Über unter wetten 2026 in der Schweiz: Linien, Quoten und die zwei erlaubten Veranstalter

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Stand: 20. Oktober 2026 · Geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsübersicht und die Spielregeln von Swisslos und Loterie Romande

Eine Über-/Unter-Wette ist die einfachste Form, eine Sportwette an ein Ergebnis zu binden, das keine Mannschaft entscheidet, sondern eine Zahl. Über 2,5 Tore. Unter 220 Punkte. Genau drei Tore, exakt auf der Linie. Wer die Zahl richtig einschätzt, gewinnt; wer sie falsch einschätzt, verliert den Einsatz. Was auf den ersten Blick nach einem rechnerischen Spiel aussieht, ist in Wirklichkeit eine Wette auf den Spielverlauf, und die Quote auf beiden Seiten der Linie ist das, was der Veranstalter dafür verlangt. In der Schweiz kommt hinzu, dass nur zwei Anbieter diese Wette überhaupt annehmen dürfen – Swisslos unter dem Namen Sporttip und die Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport. Wer hier wettet, wettet innerhalb eines geschlossenen Markts, und die Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten führt die Gespa, die interkantonale Geldspielaufsicht. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden.

Ein Torpfosten mit Latte steht aus der Ferne vor grauem Himmel auf einer Wiese.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die folgenden Abschnitte zeigen, was diese Wette in der Schweiz tatsächlich ist: wie die Linie gesetzt wird, wie sich die Quote zusammensetzt, welche Spielzeit zählt, was bei Abbruch passiert und was die beiden Anbieter an Regeln, Limits und Spielerschutz mitbringen. Wer am Ende versteht, warum ein Markt mit zwei Seiten trotzdem eine Marge trägt, hat das Wesentliche begriffen.

Rechtslage und Bewilligung in der Schweiz

Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Sie werden von der Gespa beaufsichtigt, nicht von der ESBK, die für Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Eine leere Holztribüne steht am Waldrand neben einem kleinen Sportplatz im Herbstlicht.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019.

Die Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und führt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Ihr Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Ein Online-Konto lässt sich nur eröffnen, wenn der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters liegt (Art. 47 Abs. 3 VGS), und die Online-Registrierung verlangt einen Identitätsnachweis, dessen Daten gegen Adressdatenbanken geprüft werden.

Was gewettet werden darf, bestimmt eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Was nicht auf der Liste steht, darf weder angeboten noch gespielt werden. Auf der Liste stehen Sportereignisse; Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind ausgeschlossen, ebenso Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind; auf der Liste stehen weder Eckball- noch Kartenmärkte und keine Esports-Sektion. Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält; das BGS enthält keine zusätzliche Einschränkung einzelner Live-Märkte. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt; was jeder Veranstalter anbietet, steht in seinen eigenen Regeln.

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); im Jahr 2025 erteilte sie der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solche Bewilligungen. Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung dürfen in der Schweiz nicht werben, ihre Domains werden auf die Gespa-Sperrliste gesetzt und per DNS gesperrt (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Die Sperrung greift schnell, ersetzt aber keine eigene Vorsicht: Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, hat keinen Schweizer Ausschlussregister-Anschluss, keinen Schweizer Rechtsweg und keine Schweizer Spielerschutzkontrolle.

Spielerschutz und Limiten

Sportwetten sind ein erwachsenes Produkt. Wer mitspielen will, muss 18 Jahre alt sein, einen Wohnsitz im Vertragsgebiet des Veranstalters haben und darf keine Spielsperre haben. Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen (Art. 72 BGS), und Spielende oder Wettkämpfer, die an einem Wettereignis teilnehmen, dürfen auf dieses Ereignis nicht selbst setzen.

Ein Feldweg führt bei Sonnenaufgang zwischen Wiesen auf ein Waldstück zu.
Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Oberlimite von CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; das ist strenger als das Gesetz, das 24 Stunden verlangt. Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Die Schweizer Gesetzgebung kennt keinen festen staatlichen Einsatzdeckel; die Limiten kommen vom Spielenden selbst, der Veranstalter muss sie anbieten (Art. 87 VGS). Wer sich sperren lassen will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Freiwillige Sperren können erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS); eine selbstgewählte Pause bis sechs Monate muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Der Gespa-Testkauf 2025 hat an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein Argument für Online-Sporttip, aber es ist ein Argument, das eigene Limit zu setzen und das eigene Verhalten zu beobachten. Wetten auf Torzahlen laden zu schnellen Folgeeinsätzen ein, vor allem live; die Zeit zwischen zwei Toren ist kurz, und das Wettschein-Fenster steht in vielen Fällen parallel zum Spielereignis. Selbstgesetzte Limiten und Pausen halten den Einsatz im Rahmen, nicht die Werbung des Anbieters.

Strategie und Vorhersage bei Über-/Unter-Wetten

Tore pro Spiel folgen keinem reinen Zufall, aber sie sind auch nicht berechenbar. Eine Strategie, die nur auf Formkurven baut, übersieht, dass eine Mannschaft an einem Sonntag drei Tore schiesst und am Mittwoch kein einziges. Eine Strategie, die nur auf Ausfälle baut, übersieht, dass dieselbe Mannschaft mit demselben Kader drei Spiele in Folge hoch und eines niedrig spielt. Über-/Unter-Wetten belohnen den Blick für den Spielverlauf, nicht die Quote allein.

Die übliche Datenliste umfasst Tore pro Spiel in einer längeren Stichprobe, Spielstil (Pressing, Kontern, Ballbesitz), Wetter und Platzverhältnisse, Ausfälle in der Startelf und die übliche taktische Ausrichtung im Wettbewerb. Eine sorgfältige Analyse liefert eine Schätzung, keine Gewissheit. Wer mehrere Spiele vergleicht, sieht Muster; wer ein einzelnes Spiel vorhersagen will, sieht nur die Linie, die der Veranstalter gesetzt hat, und die Quote, die er dafür verlangt. Diese Quote enthält eine Marge, und die Marge ist es, die eine fundierte Schätzung in einen Wert verwandelt – oder in das, was die Marge verschluckt.

Eine Strategie, die auf Über 2,5 Tore setzt, gewinnt in etwa fünf bis sechs von zehn Spielen einer ausgeglichenen Liga, wenn die Quote fair ist. Bei Quote 1,90 auf beiden Seiten liegt die faire Auszahlung bei rund 95,2 % des Einsatzes; 4,8 % bleiben als Marge beim Veranstalter. Eine Strategie, die ohne Marge-Rechnung die falsche Seite wählt, verliert schneller, als die Analyse allein erklärt. Wer auf Unter setzt, weil die Heimmannschaft auswärts schwach spielt, muss die Quote auf Unter gegen die implizierte Wahrscheinlichkeit prüfen, die sie trägt. Eine Quote von 1,70 auf Unter 2,5 bedeutet, dass der Veranstalter das Unter mit etwa 58,8 % Wahrscheinlichkeit bewertet, ohne Marge; mit Marge liegt sie etwas höher. Eine reale Trefferquote von 60 % gewinnt auf Dauer; eine reale Trefferquote von 55 % verliert gegen die Marge.

Die zweite Falle ist die Livewette. Live-Quoten reagieren auf den Spielverlauf, oft schneller als das Auge folgt. Wer nach einem Rückstand auf Über 2,5 setzt, weil «jetzt nichts mehr passieren kann», übersieht, dass die Quote diese Information schon eingepreist hat. Wer nach einem 0:0 auf Unter 1,5 setzt, weil «jetzt wird sicher ein Tor fallen», hat die Quote gegen sich. Livewetten sind ein eigenes Spielfeld, und die Spielregeln von Sporttip sagen deutlich, dass Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1,00 gewertet werden, und dass in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid Swisslos Wetten mit Quote 1,00 werten kann. Wer live setzt, setzt gegen ein System, das schneller reagiert, als das Spiel es erklärt.

Wettmärkte rund um Über und Unter

Eine Über-/Unter-Wette ist eine Wette auf eine Gesamtzahl: Tore, Punkte, Spiele, Sätze, Körbe, Ecken, Karten – die Zahl hängt von der Sportart und vom Wettprogramm ab. Die Gespa-Liste bestimmt, was in der Schweiz angeboten werden darf; was nicht auf der Liste steht, fällt weg, auch wenn es international üblich ist.

Was die Linie macht

Die Linie ist der Schwellenwert. Über 2,5 Tore gewinnt, wenn drei oder mehr Tore fallen. Unter 2,5 Tore gewinnt, wenn null, eins oder zwei Tore fallen. Eine Linie mit halbem Wert (2,5) schliesst den exakten Treffer aus: Es gibt kein «genau 2,5». Eine Linie mit ganzem Wert (2,0) hat ein Unentschieden: Genau zwei Tore bedeuten Rückzahlung des Einsatzes. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote berechnet, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten, und auf zwei Nachkommastellen aufgerundet sowie auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Linie mit Viertel-Werten (asiatisch, 2,25 oder 2,75) teilt den Einsatz: Die Hälfte geht auf 2,0, die andere Hälfte auf 2,5. Eine Linie mit Drittel-Werten ist auf dem Schweizer Markt unüblich.

Was zählt, hängt von der Spielzeit ab. Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Fussball bedeutet 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Ein «Über 1,5 Tore inklusive Verlängerung» ist ein anderes Spiel als «Über 1,5 Tore reguläre Spielzeit». Wer die Spielzeitregel nicht liest, wettet auf ein Spiel, das er nicht vor sich sieht.

Was die Quote macht

Die Quote auf beiden Seiten trägt die Marge des Veranstalters. Eine faire Wette ohne Marge hätte eine Auszahlung von 100 % des Einsatzes; ein Markt mit zwei Seiten zu 2,00 hätte eine Auszahlung von 100 % und keine Marge. In der Realität sind die Quoten so gesetzt, dass die Auszahlung unter 100 % liegt; der Rest ist Marge. Die Auszahlungsquote eines Zwei-Wege-Markts berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂); die Marge ist 100 % minus die Auszahlungsquote.

Ein Beispiel mit zwei fiktiven Quoten veranschaulicht das: Beide Seiten zu 1,90. Die Auszahlung wäre 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 95,0 %. Die Marge wäre 100 − 95,0 = 5,0 %. Das ist eine typische Bandbreite für liquide Zwei-Wege-Märkte; bei kleineren Märkten oder Livewetten liegt die Marge höher. Die Marge ist es, die das Wetten zu einem Nullsummenspiel mit Vorzeichen macht: Im Durchschnitt verliert jeder Franken Einsatz 5 Rappen an den Veranstalter, und der eine Hinweis, dass eine Über-/Unter-Wette funktioniert, ist eine Trefferquote, die diese Marge übersteigt. Eine Trefferquote von 53 % auf einem Markt mit 95 % Auszahlung gewinnt langfristig; eine Trefferquote von 50 % verliert 5 % pro Wette.

Was die Marge in einem Schweizer Markt tatsächlich ist, hängt vom Veranstalter, vom Sport und vom Zeitpunkt ab. Die Spielregeln von Sporttip geben keine pauschale Marge vor; sie bestimmen die Spielregeln, das Wettprogramm und die Auszahlung. Wer die Marge eines bestimmten Markts wissen will, rechnet sie selbst aus den beiden angezeigten Quoten. Wer nur die höhere Seite sieht, sieht die halbe Information.

Was die Veranstaltung macht

Die Gespa-Liste legt fest, welche Sportarten und Wettbewerbe gewettet werden dürfen. Auf der Liste stehen Fussball (Bundesliga, Super League, internationale Wettbewerbe je nach Bewilligung), Eishockey (National League, internationale Ligen), Tennis (ATP, WTA, Grand Slams), Basketball (einzelne Ligen), Handball (einzelne Ligen), Volleyball, Unihockey, weitere olympische Sportarten und einzelne Randsportarten. Nicht auf der Liste stehen Esports-Wettbewerbe und die meisten Nischenmärkte; auch Märkte auf Eckbälle, Karten oder Spielerstatistiken fehlen weitgehend. Eine Über-/Unter-Wette auf Tore in der Bundesliga gibt es; eine Über-/Unter-Wette auf Karten in einem unterklassigen Spiel gibt es in der Regel nicht, nicht weil das Interesse fehlt, sondern weil die Gespa-Liste sie nicht enthält.

Was die Liste nicht enthält, kann auch nicht als Spezial- oder Sonderwette angeboten werden. Wer ein Wettprogramm sieht, das mehr zeigt, als die Liste erlaubt, sieht ein Programm, das gegen das BGS verstösst, und ein Programm, das die Gespa-Sperrliste schneller erreicht, als es Schweizer Spieler erreicht.

Was die Kombination macht

Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Vier Voraussagen zu 1,80 ergeben eine Gesamtquote von 10,50; die Auszahlung sinkt mit jeder weiteren Voraussage, weil jede zusätzliche Voraussage einen weiteren Faktor Marge in das Produkt trägt. Eine faire Vierfach-Kombi ohne Marge hätte eine Auszahlung von 100 %; in der Realität liegt sie deutlich tiefer.

Der Sporttip-Kombiboost versucht, dem entgegenzuwirken: Bei mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1,50 steigt der Bonus auf den Nettogewinn von 5 % bei vier über 20 % bei sieben, 40 % bei zehn bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und ist in Einsatz und Erhöhung limitiert. Er macht eine Kombination nicht zu einer fairen Wette; er gleicht einen Bruchteil der Marge aus, den jede zusätzliche Voraussage hinzufügt. Wer mit fünf Voraussagen und einem Boost von 20 % rechnet, sollte im Kopf behalten, dass die zugrundeliegende Marge noch immer grösser ist als der Boost. Der Boost ist ein Marketing-Argument für eine Strategie, die auf Kombinationen setzt, und kein Ausgleich der Mechanik.

Vergleich der zugelassenen Schweizer Veranstalter

In der Schweiz gibt es zwei Veranstalter für Sportwetten, nicht zehn, nicht fünf, zwei. Beide sind Genossenschaften oder Gesellschaften mit Sitz in der Schweiz, beide führen ihre Bewilligung auf das BGS und die IKV 2020 zurück, beide unterstehen der Aufsicht der Gespa. Die Tabelle ordnet sie einander zu, nicht nach «besser» oder «schlechter», sondern nach dem, was sie voneinander unterscheidet.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und Bewilligungsgrundlage
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; IKV 2020; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung, Aufsicht Gespa) Société de la Loterie de la Suisse Romande (Loterie Romande), Lausanne; IKV 2020; Produkt Jouez Sport

Die Tabelle zeigt, was die Liste der Bewilligungen zeigt: zwei Organe, zwei Produkte, ein rechtlicher Rahmen. Was die Tabelle nicht zeigt, ist das, was die Spielregeln voneinander unterscheidet – Einsatzgrenzen, Höchstgewinne, Spielzeitregeln, Cash-Out, Kombiboost. Diese Unterschiede stehen in den nächsten Blöcken.

Sporttip (Swisslos)

Sporttip ist das Produkt, unter dem Swisslos Sportwetten anbietet. Die Online-Teilnahme verlangt einen Wohnsitz im Swisslos-Vertragsgebiet (Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein), ein Mindestalter von 18 Jahren, eine Identitätsprüfung und die Setzung von Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage vor der ersten Wette. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Die Spielregeln Version 4.2 regeln, was eine Wette ist und wie sie gewertet wird. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet sowie auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine abgebrochene und nicht innert 48 Stunden nachgeholte Veranstaltung macht die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1,00. Cash-Out ist verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Der Cash-Out-Betrag liegt tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden.

Bei Livewetten zählt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs werden mit Quote 1,00 gewertet, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1,00 werten. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von mindestens 1,50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts und Profitboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Die Spielzeitregel ist einfach: Reguläre Spielzeit bedeutet reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Fussball sind 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist. Wer auf «Über 1,5 Tore» setzt, wettet auf 90 Minuten plus Nachspielzeit, wenn das Wettprogramm nichts anderes sagt; wer auf «Über 1,5 Tore inklusive Verlängerung» setzt, wettet auf 120 Minuten.

Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Das Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft werden (Mindestbetrag CHF 20); in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Auszahlungen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen sind in 365 Tagen zweimal gratis; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Was Sporttip für wen ist: für Wettende im Vertragsgebiet, die einen breiten Markt mit Online- und Verkaufsstellen-Vertrieb suchen, mit klar geregelten Limits, mit Cash-Out als Zusatzfunktion und mit einem Kombiboost, der eine zusätzliche Voraussage belohnt, ohne sie zu entschädigen. Wer ausserhalb des Vertragsgebiets wohnt, kann sich nicht registrieren; wer hohe Einsätze pro Wette spielen will, stösst an CHF 1’000 pro Einzelwette.

Jouez Sport (Loterie Romande)

Jouez Sport ist das Produkt, unter dem die Loterie Romande Sportwetten anbietet. Die Online-Teilnahme verlangt einen Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS), ein Mindestalter von 18 Jahren, eine Identitätsprüfung und die für Schweizer Veranstalter übliche Limitenstruktur. Der Mindesteinsatz online beträgt CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2; der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Die Spielregeln (17. Auflage, September 2024) regeln Gewinn und Auszahlung. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen; die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1,10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Quote-Obergrenze ist ein technisches Detail, das heisst: Wer eine Quote von 200’000 baut, kann sie nicht setzen, selbst wenn der Gewinn unter dem Höchstgewinn bliebe.

Was Jouez Sport für wen ist: für Wettende in den sechs Westschweizer Kantonen, die in einer kleineren, dichteren Marktstruktur spielen wollen, mit tieferen maximalen Einsätzen, aber vergleichbarem Schutzrahmen und ähnlich geregelter Auszahlung. Wer aus einem Deutschschweizer Kanton kommt, kann sich nicht registrieren; wer Einsätze über CHF 500 pro Einzelwette spielen will, hat bei Sporttip mehr Spielraum.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Wer in der Schweiz an Über-/Unter-Wetten teilnehmen will, hat zwei Möglichkeiten: bei einem der beiden Schweizer Veranstalter oder bei einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Die zweite Möglichkeit ist keine Grauzone; sie ist eine andere Kategorie. Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderer Staat – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat, mit Strafe bis 3 Jahre oder Geldstrafe, gewerbsmässig bis 5 Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Ausschlussregister-Anschluss, keinen Schweizer Rechtsweg und keine Schweizer Spielerschutzkontrolle.

Die Gespa-Sperrliste enthält Domains ausländischer Anbieter, die per DNS gesperrt werden (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, darunter namentlich Interwetten und Bet-at-Home sowie bet365. Die Sperrung greift schnell, wird aber umgangen, wenn ein Anbieter eine neue Domain registriert. Was bleibt, ist die eigene Entscheidung: Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt auf eigenes Risiko, ohne Schutz, ohne Sperre, ohne Rechtsweg, und Gewinne sind nach kantonalem Steuerrecht anders zu behandeln als Gewinne von einem Schweizer Veranstalter. Der Thurgauer Steuerpraxis folgend werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen besteuert; bei Schweizer Veranstaltern gilt die bundesrechtliche Freigrenze von CHF 1’071’000 ab 1. Januar 2026 (2025: CHF 1’070’400), kantonal unterschiedlich, «je nach Kanton».

Die folgende Tabelle zeigt, welche Anbieter ohne Schweizer Bewilligung in der Übersicht dieser Seite auftauchen. Sie ist keine Empfehlung; sie ist eine Einordnung, damit ein Leser, der einen dieser Namen aus Werbung oder Vergleichsportalen kennt, weiss, worauf er stösst.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und Bewilligungsgrundlage
1xBet ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste
Donbet ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste
AmunRa ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste
Fezbet ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste
Pribet ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste
Cloudbet ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste
GG.BET ohne Schweizer Bewilligung Ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); Domain potenziell auf der Gespa-Sperrliste

Was diese Anbieter an Über-/Unter-Wetten anbieten, lässt sich aus den vorliegenden Informationen nicht sagen; die Gespa-Liste gilt nur für die Schweizer Veranstalter, und ausländische Anbieter fallen ausserhalb dieser Liste. Was sie anbieten, was sie auszahlen, wie sie Cash-Out handhaben, wie sie Limits setzen, wie sie sichern und was sie im Streitfall tun, regelt das Recht ihres Lizenzstaats, nicht das BGS. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, sollte die AGB lesen, die Lizenz prüfen und sich bewusst sein, dass der Schutzrahmen nicht existiert.

Überblick: Was eine Über-/Unter-Wette in der Schweiz ist

Über-/Unter-Wetten sind Wetten auf eine Gesamtzahl: Tore im Fussball, Punkte im Basketball, Sätze im Tennis, Tore im Eishockey, Punkte im Handball. Die Linie ist der Schwellenwert; die Quote ist der Preis, den der Veranstalter für die eine oder die andere Seite verlangt. Die Quote trägt die Marge, und die Marge ist es, die eine Wette zu einer Wette macht: ohne Marge wäre die Auszahlung 100 % des Einsatzes, und auf Dauer würde niemand verlieren; mit Marge verliert jeder Franken Einsatz im Durchschnitt einen Teil seines Werts an den Veranstalter.

Eine faire Wette in einem Zwei-Wege-Markt mit beiden Seiten zu 1,90 hat eine Auszahlung von 95,0 % und eine Marge von 5,0 %. Eine reale Trefferquote von 53 % auf einem solchen Markt gewinnt; eine reale Trefferquote von 50 % verliert 5 % pro Wette. Die Marge ist kein Geheimnis; sie ist eine Rechnung, die jeder vor dem Tipp anstellen kann.

Die Schweiz hat in diesem Markt zwei Besonderheiten. Erstens: Nur zwei Veranstalter dürfen die Wette anbieten, Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport, beide unter der Aufsicht der Gespa. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft, und die Spielenden sind an diese zwei Veranstalter gebunden, wenn sie legal spielen wollen. Zweitens: Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten bestimmt, was angeboten werden darf. Esports fehlt; viele Nischenmärkte fehlen; was auf der Liste steht, ist das Programm, und das Programm ist geschlossen.

Wer in der Schweiz eine Über-/Unter-Wette platzieren will, hat die Wahl zwischen Sporttip und Jouez Sport, je nach Wohnsitz im Vertragsgebiet. Beide bieten den Schutzrahmen des BGS, beide haben geregelte Limits, beide haben einen geschlossenen Markt mit definierten Sportarten und Wettbewerben, beide haben die Marge, die jeder Markt hat. Wer mit einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ausserhalb dieses Rahmens, ohne Schutz, ohne Sperre, ohne Rechtsweg, mit anderer Besteuerung.

Die folgenden Fragen fassen das Wesentliche zusammen.

Häufig gestellte Fragen

Wie funktioniert eine Über-/Unter-Wette, und was bedeutet die Linie?

Der Veranstalter setzt eine Linie – zum Beispiel 2,5 Tore – und bietet eine Quote für «Über» und eine für «Unter». Über 2,5 gewinnt, wenn drei oder mehr Tore fallen; Unter 2,5 gewinnt, wenn null, eins oder zwei Tore fallen. Die Linie mit halbem Wert schliesst den exakten Treffer aus, eine Linie mit ganzem Wert (etwa 2,0) hat ein Unentschieden und führt zur Rückzahlung des Einsatzes. Gezählt wird das, was die Spielregeln als reguläre Spielzeit definieren, bei Sporttip also 90 Minuten plus Nachspielzeit im Fussball.

Was geschieht mit der Wette, wenn die Gesamtzahl genau auf der Linie liegt?

Bei einer Linie mit halbem Wert wie 2,5 gibt es keinen exakten Treffer, also auch kein Unentschieden. Bei einer Linie mit ganzem Wert wie 2,0 steht das Spiel nach 90 Minuten plus Nachspielzeit 2:2, die Wette wird in der Regel als «Push» behandelt und der Einsatz zurückerstattet. Asiatische Linien mit Viertelwerten (2,25 oder 2,75) teilen den Einsatz auf die beiden angrenzenden Linien auf; ein 2:2 bei Linie 2,25 bedeutet halber Einsatz zurück, halber Einsatz verloren auf 2,5.

Zählen Verlängerung und Penaltyschiessen zur regulären Spielzeit?

Bei Sporttip zählt nur das, was die Spielregeln als reguläre Spielzeit definieren: die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit, beim Fussball also 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm ausdrücklich darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf «Über 1,5 Tore» setzt, wettet auf 90 Minuten plus Nachspielzeit; wer auf «Über 1,5 Tore inklusive Verlängerung» setzt, wettet auf 120 Minuten.

Wie verhält sich eine Über-/Unter-Wette bei Spielabbruch oder Absage?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1,00, der Rest der Kombination läuft weiter. Bei Jouez Sport gilt eine vergleichbare Regelung mit eigenen Fristen und Definitionen in der 17. Auflage der Spielregeln vom September 2024.

Sind Wetten auf Über und Unter bei Sporttip und Jouez Sport Teil der erlaubten Wettarten der Gespa?

Ja, in dem Umfang, in dem die Gespa-Liste sie für die jeweilige Sportart und den jeweiligen Wettbewerb vorsieht. Die Gespa-Liste ist eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, und sie bestimmt, was die beiden Schweizer Veranstalter anbieten dürfen. Was nicht auf der Liste steht, darf weder angeboten noch gespielt werden. Über-/Unter-Wetten auf Tore in Fussball-Ligen oder Punkte in Basketball-Ligen sind üblicherweise Teil der Liste; Über-/Unter-Wetten auf Nischenmärkte oder Esports sind es in der Regel nicht.

Wie lässt sich aus den Quoten beider Seiten die Marge bei Über und Unter berechnen?

Die Auszahlungsquote eines Zwei-Wege-Markts berechnet sich als 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂); die Marge ist 100 % minus die Auszahlungsquote. Bei zwei Seiten zu 1,90 ergibt sich 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 95,0 % Auszahlung und 5,0 % Marge. Bei 1,85 und 1,95 ergibt sich 1 ÷ (0,5405 + 0,5128) = 94,9 % Auszahlung und 5,1 % Marge. Wer die Quoten eines Markts vor sich sieht, rechnet die Marge selbst nach; sie steht in keiner App, und sie ist der Preis, den der Markt kostet.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»