Online auf MLB wetten in der Schweiz
20. Oktober 2026 – geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln von Swisslos Sporttip (Version 4.2).

Spielplan einer MLB-Saison und was davon auf dem Wettschein landet
Die Major League Baseball (MLB) besteht aus 30 Teams, 29 aus den USA und einem aus Kanada, aufgeteilt in die National League und die American League mit je 15 Teams in drei Divisionen zu je fünf Teams. Die Hauptrunde beginnt Ende März, dauert bis Ende September, und in dieser regulären Saison bestreitet jedes Team 162 Spiele. Auf einen Wettschein gelangt davon nur das, was die Gespa-Liste an Wettbewerben und Wettarten freigibt, und die Liste führt Baseball, schreibt aber nicht jedes einzelne Spielformat vor. Wer abends ein Spiel verfolgt und tags darauf eine Wette platzieren will, sollte vor allem prüfen, ob der Markt gerade offen ist. Im 162-Spiele-Kalender einer Mannschaft gibt es kaum ein Datum ohne Wettmöglichkeit, doch die Verfügbarkeit hängt am Schweizer Veranstalter, nicht am amerikanischen Spieltag.
Die Postseason hat sich seit 2022 verändert. Seit 2022 spielen in der MLB-Postseason zwölf Teams: sechs Divisionssieger und drei weitere Teams je Liga; die beiden bestplatzierten Teams jeder Liga sind für die Wild-Card-Runde (Best of three) gesetzt. Wer auf eine Playoff-Serie wettet, setzt damit auf eine kurze, hochriskante Stichprobe, in der ein Spiel das Blatt komplett wenden kann. Die Division Series und die Championship Series werden im Modus „Best of seven» gespielt, erstmals 1969. Die World Series, 1903 erstmals ausgetragen, damals noch als „Best of nine», wird heute ebenfalls im Modus „Best of seven» gespielt. Sieben Spiele, vier Siege zum Weiterkommen. Eine Serie lässt sich erst nach vier Niederlagen entscheiden, und wer auf einen frühen 2:0-Vorsprung wettet, sichert sich noch keinen Titel.
Die Rekordbilanz der New York Yankees (27 World-Series-Titel) prägt die Quoten jedes Frühjahr, weil Wettende die Vergangenheit als Vorhersage lesen. Eine starke reguläre Saison eines Teams schlägt sich in kürzeren Siegquoten für den Titel nieder, und eine schwache Saison verlängert die Quote, selbst wenn das Team im Vorjahr noch im Finale stand. Die Quoten eines Buchmachers spiegeln damit Erwartungen auf der Grundlage von Kaderstärke, Form und Heimvorteil, nicht allein die Historie.
Die World Series 2025 gewannen die Los Angeles Dodgers mit 4:3 gegen die Toronto Blue Jays. Die Serie lief vom 24. Oktober bis zum 1. November 2025, und das entscheidende siebte Spiel endete 5:4 nach elf Innings, ein Spiel, das sich über gut vier Stunden zog und in dem Yoshinobu Yamamoto zum wertvollsten Spieler gewählt wurde. Die Dodgers waren seit 2000 das erste Team mit zwei Titeln in Folge und holten damit ihren neunten Titel. Ein Finale, das in den Entscheidungsspielen in die Verlängerung ging, zeigt, warum Serienwetten im Baseball nichts für Eilige sind. Wer auf den Ausgang einer Best-of-seven-Serie wettet, akzeptiert die inhärente Volatilität eines Spiels, in dem ein Homerun im neunten Inning eine 3:1-Führung kippt. Die reguläre Spielzeit einer Sporttip-Wette umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, und Verlängerung zählt nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette ist, eine Regel, die im Baseball fast immer greift, weil Innings nicht zur Nachspielzeit gehören.
Die zugelassenen Anbieter im Vergleich
Wer in der Schweiz auf die MLB wetten will, hat genau zwei Möglichkeiten, dies legal zu tun: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide verfügen über eine Bewilligung als Veranstalterin eines Grossspiels nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51), und beide unterstehen der Aufsicht durch die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht). Jeder Anbieter bedient sein eigenes Vertragsgebiet, und eine Online-Registrierung ist nur mit Wohnsitz in diesem Gebiet möglich. Wer auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung wettet, spielt ausserhalb des Gesetzes, ohne Spielsperre-Anschluss und ohne Schweizer Rekursweg. Die folgende Einordnung gilt nur den beiden zugelassenen Veranstaltern; die ausländischen Marken, die im weiteren Verlauf dieser Seite separat bewertet werden, fallen nicht darunter.
| Anbieter | Swiss permit | Veranstalter / ausgewiesene Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Aufsicht Gespa |
Die Swisslos-Online-Teilnahme richtet sich an Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Vertragsgebiet, den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dem Kanton Tessin und dem Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen. Wer in der Romandie wohnt, wendet sich an die Loterie Romande, die das Produkt Jouez Sport für die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura anbietet. Die Loterie Romande unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende, mit Kontaktadresse Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne. Zwei getrennte Gebiete, zwei getrennte Marken, ein gemeinsames Aufsichtsregime.
Wer in einem Kanton ausserhalb des Swisslos-Gebiets wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren, und umgekehrt. Die Aufteilung wirkt auf den ersten Blick bürokratisch, ist aber die direkte Folge der interkantonalen Vereinbarung: Die Kantone haben sich auf genau zwei Veranstalterinnen festgelegt, jede mit eigenem Hoheitsgebiet. Die Gespa-Liste der zugelassenen Wettbewerbe und Wettarten legt fest, worauf gewettet werden darf, und diese Liste gilt für beide Veranstalterinnen gleichermassen. Die ausländischen Marken, die parallel werben, besitzen keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen und können von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden, eine DNS-Sperre, die Schweizer Provider umsetzen. Die Sperrliste betraf Ende 2025 671 Domains.
Grundlagen: Hauptrunde, Postseason und Serienmodus
Ein voller MLB-Spielplan zieht sich über sechs Monate, von Opening Day Ende März bis zum letzten Spiel der regulären Saison Ende September. Jedes der 30 Teams bestreitet 162 Spiele in dieser Phase. Die Postseason beginnt mit den Wild-Card-Runden Anfang Oktober, in denen die bestplatzierten Teams jeder Liga spielfrei haben und die übrigen qualifizierten Mannschaften in Best-of-three-Serien die nächsten zwei Runden bestreiten. Anschliessend folgen die Division Series und die Championship Series, beide im Best-of-seven-Modus. Den Abschluss bildet die World Series, ebenfalls Best of seven, in der der Titel der MLB ausgespielt wird.

Die National League wurde 1876 gegründet, die American League 1901. Die beiden Ligen existieren seit über 120 Jahren, und ihre Struktur mit je drei Divisionen zu fünf Teams bestimmt den Spielplan. Eine Division mit fünf Teams spielt mehr Spiele gegen die Divisionsrivalen als gegen die Teams der anderen Liga, was die Quoten für Divisionssiege beeinflusst. Wer auf einen Divisionssieg wettet, setzt auf einen Wettbewerb, in dem vierzig Spiele gegen die engsten Rivalen zählen, eine Stichprobe, die stabiler ist als einzelne Serien, aber volatiler als eine ganze Saison.
Der Best-of-seven-Modus prägt die Quoten einer laufenden Serie. Nach Spiel 1 hat das führende Team eine Siegchance, die über 50 % liegt, aber das Spiel ist nicht entschieden. Nach Spiel 2 erhöht sich diese Chance, bleibt aber endlich, und erst nach dem vierten Sieg steht der Sieger fest. Wer auf das erste Spiel einer Best-of-seven-Serie wettet, wettet auf ein einzelnes Spiel, nicht auf die Serie. Die Serie als Ganzes hat ihre eigenen Quoten, die sich nach jedem Spiel anpassen. Wer vor Spiel 1 auf den Seriensieger wettet, akzeptiert die Unsicherheit von bis zu sieben Spielen. Wettende, die auf den Seriensieger setzen, sollten sich bewusst sein, dass die Quoten eines Buchmachers die Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Siegers abbilden, einschliesslich des Underdogs, der eine 3:1-Serie startet und sie noch gewinnt.
Eine Wette auf den Ausgang einer laufenden Best-of-three-Wild-Card-Serie verlangt eine andere Einschätzung als eine Best-of-seven-Serie. In einer Best-of-three-Serie reicht ein Ausrutscher, um die ganze Wette zu verlieren, denn zwei Niederlagen bedeuten das Saisonende. In einer Best-of-seven-Serie ist ein einzelner Verlust noch kein Grund zur Sorge. Die Quoten einer Wild-Card-Serie sind deshalb in der Regel kürzer für klare Favoriten, weil die Stichprobe klein ist. Wer die Varianz einer kurzen Serie unterschätzt, zahlt mit einer verlorenen Wette.
Die World Series ist das letzte Glied der Kette, und ihre Quoten werden im Frühjahr bereits erwartet, nicht erst im Oktober. Die Favoriten für die World Series 2026 stehen in der zweiten Märzhälfte fest, und ihre Quoten spiegeln die Einschätzung der Buchmacher zur Kaderstärke, Verletzungsanfälligkeit und Konkurrenz in der eigenen Liga. Wer im März auf einen World-Series-Sieger wettet, wettet auf einen Ausgang, der erst im November entschieden wird. Acht Monate Wettzeit. Verletzungen, Trades und Formkurven verändern die Quoten, und wer früh wettet, sichert sich die aktuellen Quoten, aber nicht die Form von Oktober.
Was Quoten im Baseball über Chancen und Marge aussagen
Die Quote eines Buchmachers ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist ein Preis, der die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge des Buchmachers enthält. Eine Quote von 1.90 auf einen Ausgang entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 52.6 % (1 ÷ 1.90), aber nur, wenn keine Marge enthalten wäre. Die Marge ist der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Franken einbehält, und sie ergibt sich aus der Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote des Marktes. Die Auszahlungsquote eines Marktes mit zwei Ausgängen zu je 1.90 beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also etwa 95 %, und die Marge entsprechend etwa 5 %.
Eine faire Münzwette hätte Quoten von 2.00 auf beiden Seiten, Auszahlungsquote 100 %, Marge 0 %. Ein Buchmacher, der auf beiden Seiten 1.90 anbietet, nimmt 5 % des Umsatzes ein, unabhängig vom Ausgang. Im Baseball, wo Spiele öfter knapp ausgehen als in anderen Sportarten, ist eine Marge von 5 % für einen Hauptmarkt wie den Sieger (Moneyline) im unteren Bereich dessen, was der internationale Markt verlangt. Schweizer Veranstalter arbeiten mit vergleichbaren Margen, aber sie veröffentlichen keine Quotenübersicht, und die Marge eines Marktes kann von Spiel zu Spiel variieren. Wer Quoten vergleicht, vergleicht Preise, und der günstigere Preis hat die kleinere Marge.
Berechnungsbeispiel für die Auszahlungsquote eines Zweiwege-Markts: Nehmen wir einen Markt mit hypothetischen Quoten von 1.90 auf beiden Seiten. Die Auszahlungsquote berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten, also 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das ergibt rund 0.95 oder 95 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, hier also etwa 5 %. In der Praxis schwankt die Marge je nach Markt und Veranstalter; bei einem engen Spiel auf den Favoriten liegt sie oft über 5 %, bei einem ausgeglichenen Spiel mit ausgeglichenen Quoten näher an 5 %. Wer die Quoten beider Seiten addiert und den Kehrwert bildet, sieht direkt, wie viel Prozent der Einsätze als Auszahlung zurückfliessen.
Eine Wette auf einen Ausgang mit Quote 1.90 und Einsatz CHF 100 zahlt bei einem Sieg CHF 190 zurück, davon CHF 100 Einsatz und CHF 90 Nettogewinn. Eine Kombinationswette multipliziert die Einzelquoten, eine Wette auf zwei Ausgänge zu je 1.90 ergibt eine Gesamtquote von 3.61, und der gleiche Einsatz von CHF 100 zahlt bei einem Doppelerfolg CHF 361 zurück. Die Marge einer Kombinationswette ist höher als die einer Einzelwette, weil die Marge jedes einzelnen Marktes multipliziert wird, nicht addiert. Wer viele Beine kombiniert, zahlt einen hohen Preis für die höhere Quote, und die Wahrscheinlichkeit, alle Beine richtig zu haben, sinkt mit jedem weiteren Bein.
Rechtslage: Was die Schweiz erlaubt und was nicht
Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) regelt seit dem 1. Januar 2019 die Glücksspiele in der Schweiz, und die interkantonale Vereinbarung von 2019 setzt den Rahmen für die Zusammenarbeit der Kantone bei der Durchführung von Geldspielen. Die Aufsicht über die Lotterien und Sportwetten liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), die seit dem 1. Januar 2021 als interkantonales Geldspielkonkordat operiert. Die ESBK (Eidgenössische Spielbankenkommission) überwacht nur die Spielbanken, nicht die Sportwetten. Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS), und diese Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar, mit einer Strafe von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren (Art. 130 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Sportwetten ist eine Widerhandlung im Umfang von bis zu CHF 500’000 Busse (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS). Die Spielenden selbst werden nicht bestraft, aber ihre Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.
Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die von Schweizer Telekomanbietern über DNS gesperrt werden (Art. 86–93 BGS). Die erste Liste erschien am 3. September 2019, Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Die Gespa nennt explizit Marken wie Interwetten, Bet-at-Home und bet365 als Beispiele für Anbieter, die auf der Liste stehen oder standen. Eine Domain, die blockiert wird, taucht oft unter neuem Namen wieder auf, ein Phänomen, das als «Domain-Hopping» bekannt ist und das die Gespa mit ständigen Aktualisierungen bekämpft. Die Sperrliste hindert die Anbieter nicht, weiter zu werben, aber sie hindert Schweizer Internetnutzer, die Seite ohne technische Umgehung zu erreichen.
Was gewettet werden darf, bestimmt die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS; aktuelle Version 10.09.2026). Die Liste ist abschliessend, nicht offen, und Wetten auf Wettereignisse, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Qualifikationsrunden sind nur dann wettrechtlich zugänglich, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe sind nur wettrechtlich zugänglich, wenn sie auf der Liste stehen; Ranglistenwetten sind nur dann zugelassen, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, niemals auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte, wie sie im Fussball üblich sind, fehlen in der Liste, und ein Esports-Abschnitt existiert ebenfalls nicht. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).
Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Das BGS enthält keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte, und die Gespa-Liste bestimmt, welche Märkte live angeboten werden dürfen. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt, sondern eine Funktion des Veranstalters. Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teilauszahlung, und nicht garantiert für jeden Markt. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Spielstand ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Bei Sporttip wird eine Wette unabhängig davon gewertet, ob das Ereignis live übertragen wird, und Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, was einem Verlust des Einsatzes gleichkommt.
Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und Identitätsprüfung
Vor der ersten Wette müssen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro Periode. Personen unter 21 Jahren dürfen maximal CHF 1’000 pro Periode setzen. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, obwohl das Gesetz eine Frist von 24 Stunden vorsieht; Sporttip wendet die strengere Frist an. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage zu setzen. Die Schweiz kennt keinen gesetzlich festgelegten maximalen Einsatz pro Wette, sondern nur die vom Veranstalter gesetzten Limits: bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz bei CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 für eine Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 für eine Systemwette. Der Veranstalter kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Die Spielsperre schützt Personen, die ihr Wettverhalten nicht mehr im Griff haben. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf, und eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen, das auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, und im Fürstentum Liechtenstein gilt. Eine selbstgewählte Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und die Aufhebung muss durch eine Fachstelle begleitet werden. Personen, die überschuldet oder spielsüchtig sind, können von Amts wegen gesperrt werden, und gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf die Rückerstattung von Einsätzen oder Gewinnen (Art. 45 BGS).
Die Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und das Fehlen einer Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird durch einen Ausweis nachgewiesen, dessen Daten ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft werden. Die Loterie Romande wendet vergleichbare Anforderungen an, und die Gespa überwacht die Einhaltung. Im Jahr 2025 hat die Gespa 200 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt und in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft bekommen, ein Ergebnis, das zeigt, dass der Schutz an Verkaufsstellen nicht hermetisch ist, auch wenn die Online-Registrierung strenger funktioniert.
Wer auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung wettet, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Eine ausländische Plattform kann eine Selbstsperre anbieten, aber sie greift nur auf dieser Plattform, und ein Wechsel zu einem anderen Anbieter ist ohne weiteres möglich. Die Gespa-Sperrliste betrifft nur den Zugang über Schweizer Internetanschlüsse und nicht die Möglichkeit, sich bei einem ausländischen Anbieter zu registrieren, sofern die Sperre umgangen wird. Wer sich für den Spielerschutz entscheidet, wählt die zugelassenen Anbieter mit ihrer obligatorischen Identitätsprüfung und ihrer Registrierung im Sperrregister, nicht eine ausländische Plattform, deren Schutzregeln allein in deren AGB stehen.
BetLabel – ohne Schweizer Bewilligung
BetLabel gehört zu den ausländischen Anbietern, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Die Lizenz, die auf der Plattform angegeben wird, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS), und BetLabel ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Spielende auf BetLabel haben keinen Schweizer Rekursweg, wenn es zu Streitigkeiten über die Auszahlung von Gewinnen oder über die Auslegung der AGB kommt. Die Domain kann auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden, und die DNS-Sperre der Schweizer Provider hindert den Zugang über Schweizer Internetanschlüsse. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, ändert nichts an dieser Ausgangslage.
Wer trotz Sperrliste über technische Umgehung spielt, bewegt sich ausserhalb des Gesetzes. Einsätze und Gewinne können in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und die Schweizer Steuerbehörden können ausländische Gewinne als Einkommen versteuern. Der Kanton Thurgau besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen, und andere Kantone können ähnlich verfahren. Die Plattform wirbt aggressiv mit Quotenboosts und Willkommensboni, aber die Versprechen sind Werbung, und die gesetzliche Lage bleibt, wie sie ist.
Sportuna – ohne Schweizer Bewilligung
Sportuna verfolgt dasselbe Geschäftsmodell wie BetLabel: eine ausländische Lizenz, kein Schweizer Anschluss. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, und Schweizer Provider sperren den Zugang. Sportuna bietet ein breites Wettprogramm mit Fussball, Tennis, Basketball und Baseball, einschliesslich MLB-Spielen, aber das Vorhandensein eines Marktes auf der Plattform bedeutet nicht, dass dieser Markt in der Schweiz zugelassen ist. Die Gespa-Liste legt fest, was in der Schweiz gewettet werden darf, und diese Liste gilt für die zugelassenen Veranstalter, nicht für ausländische Plattformen.
Die Vorteile, die Sportuna bewirbt, sind die Vorteile, die jeder ausländische Anbieter bewirbt: höhere Quoten, mehr Märkte, grössere Boni. Diese Vorteile existieren auf dem Bildschirm, aber sie kommen ohne den Schutz des Schweizer Rechts. Wer auf Sportuna wettet und einen Konflikt mit dem Anbieter hat, muss diesen nach den Bedingungen des Anbieters lösen, vor einem ausländischen Gericht oder vor einem Schiedsgericht, das der Anbieter selbst ausgewählt hat. Die Schweiz bietet in diesem Fall keinen Schutz.
Fezbet – ohne Schweizer Bewilligung
Fezbet ist eine weitere ausländische Plattform ohne Schweizer Bewilligung. Die Plattform wirbt mit einem Casino- und Sportwettenangebot, einschliesslich Wetten auf amerikanische Ligen, und lockt mit einem Willkommensbonus. Die Lizenzangaben auf der Seite haben in der Schweiz keine Wirkung, und die Gespa kann die Domain sperren lassen. Wer in der Schweiz wettet, sollte sich bewusst sein, dass Fezbet keine Veranstalterbewilligung und keine Spielbewilligung nach BGS besitzt, und dass die Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister fehlt.
Die Spielbedingungen von Fezbet stehen in den AGB des Anbieters, und sie können von den Bedingungen der Schweizer Veranstalter abweichen, oft zu Lasten der Spielenden, etwa durch kürzere Auszahlungsfristen bei Boni oder durch höhere Mindestquoten für qualifizierende Wetten. Die ausländische Aufsicht, sofern vorhanden, schützt nicht vor den Besonderheiten des Schweizer Marktes, und die Schweizer Verbraucherschutzgesetze greifen bei einer ausländischen Plattform nur eingeschränkt.
myBet – ohne Schweizer Bewilligung
myBet trägt einen Namen, der in Deutschland und Österreich an die gleichnamige, längst eingestellte Plattform erinnert, hat aber mit dieser historischen Marke nichts gemein. Die aktuelle myBet ist eine ausländische Plattform mit einer Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, und die DNS-Sperre blockiert den Zugang über Schweizer Internetanschlüsse.
myBet bietet ein Wettprogramm, das MLB-Spiele einschliesst, mit Märkten auf den Sieger eines Spiels, auf die Gesamtzahl der Runs (Over/Under) und auf einzelne Innings. Diese Märkte entsprechen den internationalen Standards, aber die Gespa-Liste der Schweiz legt fest, welche dieser Märkte in der Schweiz zugelassen sind, und die Liste gilt nur für die Schweizer Veranstalter. Auf myBet kann gewettet werden, was die Plattform anbietet, unabhängig von der Schweizer Liste. Wer auf myWet spielt, spielt nach den Regeln von myBet, nicht nach den Regeln der Gespa.
Betwinner – ohne Schweizer Bewilligung
Betwinner gehört zu den grösseren ausländischen Anbietern und ist in mehreren Ländern tätig, nicht in der Schweiz. Die Plattform wirbt mit einem umfangreichen Wettprogramm, mit hohen Boni und mit einer breiten Palette von Zahlungsmethoden, einschliesslich Kryptowährungen. In der Schweiz sind Kryptowährungen als Auszahlungsmethode nicht erlaubt; Gewinne und Guthaben werden nur auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt (Art. 50 Abs. 2 VGS). Diese Regel gilt für die Schweizer Veranstalter, nicht für Betwinner, und auf Betwinner kann die Auszahlung auf andere Weise erfolgen, mit den Risiken, die eine anonyme oder pseudonyme Zahlung mit sich bringt.
Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, und die DNS-Sperre der Schweizer Provider blockiert den Zugang. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, ändert nichts an der Tatsache, dass Betwinner in der Schweiz keine Veranstalterbewilligung besitzt und dass die Schweizer Spielenden keine Schweizer Schutzregeln geniessen. Wer auf Betwinner spielt, spielt nach den Regeln von Betwinner und nach dem Recht des Landes, in dem die Lizenz erteilt wurde, nicht nach Schweizer Recht.
GG.BET – ohne Schweizer Bewilligung
GG.BET positioniert sich als Plattform für Esports und Sportwetten, mit Schwerpunkt auf Counter-Strike, Dota 2 und League of Legends, aber auch mit klassischen Sportarten wie Fussball, Basketball und Baseball. In der Schweiz ist Esports nicht in der Gespa-Liste enthalten, und ein Esports-Abschnitt fehlt in der Liste; eine Esports-Wette ist damit auf einem Schweizer Veranstalter nicht möglich. Auf GG.BET kann sie möglich sein, je nach Angebot der Plattform, aber die Schweizer Regeln greifen nicht.
Die Lizenz, die GG.BET auf der Seite angibt, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS), und die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen. Die Plattform wirbt mit Quotenboosts und Live-Wetten, aber die Regeln für die Auszahlung, für die Behandlung von Bonusguthaben und für die Anerkennung von Gewinnen stehen in den AGB von GG.BET, nicht im Schweizer Recht. Wer auf GG.BET spielt, sollte die AGB lesen, bevor er eine Wette platziert, und sich bewusst sein, dass er ohne Schweizer Schutz spielt.
Betclic – ohne Schweizer Bewilligung
Betclic ist in Frankreich und mehreren europäischen Ländern aktiv, aber nicht in der Schweiz. Die Plattform besitzt keine Schweizer Veranstalterbewilligung und keine Spielbewilligung nach BGS, und die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen. Die DNS-Sperre blockiert den Zugang über Schweizer Internetanschlüsse, und eine technische Umgehung dieser Sperre ändert nichts an der Rechtslage.
Betclic wirbt mit hohen Quoten und einem umfangreichen Wettprogramm, einschliesslich MLB-Spielen. Die Quoten können tatsächlich höher sein als bei den Schweizer Veranstaltern, weil die Marge eines ausländischen Anbieters anders kalkuliert ist, aber die höhere Quote kommt mit dem Verlust des Schweizer Schutzes. Wer auf Betclic wettet, muss die AGB des Anbieters akzeptieren, und die AGB können Bedingungen enthalten, die in der Schweiz nicht zulässig wären, etwa zu Auszahlungsfristen, zu Bonuskonditionen oder zur Behandlung strittiger Wetten.
X3Bet – ohne Schweizer Bewilligung
X3Bet wirbt mit einer Lizenz aus Tobique (Kanada), einer Lizenz, die in der Schweiz keine Wirkung entfaltet (Art. 4 BGS). Tobique Gaming Commission ist keine anerkannte Aufsichtsbehörde in der Schweiz, und die von ihr ausgestellte Lizenz begründet keinen Schweizer Schutz.
Die Plattform bietet Wetten auf eine breite Palette von Sportarten an, einschliesslich Baseball, und lockt mit hohen Boni. Die Versprechen sind Werbung, und die Rechtslage bleibt unverändert. Wer auf X3Bet spielt, spielt nach den Regeln einer ausländischen Plattform mit einer Lizenz aus einem kleinen kanadischen Reservat, ohne Schweizer Schutz und ohne Schweizer Rekursweg. Die Plattform kann die Bonusbedingungen ändern, die Auszahlung verzögern oder das Konto sperren, ohne dass die Schweizer Behörden eingreifen können.
Besteuerung von Wettgewinnen
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen, zu denen auch Sportwetten gehören, sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, und erst oberhalb dieses Freibetrags wird die Verrechnungssteuer von 35 % erhoben. Der Freibetrag ist eine Bundeslimite, und der kantonale Freibetrag kann davon abweichen, weshalb die genaue Höhe vom Wohnsitzkanton abhängt («je nach Kanton»). Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Wer einen typischen Wettgewinn erzielt, der weit unter dem Freibetrag liegt, zahlt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Die Verrechnungssteuer ist eine Vorauszahlung, deren Höhe vom Veranstalter an die ESTV abgeführt wird, und sie wird zurückerstattet, wenn der Gewinn in der Steuererklärung deklariert wird.
Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil die Schweizer Veranstalter die Steuer nicht abführen. Der Kanton Thurgau besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen, und andere Kantone können ähnlich verfahren. Die Steuerpraxis ist kantonal unterschiedlich, und die genauen Regeln hängen vom Wohnsitzkanton ab. Wer auf einer ausländischen Plattform spielt, sollte sich beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung erkundigen, ob und wie die Gewinne zu versteuern sind.
Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz, im Gegensatz zu Ländern wie Grossbritannien oder Deutschland. Die einzige Abgabe auf den Einsatz ist die Spielscheinabgabe, die in den Reingewinn der Veranstalter fliesst und nicht vom Spielenden getragen wird. Swisslos hat 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet, CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe unterstützt. CHF 109 Mio. des Reingewinns stammten aus den Sportwetten, weniger als im Vorjahr (2024: CHF 122 Mio.). Die Spielscheinabgabe fliesst damit in die Schweizer Sportförderung, eine Verbindung, die bei ausländischen Anbietern fehlt.
Wettfunktionen: Cash-Out, Kombiboost und Bet Builder
Cash-Out ist die Möglichkeit, eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses auszuzahlen, und sie ist eine Funktion des Veranstalters, keine Pflicht. Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out, nicht als Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und der Veranstalter garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn ohne vorzeitige Auszahlung, weil der Veranstalter sein Risiko reduzieren will, und er hängt vom Stand des Spiels ab. Bei einem Baseball-Spiel, in dem das gewettete Team 5:0 in Führung liegt, ist der Cash-Out-Betrag auf den Sieg nahe am vollen Gewinn, weil das Risiko eines Verlustes gering ist; bei einem Spiel, in dem das Team 0:5 zurückliegt, ist der Cash-Out-Betrag auf den Sieg nahe am Einsatz oder darunter, weil der Veranstalter das Risiko eines Gewinns trägt. Der Cash-Out-Betrag kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden, und ein Spieler, der cashen will, sieht den aktuellen Betrag auf dem Wettschein.
Der Sporttip-Kombiboost ist ein Bonus auf den Nettogewinn von Kombinationswetten, der nur online gilt, für Prematch-, Live- und Systemwetten. Der Bonus verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50, und er beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Einsatz und die Gewinnerhöhung sind limitiert, und der Bonus wird nur einmal pro Wettendem gewährt, nicht mehrfach. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost, weil die Wette vor dem Ende ausgewertet wird. Der Kombiboost erhöht den möglichen Gewinn, aber er ändert nichts an der Tatsache, dass jede Voraussage richtig sein muss, und mit jeder weiteren Voraussage sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass alle Beine treffen. Eine Kombiwette mit fünf Beinen zu je Quote 1.50 hat eine Gesamtquote von 7.59, aber die Wahrscheinlichkeit, dass alle fünf Beine richtig sind, ist deutlich tiefer als die implizite Wahrscheinlichkeit der Gesamtquote. Die Marge einer Kombiwette ist höher als die einer Einzelwette, weil die Margen der einzelnen Märkte multipliziert werden.
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Eine Wette auf den Sieger und auf die Gesamtzahl der Runs desselben Spiels ist damit keine klassische Kombiwette, sondern eine Bet-Builder-Wette, und sie wird über die Bet-Builder-Funktion angeboten. Wenn der Veranstalter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion annimmt, kann er die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Die Bet-Builder-Funktion ist damit eine technische Voraussetzung für abhängige Wetten, und sie schützt den Veranstalter vor unkalkulierbaren Kombinationen, in denen der Ausgang des einen Marktes den Ausgang des anderen Marktes stark beeinflusst.
Quotenboosts und Profitboosts sind zwei Formen von Quotenverbesserungen, die nur online gelten. Quotenboosts gelten für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und erhöhen die Quote für ein bestimmtes Ereignis. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar, und Einsatz sowie Erhöhung sind limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost, weil die Wette vor dem Ende ausgewertet wird. Die Boosts sind Marketinginstrumente, und sie sollen die Quote künstlich aufbessern, aber der Effekt auf den langfristigen Gewinn ist begrenzt, weil die Auswahl der boostfähigen Ereignisse vom Veranstalter gesteuert wird.
Berechnungsbeispiel: Marge und Auszahlungsquote
Nehmen wir einen Zweiwege-Markt mit hypothetischen Quoten von 1.90 auf beiden Seiten, etwa einen Moneyline-Markt auf den Sieger eines ausgeglichenen Baseball-Spiels. Die Auszahlungsquote des Marktes berechnet sich als Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten, also 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), und das ergibt rund 0.95 oder 95 %. Die Marge ist die Differenz zu 100 %, hier also etwa 5 %. Auf lange Sicht behält der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken 5 Rappen, und 95 Rappen fliessen als Gewinne an die Spielenden zurück. Eine Wette von CHF 100 auf einen Ausgang mit Quote 1.90 zahlt bei einem Sieg CHF 190 zurück, davon CHF 100 Einsatz und CHF 90 Nettogewinn. Die Marge des Marktes ist unabhängig davon, welcher Ausgang eintritt, und sie ist der Preis, den die Spielenden für die Teilnahme am Markt zahlen.
Eine faire Wette ohne Marge hätte Quoten von 2.00 auf beiden Seiten, Auszahlungsquote 100 %, Marge 0 %, aber kein Veranstalter würde einen solchen Markt anbieten, weil er damit kein Geld verdient. Die Marge ist die Einnahmequelle des Veranstalters, und sie ist in den Quoten eingepreist, in allen Quoten, bei jedem Anbieter, auf jedem Markt. Die Marge variiert von Markt zu Markt und von Anbieter zu Anbieter, und sie kann auf Hauptmärkten wie dem Moneyline-Sieger bei 4–6 % liegen, auf Nebenmärkten wie der Gesamtzahl der Runs oder dem ersten Inning bei 6–10 %. Wer Quoten vergleicht, vergleicht implizite Margen, und der Markt mit der kleinsten Marge gibt dem Spielenden den grössten Anteil seines Einsatzes zurück.
Die Marge einer Kombinationswette ist höher als die der einzelnen Märkte, weil die Margen multipliziert werden, nicht addiert. Eine Kombination aus zwei Märkten mit je 5 % Marge hat eine kombinierte Marge von etwa 9.75 %, eine Kombination aus drei Märkten mit je 5 % Marge hat eine kombinierte Marge von etwa 14.3 %. Je mehr Beine, desto höher die Marge, und desto teurer die Wette für den Spielenden. Der Kombiboost von Sporttip, der den Nettogewinn einer Kombiwette um bis zu 100 % erhöht, kompensiert einen Teil der höheren Marge, aber nur teilweise, und er verlangt eine Mindestquote von 1.50 pro Bein, was die Marge weiter erhöht.
Häufige Fragen
Dürfen Schweizer auf MLB-Spiele wetten?
Ja, aber nur über die zwei zugelassenen Veranstalter, Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport. Beide besitzen eine Veranstalter- und Spielbewilligung nach BGS und unterstehen der Aufsicht der Gespa. Ausländische Buchmacher haben in der Schweiz keine Wirkung, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen. Wer über die zugelassenen Anbieter wettet, bewegt sich im Rahmen des Schweizer Rechts, mit Spielsperre-Anschluss und Rekursweg.
Wo finde ich die Liste der erlaubten Wettbewerbe und Wettarten?
Die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) wird von der Gespa veröffentlicht, aktuelle Version 10.09.2026. Die Liste ist abschliessend, nicht offen, und nur die dort aufgeführten Wettbewerbe und Wettarten dürfen von den Schweizer Veranstaltern angeboten werden. Wetten auf Wettereignisse, Politik oder TV-Shows sind ausgeschlossen, und Wetten auf Wettbewerbe, die nicht auf der Liste stehen, sind ebenfalls ausgeschlossen.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn einer Einzelwette ist Einsatz mal Quote, und der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, und der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, eine kaufmännische Rundung, die den ausgeschütteten Betrag marginal beeinflusst. Eine Wette von CHF 100 auf Quote 1.90 zahlt CHF 190 zurück, eine Wette von CHF 100 auf eine Kombination mit Gesamtquote 3.61 zahlt CHF 361 zurück.
Was bedeutet «Best of seven» für Serienwetten?
Best of seven bedeutet, dass die Serie maximal sieben Spiele umfasst und das erste Team mit vier Siegen gewinnt. Eine Wette auf den Seriensieger vor Spiel 1 ist eine Wette auf den Ausgang von bis zu sieben Spielen, und die Quote spiegelt die Wahrscheinlichkeit wider, vier von maximal sieben Spielen zu gewinnen. Wer auf den Seriensieger nach Spiel 1 wettet, wettet auf den Ausgang der verbleibenden Spiele unter Berücksichtigung des aktuellen Spielstands. Die Wild-Card-Runde wird im Modus Best of three gespielt, und die ersten beiden Teams jeder Liga sind für die Division Series gesetzt, ohne in den Wild-Card-Spielen antreten zu müssen.
Welche Verlustlimiten gelten, und was bewirkt die Spielsperre?
Vor der ersten Wette müssen Spielende bei Sporttip Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 pro Periode. Personen unter 21 Jahren dürfen maximal CHF 1’000 pro Periode setzen. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Die Spielsperre hindert gesperrte Personen am Spielen, und eine unbefristete Spielsperre wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch für Casinos und das Fürstentum Liechtenstein gilt. Wer sich selbst sperren lässt, kann die Sperre frühestens nach drei Monaten aufheben, und die Aufhebung muss durch eine Fachstelle begleitet werden.
Wie werden Gewinne besteuert?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, und der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der kantonale Freibetrag kann vom Bundesfreibetrag abweichen, und die genaue Höhe hängt vom Wohnsitzkanton ab. Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber der Kanton Thurgau besteuert solche Gewinne unabhängig vom Betrag als Einkommen. Die Steuerpraxis ist kantonal unterschiedlich, und die genauen Regeln sollten beim Steuerberater oder bei der kantonalen Steuerverwaltung erfragt werden.
US-Sport – Laender Spiel Info
Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
