Heinz Sportwetten 2026 – so funktioniert die 57er-Wette in der Schweiz
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht. Der Name kommt nicht von einer Zutat, sondern von der Zahl: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Sie gehört zu den Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Anzahl Auswahlen abdecken, unterscheidet sich von einer gewöhnlichen Kombiwette aber gerade dadurch, dass nicht alles an einem Sechser hängt. Es ist sinnvoll, diese Wette genau zu betrachten, Einsatz und Auszahlung an einem Beispiel durchzurechnen und zu prüfen, wo sie in der Schweiz überhaupt gespielt werden kann.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026. Geprüft gegen die Sporttip-Spielregeln (Version 4.2), die Online-Teilnahmebedingungen von Swisslos und das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).
Was eine Heinz-Wette ist und woraus sie besteht
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf 6 Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht. Drei Werte zählen: die Zahl der Auswahlen (sechs), die Zahl der Linien (57) und die Bedingung, ab wann überhaupt etwas zurückkommt. Eine gewöhnliche Kombiwette auf sechs Auswahlen verlangt, dass alle sechs gewinnen; eine Heinz-Wette verlangt das nicht. Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit es überhaupt einen Ertrag gibt – eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht.

Die 57 Einzelwetten setzen sich aus 15 Doppelwetten, 20 Dreierwetten, 15 Vierfachwetten, 6 Fünffachwetten und 1 Sechsfachwette zusammen. Einzelwetten auf die Auswahlen sind in einer Heinz-Wette nicht enthalten. Wer also sechs Favoriten tippt und auf Nummer sicher gehen will, dass auch ein einziger Treffer zählt, schaut bei einer normalen Kombiwette leer aus; wer bei einer Heinz-Wette nur einen Treffer landet, ebenso. Der Unterschied zur Kombiwette liegt also in der Streuung: die Heinz-Wette akzeptiert Teilerfolge, die Kombiwette nicht.
Der Einsatz wird auf alle 57 Linien gleich verteilt. Wer einen Gesamteinsatz von CHF 57 setzt, wettet auf jeder Linie CHF 1. Wer weniger setzt, etwa CHF 1 pro Linie (also CHF 57 gesamt), spielt mit demselben Grundprinzip, nur in kleinerem Massstab. Wer einen runden Betrag wie CHF 50 möchte, kann ihn nicht gleichmässig auf 57 Linien verteilen – dann bleibt eine Linie mit CHF 0 übrig, was die Wette unvollständig macht. Daraus folgt eine praktische Regel, die in keinem Wettformeln steht: der bequeme Einsatz ergibt sich aus dem Produkt von Linien und Linieneinsatz.
Vom Aufbau her ist die Heinz-Wette der mittlere Fall in einer Familie von drei Full-Cover-Wetten: der Heinz hat sechs Auswahlen, der Super Heinz sieben und der Goliath acht. Wer also statt 57 plötzlich 120 oder sogar 247 Linien sieht, hat nicht versehentlich auf das Falsche geklickt, sondern ist im benachbarten System gelandet.
Wie sich der Heinz von der Kombiwette unterscheidet
Eine Kombiwette ist eine einzige Linie mit einer Gesamtquote, die sich aus dem Produkt der Einzelquoten ergibt. Sie gewinnt nur, wenn alle Auswahlen richtig sind; verliert aber auch nur, wenn alle falsch sind. Die Heinz-Wette bricht die Gesamtquote in 57 Bruchstücke auf und gewinnt teilweise, sobald mindestens zwei Auswahlen richtig sind. Der Preis dafür ist der Einsatz: 57 Linien statt eine.

Daraus ergibt sich eine einfache Logik, was rein an Auszahlung kommt.
| Kombiwette (6 Auswahlen) | Heinz-Wette (6 Auswahlen) | |
|---|---|---|
| Linien | 1 | 57 |
| Voraussetzung für Gewinn | alle 6 richtig | mindestens 2 richtig |
| Einsatz (gleicher Linienpreis) | CHF 1 | CHF 57 |
| Gewinnstruktur | eine Quote | 57 separate Quotenprodukte |
Der Linienpreis ist das, was pro einzelner Wette gesetzt wird. Bei einer Kombiwette ist er der Gesamteinsatz; bei einer Heinz-Wette ist er der Einsatz pro Linie, der Gesamteinsatz ist 57 × Linienpreis.
Die Zahl hinter dem Namen
Die Zahl 57 ist kein Marketingwert, sondern eine Kombinationsrechnung. Für sechs Auswahlen ergeben sich:
- C(6, 2) = 15 Doppel
- C(6, 3) = 20 Dreier
- C(6, 4) = 15 Vierer
- C(6, 5) = 6 Fünfer
- C(6, 6) = 1 Sechser
Die Summe ist 57. Wer die Zahl nachrechnen will, landet bei dieser Aufzählung. Wer eine Heinz-Wette platziert, ohne diese Aufteilung zu kennen, schlägt sich mit einer Rechenhilfe auf dem Wettschein herum, die in der App nicht transparent ist.
Super Heinz, Goliath und andere Full-Cover-Wetten
Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten. Sie besteht aus 21 Doppel-, 35 Dreier-, 35 Vierfach-, 21 Fünffach-, 7 Sechsfach- und 1 Siebenfachwette. Auch hier: keine Einzelwetten, nur Mehrfachwetten, mindesten zwei Auswahlen müssen gewinnen, damit überhaupt ein Ertrag entsteht.
Eine Stufe darüber liegt der Goliath: 8 Auswahlen, 247 Linien. Drei Stufen, ein Prinzip. Je mehr Auswahlen, desto mehr Linien, desto höher der benötigte Gesamteinsatz. Der Linienpreis muss nicht erhöht werden, um zu gewinnen; die Zahl der Linien wächst von selbst, sobald eine Auswahl dazukommt. Das ist der Grund, warum solche Wetten mit vielen Auswahlen für Gelegenheitswettende schnell teuer werden, ohne dass es auf den ersten Blick auffällt.
Die Heinz-Wette ist also kein exotischer Einzelfall, sondern das mittlere Glied einer Familie. Wer mit sechs Auswahlen anfängt, sechs Spiele mit mittlerer Sicherheit tippt und mindestens einen Teilerfolg mitnehmen will, landet beim Heinz. Wer auf sieben erweitert, wechselt in dieselbe Logik mit höherem Gesamteinsatz.
Wann die Heinz-Wette zu einer normalen Kombiwette wird
Sobald alle 57 Linien die maximale Auszahlung erreichen – also alle sechs Auswahlen richtig sind – zahlt die Heinz-Wette mehr als die Kombiwette auf dieselben sechs Auswahlen, weil sie 57 separate Gewinne auszahlt, nicht einen einzigen. In genau diesem Sonderfall ist die Heinz-Wette die aggressivere der beiden. Wer die Kombiwette verliert, verliert den Einsatz komplett; wer die Heinz-Wette teilweise gewinnt, bekommt einen Teil zurück, ohne alle sechs richtig zu haben.
Anders sieht es aus, wenn nur zwei Auswahlen richtig sind. Dann wird genau eine der 15 Doppellinien bezahlt; der Rest fällt aus. In diesem Fall liegt die Auszahlung weit unter dem Gesamteinsatz. Genau dieser Fall zeigt, was eine Heinz-Wette ihrem Namen nach verspricht und was sie nicht halten kann: Streuung ja, Versprechen nein.
Wie der Anbieter an die Quote kommt – und wo die Marge sitzt
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Quote, die der Anbieter anzeigt, ist also nicht der Bruttobetrag, den er auszahlt; sie ist eine Zahl, aus der das Haus seinen Schnitt vorher abgezogen hat.
In der Sprache des Markts heisst das: der Quotenschlüssel einer Quote ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Markts; die Marge des Anbieters ist 100 % minus dieser Schlüssel. Eine Heinz-Wette versteckt diese Marge nicht, aber sie vervielfacht sie: jede der 57 Linien trägt ihre eigene Marge, und die Auszahlung jeder Linie ist das Produkt von Linieneinsatz und Linienquote. Wer sechs Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 zu einer Heinz-Wette kombiniert, spielt gegen 57 Listen mit unterschiedlichen Margen, nicht gegen eine.
Daraus folgt eine Konsequenz, die auf dem Wettschein nicht steht: der erwartete Verlust pro Franken Einsatz ist bei einer Vollabdeckung höher als bei einer einzelnen Kombiwette, weil die Marge auf mehr Linien sitzt. Wer das nicht weiss, wundert sich, warum die Auszahlung am Ende hinter dem zurückbleibt, was die Quote versprochen hat.
Wie sich die Auszahlung einer illustrativen Heinz-Wette berechnet
Nehmen wir drei illustrative Quoten – 1.50, 2.00 und 2.50 – auf einem vereinfachten Sechser-Markt, der aus diesen drei Auswahlen besteht. Eine volle Wahl kostet eine Linie. Der Linienpreis sei CHF 1, der Gesamteinsatz also CHF 3. Die Rückzahlung pro richtiger Linie ist CHF 1 × Quote, also CHF 1.50, CHF 2.00 oder CHF 2.50, je nachdem welche der drei Auswahlen richtig ist.
Eine Heinz-Wette ist auf sechs Auswahlen ausgelegt. Für sechs Auswahlen ergibt sich ein Gesamteinsatz von 57 × Linienpreis. Mit dem illustrativen CHF 1 pro Linie sind das CHF 57 Gesamteinsatz. Die Auszahlung pro Linie liegt zwischen CHF 1.50 und CHF 2.50 × CHF 1, je nachdem welche Auswahl gewinnt; in den meisten Linien gewinnen zwei oder mehr Auswahlen gleichzeitig, und die Linienquote ist das Produkt dieser Einzelquoten.
Was am Ende herauskommt, hängt davon ab, wie viele der sechs Auswahlen richtig sind:
- Bei einem richtigen Tipp wird keine Linie bezahlt; der gesamte Einsatz von CHF 57 ist verloren.
- Bei zwei richtigen Tipps wird eine der 15 Doppellinien bezahlt, deren Quote das Produkt der beiden Einzelquoten ist – im illustrativen Fall also z. B. 1.50 × 2.00 = 3.00, also CHF 3 zurück auf einen Einsatz von CHF 57.
- Bei drei richtigen Tipps werden die 20 Dreierlinien bezahlt, deren Quote das Produkt aller drei Einzelquoten ist – 1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50 auf einer Demo der drei. Andere drei Stichwahlen ergeben andere Produkte. In der illustrativen Variante pendelt die Auszahlung pro Linie zwischen CHF 7.50 und tieferen Werten.
- Bei vier richtigen Tipps werden 15 Viererlinien bezahlt, dazu kommt eine zusätzliche Viererlinie pro Dreiermenge innerhalb der vier richtigen. Die Quote pro Linie ist das Produkt von vier Einzelquoten.
- Bei fünf richtigen Tipps werden 6 Fünferlinien bezahlt, plus alle 15 Vierer, 20 Dreier und 15 Dreier aus den falschen Kombinationen. Der Ertrag ist ein Vielfaches des Einsatzes.
- Bei sechs richtigen Tipps werden alle 57 Linien bezahlt.
Eine Bandbreite lässt sich angeben, aber kein konkreter Wert, weil die Verteilung der richtigen Tipps unbekannt ist. Im illustrativen Fall pendelt die Auszahlung zwischen CHF 3 (zwei richtige) und etwa dem 57-fachen des Linien-Ersatzes bei sechs richtigen, also rund CHF 3 000 bis CHF 12 000 je nach Quotenmix. Wer den exakten Auszahlungspreis verlangt, muss die konkreten Quoten kennen und die konkrete Auswahl der richtigen Tipps wissen.
Was eine Heinz-Wette wert ist, wenn sie gewinnt
Eine volle Heinz-Wette zahlt 57 Linien; eine Kombiwette auf dieselben sechs Auswahlen zahlt eine Linie mit dem Produkt aller sechs Quoten. Wenn alle sechs Auswahlen richtig sind, gewinnt die Heinz-Wette das 57-fache des Linien-Ersatzes, während die Kombiwette das 57-fache der höchsten Auszahlung in einer einzigen Transaktion auszahlt. Aber der Vergleich hinkt, weil die Heinz-Wette bei Teilerfolgen Geld zurückgibt, das die Kombiwette nicht zurückgibt. Der Linienpreis ist bei beiden dasselbe; der Gesamteinsatz ist es nicht.
Das heisst: wer mit CHF 57 spielt und nur zwei Auswahlen richtig hat, verliert gegenüber der Kombiwette mit demselben Sechser-Korb, weil die Kombiwette mit zwei 54 Auswahlen nichts zahlt. Wer mit CHF 57 spielt und sechs Auswahlen richtig hat, gewinnt gegenüber der Kombiwette, weil die Kombiwette nur eine Linie zahlt, die Heinz-Wette 57.
Heinz-Wetten in der Schweiz: Wer sie überhaupt anbieten darf
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Das gilt für Sporttip, das Produkt von Swisslos. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Das ist die Spielerseite. Die Anbieterseite ist enger.
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Swisslos und der Loterie Romande angeboten werden. Das ist keine Marktbeobachtung, sondern eine Folge des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51) und der Interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020): die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Eine ausländische Bewilligung – Curaçao, Malta, Deutschland – hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS); wer hier Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar (bis 3 Jahre Freiheitsstrafe, gewerbsmässig bis 5 Jahre, Art. 130 BGS), und die Spielerin hat im Streitfall keinen Schweizer Rückgriff.
Was in der Schweiz gespielt werden darf, richtet sich nach einer geschlossenen Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Ecken- und Kartenmärkte stehen dort nicht, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Turnier oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind keine Wettbasis. Eine Heinz-Wette lässt sich nur insoweit spielen, als ihre sechs Auswahlen aus dieser Liste stammen.
Swisslos Sporttip – der Anbieter für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die IKV 2020; die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Kanton Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt; zusammen bilden sie das Swisslos-Vertragsgebiet.
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Das ist die direkte Auszahlungsobergrenze für eine Heinz-Wette bei Sporttip: 57 × CHF 1’000 = theoretisch mehr als die CHF 10’000-Obergrenze für Systemwetten, also effektiv auf den CHF 10’000 gedeckelt.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost.
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.
Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Loterie Romande Jouez Sport – der Anbieter für die Westschweiz
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Für eine Heinz-Wette heisst das: der Linienpreis bei Jouez Sport ist auf den Mindesteinsatz für Multiples von CHF 2 fixiert. 57 × CHF 2 = CHF 114 Gesamteinsatz; 57 × CHF 500 wäre mehr als die Höchsteinsatzgrenze für Einzel- und Kombiwetten, also durch das Höchsteinsatz-Limit für Multiples von CHF 7’500 gedeckelt. Eine Heinz-Wette ist also bei beiden Anbietern spielbar, aber unter jeweils unterschiedlichen Einsatzgrenzen.
Heinz-Wetten ohne Schweizer Bewilligung: MyStake, HighFlyBet, Duelbits, Rollbit, Boomerang Bet, Unibet, Sportuna, Fezbet
Diese acht Marken haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Eine Spielerin mit Wohnsitz in der Schweiz kann sich bei diesen Anbietern registrieren lassen, sofern diese das technisch ermöglichen – die Sperrliste der Gespa sperrt den Zugang auf DNS-Ebene für Schweizer Internetanschlüsse, aber weder ein VPN noch eine ausländische Reise heilt den Schweizer Rechtsstatus.
Was diese Anbieter an Heinz-Wetten anbieten, lässt sich aus den hiesigen Daten nicht ableiten. Eine Heinz-Wette ist im englischsprachigen Wettmarkt ein Standardbegriff; bei den meisten internationalen Anbietern ist sie Teil des Systemwetten-Katalogs. Wie sie aber genau ausgestaltet ist – Mindestquote pro Auswahl, maximale Auszahlung, Verfügbarkeit in der Schweiz, Anrechnung auf $25 Bonusbedingungen – sagen die vorliegenden Fakten nicht. Wer dort spielt, prüft die Wettart selbst.
Was die hiesigen Fakten sagen: bei diesen Anbietern gilt Schweizer Recht nicht. Im Streitfall gibt es keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rückgriff. Wer dort spielt, spielt gegen einen Anbieter, dessen Lizenz in einem anderen Rechtsraum gilt, mit den dortigen Beschwerdewegen und nicht mit den hiesigen.
Wer mit diesen Marken in Berührung kommt
Wer im Internet nach Heinz-Wetten sucht, trifft früher oder später auf MyStake, HighFlyBet, Duelbits, Rollbit, Boomerang Bet, Unibet, Sportuna oder Fezbet. Sie tauchen in denselben Listen auf wie Swisslos und Loterie Romande. Sie sind keine Nischenprodukte, sondern bekannte Namen im internationalen Wettmarkt. Sie sind aber in der Schweiz nicht zugelassen, und sie werben in der Schweiz nicht – Werbung für nicht bewilligtes Geldspiel ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Wer dort spielt, spielt auf eigene Verantwortung und gegen das Schweizer Recht, nicht gegen ein Schweizer Verbot.
Einsatz und Auszahlung in der Praxis
Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das klingt nach einer Randnotiz; in der Praxis bedeutet es, dass eine Auszahlung von CHF 1’234 auf CHF 1’230 gerundet wird – also 40 Rappen weniger. Bei kleinen Einsätzen fällt das nicht ins Gewicht; bei einer Heinz-Wette mit 57 Linien und mehrfach gerundeten Auszahlungen können 40 Rappen pro Linie mehrere Franken ausmachen.
Bei Jouez Sport ist die Quote auf 1.10 als Minimum und 100% als Maximum normiert – beides Grenzen, die im Heinz-Wett-Argument relevant werden, sobald eine Einzelquote unter 1.10 oder über 100 liegt. Bei Sporttip gibt es eine solche generelle Mindest- und Höchstquote nicht, aber die Liste der bewilligten Wettarten gibt den Rahmen vor.
Die Auszahlung ist das Produkt von Linieneinsatz und Linienquote, abzüglich der Marge des Anbieters auf jeder Liniene. Bei einer Heinz-Wette heisst das: 57 separate Margen, nicht eine. Die Gesamtverzinsung des Einsatzes liegt also unter dem, was eine naive Multiplikation der Einzelquoten suggeriert.
Warum eine Heinz-Wette mehr kostet, als sie aussieht
CHF 57 Gesamteinsatz klingt nach viel. Aber 57 × CHF 1 = 57 Linien, und die meisten Linien zahlen nicht. Eine Heinz-Wette, in der vier von sechs Auswahlen richtig sind, zahlt 15 Viererlinien, dazu 15 Vierer aus den falschen Kombinationen – insgesamt 30 Linien. Bei Linienpreisen zwischen 1.50 und 4.00 liegt die Auszahlung in der Grössenordnung von 30 × 1.50 = 45 Franken auf 57 Franken Einsatz – also ein Nettoverlust.
Wer eine Heinz-Wette platziert, muss also damit rechnen, einen Teil des Einsatzes zu verlieren, selbst wenn die Mehrheit der Auswahlen richtig ist. Das ist nicht spezifisch für Heinz-Wetten – jede Systemwette trägt dieses Risiko – aber bei 57 Linien ist der Effekt stärker sichtbar als bei einer 6er-Kombiwette mit einer Linie.
Rechtlicher Rahmen in der Schweiz
Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft 1. Januar 2019; Art. 3 lit. c und e). Die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern; Geldspielkonkordat in Kraft 1.1.2021) – nicht bei der ESBK, die nur Casinos beaufsichtigt.
Eine Bewilligung braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21-25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Ein Online-Konto braucht Wohnsitz in der Schweiz (Art. 47 Abs. 3 VGS) und in der Praxis im Vertragsgebiet des Veranstalters. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste gesperrter ausländischer Domains.
Was gespielt werden darf, ist eine geschlossene Liste: die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Livewetten sind erlaubt, Prematch und Live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf bestimmte Live-Märkte. Cash-Out ist nicht geregelt: beschrieben wird es nur als Feature des jeweiligen Anbieters. Virtuelle Sportwetten: nicht etabliert – darüber wird an dieser Stelle nichts geschrieben. E-Sports: erscheint nicht in der Gespa-Liste.
Wer in der Schweiz wetten darf
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet; es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.
Steuern auf Wettgewinne
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen (die ESTV nennt Sportwetten) sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst oberhalb desselben besteuert – die bundesrechtliche Schwelle beträgt ab 1.1.2026 CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht ab, also gilt «je nach Kanton», nie eine kantonale Einzelzahl. Oberhalb der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer zurück, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Eine typische Wettende gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis des Thurgaus behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf Einsätze – das wird nirgends behauptet. Generelle Information: «Steuerberater oder kantonale Steuerverwaltung fragen».
Spielerschutz und Verlustlimiten
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein.
Was daraus für Heinz-Wetten folgt: 57 Linien × CHF 1 = CHF 57 Mindesteinsatz bei Sporttip, und die CHF 9’999-Obergrenze für tägliche Verluste gilt auch für eine einzelne Heinz-Wette, nicht für den Gesamteinsatz. Eine Wettende, die innerhalb eines Tages eine Heinz-Wette platziert, deren Auszahlung am Ende unter dem Einsatz liegt, hat CHF 57 verloren – und damit noch einen grossen Spielraum bis zur Tageslimite. Eine Wettende, die mehrere Heinz-Wetten spielt, kann die Tageslimite schnell erreichen.
Spielsperre und Sperrliste
Das BGS kennt die Spielsperre (Art. 80-82 BGS): Ausschluss von überschuldeten oder spielsüchtigen Personen und Selbstausschluss, eingetragen in ein gemeinsames Register ausgeschlossener Personen. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Spielerinnen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).
Die Gespa testet den Verkaufspunkteschutz: 2025 wurde an 200 Verkaufsstellen in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft – der Verkaufspunkteschutz ist also nicht als streng darzustellen.
Ausländische Anbieter sind nicht an dieses Register angeschlossen. Wer dort spielt, ist im Schweizer Schutzsystem nicht erfasst.
Werbung und Bonus
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder ausgeschlossene Personen ausgerichtet sein (Art. 74 BGS); Werbung für nicht in der Schweiz bewilligtes Geldspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) – beschrieben, nie beworben. Gratiswetten oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos); Bonushöhen und -bedingungen kommen nur aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Vergleich der zwei zugelassenen Veranstalter
Beide Anbieter sind in der Schweiz zugelassen und führen Sportwetten unter einer gemeinsamen Aufsicht durch, aber sie bedienen unterschiedliche Sprachregionen, haben unterschiedliche Einsatzlimits und unterschiedliche Maximalgewinne. Eine Heinz-Wette ist bei beiden möglich, aber unter unterschiedlichen Bedingungen.
| Marke | Swiss-Bewilligung | Veranstalter / Bewilligung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Grossspiel-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, SR 935.51) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel (Produkt Sporttip) |
| Loterie Romande Jouez Sport | Grossspiel-Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS, SR 935.51) | Loterie Romande, Lausanne (Produkt Jouez Sport) |
| MyStake | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| HighFlyBet | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Duelbits | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Boomerang Bet | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Unibet | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Fezbet | keine Schweizer Bewilligung | nicht etabliert; Lizenzangabe ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Swisslos Sporttip – Einsatzlimits, Bonusmechanik, Cash-Out
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Eine Heinz-Wette zählt bei Sporttip als Systemwette, also greift die CHF 10’000-Obergrenze; 57 × CHF 175.44 wäre der theoretisch mögliche Höchst-Linienpreis durch diese Obergrenze, aber CHF 175.44 ist eine ungewöhnliche Linienpreis-Zahl – in der Praxis liegt der Linienpreis runder (CHF 100, CHF 50), und 57 × CHF 100 = CHF 5’700, was deutlich unter der CHF 10’000 liegt und damit spielbar ist.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen, Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Eine Heinz-Wette hat sechs Voraussagen – der Kombiboost ist also knapp anwendbar, aber die Mindestanzahl von vier Voraussagen ist erfüllt. Bei sechs Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50 ergibt sich – auf der 4er-Achse – ein Bonus von 5 %; eine 6er-Heinz-Wette liegt also am unteren Ende der Bonusstaffel. Wer auf den vollen 100-%-Bonus zielt, braucht fünfzehn Voraussagen – das ist keine Heinz-Wette mehr, sondern eine andere Konstruktion.
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführte Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag bei Sporttip ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Für eine Heinz-Wette heisst das: Cash-Out ist möglich, falls alle 57 Linien abgedeckt sind, was bei Sporttip nur als vollständige Systemwette geht; eine teilweise Cash-Out-Logik gibt es nicht.
Loterie Romande Jouez Sport – niedrigere Limits, andere Quote-Norm
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.
Eine Heinz-Wette bei Jouez Sport: 57 × CHF 2 = CHF 114 Mindesteinsatz, und der Linienpreis kann auf maximal CHF 131.58 (CHF 7’500 / 57) erhöht werden, ohne das Höchsteinsatz-Limit für Multiples zu reissen. Bei 57 Linien × CHF 131.58 = CHF 7’500 Gesamteinsatz, also am Limit. Praktischer Linienpreis: CHF 100 → CHF 5’700 Gesamteinsatz.
Die Mindestquote von 1.10 pro Voraussage ist für Heinz-Wetten kein Hindernis – die meisten Auswahlen liegen deutlich darüber. Die maximale Gesamtquote von 100’000 ist allerdings eine harte Grenze: bei sechs Auswahlen mit Gesamtquote 100’000 wäre der Höchstgewinn CHF 100’000 × Linienpreis, also weit oberhalb des CHF 1’000’000-Maximalgewinns für Multiples. Für eine Heinz-Wette, deren 57 Linien alle aus sehr hohen Quoten bestehen, kann diese Grenze greifen.
Vergleich der Anbieter im Detail
| Anbieter | Bewilligung | Vertragsgebiet |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS (SR 935.51) | Deutschschweime, Tessin, Liechtenstein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung BGS (SR 935.51) | Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD, VS |
| MyStake | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
| HighFlyBet | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
| Duelbits | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
| Boomerang Bet | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
| Unibet | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
| Fezbet | ohne Schweizer Bewilligung (Art. 4 BGS) | – |
Was den beiden zugelassenden Anbietern gemeinsam ist
Beide arbeiten unter dem BGS und unter der Aufsicht der Gespa. Beide bieten Systemwetten – darunter die Heinz-Wette – auf einer geschlossenen Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten an. Beide verlangen eine Online-Identitätsprüfung, eine Spiellimiten-Einstellung vor der ersten Wette und eine Spielsperre-Möglichkeit über das Schweizer Sperrregister. Beide haben eine einheitliche Aufsicht und ein einheitliches Beschwerdewesen.
Beide verlangen für eine Heinz-Wette CHF 1 (Sporttip) oder CHF 2 (Jouez Sport) pro Linie als Mindesteinsatz und haben klare Höchsteinsatz-Limits (CHF 10’000 für Sporttip-Systemwetten, CHF 7’500 für Jouez-Sport-Multiples).
Beide haben einen Bonusmechanismus auf Mehrfachwetten (Sporttip-Kombiboost, vergleichbare Aktionen bei Jouez Sport), aber nur online, nur Prematch oder Live, mit Quote-Mindestwerten.
Was die beiden zugelassenden Anbieter unterscheidet
Sporttip ist für die Deutschschweiz und Liechtenstein zuständig, Jouez Sport für die Westschweiz. Wer im Tessin wohnt, spielt bei Sporttip. Wer im Wallis wohnt, bei Jouez Sport.
Die Höchsteinsätze unterscheiden sich: Sporttip lässt CHF 10’000 pro Systemwette zu, Jouez Sport CHF 7’500 pro Multiple-Wettschein. Die Mindesteinsätze ebenfalls: CHF 1 bei Sporttip, CHF 2 bei Jouez Sport online. Die Maximalgewinne unterscheiden sich ebenfalls: Jouez Sport cappt auf CHF 1’000’000 pro Multiple, Sporttip hat keine vergleichbare Gesamtsumme im Reglement.
Die Cash-Out-Mechanik ist bei Sporttip explizit beschrieben (vollständig, online, nicht teilweise, nur Einzel/Kombi/Langzeit – nicht explizit für Systemwetten), bei Jouez Sport ist sie in den vorliegenden Fakten nicht eigens dokumentiert.
Die Bonusmechanik (Kombiboost, Quotenboost, Profitboost) ist bei Sporttip in den Spielregeln dokumentiert; bei Jouez Sport sind die entsprechenden Mechanismen in den vorliegenden Fakten nicht eigens dokumentiert.
Wie eine Heinz-Wette platziert wird
Bei Sporttip läuft die Heinz-Wette als Systemwette mit sechs Auswahlen. Die App oder das Web-Formular lässt die Auswahl von «Heinz» oder «Systemwette 6 aus 6» zu; danach werden die sechs Auswahlen getippt, der Linienpreis gesetzt, und die Wette wird platziert. Der Gesamteinsatz ist 57 × Linienpreis und wird vor der Bestätigung angezeigt.
Bei der Bestätigung gilt: die Wette muss innerhalb der Höchsteinsatz-Limits liegen, also unter CHF 10’000. Wer eine Heinz-Wette zu CHF 100 pro Linie platziert, gibt CHF 5’700 aus – im Lot. Wer auf CHF 175 pro Linie erhöht, gibt CHF 9’975 aus – knapp im Lot. Wer auf CHF 200 pro Linie erhöht, gibt CHF 11’400 aus – über dem Limit, also wird die Wette nicht angenommen.
Bei Livewetten gilt: Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. Das gilt auch für Heinz-Linien. Wer also live auf eine Begegnung wettet, in der bereits ein Tor gefallen ist, bekommt auf die betroffene Linie nur den Einsatz zurück.
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.
Worauf bei der Quotenwahl zu achten ist
Die Quote ist das, was pro Linie multipliziert wird. Bei einer Heinz-Wette zählt jede Linie; eine niedrige Quote auf einer Auswahl zieht alle 57 Linien herunter, weil 56 von ihnen diese Auswahl enthalten. Eine Quote von 1.25 statt 1.50 macht einen Unterschied auf allen 56 Linien mit dieser Auswahl, also einen erheblichen Unterschied auf den Gesamtertrag.
Eine Mindestquote pro Auswahl (1.50 bei Sporttip-Kombiboost, 1.10 bei Jouez Sport) ist also nicht nur eine Bonusbedingung; sie ist eine Schwelle, unter der die Auszahlung in den Bereich rutscht, in dem die Marge des Anbieters den Ertrag auffrisst.
Worauf bei der Auswahl zu achten ist
Sechs Auswahlen sind die halbe Miete. Wer sechs Auswahlen aus dem gleichen Wettbewerb tippt, riskiert Abhängigkeiten – ein Spielabbruch oder eine Spielverschiebung im Wettbewerb berührt mehrere Auswahlen gleichzeitig. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; eine Kombination ohne diese Funktion kann für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Wer also Spiele aus derselben Liga oder demselben Turnier kombiniert, bewegt sich auf einem Terrain, in dem die Regeln Anbieter-Spielraum lassen.
Rechenbeispiele und Bandbreiten
Eine illustrative Heinz-Wette mit Quoten von 1.50, 2.00 und 2.50 auf einem Sechser-Markt, mit Linienpreis CHF 1 (Gesamteinsatz CHF 57):
- Bei zwei richtigen Tipps: 1 Linie × CHF 1 × Produkt der beiden Quoten. Im einfachsten Fall (z. B. 1.50 × 2.00 = 3.00) sind das CHF 3 auf 57 Franken Einsatz – ein Verlust von CHF 54.
- Bei drei richtigen Tipps: 1 Linie pro Dreierkombination × Linienpreis × Produkt der drei Quoten. Im illustrativen Fall (1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50) sind das CHF 7.50 auf 57 Franken Einsatz – Verlust von CHF 49.50.
- Bei vier richtigen Tipps: 1 Linie pro Viererkombination × Linienpreis × Produkt der vier Quoten. Eine typische Vierer-Kombination kann CHF 30 bis CHF 80 zurückzahlen, je nach Quotenmix.
- Bei fünf richtigen Tipps: 6 Fünferlinien + 15 Viererlinien + 20 Dreierlinien + 15 Doppellinien, alle mit eigenen Quotenprodukten. Im illustrativen Fall kann die Auszahlung im Bereich von CHF 100 bis CHF 300 liegen.
- Bei sechs richtigen Tipps: alle 57 Linien bezahlt. Im illustrativen Fall kann die Auszahlung mehrere Hundert bis mehrere Tausend Franken betragen.
Eine Bandbreite ist die richtige Antwort: bei zwei richtigen ist die Auszahlung im einstelligen Franken-Bereich; bei sechs richtigen im niedrigen Tausender-Bereich; dazwischen steigt sie ungleichmässig. Eine konkrete Auszahlung hängt von der konkreten Quote und der konkreten Verteilung der richtigen Tipps ab.
Wie sich die Marge auf die Auszahlung auswirkt
Bei einer illustrativen Heinz-Wette mit durchschnittlicher Marge von 6 % pro Markt liegt der erwartete Verlust pro Franken Einsatz bei rund CHF 0.06. Bei CHF 57 Gesamteinsatz sind das CHF 3.42 erwarteter Verlust – über sehr viele Wetten hinweg, nicht pro einzelner Wette. Eine einzelne Wette kann alles oder nichts zahlen; im Durchschnitt verliert die Wettende 6 % des Gesamteinsatzes an die Anbieterin.
Wer eine Heinz-Wette als eine Art «Versicherung» gegen Teilerfolg versteht, sollte mit dieser Marge rechnen: die Versicherung kostet 57 × Marge statt 1 × Marge.
Häufig gestellte Fragen
Wie funktioniert eine Heinz-Wette und aus welchen Einzelwetten besteht sie?
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Mindestens zwei Auswahlen müssen gewinnen, damit es einen Ertrag gibt; eine einzelne richtige Auswahl genügt nicht. Einzelwetten sind in der Heinz-Wette nicht enthalten.
Was ist eine Heinz-Wette im Unterschied zu einer gewöhnlichen Kombiwette?
Eine Kombiwette ist eine einzige Linie mit einer Gesamtquote, die nur dann gewinnt, wenn alle Auswahlen richtig sind. Eine Heinz-Wette ist eine Vollabdeckung aus 57 Linien, die bereits ab zwei richtigen Auswahlen etwas zurückzahlt. Der Einsatz vervielfacht sich: 57 × Linienpreis statt 1 × Linienpreis.
Wie hoch ist der Gesamteinsatz, wenn jede Einzelwette einer Heinz-Wette denselben Betrag kostet?
Der Gesamteinsatz ist 57 × Linienpreis. Bei einem Linienpreis von CHF 1 sind das CHF 57, bei CHF 2 sind es CHF 114. Die Heinz-Wette verteilt den Gesamteinsatz gleichmässig auf alle 57 Linien.
Was unterscheidet eine Super-Heinz-Wette von der einfachen Heinz-Wette?
Die Super-Heinz-Wette erweitert das Prinzip auf 7 Auswahlen und umfasst 120 einzelne Wetten: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebener. Auch hier sind keine Einzelwetten enthalten, und mindestens zwei Auswahlen müssen gewinnen, damit ein Ertrag entsteht.
Darf in der Schweiz nur bei Swisslos und der Loterie Romande auf Sport gewettet werden?
Ja. In der Schweiz dürfen Sportwetten nur von Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) angeboten werden. Das ist im Geldspielgesetz (BGS) und im Geldspielkonkordat festgelegt. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Kraft; die Gespa führt eine Sperrliste gesperrter ausländischer Domains.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und wo steckt die Marge des Anbieters?
Die Auszahlung pro Linie ist Linieneinsatz × Linienquote. Bei einer Heinz-Wette gibt es 57 Linien, also 57 separate Auszahlungen. Die Marge des Anbieters steckt in jeder einzelnen Quote: der Quotenschlüssel ist 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ) über alle Ausgänge eines Markts; die Marge ist 100 % minus dieser Schlüssel. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
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Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
