Online Cricket Wetten in der Schweiz – Anbieter, Regeln und was wirklich zählt
Stand: 20. Oktober 2026 | Geprüft gegen die Bewilligungen der Gespa und die IKV 2020

Cricket-Spielplan und Turniere, die in der Schweiz auf dem Wettschein stehen
Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, schaut zuerst in den Spielplan. Der ist im Cricket nicht so eng getaktet wie im Fussball, aber er ist breiter, als die meisten annehmen. Drei Formate teilen sich das Jahr: das mehrtägige Test-Match, das eintägige One-Day International und das Kurzformat Twenty20. Jedes davon hat eigene Wettmärkte, eigene Rhythmen und eigene Stellen, an denen eine Wette kippt. Wer die Formate nicht kennt, liest die Quoten falsch.
Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von etwa zwei Stunden. Beide Mannschaften schlagen je zwei Innings, sofern das Spiel nicht vorzeitig endet. Das ist das Format, in dem Geduld und Ausdauer zählen. Wetten auf den Match-Sieger laufen über fünf Tage, in denen das Wetter, die Wurftechnik und die Aufstellung alles verändern können. Für Wettende heisst das: eine Wette auf das Test-Match ist keine Wette auf ein einzelnes Ereignis, sondern auf eine mehrtägige Entwicklung.

Ein One-Day International, kurz ODI, umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings. Beide Teams haben damit eine klar begrenzte Anzahl Bälle zur Verfügung. Das macht den Markt überschaubarer: Wer nach 30 Overs 120 Runs hat und nach 40 Overs noch 80 braucht, dessen Chancen lassen sich an der Quote ablesen. Ein Twenty20, T20, schliesslich begrenzt jede Innings auf 20 Overs und ist auf höchstens 75 Minuten je Innings ausgelegt. Das ist das Format, in dem die Indian Premier League spielt, die bekannteste nationale T20-Liga mit internationalen Spielern.
Für Schweizer Wettende ist die Liga-Frage zweitrangig, solange der Veranstalter das Ereignis auf den Wettschein nimmt. Sporttip zeigt vor allem die grossen internationalen Turniere und die profilierteren Ligen. Welche Cricket-Events im Einzelfall im Programm stehen, prüft man am Wettschein selbst; eine Garantie, dass jede T20-Liga der Welt angeboten wird, gibt es nicht.
Die Cricket-Weltmeisterschaft und ihre Tücken
Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird seit 1987 mit 50 Overs pro Innings gespielt; die erste Austragung war 1975 in England. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Die Ausgabe 2023 fand in Indien statt, Australien gewann das Finale. 2027 wird der World Cup in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Wer also auf einen Sieger eines Camps wettet, sollte wissen, dass die nächste Auflage unter neuen Bedingungen statt früheren stattfindet.

Was den World Cup für Wettende besonders macht, ist die Art, wie Spiele enden können. Das Finale 2019 endete nach 50 Overs mit 241:241 und im Super Over 15:15; England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Wer auf einen klaren Sieger nach 50 Overs wettete, hatte eine Wette auf etwas, das es an diesem Tag nicht gab. Solche Szenarien sind nicht die Ausnahme, sondern Teil dessen, was Cricket als Wettsport von Fussball unterscheidet: Ein Unentschieden ist möglich, und ein «Tie» nach allen Innings ist zwar selten, kommt aber vor.
Wettereignisse über mehrere Tage: das Problem der Zeit
Cricket ist die Sportart, in der ein Wettereignis länger dauert als die meisten Wett-Entscheidungen, die ein Leser sonst trifft. Ein Test-Match läuft fünf Tage, eine Session dauert zwei Stunden, und in dieser Zeit kann alles Mögliche passieren. Wer am Dienstag auf einen Sieg der Heimmannschaft wettet und am Donnerstag die Sitzung verpasst, in der der Gegenspieler eine Century schlägt, hat seine Wette nicht «verloren», aber sie ist in eine andere Realität gerutscht.
Das hat Folgen für die Frage, wie man solche Wetten überhaupt platziert. Eine Wette auf den Tagessieger in einem Test-Match ist eine andere Wette als eine Wette auf den Match-Sieger nach fünf Tagen. Beide stehen auf dem Wettschein, aber sie messen unterschiedliche Dinge. Wer den Unterschied nicht kennt, wettet auf das falsche Ereignis.
Die Konsequenz daraus: Cricket-Wetten lohnen sich vor allem dann, wenn man das Format kennt und nicht nur das Ergebnis. Wer Cricket nicht kennt, sollte nicht auf den Sieger eines Camps wetten, sondern zuerst verstehen, was ein Over ist, was eine Innings ist und warum das Wetter bei einem Limited-Overs-Spiel den Sieger entscheiden kann.
Anbieter im Vergleich: zwei mit Schweizer Bewilligung, acht ohne
Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, hat genau zwei seriöse Adressen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Alles andere sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die in der Schweiz nicht zugelassen sind und deren Domains auf der Sperrliste der Gespa landen können. Wer trotzdem dort spielt, hat keinen Schweizer Schutz, keine Schweizer Aufsicht und im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.
Die nachfolgende Einordnung gilt nur sie. Beachten muss man: Swisslos und Loterie Romande haben getrennte Vertragsgebiete. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann ein Sporttip-Konto eröffnen; wer in der Westschweiz wohnt, kann ein Jouez-Sport-Konto eröffnen. Eine Person aus Zürich kann sich nicht bei Jouez Sport registrieren und umgekehrt. Wer umzieht, verliert den Zugang zum bisherigen Anbieter und muss beim neuen Anbieter im neuen Kanton ein neues Konto eröffnen.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter und Produkt |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung als Grossspiel-Veranstalterin (BGS, Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Basel), Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung als Grossspiel-Veranstalterin (BGS, Aufsicht Gespa) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Produkt Jouez Sport |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht |
Die Spalte «Veranstalter und Produkt» trägt bei den beiden zugelassenen Anbietern den Namen, unter dem das jeweilige Produkt läuft. Bei den ausländischen Anbietern steht bewusst nur «ausländischer Anbieter, keine Schweizer Aufsicht». Wer dort spielt, hat einiger Aussicht, dass die Gespa die Domain auf die Sperrliste setzt; das ist die DNS-Block-Liste, die Schweizer Telekomanbieter umsetzen. Eine Lizenz aus Malta, Curaçao oder Deutschland hat in der Schweiz keine Kraft.
Was die Bewilligung konkret bedeutet
Eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz ist nicht «eine Lizenz», wie sie internationale Buchmacher vergeben. Sie ist eine Veranstalterbewilligung plus eine Spielbewilligung pro Spiel. Die Gespa prüft die Veranstalterin und jedes einzelne Spiel. Eine Veranstalterin darf nicht beliebig neue Märkte einführen; die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten ist abschliessend.
Für Cricket heisst das: Steht Cricket auf der Liste, darf Sporttip Cricket-Wetten anbieten. Steht Cricket nicht auf der Liste, ist die Wette unzulässig, auch wenn der Wettschein sie anzeigt. Wer Cricket wetten will, prüft also, ob das Ereignis im Programm ist; tut es das, ist die Wette gedeckt.
Warum die ausländischen Anbieter hier trotzdem stehen
Die acht ausländischen Anbieter in der Tabelle stehen dort, weil Schweizer Spielende sie im Internet finden. Sie haben keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an die Schweizer Sperrliste gebunden und unterliegen keiner Schweizer Aufsicht. Wer dort ein Konto eröffnet, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg; das Geld liegt bei einer ausländischen Gesellschaft, das Verfahren läuft im Ausland.
Die Konsequenz: Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat einen besseren Bonus und oft höhere Limits, aber keinen Schutz. Das ist eine Abwägung, die jeder selbst treffen muss. Wer sie trifft, sollte wissen, dass das Geld im Zweifel weg ist, ohne dass die Gespa helfen kann.
Cricket-Quoten, Margen und was eine Wette wirklich kostet
Cricket-Quoten sehen auf den ersten Blick aus wie Fussball-Quoten: eine Zahl, oft zwischen 1.50 und 4.00, mit einem Punkt als Dezimaltrennzeichen. Sie funktionieren nach demselben System, und die Mathematik dahinter ist dieselbe. Der Unterschied liegt nicht in der Quote, sondern im Markt.
Eine Quote ist der Faktor, mit dem der Einsatz multipliziert wird, wenn die Wette gewinnt. Wer CHF 10 auf eine Quote von 2.10 setzt, bekommt CHF 21 zurück, der Reingewinn sind CHF 11. Wer CHF 100 auf eine Quote von 1.50 setzt, bekommt CHF 150 zurück, der Reingewinn sind CHF 50. Die Quote ist also nichts anderes, sondern die direkte Übersetzung von «wieviel zahlt mir der Veranstalter pro eingesetztem Franken, falls die Wette gewinnt».
Was eine Marge ist und warum sie in jeder Quote steckt
Jeder Veranstalter hat eine Marge. Die Marge ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Veranstalter im Durchschnitt einbehält; das Gegenstück ist die Auszahlungsquote, der Anteil, der im Durchschnitt an die Wettenden zurückfliesst. Bei einer Quote von 1.90 auf jede Seite eines Zwei-Wege-Markts ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.95, also rund 95 %. Die Marge ist dann 100 % − 95 % = 5 %.
Das heisst: Bei einem Markt, in dem jede Seite zu 1.90 steht, zahlt der Veranstalter im Durchschnitt 95 Cent pro eingesetztem Franken zurück und 5 Cent verbleiben beim Veranstalter. Über viele Wetten gleicht sich das aus. Wer also 100-mal einen Franken auf eine solche Quote setzt, bekommt im Mittel 95 Franken zurück. Das ist der Preis des Wettens: 5 Cent pro Franken, im Mittel.
Eine Marge von etwa 5 % ist bei grossen Cricket-Märkten üblich. Bei Nischen-Märkten, etwa auf eine einzelne Session oder eine sehr spezielle Spielerleistung, kann sie deutlich höher sein, weil das Wettvolumen kleiner ist und der Veranstalter mehr Spielraum hat. Wer auf solchen Märkten spielt, zahlt im Mittel mehr pro Franken Einsatz.
Warum Cricket-Märkte eigene Margen haben
Cricket ist im Wettprogramm der Schweizer Veranstalter keine Massensportart. Das heisst nicht, dass die Quoten schlecht sind; aber es heisst, dass die Margen auf Cricket-Märkten nicht zwingend so eng sind wie auf Fussball-Heimspielen der Super League. Wer Cricket-Quoten vergleicht, vergleicht also nicht zwingend den Veranstalter, sondern vergleicht, wie eng dieser Veranstalter diesen speziellen Markt kalkuliert hat.
Die Konsequenz: Wer Cricket ernsthaft wettet, sollte vor dem ersten Tipp den Wettschein studieren und auf die Margen der verfügbaren Märkte achten. Ein Markt mit 1.85/1.85 ist günstiger als einer mit 1.80/1.80. Der Unterschied klingt klein, ist aber über viele Wetten der entscheidende Faktor.
Cricket-Wetten: die Mechanik im Detail
Eine Cricket-Einzelwette ist eine Wette auf ein einzelnes Ereignis, etwa den Sieger eines Matches oder den Sieger eines T20-Spiels. Eine Kombiwette kombiniert mehrere Einzelwetten zu einer Quote, die sich aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt. Eine Systemwette erlaubt es, mehrere Wetten so zu kombinieren, dass auch dann ein Gewinn möglich bleibt, wenn nicht alle Tipps eintreffen.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Diese Limite gilt pro Wette, nicht pro Konto. Wer mehr als CHF 1’000 auf eine Kombiwette setzen will, kann das bei Sporttip nicht tun.
Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer Live-Wetten platziert, muss also wissen, was gerade auf dem Platz passiert, sonst wettet er auf ein Ergebnis, das bereits feststeht.
Cricket-Wettmärkte: was man wettet und warum
Cricket hat nicht so viele Wettmärkte wie Fussball, aber mehr als die meisten annehmen. Die wichtigsten Märkte sind: Match-Sieger, Top-Batsman, Top-Bowler, Runs-Quoten, Over-Under für die Gesamtzahl der Runs, Method-of-Dismissal, Session-Wetten in Tests. Welche dieser Märkte im Schweizer Wettprogramm stehen, hängt vom Veranstalter ab und vom konkreten Event.
Match-Sieger und Drittel-Möglichkeiten
Der häufigste Markt ist der Match-Sieger. Bei einem Test-Match ist das eine Drei-Wege-Wette: Heimsieg, Unentschieden (Draw), Auswärtssieg. Bei einem ODI oder T20 ist es eine Zwei-Wege-Wette, weil ein No Result möglich ist, das die Wette ungültig macht. Die Quote auf einen Auswärtssieg bei einem klar favorisierten Heimteam kann 4.0 oder höher sein, wenn das Heimteam als klarer Favorit gilt.
Eine Quote von 4.0 auf einen Auswärtssieg klingt verlockend. Sie ist aber genau dann 4.0, wenn die Wahrscheinlichkeit eines Auswärtssiegs aus Sicht des Veranstalters niedrig ist. Wenn der Veranstalter die Wahrscheinlichkeit bei 25 % sieht und selbst etwa 5 % Marge einbehält, kommt eine Quote von 1 ÷ (0.25 × 1.05) ≈ 3.81 heraus, gerundet 4.0. Wer auf eine Quote von 4.0 wettet, wettet auf ein Ereignis, das aus Sicht des Veranstalters nur jedes vierte Mal eintritt.
Tie, Draw, No Result: die Cricket-spezifischen Ergebnisse
Im Cricket endet ein Spiel als «Tie», wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist. Das gilt als sehr selten. Ein «Draw» ist bei einem Test-Match ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft und der Punktestand nicht gleich ist. Bei einem ODI oder T20 gibt es keinen Draw, weil die Zeit immer ausreicht; dort gibt es aber ein «No Result», wenn das Spiel wegen Regens nicht zu Ende gespielt werden kann.
Für Wetten heisst das: Bei einem Test-Match kann eine Wette auf den Match-Sieger dadurch gewinnen, dass das Spiel unentschieden endet und der Draw-Tipp gewinnt. Wer nur auf Heimsieg oder Auswärtssieg wettet, hat den Draw-Tipp nicht auf dem Wettschein und verliert, wenn das Spiel unentschieden endet. Das ist eine eigene Wette, die man bewusst platzieren muss.
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als «No Result» gewertet. Ausnahme: Wenn ein Team all out ist oder das Ziel früher erreicht, zählt das Ergebnis.
Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council offiziell übernommen. Seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth-Lewis-Stern. Wer Cricket-Wetten platziert, sollte wissen, dass eine Wette auf den Sieger eines ODI bei Regen unterbrochen werden kann und dass das Ergebnis dann nach einer komplizierten Berechnung festgelegt wird. Das ist keine Wette auf das, was auf dem Platz passiert ist, sondern eine Wette auf das, was eine Methode aus dem Geschehen ableitet. Wer das nicht weiss, wettet auf etwas anderes als er glaubt.
Cricket-Wetten verstehen: die Formate und ihre Quoten
Wer Cricket-Wetten platziert, sollte die Formate kennen, weil jedes Format andere Wetten nahelegt. Im Test-Match sind Wetten auf Session-Ergebnisse möglich, also auf das Ergebnis einer einzelnen Session von etwa zwei Stunden. Im ODI sind Wetten auf die Gesamtzahl der Runs nach 50 Overs möglich, auf den Top-Scorer, auf die Methode des ersten Wickets. Im T20 sind Wetten auf den Sieger, auf die Gesamtzahl der Runs und auf Spielerleistungen üblich.
Test-Matches: Wetten über fünf Tage
Ein Test-Match läuft fünf Tage mit täglich drei Sessions. Die Quote auf den Match-Sieger kann sich während des Spiels deutlich bewegen. Wenn das Heimteam am ersten Tag 350 Runs aufstellt, sinkt die Quote auf den Auswärtssieg; wenn das Auswärtsteam am dritten Tag einen grossen Partnership spielt, steigt sie wieder. Live-Wetten auf Test-Matches sind daher eine eigene Disziplin, die viel Aufmerksamkeit erfordert.
Bei Live-Wetten gilt: Die Wette wird zu der Quote platziert, die im Moment der Platzierung angezeigt wird. Wer am Dienstag um 14 Uhr auf den Auswärtssieg zu 4.5 wettet, hat diese Wette zu dieser Quote. Wenn das Auswärtsteam am Mittwoch gut spielt und die Quote auf 2.5 sinkt, hat der Wettende trotzdem die Wette zu 4.5, weil das die Quote zum Zeitpunkt der Platzierung war.
One-Day Internationals: 50 Overs, klare Märkte
Ein ODI umfasst 50 Overs pro Innings. Wetten auf das Gesamtergebnis nach 50 Overs sind möglich, ebenso Wetten auf den Top-Scorer, auf die Anzahl der Boundaries, auf das erste Wicket, auf die Powerplay-Phase. Die Powerplay ist die Phase zu Beginn der Innings, in der nur zwei Spieler im Innenkreis stehen dürfen. In dieser Phase ist das Scoring oft höher, weil der Wicket-Keeper die Aussenfeldspieler dirigiert.
Wer auf die Powerplay wettet, wettet auf eine Phase, nicht auf das ganze Spiel. Wenn das Heimteam in der Powerplay 50 Runs aufstellt, ist das eine solide Basis; wenn es 80 Runs aufstellt, ist das überdurchschnittlich. Wer auf «über 60 Runs in der Powerplay» wettet, gewinnt bei 61 oder mehr.
Twenty20: das Kurzformat mit vielen Wetten
Ein T20 umfasst 20 Overs pro Innings. In dieser kurzen Zeit können viele Runs erzielt werden, und die Spielerleistungen sind oft explosiv. Wetten auf den Sieger, auf die Gesamtzahl der Runs, auf den Top-Scorer, auf die Anzahl der Sixes (Schläge über die Spielfeldbegrenzung) sind üblich. Auch Wetten auf einzelne Spieler, etwa auf die Anzahl der Runs eines bestimmten Batsmen, sind möglich.
Bei T20-Spielen ist die Marge oft enger als bei Tests, weil das Wettvolumen auf populäre Ligen wie die IPL hoch ist. Die IPL ist das bekannteste Beispiel für eine nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern. Wenn die IPL läuft, ist das T20-Wettprogramm in der Regel am dichtesten.
Rechtliche Lage in der Schweiz: was erlaubt ist und was nicht
Die Rechtslage für Sportwetten in der Schweiz ist klar, aber für Aussenstehende überraschend. Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, kann das nur bei zwei Veranstaltern tun, und beide haben klar definierte Kapitel. Alle anderen Anbieter sind in der Schweiz nicht zugelassen.
Das Geldspielgesetz und die Gespa
Online-Sportwetten sind ein Grossspiel unter dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt. Das Geldspielkonkordat ist seit 1.1.2021 in Kraft. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel und gilt nur in der Schweiz.
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Es gibt keine Liste weiterer lizenzierter Bewilligungs- in der Schweiz, weil es keine weiteren gibt. Die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der gesperrten ausländischen Domains.
Vertragsgebiete und Wohnsitzpflicht
Swisslos betreibt Sporttip im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Zusammen decken sie die ganze Schweiz ab, aber jede bedient ihr eigenes Kapitel.
Ein Online-Konto bei Swisslos braucht einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet und darf keine Spielsperre bestehen. Eine Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer also umzieht und in das Kapitel der anderen Veranstalterin wechselt, muss sich beim neuen Anbieter neu registrieren.
Was gewettet werden darf
Gewettet werden darf nur auf Sportere und das Angebot ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste für die Qualifikation zu einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Wetten auf Trainingsläufe sind nicht möglich. Corner- oder Kartenmärkte und ein Esports-Bereich sind nicht auf der Liste.
Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, sofern der Veranstalter eine Bewilligung hat, die das erlaubt. Das BGS enthält keine statutarische Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht reguliert: Es ist nur ein Feature, das der Veranstalter anbietet oder nicht. Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung.
Was Virtuelle Sportarten betrifft: Es ist nicht gesetzlich festgelegt, also nichts darüber zu wissen. Was Esports betrifft: Esports erscheint nicht auf der Gespa-Liste, also gibt es keine Esports-Wetten bei Schweizer Veranstaltern.
Limits und Steuern
Sportwetten sind für Personen ab 18 Jahren. Eine Person unter 18 Jahren ist von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.
Die Schweiz kennt keine statutarische fixe Einzahlungsgrenze. Limits werden vom Spieler gesetzt, nicht vom Staat: Der Veranstalter muss einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen (Art. 87 VGS). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden gesetzlich; Swisslos und die Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an. Bei Swisslos können Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 und für unter 21-Jährige CHF 1’000.
Steuern: Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Die bundesweite Schwelle ist CHF 1’071’000 ab 1.1.2026 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle ist unterschiedlich, also je nach Kanton. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettender gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf dem Gewinn.
Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Wer dort wohnt und bei einem ausländischen Anbieter spielt, sollte das wissen.
Werbung und Bonusbedingungen
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein oder sich an Minderjährige oder gesperrte Betroffene richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Geldspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). Im Jahr 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 Zustimmungen erteilt.
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Offshore-Anbieter: warum sie keine Alternative sind
Eine ausländische Bewilligung (Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderes Land) hat in der Schweiz keine Kraft. Sportwetten-organisation ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, bis zu 3 Jahren oder eine Geldstrafe, gewerbsmässig bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen das Anbietern eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fair-Play-Kontrolle.
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter über DNS sperren (Art. 86-93 BGS; erste Liste 3. September 2019, am Ende 2025 waren es 671 Domains). Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Phänomen, das die Gespa «Domain-Hopping» nennt und für das sie Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele nennt.
Die ehrliche Einordnung: Offshore bedeutet keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister, keinen Schweizer Rechtsweg, ausländische Gewinne sind nach kantonalem Recht steuerbar. Bewilligt bedeutet vollen Schweizer Schutz, aber nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste von Sportarten und Märkten, eine Wohnsitzpflicht und eine Verifizierung. Keines davon ist «die sichere Wahl» per Vorgabe.
Verantwortungsvolles Wetten: was jeder Wettende wissen sollte
Cricket-Wetten sind ein Wett-Format, das besondere Vorsicht erfordert. Ein Test-Match läuft fünf Tage; wer nicht aufpasst, kann in dieser Zeit mehr setzen als geplant. Die Schweizer Veranstalter haben Werkzeuge, die genau das verhindern sollen.
Selbst gesetzte Limiten
Bei Swisslos können Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.
Diese Limiten sind nicht statutarisch vorgegeben, sondern werden vom Spieler selbst gesetzt. Das BGS verlangt vom Veranstalter, einen oder mehrere Höchstwerte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste zu verlangen. Die genauen Werte werden vom Spieler festgelegt.
Wer eine Limite setzt, sollte das vor der ersten Wette tun, nicht nachdem er schon zu viel gesetzt hat. Eine nachträglich gesetzte tiefere Limite gilt sofort, aber das Geld, das bereits gesetzt wurde, ist weg.
Selbstsperren und Pausen
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das Sperrregister wird für Spielende aus den Westschweizer Kantonen parallel von der Loterie Romande geführt. Eine schweizweite Sperre gilt automatisch auch für die andere Veranstalterin. Das heisst: Wer sich bei Swisslos sperren lässt, ist auch bei der Loterie Romande gesperrt, und umgekehrt.
Bei ausländischen Anbietern gilt diese Sperre nicht. Wer sich bei Swisslos sperren lässt, aber weiter bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat sich nicht gesperrt, sondern nur den Zugang zu einem von vielen Anbietern verloren. Wer sich ernsthaft sperren will, muss die ausländischen Konten selbst schliessen.
Warnzeichen und Hilfsangebote
Warnzeichen sind Muster, die auf problematisches Wetterverhalten hinweisen: Die Limite wird regelmässig erhöht, es werden Wetten nachgekauft, um Verluste auszugleichen, das Wetten wird zur Hauptbeschäftigung, andere Verpflichtungen werden vernachlässigt, das Verhalten wird vor dem sozialen Umfeld versteckt. Wer eines dieser Muster bei sich erkennt, sollte Hilfe suchen.
Hilfsangebote in der Schweiz sind unter anderem die Fachstelle Glücksspielsucht und ihre kantonalen Anlaufstellen. Die Adressen sind auf der Gespa-Website und auf den Websites der Veranstalter verlinkt. Die Veranstalter sind verpflichtet, ihre Kunden über diese Angebote zu informieren.
Die Konsequenz für die Zukunft: Ein Test-Match dauert fünf Tage. Wer am Tag 1 auf ein Ergebnis wettet, muss am Tag 5 wissen, was er wettet.
Wer ein Test-Match wettet, wettet fünf Tage lang. Das ist eine lange Zeit, in der viel passieren kann. Wer an Tag 1 eine Verlustlimite setzt und am Tag 3 sieht, dass er sie fast ausgeschöpft hat, sollte die Limite nicht erhöhen, sondern das Wetten beenden. Wer an Tag 1 denkt, er werde nur dieses eine Spiel wetten, aber am Tag 3 schon auf den nächsten Tag wettet, hat die Kontrolle verloren.
Das Problem ist nicht die Wette. Das Problem ist die Zeit. Cricket ist die Sportart, in der die Zeit selbst ein Risiko ist. Wer das nicht weiss, sollte nicht auf Test-Matches wetten.
Anbieter im Detail
Nach der rechtlichen Einordnung folgen die zehn Anbieter, die in der Übersicht ‚Anbieter im Vergleich‘ stehen, im Detail. Jeder Anbieter hat ein eigenes Profil; die Bewertung am Ende jedes Blocks sagt, was er kann und für wen er passt.
Swisslos Sporttip
Swisslos ist eine der beiden Schweizer Veranstalterinnen, die Sportwetten anbieten dürfen. Die SWISSLOS Online Lotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und führt Sporttip für die Deutschschweizer und Tessiner Kantone sowie das Fürstentum Liechtenstein. Das Vertragsgebiet deckt rund 22 Kantone ab, die meisten davon in der Deutschschweiz.
Das Sporttip-Angebot umfasst Prematch- und Live-Wetten auf eine breite Palette von Sportarten. Cricket ist auf der Gespa-Liste und damit erlaubt; das konkrete Wettprogramm hängt von der Saison und den laufenden Events ab. Sporttip ist die einzige Schweizer Veranstalterin für die Deutschschweiz, und wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann dort ein Konto eröffnen.
Die Limits sind klar definiert: Mindesteinsatz CHF 1, Höchsteinsatz für Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000, für Systemwette CHF 10’000. Quotenboosts und Profitboosts sind online verfügbar; Cash-Out ist möglich, aber nur vollständig und nur online. Cash-Out-Beträge können vom Stand der Sportereignisse abhängen und vom Veranstalter jederzeit geändert werden; eine Garantie, dass Cash-Out für alle Wetten verfügbar ist, gibt es nicht.
Die Swisslos-Verteilung für 2025 betrug einen Reingewinn von CHF 562 Mio., wovon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz gingen, aus den Sportwetten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.). Das ist die ökonomische Logik hinter der Veranstalterin: Sie ist keine kommerzielle Wettfirma, sondern eine Genossenschaft, die ihre Gewinne an die Kantone und die Sportförderung weiterleitet.
Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt und auf Cricket wetten will, hat mit Sporttip den einzigen seriösen Weg. Für diese Person ist die Bewertung klar: Wer in seinem Kapitel ist, hat keine bessere Wahl.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande ist die zweite Schweizer Veranstalterin, die Sportwetten anbieten darf. Sie führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Die Loterie Romande hat ihren Sitz in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Das ist die regionale Verankerung, die sie von Swisslos trennt: Swisslos ohne Sporttip ist die Deutschschweizer und Tessiner Veranstalterin, die Loterie Romande ist die Westschweizer Veranstalterin.
Das Jockey-Sport-Angebot umfasst Prematch- und Live-Wetten auf ähnliche Sportarten wie Sporttip, allerdings auf das Westschweizer Kapitel beschränkt. Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, kann ein Jouez-Sport-Konto eröffnen; wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann das nicht.
Für die Boni und Aktionen, die bei Jouez Sport laufen, gelten die gleichen statutarischen Regeln wie bei Sporttip: Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die Zustimmung der Gespa, Werbung muss den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Im Jahr 2025 hat die Gespa der Loterie Romande 24 Zustimmungen erteilt.
Wer in einem Westschweizer Kanton wohnt und auf Cricket wetten will, hat mit Jouez Sport den einzigen seriösen Weg. Für diese Person ist die Bewertung klar: Wer in seinem Kapitel ist, hat keine bessere Wahl.
Betscore
Betscore ist ein ausländischer Anbieter und verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Das bedeutet: Weder unterliegt dieser Anbieter der Schweizer Aufsicht noch bestehen hierzulande Möglichkeiten zum Spielerschutz oder Rechtsweg. Zudem besteht das Risiko einer Sperrung durch die Gespa.
Die Bewertung: Wer in der Schweiz wohnt und Cricket wettet, ist bei den lizenzierten Veranstaltern besser aufgehoben. Betscore ist primär für Spieler eine Option, die bewusst ausserhalb der Schweizer Regulierung agieren möchten.
22Bet
22Bet zählt zu den Anbietern ohne Schweizer Lizenz. Da der Zugang zum Schweizer Sperrregister fehlt und auch keine rechtliche Handhabe im Inland besteht, tragen Nutzer das volle Risiko. Auch hier führt die fehlende Zulassung zur Gefahr einer DNS-Sperre.
22Bet bietet ein umfangreiches Wettprogramm, das oft eine grössere Breite aufweist als das Angebot der Schweizer Veranstalter. Dennoch entfällt der Schweizer Schutz vollständig, und Gewinne unterliegen vollumfänglich der kantonalen Besteuerung. Für die meisten Schweizer Wettenden ist dieser Anbieter aufgrund der fehlenden Regulierung keine sinnvolle Wahl.
bet-at-home
bet-at-home operiert ohne die erforderliche Bewilligung für den Schweizer Markt. Die Gespa führt den Anbieter aufgrund der fehlenden Lizenz auf der Sperrliste, was regelmässige DNS-Blockaden zur Folge hat. Ein Schweizer Schutzniveau ist nicht existent.
Die Gespa führt bet-at-home aktiv als Beispiel für Domain-Hopping, da gesperrte Domains systematisch durch neue ersetzt werden. Wer diesen Anbieter nutzt, muss damit rechnen, dass der Zugang regelmässig unterbrochen wird. Aufgrund der fehlenden Schweizer Lizenzierung ist eine Nutzung nicht empfehlenswert.
Betify
Betify agiert ohne eine in der Schweiz notwendige Bewilligung. Nutzer sollten beachten, dass dieser Anbieter auf der Sperrliste der Gespa geführt wird, was regelmässige technische Blockaden (DNS-Sperren) zur Folge hat. Ein geschützter Rahmen gemäss Schweizer Gesetzgebung fehlt komplett.
Dieser Anbieter setzt stark auf aggressive Werbung und hohe Bonusangebote, um Kunden zu gewinnen. Da Betify nicht den Schweizer Vorgaben für Boni und Werbung unterliegt, ist hier besondere Vorsicht geboten. Die Bonusangebote können die fehlende Sicherheit und den mangelnden Spielerschutz nicht ausgleichen.
ZotaBet
ZotaBet besitzt keine Schweizer Lizenzierung für Sportwetten. Auch für diesen Anbieter gilt die Sperrpraxis der Gespa, wodurch der Zugang für Nutzer aus der Schweiz eingeschränkt wird. Es besteht keinerlei Anbindung an das Schweizer System.
ZotaBet wirbt insbesondere mit Krypto-Einzahlungen. Da bei Schweizer Anbietern ausschliesslich Zahlungen im Namen des Kontoinhabers auf registrierte Zahlungskonten zulässig sind, heben sich diese Krypto-Optionen deutlich vom regulierten Schweizer System ab. Wer solche Zahlungsmethoden nutzt, bewegt sich ausserhalb der gesetzlich kontrollierten Angebote.
BetAlright
BetAlright verfügt über keine Zulassung durch die Schweizer Behörden. Die regulatorische Situation ist vergleichbar mit anderen nicht lizenzierten Anbietern, einschliesslich der Gefahr einer DNS-Sperre durch die Gespa.
Für Schweizer Wettende gibt es hier keine Vorteile gegenüber den bewilligten Schweizer Veranstaltern. Da weder der Spielerschutz noch die steuerliche Transparenz gegeben sind, ist von einer Nutzung abzuraten. Wer sich für das Angebot entscheidet, tut dies auf eigenes Risiko.
N1 Bet
N1 Bet ist in der Schweiz nicht lizenziert. Neben der fehlenden rechtlichen Einbindung in das hiesige Schutzsystem unterliegt auch dieser Anbieter den Sperrmassnahmen der Gespa.
N1 Bet wirbt ebenfalls mit hohen Bonusangeboten. Nutzer müssen sich jedoch darüber im Klaren sein, dass sie bei Problemen keinen Schweizer Rechtsweg haben und eine etwaige Klärung im Ausland stattfinden muss. Aufgrund der regulatorischen Lage ist N1 Bet keine Alternative zu den Schweizer Angeboten.
BetFury
BetFury stellt ein weiteres Beispiel für einen nicht in der Schweiz lizenzierten Anbieter dar. Da keine Verbindung zum Schweizer System besteht, entfallen alle Schutzmassnahmen für den Kunden. Auch dieser Anbieter unterliegt der Sperrpraxis der Gespa.
BetFury kombiniert Sportwetten mit Casino-Angeboten. Da in der Schweiz für beide Bereiche unterschiedliche regulatorische Anforderungen gelten, ist die gesamte Struktur dieses Anbieters ohne Schweizer Aufsicht. Spieler profitieren hier weder von Spielersperrsystemen noch von staatlich kontrollierten Sicherheitsstandards. Eine Teilnahme erfolgt vollständig ausserhalb des geschützten Raums.
Margen-Beispiel: wie viel eine faire Quote tatsächlich kostet
Um zu verstehen, was eine Marge konkret bedeutet, betrachten wir einen einfachen Zwei-Wege-Markt mit zwei Quoten, beide bei 1.90. Das ist ein fiktives Beispiel, keine notierte Quote. Die Auszahlungsquote berechnet sich als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 1 ÷ 1.0526 ≈ 0.95. Die Marge ist 100 % − 95 % = 5 %.
Das heisst: Wer bei diesem Markt 100-mal einen Franken setzt, bekommt im Mittel 95 Franken zurück. Die übrigen 5 Franken sind die Marge, die der Veranstalter einbehält. Über viele Wetten ist das der Preis des Wettens: 5 Cent pro Franken im Mittel.
Die Spanne, in der sich die Marge bei Cricket-Märkten bewegt, ist nicht überall 5 %. Bei grossen Märkten, etwa dem Sieger eines World-Cup-Spiels, kann die Marge enger sein, weil das Wettvolumen hoch ist. Bei Nischen-Märkten, etwa auf eine einzelne Session in einem Test-Match, kann die Marge weiter sein, weil das Volumen niedriger ist. Wer die Regel annimmt, die Marge liege bei Cricket immer bei etwa 5 %, verschätzt sich leicht in beide Richtungen.
Was das für die Praxis bedeutet
Eine Marge von 5 % ist im Wettmarkt üblich. Eine Marge von 8 % ist deutlich teurer, eine Marge von 3 % ist deutlich günstiger. Der Unterschied zwischen 3 % und 5 % klingt klein, ist aber über ein Jahr der entscheidende Faktor: Wer 1 000 Franken setzt, zahlt bei 3 % Marge 30 Franken, bei 5 % Marge 50 Franken. Über 10 000 Franken sind das 200 Franken im Vergleich zu 500 Franken. Das ist kein Bonus, der verloren geht, sondern eine Differenz, die jedes Jahr entsteht.
Wer Cricket ernsthaft wettet, sollte die Margen der einzelnen Vergleiche kennen. Das Wettprogramm zeigt nicht direkt die Marge, aber man kann sie aus den Quoten ableiten. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit den Quoten q1 und q2 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/q1 + 1/q2), die Marge 100 % minus das. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Draw, Auswärtssieg) entsprechend das die Summe über alle drei Quoten.
Warum das im Cricket besonders ins Gewicht fällt
Cricket-Wetten haben oft kleinere Volumina als Fussball-Wetten. Das heisst, dass die Margen tendenziell weiter sind. Ein Zwei-Wege-Markt im Cricket mit Quoten 1.85/1.85 hat eine Auszahlungsquote von etwa 92,4 % und eine Marge von etwa 7,6 %, also schon spürer teurer als der theoretische 5 %-Markt.
Wer Cricket wettet, sollte daher nicht nur die Quote, sondern auch die Marge im Blick haben. Eine hohe Quote auf einen Auswärtssieg klingt verlockend, aber wenn die Quote auf den Heimsieg ebenfalls hoch ist, ist der Markt insgesamt teuer. Die Konsequenz: Eine gute Cricket-Wette ist nicht die mit der höchsten Quote, sondern die mit der niedrigsten Marge.
Häufig gestellte Fragen
Ist Cricket-Wetten in der Schweiz erlaubt?
Cricket-Wetten sind in der Schweiz erlaubt, wenn sie bei einem bewilligten Schweizer Veranstalter platziert werden. Das sind Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide haben eine Bewilligung nach dem Geldspielgesetz und unterstehen der Aufsicht der Gespa. Alle ausländischen Anbieter haben in der Schweiz keine Kraft und können auf die Gespa-Sperrliste gesetzt werden.
Welche Cricket-Formate gibt es und was bedeuten sie für die Wette?
Im Cricket gibt es drei Hauptformate: das Test-Match, das bis zu fünf Tage dauert und bei dem ein Draw möglich ist; das One-Day International mit 50 Overs pro Innings, bei dem es einen No Result geben kann; das Twenty20 mit 20 Overs pro Innings, das kürzeste und schnellste Format. Welche Wetten möglich sind, hängt vom Format ab: Auf einen Test-Match wetten ist eine Fünf-Tage-Wette, auf ein T20 eine Zwei-Stunden-Wette.
Wie funktioniert die Duckworth-Lewis-Stern-Methode bei Regen?
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als No Result gewertet. Ausnahme: Wenn ein Team all out ist oder das Ziel früher erreicht, zählt das Ergebnis. Für Wetten heisst das: Eine Wette auf den Sieger kann bei Regen unterbrochen und nach dieser Methode berechnet werden.
Wie berechnet sich der Gewinn bei einer Cricket-Wette?
Der Gewinn berechnet sich als Einsatz mal Quote minus Einsatz. Wer CHF 50 auf eine Quote von 2.10 setzt, bekommt bei Gewinn CHF 105 zurück, der Reingewinn sind CHF 55. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Wetten zu einer Gesamtquote, und der Gewinn berechnet sich entsprechend auf Basis dieser Gesamtquote.
Wie lässt sich die Marge bei Cricket-Quoten abschätzen?
Die Marge lässt sich aus den Quoten eines Markts berechnen. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit den Quoten q1 und q2 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/q1 + 1/q2), die Marge ist 100 % minus das. Bei einem Drei-Wege-Markt (Heimsieg, Draw, Auswärtssieg) wird die Summe entsprechend über alle drei Quoten gebildet. Eine Marge von etwa 5 % ist üblich, eine von 3 % günstig, eine von 8 % teuer.
Wie werden Gewinne aus Cricket-Wetten in der Schweiz besteuert?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Die bundesweite Schwelle ist CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, die kantonale Schwelle ist je nach Kanton unterschiedlich. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis, etwa im Kanton Thurgau, behandelt sie als voll steuerbares Einkommen. Die Schweizer Praxis hat bei einem Einzelgewinn keine Verrechnungssteuer.
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Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
