie viele Wettreihen ergeben sich bei «3 aus 5», und wie hoch ist dann der Gesamteinsatz?
Bei «3 aus 5» ergeben sich zehn Wettreihen. Bei einem Reiheneinsatz von CHF 1 pro Reihe beträgt der Gesamteinsatz CHF 10; bei CHF 2 pro Reihe sind es CHF 20; bei CHF 5 pro Reihe sind es CHF 50. Der Höchsteinsatz pro Wette beträgt CHF 10’000, was bei zehn Reihen einen Reiheneinsatz von bis zu CHF 1’000 erlaubt.
Wie berechnet sich der Gewinn, wenn nur ein Teil der Tipps richtig ist?
Der Gewinn jeder Wettreihe ist Reiheneinsatz mal Gesamtquote dieser Reihe. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Der Gesamtgewinn ist die Summe der Gewinne aller gewonnenen Reihen. Verlustreiche Reihen zahlen nichts; der Einsatz dieser Reihen verfällt.
Welche Systemwette ist die beste, oder hängt das von Quoten und Budget ab?
Welche Schätzung passt, hängt von den Quoten und vom Budget ab. Eine «2 aus 4» mit niedrigen Quoten (je 1.20 bis 1.50) gewinnt auch dann etwas, wenn nur zwei Tipps passen; eine «3 aus 5» mit höheren Quoten (je 2.00 bis 3.00) braucht mehr richtige Tipps, zahlt im Erfolgsfall aber mehr pro Reihe. Das System ersetzt die Analyse der Quoten nicht; es verteilt nur den Einsatz.
Bieten Sporttip und Jouez Sport Systemwetten an, und welcher Höchsteinsatz gilt?
Sporttip bietet Systemwetten an: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz CHF 10’000 pro Systemwette. Jouez Sport bietet Multiples an, deren Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für einen Multiple-Schein CHF 7’500 beträgt. Beide Anbieter verlangen eine Verlustlimite vor der ersten Teilnahme, und beide sind nur für Bewohner ihres Vertragsgebiets zugänglich.
Was bedeutet eine Bankwette, und was passiert, wenn ein Ereignis des Systems abgesagt wird?
Eine Bankwette ist ein Tipp, der in jeder Wettreihe des Systems als feste Voraussage gilt; sie reduziert die effektive «X aus Y»-Beziehung. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinations- und Systemwetten erhält die Voraussage die Quote 1.00.
Wettarten – Laender Spiel Info
Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
