Wettquote Rechner 2026: Was Einsatz und Quote tatsächlich ergeben

Updated Oktober 2026
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Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Spielregeln von Sporttip (Swisslos) und Jouez Sport (Loterie Romande)

Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Ein Wettquote Rechner ist eine Hilfestellung, um den potenziellen Gewinn und die Marge einer Wette zu verstehen. Da in der Schweiz zwei verschiedene Veranstalter aktiv sind, die unterschiedliche Regeln zur Rundung, zu den Einsätzen und zu den Höchstgrenzen anwenden, hängt das Ergebnis von der Wahl des Veranstalters ab. Wer mit einer Quote von 2.10 auf einen Sieg setzt, sieht im Rechner einen Gewinn, der je nach Veranstalter unterschiedlich gerundet wird. Dieser Artikel erläutert, wie sich die Formel Einsatz mal Quote auf die Auszahlung auswirkt, wie die Marge des Buchmachers in der Quote enthalten ist und welche spezifischen Regeln der beiden bewilligten Veranstalter das Rechenergebnis beeinflussen können.

Wettarten und Quoten: Was der Rechner überhaupt berechnet

Einzelwette, Kombiwette und Systemwette im Vergleich

Die drei Wettarten, die ein Rechner verarbeiten muss, unterscheiden sich nicht in der Grundrechnung, sondern darin, wie viele Voraussagen am Ende zählen. Eine Einzelwette rechnet Einsatz mal Quote, das war es. Eine Kombiwette multipliziert die Einzelquoten zu einer Gesamtquote, und erst diese Gesamtquote wird mit dem Einsatz multipliziert. Eine Systemwette fasst mehrere Kombinationen aus einem Voraussagen-Pool zu einem Wettschein zusammen, und der Rechner muss nicht nur die Gesamtquote, sondern auch die Anzahl möglicher Kombinationen kennen, die ein System mit sieben Voraussagen aus 2 bis 7 Auswahlen pro Schein erzeugt.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Diese Werte sind nicht symmetrisch: Wer eine Einzelwette mit Einsatz CHF 500 bei beiden Veranstaltern platzieren will, stösst bei Loterie Romande an dessen Höchsteinsatz, und wer eine Kombinationswette mit sieben Auswahlen über CHF 1’000 aufgeben will, scheitert bei Sporttip, nicht aber bei Loterie Romande. Ein Rechner gibt solche Werte nicht aus, sie stehen in den Spielregeln.

Die Grundformel: Einsatz mal Quote

Die Grundrechnung ist Einsatz mal Quote. Eine Wette mit Einsatz CHF 50 auf Quote 2.50 ergibt einen Auszahlungsbetrag von CHF 125, davon CHF 75 als Nettogewinn. Soweit auch nur ein Taschenrechner. Bei einer Kombiwette mit drei Auswahlen und Einzelquoten 1.80, 2.20 und 3.00 multiplizieren sich die Quoten zuerst: 1.80 × 2.20 × 3.00 ergibt die Gesamtquote 11.88. Dann erst wird multipliziert: Einsatz CHF 50 × 11.88 ergibt CHF 594 Auszahlung, davon CHF 544 Nettogewinn. Bei einer Systemwette muss der Rechner zusätzlich wissen, wie viele Kombinationen entstehen und welche davon gewinnen.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Was die Grundformel unterschlägt: Die Quote ist bereits das Ergebnis einer Kalkulation. Sie enthält die Marge des Veranstalters. CHF 125 Auszahlung auf CHF 50 Einsatz entsprechen einer Auszahlungsquote von 100 %, aber genau diese 100 % sieht kein Wettender. Was er sieht, ist 2.50 als faire Quote nur, wenn die implizite Wahrscheinlichkeit bei 40 % liegt und der Veranstalter keine Marge nimmt. In einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.9524, die Marge bei rund 4.76 %.

Warum Kombinationen den Buchmachervorteil vervielfachen

Jede zusätzliche Voraussaga in einer Kombiwette fügt einen weiteren Margenanteil hinzu. Bei einer Einzelwette mit Quote 1.90 beträgt die Marge rund 4.76 %. Bei zwei Voraussagen mit identischen Quoten 1.90 und 1.90 beträgt die Gesamtquote 3.61, und die Marge wird zu 1 − 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 4.76 % pro Auswahl, aber in der Kombination zu 1 − 1 ÷ (1/3.61 + 1/(1 − 1.90/1.90 × 1/1.90)) × … – einfacher ausgedrückt: Bei jeder weiteren Auswahl kommt die Marge des Markts dazu, in dem diese Auswahl gespielt wird. Nach fünf Auswahlen liegt die kombinierte Marge deutlich höher als 4.76 %.

Diese Mechanik ist nicht undurchschaubar, sie ist schlicht die Folge der Multiplikation. Wer sie nicht versteht, unterschätzt den Buchmachervorteil. Der Rechner hilft, ihn sichtbar zu machen, indem er bei einer bekannten Einzelquote die implizite Wahrscheinlichkeit ausgibt und aus den Quoten aller Auswahlmöglichkeiten eines Markts die Marge berechnet.

Wo die Formel an die Spielregeln stösst

Die Spielregeln von Sporttip halten fest, dass voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden dürfen. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Das ist eine spezifische Eigenheit von Sporttip, die ein Rechner aus den Quoten allein nicht ableiten kann: Auch wenn die Auswahl logisch passt, kann die Reihenfolge der Wetten dazu führen, dass eine Mehrfachauswahl abgelehnt wird.

Jouez Sport wiederum verlangt, dass die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi mindestens 1.10 beträgt und 100’000 nicht übersteigt. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Wer unter 1.10 kombiniert oder über 100’000 Gesamtquote baut, dessen Wette wird nicht angenommen. Ein Rechner kann diese Schwellen anzeigen, muss aber wissen, dass sie veranstalterseitig gesetzt sind und nicht aus der Quote selbst folgen.

Buchmacher im Vergleich: Wer rechnet, wer rundet, wer schliesst aus

Veranstalter Schweizer Bewilligung Konzession / Status
Swisslos Sporttip Ja Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS (SR 935.51); Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS (SR 935.51); Aufsicht Gespa
WirWetten Nein Keine Schweizer Bewilligung; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
BillyBets Nein Keine Schweizer Bewilligung; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Bahigo Nein Keine Schweizer Bewilligung; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Boomerang Bet Nein Keine Schweizer Bewilligung; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Interwetten Nein Keine Schweizer Bewilligung; Gespa nennt die Domain namentlich im Zusammenhang mit Domain-Hopping
HighFlyBet Nein Keine Schweizer Bewilligung; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Rabona Nein Keine Schweizer Bewilligung; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen
Rollbit Nein Keine Schweizer Bewilligung; Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen

Die Tabelle zeigt zwei Sorten von Einträgen. Die ersten zwei Reihen sind die einzigen Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, und zwar jeder nur in seinem Vertragsgebiet. Die übrigen Reihen listen ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung. Solche Marken dürfen in der Schweiz weder beworben noch genutzt werden, ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen, und der Spielende hat dort keinen Schweizer Schutz: keine Spielsperre im Register, keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Gerichtsbarkeit. Was ein Rechner dort ausgibt, hat denselben arithmetischen Wert wie bei einem Schweizer Anbieter, aber die Geltendmachung eines Gewinns folgt ausländischem Recht, nicht dem BGS.

Die Bewertung eines Anbieters kann sich daher nicht an der Quote allein orientieren. Was die Quote verspricht, hält der Veranstalter ein, und in der Schweiz sind das nur zwei.

Was ein Wettquote Rechner leistet – und was nicht

Rechnen heisst Schätzen, nicht Versprechen

Ein Wettquote Rechner nimmt Eingaben entgegen – Einsatz, Quote, Anzahl der Auswahlen – und gibt einen Auszahlungsbetrag zurück. Er rechnet so exakt, wie es die Eingaben sind, und nicht exakter. Was er nicht kann: vorhersagen, ob die Wette gewinnt. Er kann die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ausgeben, also das, was die Quote über die Einschätzung des Markts verrät, und er kann aus den Quoten aller Auswahlmöglichkeiten eines Markts die Marge des Veranstalters berechnen. Er kann nicht erkennen, ob ein Spiel verschoben wird, ob ein Spieler verletzt ausfällt oder ob die Quote sich zwischen Wettabgabe und Spielbeginn noch verändert.

Bei Sporttip werden Gewinne zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Ein Rechner, der nicht weiss, dass Sporttip so rundet, liegt regelmässig neben dem tatsächlichen Auszahlungsbetrag. Bei einem Auszahlungsbetrag von CHF 124’376 rundet Sporttip zuerst auf CHF 124.38 und dann auf CHF 124.35. Der Rechner zeigt CHF 124.38, der Auszahlungsbeleg CHF 124.35. Die Differenz ist klein, aber sie zeigt, weshalb die Spielregeln den Rechner nicht ersetzen, sondern ergänzen.

Rechner, App und Wettschein: Drei Werkzeuge, eine Formel

Wer eine Wette vorbereitet, kann zwischen einem Browser-Rechner, einer App und dem Wettschein des Veranstalters wählen. Der Wettschein rechnet intern, zeigt die Quote, die der Veranstalter für die Auswahl anbietet, und gibt die zu erwartende Auszahlung aus. Der Rechner auserhalb des Wettscheins rechnet mit Quote und Einsatz, die der Nutzende selbst eingibt, und enthält die veranstalterseigene Rundungsvorschrift nicht, ohne dass er vom Nutzenden gespeist wird. Die App eines Veranstalters arbeitet wie der Wettschein, weil sie den Zugang zum Konto hat und weiss, welche Quote dem Nutzenden angeboten wird.

Der Vorteil eines browserbasierten Rechners liegt darin, dass er Kombinationen mit unterschiedlichen Quoten schnell durchrechnet, was ein händisches Multiplizieren langsam macht. Der Vorteil des Wettscheins liegt darin, dass er die tatsächliche Auszahlung des Veranstalters zeigt, einschliesslich der Rundung und der Boosts, die der Veranstalter auf eine Auswahl legt.

Systemwetten: Wo die Komplexität beginnt

Eine Systemwette fasst mehrere Kombinationen aus einem Pool von Voraussagen zusammen. Wer sieben Voraussagen auswählt und das System 2/3, 4/5 oder 6/7 wählt, spielt nicht eine, sondern viele Kombinationen. Eine 2/7-Systemwette enthält 21 Kombinationen aus je 2 Auswahlen, eine 3/7-Systemwette 35, eine 4/7-Systemwette 35, eine 5/7-Systemwette 21, eine 6/7-Systemwette 7 und eine 7/7-Systemwette 1. Bei jeder dieser Kombinationen wird die jeweilige Gesamtquote mit dem jeweiligen Teileinsatz multipliziert, und die Summe ergibt die Auszahlung.

Ein Rechner für Systemwetten muss nicht nur die Anzahl der Kombinationen kennen, sondern auch die Auszahlung jeder einzelnen Kombination. Das ist mehr Arbeit als die Multiplikation einer einzelnen Gesamtquote. Browser-Rechner und Sporttip-Wettschein lösen das, händisch braucht es Papier oder eine Tabelle. Wer eine Systemwette spielen will, sollte zuerst wissen, wie viele es tatsächlich sind: Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, das heisst der Gesamteinsatz über alle Kombinationen, nicht pro Kombination.

Rechtliche Lage in der Schweiz: Wer rechnen darf

Die zwei Veranstalter, die das Gesetz zulässt

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) regelt seit 1. Januar 2019, dass nur zwei Veranstalter in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), die im Auftrag der Kantone handelt. Beide Veranstalter brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und beide dürfen nur in ihrem Vertragsgebiet tätig sein.

Swisslos mit Sitz in Basel führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Loterie Romande mit Sitz in Lausanne führt Jouez Sport in den Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura durch. Ein Online-Konto bei Swisslos können nur Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet eröffnen, ein Online-Konto bei Loterie Romande nur Personen mit Wohnsitz in einem der sechs Westschweizer Kantone.

Warum ausländische Marken nicht erlaubt sind

Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung. Eine Marke mit Lizenz aus Malta, Curaçao oder einem anderen Land darf in der Schweiz nicht für Sportwetten werben und nicht um Spielende werben. Wer organisiert, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar, bei gewerbsmässigem Handeln mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Wer spielt, wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz.

Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Internetprovider per DNS sperren. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, ersetzt innerhalb von Stunden nach Bekanntwerden (Domain-Hopping). Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home in diesem Zusammenhang namentlich. Wer eine dieser Domains aufruft, wird je nach Provider auf eine Hinweisseite umgeleitet. Eine Sperre der Zahlungen existiert in der Schweiz nicht: Banken und Kartenherausgeber blockieren Zahlungen an solche Anbieter nicht.

Was die Bewilligung bedeutet – und was nicht

Die Schweizer Bewilligung bedeutet, dass der Veranstalter der Aufsicht durch die Gespa untersteht, dass Spielende sich an die Gespa wenden können, dass die Spielsperre im Register eingetragen wird und dass Auszahlungen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto erfolgen. Sie bedeutet auch, dass die Liste der erlaubten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten geschlossen ist: Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt, Eckball- oder Kartenmärkte und Esports fehlen in der Liste der Gespa. Was dort nicht steht, kann nicht angeboten werden.

Die Bewilligung bedeutet nicht, dass jeder Wettende gewinnt. Sie bedeutet auch nicht, dass die Quote besser ist als bei einem ausländischen Anbieter. Sie bedeutet, dass der Veranstalter die Quote und die Auszahlung nachprüfbar berechnet und dass im Streitfall die Gespa und letztlich ein Schweizer Gericht entscheiden.

Verantwortungsvolles Spielen: Was der Rechner nicht zeigt

Limiten setzen, bevor der Rechner rechnet

Ein Rechner zeigt den möglichen Gewinn, nicht die möglichen Kosten. Wer mit Einsatz CHF 100 auf eine Kombiwette mit Gesamtquote 8.50 setzt, sieht CHF 850 Auszahlung im Rechner. Was er nicht sieht, ist, dass dieselbe Wette 2.43 % Marge über die fünf Auswahlen enthält, dass die Wahrscheinlichkeit, alle fünf Auswahlen zu treffen, unter 12 % liegt, und dass ein zweiter oder dritter Versuch desselben Musters den Verlust verdoppelt oder verdreifacht. Die Limiten, die Swisslos und Loterie Romande verlangen, sind genau für diesen Punkt da.

Vor der ersten Online-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit Obergrenze CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Wer eine Limite setzt, kann den eigenen Rechner fragen, was ein hoher Einsatz über das Monatslimit bedeuten würde – der Rechner rechnet es aus, aber die Entscheidung, ob es passt, liegt beim Spielenden.

Spielsperre und Zugangssperre

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und wirkt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine Selbstsperre wird im Register erfasst; Loterie Romande nimmt am selben Register teil. Eine selbst gewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, unter Einbezug einer Fachstelle.

Eine Spielsperre schützt den Spielenden vor sich selbst. Sie ist nicht dafür da, eine verlorene Wette zu verarbeiten, sondern dafür, den Zugang zu sperren, bevor das Budget fehlt. Wer im Rechner sieht, dass eine Kombiwette mit Gesamtquote 50 bei Einsatz CHF 20 den möglichen Gewinn CHF 1’000 ergibt, sollte auch sehen, dass dieselbe Wette über zehn Wiederholungen den Verlust CHF 200 ergibt, wenn sie nicht trifft – und die Wahrscheinlichkeit, dass sie zehnmal in Folge nicht trifft, liegt bei rund 95 %.

Wo Hilfe zu finden ist

Die Gespa und die Veranstalter selbst veröffentlichen Hinweise auf Beratungsstellen. Spielende mit beginnender Spielsucht können sich an die Fachstellen der Kantone wenden, die anonym beraten. Wer eine Spielsperre im Register aktiviert hat, kann sie nicht selbst aufheben, sondern muss den Weg über die Sperreinstellung gehen. Wer eine Limite erhöhen will, muss die gesetzliche Frist von 72 Stunden abwarten, was Zeit gibt, die Erhöhung noch einmal zu überdenken.

Ein Wettquote Rechner rechnet nicht die Wahrscheinlichkeit, dass jemand aufhört. Er rechnet das, was die Quote hergibt. Was der Spielende daraus macht, entscheidet sich an anderer Stelle.

Berechnung der Marge als Band

Die Marge ist die Differenz zwischen dem, was eingesetzt wird, und dem, was bei fairen Gewinnen ausgezahlt würde. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 – einem konstruierten Beispiel, nicht einem zitierten Preis – liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.9524. Die Marge beträgt 1 − 0.9524 = 0.0476, also rund 4.76 %.

Das Beispiel zeigt ein Band, kein Fixum: Bei Quote 1.85 / 1.95 liegt die Marge bei rund 5.41 %, bei Quote 1.95 / 1.95 bei rund 2.56 %. Die Marge folgt aus den Quoten der beiden Seiten zusammen, nicht aus einer einzelnen Quote. Wer eine Einzelwette zitiert, ohne die Gegenseite zu kennen, kennt die Marge nicht.

Die Multiplikation der Quoten in einer Kombiwette vervielfacht die Margenanteile. Bei fünf Auswahlen mit jeweils Quote 1.90 und 5 % Marge liegt die kombinierte Marge nicht bei 25 %, sondern tiefer, weil die Multiplikation der Quoten eine höhere Auszahlungsquote ergibt als die naive Addition. Wer die Marge einer Kombiwette ausrechnen will, muss jede Auswahl einzeln betrachten.

Häufige Fragen

Wie berechnet sich der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote?

Der Auszahlungsbetrag ist Einsatz mal Quote. Bei Quote 2.50 und Einsatz CHF 50 sind das CHF 125, der Nettogewinn CHF 75. Bei Kombinationen wird die Gesamtquote zuerst aus dem Produkt der Einzelquoten gebildet und dann mit dem Einsatz multipliziert. Bei Sporttip wird der Betrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wie wird die Gesamt bildende Quote einer Kombiwette aus den Einzelquoten berechnet?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Bei drei Auswahlen mit Quoten 1.80, 2.20 und 3.00 ergibt sich 1.80 × 2.20 × 3.00 = 11.88. Mit Einsatz CHF 50 sind das CHF 594 Auszahlung. Bei Loterie Romande muss die Gesamtquote mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen, sonst wird sie nicht angenommen.

Wie rundet Sporttip den Gewinnbetrag, und warum weicht er vom Ergebnis eines Rechners ab?

Sporttip rundet den Auszahlungsbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Ein Auszahlungsbetrag von CHF 124’376 wird so zu CHF 124.35, während ein Rechner ohne diese Vorschrift CHF 124.38 anzeigt. Die Differenz beträgt hier 3 Rappen, sie kann aber bei grösseren Beträgen stärker ausfallen und sollte vor einer Wettabteilung verstanden sein.

Wie berechnen sich die implizite Wahrscheinlichkeit und die Marge aus den Quoten eines Spiels?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 ÷ Quote. Bei Quote 2.00 sind das 50 %. Die Marge eines Markts ergibt sich aus den Quoten aller Auswahlmöglichkeiten: 1 − 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quote 1.90 / 1.90 sind das rund 4.76 %. Bei mehr Auswahlmöglichkeiten wird die Summe im Nenner länger, die Auszahlungsquote etwas höher, die Marge etwas tiefer, sofern die Quoten gleich bleiben.

Wie rechnet sich eine Systemwette im Rechner, und welche Angaben sind nötig?

Eine Systemwette umfasst mehrere Kombinationen aus einem Pool von Voraussagen. Bei sieben Voraussagen und System 3/7 enthält der Wettschein 35 Kombinationen aus je 3 Auswahlen, bei System 5/7 sind es 21 Kombinationen aus je 5 Auswahlen. Der Rechner braucht die Einzelquoten jeder Voraussage, den Teileinsatz pro Kombination und die Anzahl der Kombinationen, um die Auszahlung jeder möglichen Treffer-Kombination zu berechnen.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Bei Jouez Sport darf ein Wettschein mit Multiples insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»