ATP Wetten in der Schweiz: Was erlaubt ist und was eine Quote wirklich kostet

Updated Oktober 2026
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Eine Wette auf ein ATP-Match setzt in der Schweiz mehr voraus als ein Klick auf die Quote. Wer hier spielt, spielt im Rahmen eines kleinen, geschlossenen Marktes: zwei Veranstalter, eine genehmigte Liste von Sportarten und Wettarten, eigene Verlustlimiten, ein geteiltes Sperrregister. Daneben tauchen Marken wie Rabona, Jackbit oder BetFury auf – ohne Schweizer Bewilligung, ohne Zugang zur Schweizer Spielsperre, mit einem Domain, das die Gespa jederzeit auf die Sperrliste setzen kann. Diese Seite trägt zusammen, was 2026 in der Schweiz gilt, wie die Quote auf einem Sandplatz zustande kommt und was eine Wette wirklich kostet, wenn man die Marge mitrechnet.

Ein Sandplatz im ersten Morgenlicht, die Linien sind frisch gezogen, das Netz bewegt sich leicht im Wind, Berge im Dunst.
Die ATP Tour 2025 umfasste 9 ATP-Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere.

Datenstand: 20. Oktober 2026. Geprüft gegen die Gespa-Liste zugelassener Sportarten und Wettbewerbe (Stand 10.09.2026) sowie die Spielregeln und Teilnahmebedingungen Sporttip, Version 4.2, und die Online-Teilnahmebedingungen Swisslos, gültig ab 13. Januar 2025.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

In der Schweiz ist die Zahl der Anbieter von Sportwetten gesetzlich auf zwei begrenzt. Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) zählt Sportwetten zu den Grossspielen, und Grossspiele brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS). Die Kantone haben in der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) festgelegt, dass nur Swisslos und die Loterie Romande diese Bewilligungen erhalten. Beide dürfen Sportwetten anbieten, aber nur in ihrem jeweiligen Vertragsgebiet.

Eine hohe Schiedsrichterleiter aus Metall steht unbesetzt neben einem Hartplatz, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Die ATP Tour beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November; seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen.

Swisslos führt die Sportwetten unter dem Namen Sporttip und ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Ihr Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen; wer in Genf wohnt, nicht. Wer im Wallis wohnt, aber ein Konto bei Swisslos will, auch nicht.

Die Loterie Romande führt ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport und bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihren Sitz hat sie an der Avenue de Provence 14 in Lausanne, sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann sich dort nicht online registrieren.

Beide Veranstalter stehen unter der Aufsicht der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern. Die ESBK, die Eidgenössische Spielbankenkommission, beaufsichtigt nur die Spielbanken. Wer in der Schweiz eine Sportwette platzieren will, hat genau diese beiden Adressen, und beide geben nur das frei, was die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten erlaubt. Diese Liste wird regelmässig angepasst; der Stand vom 10. September 2026 ist die Grundlage für alles, was im Folgenden über erlaubte Märkte und Wettarten steht.

Die Liste ist geschlossen, nicht offen. Was nicht draufsteht, ist nicht erlaubt – nicht «im Einzelfall» erlaubt, nicht «mit Sonderbewilligung» erlaubt. So fehlt etwa eine E-Sports-Sektion, was E-Sports-Wetten in der Schweiz aus dem erlaubten Angebot ausschliesst. Eckstoss- und Kartenmärkte im Fussball fehlen ebenfalls. Qualifikationsrunden sind nur dann wetbar, wenn sie auf der Liste stehen; Damen-Wettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen; Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nie auf Trainingsläufe. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind grundsätzlich ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt.

Was die Liste erlaubt, ist breit, aber nicht beliebig. ATP-Turniere gehören zum genehmigten Angebot, und auf sie kommen wir im Abschnitt zum Spielplan zurück. Bevor eine Wette platziert wird, lohnt sich der Blick in die Liste, weil Märkte, die in der Werbung eines Anbieters auftauchen, in der Schweiz nicht zwingend verfügbar sind. Das gilt auch für Spezialwetten einzelner Tennisturniere, etwa auf die Anzahl Asse oder Doppelfehler im Match, die nicht auf jeder Gespa-Version stehen.

Was die Gespa-Liste konkret heisst

Die Liste ist kein Vorschlag, sondern ein Zulassungsrahmen. Ein Markt, der dort nicht auftaucht, darf von Swisslos oder Loterie Romande nicht angeboten werden, auch nicht als Spezialwette auf ein einzelnes Event. Wer einen Markt im Wettschein vermisst, der anderswo beworben wird, hat in den meisten Fällen keinen «eingeschränkten Zugang», sondern schlicht einen Markt, den die Schweiz nicht zugelassen hat. Das gilt für die beliebten Spieler-spezifischen Märkte ebenso wie für Handicap-Varianten jenseits der Standardformen.

Eine Holzbank an einem Seeufer mit Blick auf eine Bergkette im Morgendunst, das Wasser ist spiegelglatt.
Swisslos verteilte für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio.: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz.

Die Liste wird publiziert und ist versioniert. Bei einer Änderung müssen bestehende Wetten, die auf einem nicht mehr zugelassenen Markt beruhen, nach den Regeln des Veranstalters behandelt werden, in der Regel durch Annullierung und Einsatzrückerstattung. Es lohnt sich deshalb, vor einer Wette auf einen exotischeren Markt zu prüfen, ob dieser Markt auch in der aktuellen Liste steht.

Spielsperre, Verlustlimiten und was die 2026 gilt

In der Schweiz setzt der Spielende die Verlustlimiten selbst. Das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, dass er eine oder mehrere Obergrenzen für täglichen, wöchentlichen oder monatlichen Einsatz oder Verlust anbietet (Art. 87 VGS). Die genauen Werte schreibt der Veranstalter in seinen Bedingungen fest. Bei Sporttip sind das vor der ersten Teilnahme drei Pflichtlimiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Diese Konstruktion hat zwei Folgen, die im Alltag leicht übersehen werden. Erstens: Wer einmal eine niedrige Limite gesetzt hat, kann sie nicht spontan am Spieltag hochsetzen, um einen grösseren Betrag zu platzieren – die 72-Stunden-Frist steht dazwischen. Zweitens: Die Limite gilt pro Konto, nicht pro Person. Wer neben seinem Sporttip-Konto ein zweites Konto anlegen will, geht das nicht an, weil die Online-Registrierung eine einmalige Registrierung pro Person vorsieht und die Identität aus dem hochgeladenen Ausweis gegen Adressdatenbanken geprüft wird.

Spielsperre und Sperrregister

Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das ist der Punkt, an dem die Schweiz deutlich weiter geht als die meisten ausländischen Regulierungen: Eine einmal eingetragene Sperre gilt markenübergreifend, und sie gilt auch grenzüberschreitend nach Liechtenstein.

Das gesetzliche Mindestalter liegt bei 18 Jahren. Minderjährige sind von der Online-Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS). Wer auf eine Veranstaltung wettet, an der er selbst als Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wer gesperrt ist oder das Mindestalter nicht erreicht, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Die Veranstalter sind verpflichtet, das über das Sperrregister laufend zu prüfen.

Im 2026 hat die Gespa Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt. Ergebnis: Bei 200 Testversuchen wurde in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Das heisst nicht, dass die Online-Identitätsprüfung genauso durchlässig wäre – die Online-Registrierung verlangt die Ausweis-Prüfung, und gesperrte Personen werden automatisch abgewiesen. Aber es heisst, dass der Jugendschutz am Schalter und am Online-Zugang zwei verschiedene Niveaus hat, und der Online-Zugang ist der strengere.

Geld zurück bei Problemspiel

Wer merkt, dass die eigenen Wetten ausser Kontrolle geraten, hat in der Schweiz drei Wege. Der erste ist die Spielsperre, die je nach Dauer (1 bis 180 Tage oder unbefristet) und mit oder ohne fachliche Begleitung möglich ist. Der zweite ist die freiwillige Pause, die jeder Veranstalter für bis zu sechs Monate anbieten muss (Art. 89 VGS). Der dritte ist die gesetzliche Sperre nach Art. 80–82 BGS, die gegen überschuldete oder spielsüchtige Personen ausgesprochen wird und nur durch eine Fachstelle aufgehoben werden kann.

Diese Wege greifen nur bei den beiden Schweizer Veranstaltern. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist nicht im Sperrregister eingetragen, hat keine Schweizer Fachstelle, die eine Sperre aufhebt, und keine Schweizer Vollstreckung, wenn der Anbieter eine Sperre ignoriert. Die Spielsperre in der Schweiz wirkt, weil sie behördlich ist. Sie wirkt nicht, weil ein Anbieter in Curaçao sie respektiert.

Die Quote beim ATP-Match: Belag, Form, Marge

Eine Wettquote auf ein ATP-Match ist das Ergebnis von drei Grössen: der Einschätzung der Buchmacher zur Wahrscheinlichkeit jedes Spielausgangs, dem Belag, auf dem gespielt wird, und der Form der Spieler in den letzten Wochen. Die Marge des Anbieters ist in jeder Quote eingepreist, auch wenn sie nirgends ausgewiesen wird. Sie ist der Anteil, den der Anbieter von jedem eingesetzten Franken behält, bevor er einen Gewinn auszahlt.

Auf Sand läuft das Spiel anders als auf Hartplatz, und die Quoten spiegeln das. Spieler, die auf Sand ihre besten Ergebnisse holen, werden auf Sand tendenziell knapper quotiert, auf Hartplatz mit höherer Quote angeboten – und umgekehrt. Wer ein Match auf einem Belag spielt, der nicht zur Stärke eines Spielers passt, ist im Quotenbild zu erkennen. Wer den Belag ignoriert und nur die Weltrangliste liest, wettet gegen den Markt, ohne es zu wissen.

Die Form der letzten Wochen schlägt den Ranking-Punkt, wenn die Weltrangliste eine andere Geschichte erzählt als die letzten zehn Matches. Ein Spieler, der auf Platz 15 steht, aber sechs Matches in Folge verloren hat, wird auf einen Gegner aus der Top 50 nicht mit der Quote eines 15. gequotet. Die Quote folgt der plausiblen Wahrscheinlichkeit, nicht dem Ranking.

Was die Marge konkret kostet

Eine faire Wette auf einen Münzwurf würde zu Quote 2.00 auf beide Seiten angeboten. In der Realität liegt die Quote auf beiden Seiten leicht unter 2.00, weil der Anbieter seine Marge einpreist. Nimmt man eine Zwei-Wege-Wette mit Quote 1.90 auf beiden Seiten, ergibt sich:

Auszahlungsanteil = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95

Marge = 1 − 0.95 = 0.05, also rund 5 %.

Das ist die Spanne, in der sich die Marge der meisten grossen Zwei-Wege-Märkte bei den beiden Schweizer Veranstaltern bewegt, wenn die Quoten ausgeglichen sind. Bei Drei-Wege-Märkten (Sieg/Unentschieden/Niederlage) ist die Marge höher, weil die Auszahlungsquote über drei Pfade berechnet wird und die Summe der Kehrwerte der Quoten grösser wird. Bei stark einseitigen Matches mit sehr tiefer Quote auf den Favoriten steigt die Marge ebenfalls, weil das Ungleichgewicht der Wahrscheinlichkeiten die Konstruktion verzerrt.

Die Marge ist keine Strafgebühr und keine Buchungsgebühr. Sie ist der Preis dafür, dass der Anbieter die Wette überhaupt annimmt, das Gegenparteirisiko trägt und die Quote in Echtzeit anpasst. Wer auf vielen kleinen Wetten spielt, zahlt die Marge bei jeder Wette erneut. Wer einmal im Jahr eine grosse Wette setzt, zahlt sie einmal. Auf Dauer ist die Marge der einzige sichere Verlust, den der Wettende hat.

Andere Wettarten, andere Margen

Satzwetten verteilen das Risiko anders als Matchsieger-Wetten, weil die Quote auf einen 2:0-Sieg höher liegt als auf einen 1:0-Sieg im dritten Satz. Die Marge auf Satz-Märkte ist in der Regel etwas höher als auf den Matchsieg, weil die Konstruktion komplexer ist und weniger Liquidität vorhanden ist. Handicaps und Über/Unter-Wetten auf die Anzahl Games verteilen die Quoten über mehr Pfade, was die Marge tendenziell nach oben treibt.

Kombiwetten multiplizieren die Einzelquoten zur Gesamtquote. Die Marge einer Kombiwette ist die zusammengesetzte Marge der Einzelwetten, plus ein zusätzlicher Faktor, weil der Anbieter die Auszahlung auf einen einzigen Schein kalkuliert. Der Sporttip-Kombiboost, der den Nettogewinn prozentual erhöht, ändert daran nichts – er ist ein Bonus auf den Nettogewinn, keine Reduktion der Marge.

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei regulärem Ausgang, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Cash-Out ist also kein «Versicherungsprodukt», sondern ein vorzeitiger Verkauf der Wette zu einem vom Anbieter festgelegten Preis, der typischerweise unter dem fairen Wert liegt, weil der Anbieter auch hier eine Marge einpreist.

Der Spielplan der ATP Tour 2026

Die ATP Tour ist die höchste Turnierserie im professionellen Herrentennis, oberhalb der ATP Challenger Tour und der ITF Future Tour. Sie wird vom Spielerverband ATP organisiert und beginnt um den Jahreswechsel und endet Mitte November. Seit 2012 dauert die Winterpause sieben statt fünf Wochen. Die Saison 2025 umfasste 9 Masters-1000-Turniere, 16 ATP-500-Turniere und 30 ATP-250-Turniere; Dallas, Doha und München stiegen in diesem Jahr zu ATP-500-Turnieren auf. Die Saison 2024 hatte 9 Masters-1000-Turniere, 13 ATP-500-Turniere und 38 ATP-250-Turniere, also eine andere Verteilung. Wer eine Quote auf ein bestimmtes Turnier sucht, sollte auf den Spielplan der laufenden Saison schauen, nicht auf den Vorjahres-Spielplan.

Die vier Grand-Slam-Turniere werden vom Weltverband ITF veranstaltet und gehören nicht zur ATP Tour. Die Australian Open, die French Open, Wimbledon und die US Open stehen trotzdem im Schweizer Wettprogramm, weil sie als ITF-Veranstaltungen auf der Gespa-Liste stehen. Die ATP Finals bilden jeweils im November den Saisonabschluss für die acht besten Spieler der Saison. Sie stehen ebenfalls auf der Liste.

Die ATP Tour 2026 begann am 2. Januar 2026; Carlos Alcaraz gewann bei den Australian Open 2026 das Herreneinzel-Finale gegen Novak Đoković mit 2:6, 6:2, 6:3, 7:5. Das ist der erste Grand Slam der Saison, der erste Belag-Wechsel von Hartplatz-Sommer der Vorsaison zum Hartplatz-Sommer der neuen Saison, und ein Match, an dem sich die Frage «Belag oder Form» schön zeigen lässt: Đoković auf Hartplatz, der Belag, der ihm am meisten liegt, gegen einen Spieler, der auf diesem Belag in den letzten Monaten immer besser wurde.

Welche ATP-Turniere auf der Gespa-Liste stehen

Die Gespa-Liste führt Sportarten und Wettbewerbe, nicht einzelne Turniere mit Datum. ATP-Turniere im Allgemeinen sind zugelassen, soweit sie auf der Liste stehen. Das heisst: Die Masters-1000-Turniere sind zugelassen, die ATP-500-Turniere sind zugelassen, die ATP-250-Turniere sind zugelassen, die ATP Finals sind zugelassen, und die Grand Slams sind zugelassen. Challenger-Turniere und ITF-Future-Turniere stehen nicht automatisch auf der Liste und sind im Schweizer Wettprogramm typischerweise nicht verfügbar.

Wer auf ein Challenger-Match wettet, sucht es am falschen Ort. Die Veranstalter bieten es schlicht nicht an, weil es die Bewilligung dafür nicht gibt. Wer auf ein ATP-250-Match wettet, sollte prüfen, ob das spezifische Turnier im aktuellen Wettprogramm steht – die Verfügbarkeit kann je nach Saison und Spielplan variieren.

Wenn ein Match abgesagt wird

Bei Sporttip werden Wetten, deren Ereignis abgesagt wird, in der Regel mit Quote 1.00 gewertet, wenn das Ereignis nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird. Bei Kombinationen, in denen eine Voraussage abgesagt wird, wird die Gesamtquote entsprechend reduziert; die anderen Voraussagen bleiben gültig. Für die Rückerstattung des Einsatzes ist es entscheidend, ob das Ereignis als «abgesagt» oder als «unterbrochen und verschoben» gewertet wird – bei einer Verschiebung auf einen Termin innerhalb der Frist bleibt die Wette in der Regel stehen.

Wer eine Live-Wette platziert hat, nachdem das Ereignis, auf das gewettet wurde, bereits eingetreten ist (ein Spieler hat den ersten Satz schon gewonnen, obwohl die Wette «Satz 1 an Spieler B» lautet), wird mit Quote 1.00 gewertet. Swisslos kann Wetten auch in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) mit Quote 1.00 werten, wenn die Wette nach der entscheidenden Szene platziert wurde. Das ist eine der Funktionen, die das Live-Wetten-Angebot von Sporttip absichert, und es bedeutet: Wetten im Live-Center sind nur dann sinnvoll, wenn die Quote noch «frisch» ist.

Veranstalter und Buchmacher im Vergleich

Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter nach ihrer Zulassung auf dem Schweizer Markt. Die ersten beiden Zeilen sind die einzigen Anbieter mit einer Schweizer Bewilligung; alle weiteren sind ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung, die Schweizer Spielende in der Praxis antreffen, deren Angebote aber in der Schweiz nicht zugelassen sind und deren Domains auf der Gespa-Sperrliste stehen können.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) Loterie Romande, Lausanne
Rabona ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Jackbit ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Sportuna ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
PowBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetFury ohne Schweizer Bewilligung Lizenz nicht festgestellt; keine Geltung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Die Tabelle zeigt, was im Schweizer Markt 2026 anerkannt ist und was nicht. Sie vergleicht keine Quoten, weil die ausländischen Marken in der Schweiz nicht zugelassen sind und ein direkter Quotenvergleich am rechtlichen Status nichts ändert. Wer auf einer ausländischen Marke spielt, hat keine Schweizer Bewilligung als Grundlage, kein Sperrregister, das die Spielsperre durchsetzt, und keine Schweizer Vollstreckung, wenn der Anbieter nicht auszahlt.

Swisslos Sporttip

Sporttip ist das Online-Angebot von Swisslos für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Die Verlustlimiten werden vor der ersten Wette gesetzt (1, 7 und 30 Tage, Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Die Identitätsprüfung läuft über den hochgeladenen Ausweis und eine Adress-Datenbank-Abfrage. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vollständig und ohne Teilauszahlung, online und live, aber nicht garantiert für jeden Markt. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Diese Limiten sind Sporttip-Bedingungen, nicht gesetzliche Vorgaben, und Swisslos kann sie jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Das Wettprogramm enthält ATP-Turniere soweit sie auf der Gespa-Liste stehen. Quotenboosts und Profitboosts sind online, prematch und auf Einzelwetten beschränkt, pro Wettenden nur einmal nutzbar, im Einsatz und in der Erhöhung limitiert, und verfallen bei Cash-Out. Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn prozentual ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50, gestaffelt bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Reingewinn von Swisslos für 2025 betrug CHF 562 Mio., wovon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds gingen und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz; CHF 109 Mio. stammten aus den Sportwetten, gegenüber CHF 122 Mio. im Vorjahr. Das ist die eine Seite der Sporttip-Quote: Der Anbieter ist nicht gewinnorientiert im klassischen Sinn, sondern gibt den Überschuss an die Kantone und an den Sport weiter, was die Margenkonstruktion nicht grundlegend ändert, aber den Kontext.

Wer im Deutschschweizer Vertragsgebiet wohnt, kommt an Sporttip als regulärem ATP-Wettanbieter nicht vorbei, wenn er in der Schweiz legal spielen will. Die Plattform ist funktional, die Quoten sind im Rahmen der Gespa-Liste breit, die Schutzinstrumente greifen. Wer Cash-Out schätzt, bekommt es, mit den genannten Einschränkungen. Wer Live-Wetten will, bekommt sie, mit den genannten Quote-1.00-Regeln in spielentscheidenden Situationen. Die Plattform ist kein Hochglanz-Produkt, sie ist ein öffentlich-rechtliches Angebot mit dem entsprechenden Erscheinungsbild.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Pendant zu Sporttip für die sechs Westschweizer Kantone. Wer in Genf, Waadt, Freiburg, Neuenburg, Wallis oder Jura wohnt, registriert sich hier, nicht bei Swisslos. 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sprechen für eine dichte Präsenz im stationären Vertrieb; die Online-Plattform ist die digitale Variante desselben Angebots. Die Funktionalität (Cash-Out, Live-Wetten, Kombiboost, Limits) ist in den Grundzügen vergleichbar mit Sporttip, weil beide auf der gleichen Gespa-Liste und demselben BGS-Rahmen aufsetzen. Die konkreten Werte, etwa der Mindesteinsatz und der Höchsteinsatz, sind in den Jouez-Sport-Bedingungen festgelegt und können von den Sporttip-Werten abweichen; sie sind in den jeweiligen Teilnahmebedingungen zu prüfen.

Wer in der Westschweiz wohnt, hat mit Jouez Sport den einzigen regulären Zugang zu ATP-Wetten in der Schweiz. Die Konzentration auf das eigene Vertragsgebiet ist im Geldspielrecht angelegt: Grossspiele werden durch die Kantone gemeinsam durchgeführt, und die Veranstalter sind territorial aufgeteilt. Das macht den Markt klein, die Regeln dafür einheitlich und die Schutzinstrumente verbindlich.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Rabona, Jackbit, Sportuna, Fezbet, Boomerang Bet, PowBet, HornetBet und BetFury sind acht Beispiele für ausländische Anbieter, die Schweizer Spielende auf der Suche nach ATP-Wetten antreffen. Keiner dieser Anbieter hat eine Schweizer Bewilligung, keiner ist an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, keiner unterliegt der Schweizer Aufsicht. Die von den Anbietern ausgewiesenen Lizenzen (Curaçao, Malta, andere) haben in der Schweiz keine Geltung (Art. 4 BGS). Das Anbieten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Widerhandlung gegen das BGS, die mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden kann (Art. 131 BGS); die gewerbsmässige Durchführung ist mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren bedroht (Art. 130 BGS).

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blocken. Die Liste hatte Ende 2025 671 Einträge. Domains, die blockiert werden, tauchen oft unter neuen Adressen wieder auf; die Gespa spricht von «Domain-Hopping» und nennt unter anderem Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele. Eine DNS-Sperre ist keine absolute Sperre – sie lässt sich mit den üblichen technischen Mitteln umgehen –, aber sie ist die einzige Massnahme, die der Schweizer Staat gegen ausländische Anbieter hat, die sich seiner Aufsicht entziehen.

Was die ausländischen Marken konkret anbieten, ist ATP-seitig breiter als das, was die Gespa-Liste zulässt. Live-Wetten mitten im Spiel, exotische Märkte auf Einzelspiel-Statistiken, Wetten auf Challenger-Turniere, Krypto-Einzahlungen ohne Identitätsprüfung. Das ist das, was diese Anbieter verkaufen, und es ist genau das, was die Schweiz aus ihrem bewilligten Markt ausschliesst. Wer auf einer dieser Plattformen spielt, hat Zugang zu mehr Märkten, aber keinen Zugang zu den Schweizer Schutzregeln, dem Sperrregister, der Auszahlung an ein Schweizer Bankkonto im eigenen Namen, und der gesetzlichen Aufsicht. Die Werbung dieser Anbieter in der Schweiz ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS); das ändert nichts daran, dass Schweizer Spielende die Angebote finden, wenn sie suchen.

Was die 2026-Regeln den Wettenden konkret kosten

Eine Wette zu Quote 1.90 auf einen Zwei-Wege-Markt mit 5 % Marge bedeutet: Von jedem eingesetzten Franken behält der Anbieter im Schnitt 5 Rappen. Bei einem Einsatz von CHF 100 auf zehn Wetten sind das CHF 50 reine Marge – also der Betrag, der unabhängig vom Ausgang an den Anbieter geht. Wer 50 % seiner Wetten gewinnt (was bei ausgeglichenen Quoten ein Verlustgeschäft ist), verliert insgesamt Geld; wer 55 % gewinnt, ist knapp break-even; wer 60 % gewinnt, liegt deutlich im Plus, aber ein Spieler, der konstant 60 % seiner Wetten gewinnt, fällt in der Datenbasis der Anbieter auf und riskiert eine Anpassung der Quote oder eine Höchsteinsatz-Senkung. Die Marge ist der stille Sog, der jedes System langfristig in die Verlustzone zieht, wenn der Wettende kein nachweisbares Modell hat.

Die Schweizer Veranstalter mit ihrer gemeinsamen Gespa-Liste und der territorialen Aufteilung des Marktes sind die einzigen, bei denen die Marge in einem kontrollierten Rahmen bleibt, bei denen die Auszahlung an ein Schweizer Bankkonto im eigenen Namen gesetzlich vorgeschrieben ist (Art. 50 Abs. 2 VGS) und bei denen eine Spielsperre behördlich durchgesetzt wird. Die ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung haben in der Regel tiefere Margen auf den grossen Märkten, weil sie im internationalen Wettbewerb stehen; sie haben aber auch keine Schweizer Schutzinstrumente und keine gesetzlich garantierte Auszahlung.

Steuern auf Wettgewinnen

Wettgewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind in der Schweiz einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag. Für die direkte Bundessteuer liegt die Schwelle seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn; 2025 waren es CHF 1’070’400. Die kantonalen Schwellen unterscheiden sich, weshalb die Formulierung «je nach Kanton» korrekt ist und eine einzelne kantonale Zahl nicht. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.

Für die meisten Wettenden ist die Frage praktisch: Wer einzelne Wetten unter CHF 1’071’000 abschliesst, zahlt keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Wer einen grossen Gewinn hat, fragt beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung nach. Die ESTV führt die Sportwetten explizit als bewilligte Grossspiele auf, was die Besteuerung von Gewinnen aus Swisslos und Loterie Romande einheitlich regelt.

Gewinne aus ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil die Schweiz hier keinen Hebel hat. Die kantonale Steuerpraxis ist uneinheitlich; der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als voll steuerbares Einkommen. Andere Kantone handhaben es anders. Auch hier ist die Auskunft beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung der zuverlässigere Weg als jede Verallgemeinerung.

Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer auf Sporttip oder Jouez Sport spielt, zahlt den Einsatz vollständig als Einsatz, ohne dass der Staat einen Anteil abschöpft. Die einzige Belastung des Einsatzes ist die Marge des Anbieters, die in der Quote steckt.

Der Überblick: Was ATP-Wetten in der Schweiz 2026 ausmacht

Die Eigenheit des Schweizer Marktes liegt nicht in der Quote und nicht im Bonus, sondern in der Konstruktion. Zwei Veranstalter, eine Bewilligungsliste, ein Sperrregister, eine Aufsicht. Wer in der Schweiz legal auf ATP-Tennis wetten will, kann zwischen Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport wählen – vorausgesetzt, er wohnt im jeweiligen Vertragsgebiet. Wer dort nicht wohnt, hat keine reguläre Option in der Schweiz. Wer ausländische Anbieter nutzt, hat mehr Märkte, aber keine Schweizer Schutzinstrumente.

Die Gespa-Liste bestimmt, welche ATP-Turniere gewettet werden können: alle Masters-1000, alle ATP-500, alle ATP-250, die ATP Finals und die Grand Slams. Challenger und Future nicht. Märkte wie Matchsieg, Satzwetten, Handicaps und Über/Unter sind zugelassen, soweit die Liste sie führt; E-Sports, Eckstoss-Märkte, Kartenmärkte und Wetter-Wetten sind es nicht. Quotenboosts, Profitboosts und der Kombiboost sind Instrumente, die auf einer geschlossenen Plattform laufen, nicht auf einem offenen Markt.

Die 2026 sind die ATP-250-Turniere im Vergleich zu 2024 tendenziell weniger geworden und die ATP-500-Turniere mehr. Wer auf den Spielplan der aktuellen Saison schaut, sieht eine andere Verteilung als im Vorjahr. Quoten, die auf dem Spielplan 2024 basieren, treffen die Realität 2025 nicht. Wer auf den Spielplan 2025 schaut, sollte sich klarmachen, dass 2026 eine weitere Verschiebung mitgebracht hat. Die laufende ATP Tour 2026 ist seit dem 2. Januar unterwegs, mit einem ersten Grand-Slam-Finale, das Alcaraz gegen Đoković in vier Sätzen gewonnen hat.

Die Frage, die am Ende bleibt, ist nicht, welcher Anbieter die höchste Quote hat. Sie ist, ob der Anbieter überhaupt spielen darf und ob der Schutz greift, wenn etwas schiefgeht. In der Schweiz ist diese Frage mit zwei Namen beantwortet. Alles andere ist Werbung.

Häufige Fragen

Auf welche ATP-Turniere kann in der Schweiz gewettet werden?

Auf alle ATP-Masters-1000, ATP-500 und ATP-250-Turniere sowie auf die ATP Finals, soweit sie auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettbewerbe stehen. Die vier Grand Slams sind ebenfalls zugelassen, werden aber von der ITF veranstaltet und gehören nicht zur ATP Tour. Challenger-Turniere und ITF-Future-Turniere stehen in der Regel nicht auf der Liste und sind im Schweizer Wettprogramm nicht verfügbar. Die konkrete Verfügbarkeit im Wettschein hängt vom Spielplan der laufenden Saison ab, weil die Zahl der ATP-250- und ATP-500-Turniere von Jahr zu Jahr schwankt.

Wie entsteht die Quote bei einem Tennismatch, und welchen Einfluss hat der Belag?

Die Quote setzt sich aus der Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Anbieters, dem Belag und der Form zusammen. Auf Sand quotiert ein Anbieter Spieler, deren Stärke auf Sand liegt, tendenziell knapper als auf Hartplatz. Wer den Belag ignoriert und nur die Weltrangstelle liest, wettet gegen den Markt, ohne es zu wissen. Die Marge des Anbieters ist in jede Quote eingepreist; bei einer Zwei-Wege-Wette mit Quote 1.90 auf beiden Seiten ergibt sich ein Auszahlungsanteil von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %.

Wie wird eine Wette behandelt, wenn ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt wird?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, wird die Wette bei Sporttip in der Regel mit Quote 1.00 gewertet; bei einer Kombiwette wird die Gesamtquote entsprechend reduziert, die übrigen Voraussagen bleiben gültig. Wird das Ereignis verschoben und innerhalb der Frist ausgetragen, bleibt die Wette in der Regel stehen. Bei Live-Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, gilt ebenfalls Quote 1.00, ebenso in spielentscheidenden Situationen, in denen Swisslos eine Quote-1.00-Wertung vornehmen kann.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Gewinn ergibt sich aus dem Einsatz multipliziert mit der Quote; bei einer Kombiwette mit der Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Bei einem Einsatz von CHF 50 und einer Quote von 2.10 ist der Bruttogewinn CHF 105, der Nettogewinn CHF 55. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das ist die buchhalterische Form, die Spielende im Wettschein sehen, bevor Steuern greifen.

Welche Verlustlimiten und welche Spielsperre gelten bei den beiden Schweizer Veranstaltern?

Bei Sporttip müssen Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos und für Liechtenstein. Die genauen Werte für Jouez Sport sind in den Teilnahmebedingungen von Loterie Romande festgelegt; sie sind in den jeweiligen Bedingungen zu prüfen.

Sind Gewinne steuerfrei, und was bedeutet «je nach Kanton» beim Steuerfreibetrag?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommenssteuerfrei. Die Bundesschwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 pro Einzelgewinn; die kantonalen Schwellen unterscheiden sich, weshalb die Formulierung «je nach Kanton» korrekt ist. Oberhalb der Schwelle werden 35 % Verrechnungssteuer einbehalten, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Gewinne aus ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind je nach Kanton unterschiedlich zu behandeln; in Thurgau etwa sind sie unabhängig von der Höhe voll steuerbares Einkommen.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»