Beste Sportwetten-App in der Schweiz
Eine Sportwetten-App in der Schweiz ist nicht irgendeine Wett-App mit Sportlogo. Wer in der Schweiz mit Echtgeld auf Sportereignisse wettet, landet bei genau zwei Anbietern: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Ausländische Apps sind hierzulande ohne Bewilligung, ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen, und Schutz aus dem Geldspielgesetz (BGS) greift bei ihnen nicht. Wer eine App sucht, vergleicht also nicht «zehn Buchmacher», sondern zwei zugelassene Organisatoren mit echtem Schweizer Schutz und eine lange Liste ausländischer Anbieter, die in der Schweiz formal verboten sind.

Das macht die Auswahl ungewöhnlich eng und macht es schwer, sie überhaupt zu treffen. Beide Schweizer Apps bauen auf demselben rechtlichen Rahmen, demselben Identitätscheck, derselben Spielsperre und demselben BGS-Spielerschutz. Sie unterscheiden sich in der Bedienung, im Wettprogramm und in der Frage, in welchen Kantonen ein Online-Konto überhaupt eröffnet werden kann. Wer in Genf wohnt, kann bei Swisslos kein Konto führen; wer in Zürich wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran.
Stand: 20. Oktober 2026, geprüft gegen die Schweizer Bewilligungsregister und die Bedingungen der beiden Organisatoren.
Touchscreen, Wettschein und App-Bedienung: was eine Sportwetten-App heute leistet
Eine Wett-App auf dem Handy ist mehr als die Webseite in einem schmalen Browserfenster. Sie nutzt den Touchscreen anders als die Desktop-Variante, sie sendet Push-Meldungen, sie legt den Wettschein so an, dass er sich unterwegs mit einem Daumen füllen lässt, und sie lädt Marktsichten vorgängig, damit das Live-Programm nicht am Anfang jeder Spielminute neu gefragt werden muss. Beide Schweizer Organisatoren bieten ihre App für iOS und Android; eine native Variante, die sich offline auf dem Gerät installieren lässt.

Was eine App von der mobilen Webseite unterscheidet
Die Sporttip App und die Jouez-Sport-App sind beide echte Anwendungen, keine Wrapper für die Browserseite. Sie cachen das Programm, halten die Anmeldung über mehrere Sitzungen und reagieren auf Touch-Gesten ohne ständige Reload-Verzögerung. Eine praktische Folge: wer auf dem Weg zum Spiel in der Verkehrsmittel-App noch nachschlagen will, ob die Quote gestiegen ist, tippt schneller als in einem schmalen Browser-Tab.
Auch der umgekehrte Fall ist vorgesehen. In der App zusammengestellte Wetten lassen sich bei Swisslos per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle spielen: wer den Wettschein am Schalter abgeben will, weil er dem Papier mehr vertraut, zeigt das Display, der Verkäufer scannt ab, der Schein kommt zurück. Das ist eine der kleinen Eigenheiten der Schweizer Architektur — Online und Verkauf sind keine getrennten Welten, sondern zwei Enden derselben Wette.

Live wetten, Cash-out und Push unterwegs
Beide Schweizer Apps bieten Livewetten an. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; wer das Spiel nicht sehen kann, wettet trotzdem auf die Quote, die gerade angezeigt wird. Wird ein Treffer erzielt und die Wette landet erst nach dem Treffer im System, wertet Swisslos sie mit Quote 1.00. Das ist die Schweizer Antwort auf die übliche Latenzdiskussion: sie kürzt den Streitfall technisch, indem sie ihn regulatorisch entscheidet.
Cash-out funktioniert bei Sporttip für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-out, nicht in Teilen. Der Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Es gibt keine Garantie, dass für jeden Markt ein Cash-out angeboten wird — wer darauf baut, muss vor der Wette prüfen, ob das Symbol überhaupt erscheint.
Push-Meldungen lassen sich einzeln an- und abschalten. Wer mitten in der Sitzung ein Spiel favoritisiert hat, will die späte Phase sehen; wer eine offene Wette laufen lässt, will nur die Tore mitgeteilt bekommen. Eine Sperre hat in dieser Hinsicht keinen Einfluss auf die Meldungen — die App schweigt, wenn man es so eingestellt hat, und sie redet sofort wieder, wenn man die Sperre aufhebt.
Stabile Quoten unterwegs: warum Offline-Modus nicht reicht
Eine App verspricht wenig, wenn sie unterwegs abbricht. Beide Schweizer Apps laden das Programm vor, aber das eigentliche Wettangebot wird live abgerufen. Heisst: ohne Empfang kein Wettschein, ohne Empfang auch kein Cash-out, ohne Empfang keine Auszahlung der Gewinne. Wer sich auf eine Autofahrt in den Tessin begibt, sollte die Wette vor der Autobahnauffahrt abgeben.
Die App ist geduldig mit dem Login, nicht so geduldig mit dem Wettabschluss. Sitzungen laufen aus Sicherheitsgründen nach kurzer Inaktivität ab; eine kurze Sperre wegen zu vieler Fehlversuche bei der PIN-Eingabe kann schon mal eine Viertelstunde dauern. Wer unter Zeitdruck wettet, lässt sich nicht die PIN dreimal sperren. Die App hilft nicht, sie schützt nur.
Wie sich Wetten unterwegs im Griff halten lassen
Eine Wett-App auf dem Hosentaschenformat ist verführerisch, weil sie immer da ist. Genau dafür schreibt das BGS die Schutzmechanismen vor, und genau dort setzen sie am deutlichsten an. Vor der ersten Wette werden Verlustlimiten gesetzt: 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine zusätzliche, freiwillige Einzahlungslimite lässt sich für 30 Tage setzen.
Diese Mechanismen sind nicht Spielerei. Sie sind der Punkt, an dem die App aufhört, ein Werkzeug zu sein, und anfängt, dem Spieler Grenzen zu setzen. Wer im Lift noch schnell eine Wette platzieren will, kann dafür gar keine neue Wette platzieren, wenn das Tageslimit erreicht ist. Wer aus einer Spielsperre kommt, ist ohnehin noch mindestens drei Monate blockiert.
Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport: die zwei zugelassenen Apps
Es gibt in der Schweiz genau zwei Veranstalter mit einer Bewilligung für Sportwetten als Grossspiel. Das ist im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) so vorgesehen, und es wird über das interkantonale Geldspielkonkordat und die Aufsicht durch die Gespa umgesetzt. Beide Apps sind im App Store und im Google Play Store verfügbar, beide bauen auf dem Schweizer Spielschutzsystem auf, und beide haben ein unterschiedliches Verbreitungsgebiet.
Swisslos Sporttip
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.
Das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und die Sporttip App für iOS und Android nutzen. Anderswo Wohnhafte sind formal von der Online-Teilnahme ausgeschlossen, auch wenn die Bedingungen in der Praxis weniger streng sind als der Gesetzestext vermuten lässt.
Die App übernimmt das Sporttip-Wettprogramm vollständig: Einzelwette, Kombi, Systemwette, Livewette, Cash-out, ein Bet Builder für abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Eine kleine Hürde für Neulinge, eine sinnvolle Regel für erfahrene.
Mindesteinsatz für Einzel- und Kombiwetten: CHF 1. Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombiwette: CHF 1’000. Höchsteinsatz für eine Systemwette: CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer regelmässig höher spielen will, muss sich an Swisslos wenden — die App sagt nicht, was sie erhöht.
Zahlungsmethoden: das Swisslos-Spielkonto wird per PostFinance Pay in der PostFinance App aufgeladen — die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Weitere Zahlungswege sind möglich; das Wallet akzeptiert verschiedene Online-Zahlungsmöglichkeiten und Einzahlungsschein, Mindestbetrag CHF 20, Maximalbetrag CHF 10’000 in 30 Tagen, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Auszahlung: Swisslos zahlt innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Überweisung innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar — wer einen Bonus bekommt, muss den Bonus auch verspielen, eine Auszahlung des Bonusbetrags ist ausgeschlossen.
Spielguthaben, das nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht wird, verfällt zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer seinen Schein verliert, sollte die Quittung am besten gleich einscannen.
Loterie Romande Jouez Sport (jeux.loro.ch)
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihr Sitz liegt in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne). Sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.
Die Romandie hat ihre eigene App. Sie baut ebenfalls auf dem Schutzsystem auf: Identitätsprüfung, Wohnsitznachweis im Vertragsgebiet, Limits vor der ersten Wette und Spielsperre im Schweizer Register. Was Jouez Sport genau an Wettmärkten, Live-Funktionen und Cash-out-Regeln anbietet, ergibt sich aus den AGB und dem Hilfebereich der Loterie Romande; die Bedienung folgt dem Muster, das die meisten Schweizer Nutzer von Swisslos kennen, mit frankofonen Bezeichnungen.
Für Spieler in der Deutschschweiz ist die App praktisch unsichtbar: das Online-Konto ist nur für Bewohner der Westschweizer Kantone eröffnungsfähig, das Wettprogramm konzentriert sich auf die Sportarten, die in dieser Region stark verfolgt werden. Wer ein zweites Konto führt, weil er zeitweise in Genf arbeitet, hält sich an die Regeln der Loterie Romande und akzeptiert, dass die Schweiz pro Person genau ein Spielkonto vorsieht.
Der Sporttip-Kombiboost: was er kostet und was er bringt
Sporttip bietet einen Kombiboost auf den Nettogewinn. Der Boost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Der Boost ist kein Geschenk. Er ist eine Prämie für eine Kombi mit erhöhtem Risiko, und er kostet genau das, was eine lange Kombi immer kostet: jede weitere Voraussage erhöht die Marge, die der Buchmacher auf jeder einzelnen Wette hält, und der Boost muss diese Marge erst einmal überkompensieren, bevor er dem Spieler etwas bringt. Auf einer normalen 4er-Kombi im Fussball mit Quoten knapp über 1.50 ist der Boost in den meisten Fällen gerade das, was die kombinierte Marge wegnimmt. Auf einer fiktiven 15er-Kombi rechnet er sich besser, weil viele Quoten nahe bei 1.50 liegen und die Gewinnsumme gross wird.
Wer den Boost nimmt, sollte mit echten Einsätzen spielen. Der Boost ist beim Cash-out weg: wer die Wette vorzeitig aussteigen lässt, verliert auch die Erhöhung. Wer den Bonus mitnimmt und auf ein Spiel canceln will, behält den Verlust, nicht die Erhöhung.
Quotenboosts und Profitboosts: zwei kleine Schweizer Werkzeuge
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, sind in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-out verfällt der Boost. Es handelt sich um kleine Werbehilfen, nicht um eine Strategie.
Wer Boost und Kombi parallel nutzen will, liest die AGB: die beiden Boni können sich gegenseitig ausschliessen. Wer auf eine bestimmte Quote hin spielt, sollte prüfen, ob die Quote durch einen Boost ursprünglich höher angezeigt war und sie unter Umständen wieder einbricht, sobald die Wette einmal angenommen ist. Der Boost ist eine Momentaufnahme, keine Garantie.
Sportwetten in der Schweiz: was erlaubt ist und was die Bewilligung bedeutet
Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) regelt Grossspiele wie Lotterien und Sportwetten. Aufsichtsbehörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalterbewilligung und einer Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS).
Zwei Veranstalter, klar definiert
Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Diese Auswahl ist absichtlich knapp; das BGS nennt das Ziel, die Spielsucht zu begrenzen und einen unkontrollierten Markt zu verhindern. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Wer eine Lizenz aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land besitzt, hat hier keine.
Das Vertragsgebiet von Swisslos umfasst die 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Das Vertragsgebiet der Loterie Romande umfasst die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer ausserhalb dieser Gebiete wohnt, kann kein Schweizer Online-Konto eröffnen.
Live-Wetten sind erlaubt, mit einer Vorgabe
Live-Wetten sind im BGS nicht verboten, der Operator braucht aber eine Einzelbewilligung pro Spiel. Beide Schweizer Anbieter haben eine solche. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wird das Ereignis nach dem Treffer platziert, wertet Swisslos die Wette mit Quote 1.00. Bei spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Das ist regulatorisch konsequent. Wer ohnehin schon nicht weiss, ob das Spiel live läuft, soll wenigstens sicher sein, dass eine Wette nach dem Tor kein Geld bringt.
Spielerkonto, Identität und Wohnsitz
Ein Online-Konto braucht mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre (Art. 47 Abs. 3 VGS). Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Wer in der Schweiz lebt und ein Konto eröffnet, der sich für ein zweites Konto interessiert: gibt es nicht. Eine Person, ein Konto, ein Spielschutzrahmen. Das gilt für Swisslos und für die Loterie Romande.
Spielerschutz in der App: Verlustlimiten, Spielsperre und Spielfreiheit
Sportwetten sind im BGS ein Grossspiel mit hohem Suchtpotenzial. Der Schutz setzt nicht erst ein, wenn etwas schiefgegangen ist, sondern beginnt bei der Kontoeröffnung.
Verlustlimiten vor der ersten Wette
Vor der ersten Wette müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro Periode, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (Swisslos und Loterie Romande setzen 72 Stunden, das BGS kennt 24 Stunden als Minimum; beide Werte gelten nebeneinander, der längere ist der strengere). Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage.
Die Limiten sind nicht verhandelbar. Wer eine Limite ändern will, geht in den Account und macht es selbst; eine Hotline erhöht nichts im Auftrag des Spielers. Eine Senkung gilt sofort — wer merkt, dass er zu viel spielt, kann die Limite am Morgen senken und abends nicht mehr weiterspielen. Eine Erhöhung dauert drei Tage. Das ist Absicht.
Spielsperre: das Schweizer Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer einmal gesperrt ist, kommt drei Monate lang nicht zurück (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).
Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Wer gesperrt spielt und gewinnt, verliert beides. Das ist hart, aber es ist der Punkt des Schutzes.
Werbung, Boni und das, was die App nicht darf
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratisspiele und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Eine Zeitbeschränkung der Werbung zu bestimmten Tageszeiten gibt es nicht.
Wer einen Bonus in der App sieht, sollte die AGB lesen. Bonusbeträge und -bedingungen kommen nur vom Anbieter selbst. Promo-Codes werden hier nicht abgedruckt.
Steuern auf Wettgewinne
Gewinne aus in der Schweiz bewilligten Grossspielen (die ESTV nennt ausdrücklich Sportwetten) sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Die bundesweite Schwelle liegt seit 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle unterscheidet sich, also je nach Kanton nachschlagen, nie eine kantonale Zahl als allgemein darstellen. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Ein typischer Spieler liegt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer auf den Gewinnen.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen aber als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Schweizer Sportwettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht.
Offshore-Apps in der Schweiz: warum die Liste lang ist und die Bewilligung fehlt
Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer in Malta, Curaçao oder Deutschland lizenziert ist, ist hier nicht lizenziert. Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu 3 Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft (BJ), aber Einsatz und Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und ein Schweizer Schutz greift nicht.
Was eine Sperrliste macht und was nicht
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Art. 86-93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping, die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home und zählt bet365 zur Liste.
Wer in der Schweiz wettet, ohne Schweizer Bewilligung, hat: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Auszahlungsregeln, keine Schweizer Beschwerdestelle, keine Verrechnungssteuer im Rückholweg und je nach Kanton eine Steuerfalle. Das Beste, was sich über sie sagen lässt, ist, dass sie in der Schweiz formal verboten sind.
Die App, die morgen blockiert ist
Sportaza, Bruce Bet, Coolzino, WirWetten, 20Bet, BetFury, HornetBet und N1 Bet sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in der Schweiz über Werbung, Affiliate-Links, Suchmaschinen und Social-Media-Beiträge auf. Sie haben keine Schweizer Identitätsprüfung, kein Schweizer Limitensystem und keinen Schweizer Spielschutz. Sie können morgen auf der Sperrliste stehen. Eine App, die heute heruntergeladen wird, kann morgen ohne Funktionalität sein, ohne dass ein Cent zurückkommt.
Wer auf einer dieser Apps spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Das Urteil ist nicht «unsicher», sondern «in der Schweiz formal nicht erlaubt». Das ist ein Unterschied.
Sportwetten-App Schweiz im Überblick
| Anbieter | Bewilligung | Veranstalter und Bewilligungsstatus |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz Lausanne; Jouez Sport für FR, GE, JU, NE, VD und VS |
| Sportaza | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
| Bruce Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
| Coolzino | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
| WirWetten | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
| 20Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
| HornetBet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich |
Zwei Bewilligungen, eine Architektur. Wer die ganze Liste sehen will, sieht sie hier; wer in der Schweiz legal wetten will, sieht nur die ersten zwei Zeilen.
Bedienung auf dem Touchscreen: wo die Schweizer Apps sich unterscheiden
Die Architektur ist identisch, die Bedienung nicht. Wer von Swisslos auf die Loterie Romande wechselt oder umgekehrt, lernt keine neue Wettlogik, aber ein neues Layout. Beide Apps nutzen den unteren Bildschirmrand für die wichtigsten Aktionen, beide legen den Wettschein oben rechts ab, beide cachen das Programm, und beide reagieren auf Touch-Gesten ohne spürbare Verzögerung.
Was beide identisch lösen
Login per Fingerabdruck oder Face ID funktioniert in beiden Apps, sofern das Gerät es unterstützt. Die PIN-Eingabe wird nach drei Fehlversuchen gesperrt, die Sperre hält typischerweise eine Viertelstunde. Beide Apps zeigen den Verlustlimitstatus deutlich an — wer über die Tageslimite ist, kann keine neue Wette platzieren, ohne dass die App es verschleiert.
Die Auszahlungslogik ist ebenfalls dieselbe. Gewinne bis CHF 1’000 werden dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne darüber gehen innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer Bank- oder Postkonto. Die Auszahlung geht nur auf das Konto des Kontoinhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es nicht in der lizenzierten Schweizer Wettwelt.
Wo sich die Apps unterscheiden
Die Loterie Romande hat ein frankofones Wettprogramm, in dem die Bezeichnung der Sportarten, Ligen und Wetttypen auf Französisch steht. Wer in Genf wohnt und kein Französisch spricht, kommt trotzdem zurecht, weil die Icons und die Quoten dieselben sind; wer mit dem Vokabular der Deutschschweizer Sportberichterstattung spielt, findet einzelne Übersetzungsfeinheiten.
Swisslos hat die längere Tradition als nationale Sportwettmarke und trägt die Werbung dafür. Die Spieltip-App erwähnt die Swiss-Promotionen deutlicher, der Werbeanteil im Programm ist höher. Wer eine ruhige App sucht, schaltet die Marketing-Bereiche in den Einstellungen ab; sie sind nicht zu unterdrücken, aber sie sind weniger aufdringlich.
Im Sporttip-Wettprogramm findet sich der Bet Builder für abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung. Die Loterie Romande hat in ihrem Online-Programm ein vergleichbares Feature, aber die Spielregeln sind sprachlich und technisch anders aufgebaut. Wer auf Bundesliga und Super League gleichzeitig setzen will, sollte das Programm beider Anbieter vergleichen, bevor er sich festlegt — die Quote ist ähnlich, die Präsentation nicht.
Push, Favoriten und der Wettschein
Beide Apps erlauben Favoriten auf Spieler, Mannschaften und Wettbewerbe. Wer Borussia Dortmund als Favorit markiert hat, bekommt Push-Meldungen, sobald ein Spiel mit Quote auf Dortmund angeboten wird. Die Einstellung lässt sich für einzelne Favoriten abschalten; eine globale «Stille»-Option ist nicht vorgesehen.
Der Wettschein hält eine Besonderheit. Wer in der Sporttip-App eine Wette zusammenstellt, kann sie per QR-Code an einer Verkaufsstelle spielen. Das ist nützlich, wenn der Spieler den Schalter dem Display vorzieht, oder wenn er die Quittung als Papier haben will. Es ist ein Schweizer Detail, das wenige ausländische Apps anbieten; es ist kein entscheidender Vorteil, aber ein nützliches.
Wer wettet, sollte den Wettschein prüfen
Vor der Bestätigung zeigt die App die Quote, den Einsatz, den möglichen Gewinn und alle anwendbaren Boni an. Wer einen Boost wählt, sollte prüfen, ob der Boost mit der Wettart kompatibel ist; bei Cash-out-wetten verfällt der Boost. Wer ein System spielt, sollte prüfen, welche Teilsysteme gespielt werden — die App zeigt es, der Spieler liest es nicht immer.
Eine Wette, die angenommen ist, lässt sich nicht zurückziehen. Der Wettschein ist ein Vertrag, und das BGS wie die AGB der Anbieter sehen das so. Wer zögert, lässt die Wette offen — sie wird nicht automatisch platziert.
Funktionsumfang im Vergleich: was die zwei Apps können und was nicht
Beide Apps decken das Pflichtprogramm ab: Einzel, Kombi, System, Live, Cash-out. Beide bieten Sportwetten auf Fussball, Eishockey, Tennis, Handball, Basketball und eine Reihe weiterer Sportarten an, jeweils nur soweit die Gespa-Liste es erlaubt. Was die Apps nicht können, ist wichtiger als das, was sie können.
Was nicht gewettet werden darf
Die Gespa-Liste führt keine Eckball- oder Kartenmärkte. Es gibt keine Esports-Sektion. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht zugelassen. Frauenwettbewerbe sind nur erlaubt, soweit sie auf der Liste stehen. Wer auf eine Bundesliga-Begegnung mit Handicap und über 2.5 Tore setzen will, kann das; wer auf die Anzahl Eckbälle im Champions-League-Final setzen will, derzeit nicht.
Wer mit Eckball-Quoten aus dem internationalen Buchmachermarkt rechnet, wird in der Schweiz enttäuscht. Die Liste kann sich ändern — die Gespa aktualisiert sie — aber bis dahin ist das Programm schmaler als bei vielen ausländischen Anbietern.
Cash-out und Live: wo es klemmt
Cash-out gibt es nur als vollständiges Cash-out, nicht in Teilen. Es ist nur online verfügbar, nicht an der Verkaufsstelle. Es gibt keine Garantie, dass für jeden Markt ein Cash-out angeboten wird. Der Cash-out-Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden.
Wer mit Cash-out eine Absicherung aufbauen will, sollte das Symbol Cash-out schon vor der Wette prüfen. Wenn die App das Symbol nicht zeigt, heisst das nicht, dass es später nicht angeboten wird; es heisst nur, dass es im Moment nicht da ist.
Die Identitätsprüfung in der App
Die App verlangt bei der Kontoeröffnung den Ausweis, eine Adressbestätigung und ein Fotoselfie. Die Daten werden aus dem Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer nicht im Vertragsgebiet wohnt, wird abgewiesen. Wer minderjährig ist, wird abgewiesen. Wer gesperrt ist, wird abgewiesen.
Das Prozedere ist strenger als bei vielen ausländischen Apps, die mit Wohnsitz und Alter weniger sorgfältig umgehen. Es ist konsequent aus dem Schutzauftrag des BGS abgeleitet. Es ist auch das, was die Schweizer Bewilligung von der Lizenz in einem Offshore-Paradies unterscheidet.
Wettlimits und die wirtschaftliche Vernunft
Sporttip nimmt Wetten ab CHF 1 an und maximal CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Wer eine höhere Wette platzieren will, muss direkt mit Swisslos sprechen — die App sagt nicht, wie.
Das ist niedrig für Hocheinsatzspieler und ausreichend für Freizeitspieler. Es ist ein weiterer Punkt, an dem die Schweizer Architektur den Markt begrenzt.
Geld, Wettkonto und Auszahlung: der Zahlungsverkehr der Schweizer Apps
Eine Schweizer Sportwettapp nimmt nur Geld auf das eigene Konto, nie direkt auf das Wettkonto eines Anbieters im Ausland. Das Wallet-Modell von Swisslos und Loterie Romande ist mit dem Bankkonto verbunden, nicht mit einer Kreditkarte im anonymen Raum.
Aufladung des Swisslos-Wallet
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag CHF 20, in 30 Tagen höchstens CHF 10’000. Ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Die bekannteste Zahlungsart ist PostFinance Pay; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.
Wer mit einer Karte zahlt, die nicht auf seinen Namen läuft, dem wird die Aufladung verweigert. Die Verifizierung des Karteninhabers gehört zum Spielschutz, nicht zur Schikane.
Auszahlung der Gewinne
Swisslos zahlt Guthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Wer eine Auszahlung erwartet, sollte beachten, dass die Überweisung nicht am Wochenende landet. Wer eine Auszahlung verlangt, ohne ein Bank- oder Postkonto zu hinterlegen, bekommt das Geld nicht. Anonyme Auszahlungen sind in der lizenzierten Schweizer Wettwelt nicht vorgesehen (Art. 50 Abs. 2 VGS).
Verlust von nicht abgeholten Gewinnen
Wird ein Wettergebnis öffentlich bekanntgemacht und der Gewinn nicht innerhalb von 26 Wochen geltend gemacht, verfällt er zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer eine Quittung hat, sollte sie scannen. Wer eine Quittung verliert, hat ein Problem.
Steuern und Auszahlung
Wer unter der Steuerfreigrenze bleibt, sieht den Gewinn ungekürzt auf dem Konto. Wer darüber liegt, bekommt die Verrechnungssteuer abgezogen und holt sie über die Steuererklärung zurück. Wer auf einer Offshore-App spielt, hat andere Regeln — und im Kanton Thurgau eine Steuerfalle, die so mancher Spieler erst beim Steueramt entdeckt.
Was bei der Loterie Romande anders läuft
Die Loterie Romande hat ein vergleichbares Wallet-Modell, mit eigenen Zahlungswegen und eigenen Auszahlungsfristen. Die genauen Werte stehen in den AGB der Loterie Romande, sie sind nicht identisch mit denen von Swisslos. Wer zwischen den beiden Anbietern wechselt, kann nicht davon ausgehen, dass die Auszahlungslogik gleich ist.
Praktische Hinweise für die App-Nutzung
Eine Bewilligung prüft man nicht vor der ersten Wette, sondern vor der Installation. Wer eine App herunterlädt, sollte drei Punkte klären: Bewilligung, Wohnsitz und Identität.
Bewilligung prüfen
Eine App, die in der Schweiz Sportwetten anbietet, braucht eine Schweizer Bewilligung. Die Gespa führt keine Liste zugelassener Sportwettanbieter — die Auswahl ist mit Swisslos und Loterie Romande definiert. Wer eine dritte App mit Schweizer Bewilligung sieht, der sieht etwas, das es nicht gibt. Eine App, die eine ausländische Lizenz nennt, nennt sie, weil sie keine Schweizer hat.
Wohnsitz prüfen
Das Online-Konto von Swisslos steht nur Bewohnern der Deutschschweizer Kantone, des Tessin und Liechtensteins offen. Das Online-Konto der Loterie Romande steht nur Bewohnern der Westschweizer Kantone offen. Wer eine Schweizer Adresse hat, aber zeitweise im Ausland lebt, kann trotzdem spielen — die App erkennt die Identität am Ausweis, nicht am Standort zum Zeitpunkt der Wette.
Identität prüfen
Die App liest den Ausweis aus und prüft die Adresse gegen Datenbanken. Wer keinen Ausweis hat, wird kein Konto eröffnen. Wer einen gefälschten Ausweis hochlädt, macht sich strafbar. Wer den Ausweis eines anderen verwendet, ebenso. Die Identitätsprüfung ist kein Bürokratiespiel, sie ist der Mechanismus, an dem die Spielsperre hängt.
Limits prüfen
Vor der ersten Wette werden Tages-, Wochen- und Monatslimits gesetzt. Wer die Limits nicht selbst setzen will, der hat sie nicht. Wer mehr ausgeben will, als die Oberlimite erlaubt, kann nicht — die App nimmt keine Wette über dem Limit an.
Spielsperre prüfen
Eine Spielsperre ist im Schweizer Register eingetragen, bevor sie greift. Wer bereits gesperrt ist, kann sich nicht erneut registrieren. Wer noch nicht gesperrt ist, kann es im Account selbst tun — produktbezogen für 1 bis 180 Tage, unbefristet nur über eine Fachstelle.
Wettsteuer Schweiz: was die App tatsächlich abzieht und was nicht
Die Schweiz hat keine Wettsteuer auf den Einsatz. Wer eine Wette platziert, zahlt den Einsatz, das war es. Wer gewinnt, hat den Gewinn — es sei denn, er liegt über der Steuerfreigrenze.
Wann der Gewinn steuerfrei ist
Bis zur bundesweiten Schwelle von CHF 1’071’000 (Stand 2026) ist der Gewinn aus Schweizer Grossspielen einkommensteuerfrei. Darüber wird der Gewinn wie Einkommen besteuert; der Veranstalter zieht 35 % Verrechnungssteuer ab, die der Spieler über die Steuererklärung zurückholen kann. Die kantonale Schwelle kann tiefer liegen, also je nach Konto nachschlagen.
Wann eine Offshore-Wette zur Steuerfalle wird
Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Die kantonale Praxis behandelt sie aber unterschiedlich; Thurgau besteuert sie voll, ohne Freibetrag. Wer in einem strengen Kanton wohnt und auf einer Offshore-App spielt, kann eine böse Überraschung in der Steuererklärung erleben. Wer auf einer Schweizer App spielt, hat den Freibetrag und die Verrechnungssteuer im Rücken.
Wer sich beraten lässt
Wer hohe Gewinne erwartet, sollte mit dem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung sprechen, bevor er die Auszahlung beantragt. Wer einen kleinen Gewinn erwartet, braucht keinen Anruf.
Wettanbieter im Ranking: was die zwei Bewilligungen voneinander trennt
Die zwei zugelassenen Apps kann man nicht in dem Sinn vergleichen, wie man zehn Buchmacher vergleicht. Es gibt keine zehn zugelassenen Buchmacher. Es gibt zwei Organisatoren, jeder mit eigener Tradition, eigener Region, eigenem Programm. Was trennt sie?
Region und Reichweite
Swisslos bedient 19 Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein. Die Loterie Romande bedient sechs Westschweizer Kantone. Eine gemeinsame App gibt es nicht, ein gemeinsames Konto nicht, eine gemeinsame Spielsperre schon. Wer in Lausanne lebt, der kommt an Swisslos nicht heran. Wer in Zürich lebt, der kommt an Jouez Sport nicht heran. Die Architektur ist kantonal, nicht national.
Wettprogramm und Quoten
Beide Apps bieten Fussball, Eishockey, Tennis, Handball, Basketball und eine Liste weiterer Sportarten an. Die Quotenniveaus liegen nahe beieinander, weil beide Anbieter auf ähnliche Margen kommen; sie sind nicht identisch, und ein scharfgestellter Spieler findet Unterschiede auf den grossen Ligen. Wer einzelne Lieblingsligen favorisiert, der sollte vor der Anmeldung die Quote für ein paar Musterspiele vergleichen.
Bedienung und Werbung
Die Sporttip-App ist mehrsprachig (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch), die Loterie-Romande-App Französisch (mit Deutsch im Hilfebereich). Die Sporttip-App hat mehr Werbung im Programm; die Loterie-Romande-App ist zurückhaltender. Beide Apps sind im App Store und im Google Play Store verfügbar, beide bekommen regelmässig Updates.
Wer die zwei Apps wählt
Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat Sporttip vor sich. Wer in der Westschweiz wohnt, hat Jouez Sport vor sich. Wer in einem Kanton wohnt, der nicht von einem der beiden Anbieter bedient wird, hat keine Schweizer Online-Wettapp. Wer in Liechtenstein wohnt, hat Sporttip vor sich.
Wann die Schweizer App die richtige Wahl ist und wann nicht
Die Frage ist nicht, welche App die beste ist. Die Frage ist, wem welche App etwas nützt.
Wem Sporttip etwas nützt
Spielern in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Spielern mit moderatem Budget, die unter der Tageslimite von CHF 9’999 bleiben. Spielern, die einen QR-Code-Schein an der Verkaufsstelle schätzen. Spielern, die auf den Bet Builder angewiesen sind, um abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung zu kombinieren. Spielern, die mit Live-Quoten arbeiten und Cash-out als Sicherungsinstrument verstehen.
Wem Sporttip nicht nützt
Spielern mit Wohnsitz in Genf, Waadt oder der übrigen Westschweiz. Spielern, die über die maximale Einzelwette von CHF 1’000 hinaus wetten wollen. Spielern, die auf Eckball- oder Kartenmärkte setzen wollen. Spielern, die auf Esports setzen wollen. Spielern, die Anonymität erwarten.
Wem Jouez Sport etwas nützt
Spielern in den Westschweizer Kantonen, die eine frankofone Bedienung schätzen. Spielern, die im Westschweizer Verkaufsstellennetz spielen wollen — 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende, eine Infrastruktur, die Sporttip in dieser Dichte nicht hat. Spielern, die mit der Loterie Romande eine Institution kennen, die in der Westschweiz verwurzelt ist.
Wem Jouez Sport nicht nützt
Spielern mit Wohnsitz in der Deutschschweiz. Spielern, die das Programm von Sporttip gewohnt sind und keine Lust auf eine neue Lernkurve haben. Spielern, die Promotionen der Deutschschweizer Marke nutzen.
Wem eine Offshore-App etwas nützt
Keinem Spieler, der in der Schweiz lebt. Eine Offshore-App hat keine Schweizer Bewilligung, keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Beschwerdestelle. Wer eine Offshore-App wählt, wählt gegen das BGS, gegen seine eigene Sicherheit und gegen die Spielsuchtprävention. Wer eine Offshore-App wählt, weil dort die Quoten besser sind, der vergleicht eine Schweizer Marge mit einer Offshore-Marge und übersieht die Sperrliste, den fehlenden Schutz und die fehlende Auszahlungsregel.
Wichtige Zahlen, die jeder Spieler kennen sollte
Die Architektur ist dicht mit Zahlen. Wer die wichtigen kennt, kommt klar.
Mindesteinsatz Sporttip: CHF 1 pro Einzel- oder Kombiwette. Höchsteinsatz Einzel/Kombi: CHF 1’000. Höchsteinsatz System: CHF 10’000. Höchsteinsatz Wallet-Aufladung innert 30 Tagen: CHF 10’000. Höchstguthaben Wallet: CHF 9’999. Tages-/Wochen-/Monatslimite: Obergrenze CHF 9’999 pro Periode, unter 21 Jahren CHF 1’000. Selbstsperre: 1 bis 180 Tage produktbezogen, unbefristet über Fachstelle. Verrechnungssteuer auf Gewinne: 35 % oberhalb der Schwelle (bund 2026: CHF 1’071’000). Spielsperre: drei Monate Mindestdauer, mit Fachstelle. Auszahlungsgebühr Swisslos: zweimal jährlich gratis, ab dritter Auszahlung 3 % Kommission. Auszahlungsfrist Swisslos: 5 bis 10 Arbeitstage, Gewinne über CHF 1’000 innert 3 Arbeitstagen. Gewinnverfall: 26 Wochen nach öffentlicher Bekanntmachung der Wettauswertung. Einsprache bei verweigerter Auszahlung: innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief.
Häufige Fragen zur Sportwetten-App in der Schweiz
Woran erkenne ich, ob eine Sportwetten-App in der Schweiz legal ist?
Eine legale App gehört entweder Swisslos (Sporttip) oder Loterie Romande (Jouez Sport). Beide Anbieter sind im App Store und im Google Play Store mit ihrer offiziellen App vertreten, beide verlangen die Schweizer Identitätsprüfung, beide setzen vor der ersten Wette Verlustlimiten. Wer eine andere App findet, die Schweizer Lizenz nennt, der findet keine Schweizer Lizenz; eine solche Lizenz existiert in der Schweiz nicht.
Welche Voraussetzungen gelten für ein Konto?
Mindestens 18 Jahre alt, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertragsgebiet (Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein für Swisslos; sechs Westschweizer Kantone für Loterie Romande), keine bestehende Spielsperre im Schweizer Register, eine einzige Registrierung pro Person. Der Ausweis wird ausgelesen, die Adresse gegen Datenbanken geprüft.
Wie wirken Verlustlimiten und Spielsperre in der App?
Vor der ersten Wette werden Tages-, Wochen- und Monatslimits gesetzt (Obergrenze CHF 9’999 pro Periode, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen; eine unbefristete Sperre wird in das Schweizer Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein.
Gibt es Live-Wetten und Cash-out in der App?
Beide Apps bieten Live-Wetten und Cash-out. Cash-out ist nur als vollständiges Cash-out verfügbar, nicht in Teilen, und nur online; nicht für jeden Markt ist Cash-out garantiert. Der Cash-out-Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wettgewinn und kann jederzeit geändert werden.
Wie wird die Auszahlung abgewickelt und auf welches Konto?
Gewinne bis CHF 1’000 gehen automatisch auf das Wallet. Gewinne über CHF 1’000 werden innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Kontoinhabers überwiesen. Anonyme Konten oder Krypto-Auszahlungen sind nicht möglich. Swisslos zahlt innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen.
Was darf gewettet werden?
Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe nicht wetten. Eckball- und Kartenmärkte sind aktuell nicht aufgeführt, eine Esports-Sektion fehlt.
Veranstaltungen mit vorwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind verboten. Wer darauf wettet, kann gar nicht gewinnen — es wird gar nicht erst angeboten.
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Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
