Sportwetten mit Cashout: Wie der vorzeitige Verkauf bei Swisslos Sporttip funktioniert
Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft gegen die Spielregeln Sporttip (Version 4.2) und die Online-Teilnahmebedingungen von Swisslos, gültig ab 13. Januar 2025.

Wer eine laufende Wette vor dem Ende des Ereignisses zurückgeben will, drückt bei Sporttip auf «Cash-Out» und erhält einen Betrag, der in Franken auf dem Spielkonto landet. Was auf den ersten Blick wie ein simpler Knopf aussieht, hat zwei Seiten: eine Mechanik, die den Rückkauf aus dem aktuellen Spielstand heraus berechnet, und eine Schutzlogik, die in der Schweiz über das Geldspielgesetz greift, sobald die Hand zum Verkauf geht. Diese Seite ordnet beides ein – was Cashout bei Schweizer Sportwetten ist, wie Sporttip den Preis bildet, welche Regeln im Swisslos-Vertragsgebiet und bei der Loterie Romande gelten, und warum eine vorzeitige Auszahlung fast nie das liefert, was die Quote zum Zeitpunkt der Wettabgabe versprochen hat.
Was Cashout bei Sportwetten bedeutet und wie der Rückkaufpreis entsteht
Cashout heisst: Der Veranstalter kauft eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses zurück. Der Spieler verzichtet auf den Rest des Spiels und nimmt im Gegenzug einen Betrag, der sich am aktuellen Spielstand orientiert. Der Rückkauf ist ein Angebot des Veranstalters – es besteht kein Anspruch darauf, und Swisslos hält ausdrücklich fest, dass Cash-Out nicht für alle Wetten verfügbar sein muss.

Der Preis ist eine Funktion des Spielstands, nicht der ursprünglichen Quote
Wer eine Wette zur Quote 2.50 abgibt und nach 60 Minuten cashoutet, erhält nicht einfach «Einsatz mal Quote». Der Rückkaufpreis ist die diskontierte Erwartung, die Wette zu Ende zu spielen. Liegt die Mannschaft vorn, mit der gewettet wurde, steigt der Rückkaufpreis; liegt sie hinten, sinkt er. Was sich nie ändert: Der Veranstalter behält eine Marge ein – der angebotene Betrag liegt unter dem rechnerischen «fairen» Wert, der sich aus der aktuellen Spielsituation ergäbe. Die Bedingungen von Swisslos formulieren es so, dass der Betrag tiefer ist als der mögliche, nicht vorzeitig geltend gemachte Gewinn, vom Stand des Ereignisses abhängt und jederzeit geändert werden kann.
Wer Cashout einsetzt, akzeptiert damit zwei Dinge: einen garantierten, kleineren Gewinn statt eines möglichen grösseren, und einen eingebauten Abschlag, der die Marge des Veranstalters reflektiert.
Vollständiger Cashout, ohne Teilauszahlung
Swisslos bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, sowohl vor Spielbeginn als auch live – aber nur online und nur als vollständigen Cash-Out. Eine Teilauszahlung, bei der ein Teil der Wette offen bleibt, ist im Sporttip-Programm nicht vorgesehen. Wer nur einen Teil des Einsatzes absichern will, muss die Wette stornieren oder eine Gegenwette platzieren; Sporttip kennt das Konzept der Teilabrechnung nicht. Ausserdem lässt sich ein einmal ausgeführter Cash-Out nicht mehr rückgängig machen.
Cashout vor dem Spielbeginn
Eine Wette kann auch dann gecashoutet werden, wenn das Ereignis noch nicht angepfiffen ist. Das wirkt auf den ersten Blick überflüssig – schliesslich lässt sich die Wette bis kurz vor dem Anpfiff oft stornieren –, macht aber bei Kombinationen einen Unterschied: Sobald die ersten Beine einer Kombiwette durch sind, sinkt das Risiko der offenen Beine, und der Rückkaufpreis reflektiert die neue Wahrscheinlichkeit. Cashout vor Spielbeginn ist damit eher ein Werkzeug für Kombinationswetten als für Einzelwetten.
Spielverlauf und Rückkauf: Wie sich Liveereignisse auf den Cashout-Preis auswirken
Livewetten sind das Spielfeld, auf dem Cashout seinen Wert entfaltet. Der Preis tickt mit jedem Tor, jeder Roten Karte, jedem Elfmeter. Wer cashoutet, schliesst eine Wette zu einem Zeitpunkt, an dem die Situation noch nicht feststeht – und tauscht Unsicherheit gegen einen festen Betrag.
Wenn das Ereignis kippt
Steht eine Mannschaft kurz vor dem Ausgleich, fällt der Cashout-Preis auf einen Sieg. Liegt sie vorn und die letzte Viertelstunde läuft, steigt er. Wer cashoutet, wettet im Grunde gegen die eigene Wette – der Preis, den der Veranstalter bietet, ist sein Gegenangebot für die Übernahme des Restrisikos. Genau deshalb fällt der Rückkauf fast immer kleiner aus als der rechnerische Wert: Der Veranstalter nimmt nur das Risiko, wenn er dafür bezahlt wird.
Eine Faustregel, die sich aus den Regeln ableiten lässt: Je später das Ereignis, desto näher liegt der Cashout-Preis am Gewinn – das Restrisiko schrumpft. Bei einem Elfmeter in der 89. Minute, der über Sieg oder Niederlage entscheidet, kann der Preis praktisch auf «Endwert mal nicht voll» zusammenfallen oder auf null gehen, weil das Ergebnis praktisch schon feststeht.
Cashout und spielentscheidende Situationen
Swisslos behält sich vor, Wetten in spielentscheidenden Situationen mit Quote 1.00 zu werten. Das betrifft vor allem Livewetten, die nach dem Eintreten eines Ereignisses platziert werden, das den Wettausgang bereits entschieden hat. Für Cashout heisst das: In den Sekunden rund um einen Elfmeter, eine Rote Karte oder eine Videoschiedsrichter-Entscheidung kann der Rückkaufpreis einfrieren oder verschwinden. Wer in solchen Momenten cashoutet, sollte sich bewusst sein, dass der Knopf nicht garantiert zur Verfügung steht.
Kein Cashout bei Verkaufsstellen
Cashout funktioniert nur online, über Swisslos oder die Sporttip-App. An Verkaufsstellen abgegebene Wetten kennen diese Möglichkeit nicht. Für Spieler, die ihre Wetten am Schalter platzieren, läuft die Wette bis zum Ende des Ereignisses – sie lässt sich vor Ort weder vorzeitig zurückgeben noch anpassen.
Wer Cashout anbietet: Sporttip im Vergleich
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide haben eine Bewilligung als Grossspiel nach dem Geldspielgesetz und werden von der Gespa beaufsichtigt. Bei der Frage Cashout trennt sich das Feld.
Sporttip (Swisslos) – vollständiger Cashout online
Swisslos bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten an, vor Spielbeginn und live. Es ist nur ein vollständiger Cash-Out möglich, keine Teilauszahlung. Der angebotene Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn, hängt vom Spielstand ab und kann jederzeit ändern; Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt. Eine ausgeführte Auszahlung lässt sich nicht rückgängig machen.
Jouez Sport (Loterie Romande) – kein Cashout im Programm
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Verfügbar ist die Plattform an Verkaufsstellen mit Wetterfassungsterminal und online. Livewetten sind ausschliesslich online spielbar, an Verkaufsstellen nur Prematch. Cashout gehört nicht zum dokumentierten Funktionsumfang – wer bei Jouez Sport auf vorzeitige Abrechnung setzt, sucht sie dort vergebens.
| Anbieter | Bewilligung | Cashout online | Cashout an Verkaufsstellen | Teilauszahlung |
|---|---|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Schweizer Grossspiel-Bewilligung (BGS, Gespa) | Ja – Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten | Nein | Nein |
| Loterie Romande Jouez Sport | Schweizer Grossspiel-Bewilligung (BGS, Gespa) | Nein | Nein | Nein |
Die Tabelle zeigt den Stand nach den dokumentierten Spielregeln; sie ist eine Momentaufnahme der Cashout-Funktionen, nicht der übrigen Wettprogramme. Wer Cashout will, hat in der Schweiz derzeit nur eine Adresse.
Ausländer ohne Schweizer Bewilligung: BetPanda, Boomerang Bet, Roobet, BetAlright, WirWetten, BDMBet, Rainbet und Interwetten
Die folgenden Anbieter sind im Umlauf, gehören aber nicht zum Kreis der in der Schweiz bewilligten Veranstalter. Sie besitzen keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, und bei Streitigkeiten gibt es keinen Schweizer Rechtsweg. Die Gespa publiziert eine Liste gesperrter ausländischer Domains; wer eine solche Seite nutzt, kann sich nicht auf den Schutz des Schweizer Geldspielgesetzes berufen.
BetPanda, Boomerang Bet, Roobet und BetAlright – Lizenzstatus nicht feststellbar
BetPanda, Boomerang Bet, Roobet und BetAlright sind ausländische Plattformen, die in der Schweiz nicht bewilligt sind. Welche Bewilligung sie am eigenen Standort vorweisen, hat für die hiesige Rechtslage keine Kraft – eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land ersetzt die Schweizer Veranstalterbewilligung nicht. Deren Gesamtzahl ist kleiner als in der Schweiz verfügbar, weil das Geldspielgesetz den Kreis der bewilligten Veranstalter auf zwei begrenzt. Wer eine dieser Seiten nutzt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzrahmens.
WirWetten, BDMBet, Rainbet und Interwetten – Lizenzstatus nicht feststellbar
WirWetten, BDMBet, Rainbet und Interwetten fallen in dieselbe Kategorie. Auch hier gilt: Keine Schweizer Bewilligung, kein Zugang zum Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rechtsweg. Die Gespa kann solche Domains auf die Sperrliste setzen; sind sie auf der Liste, blockieren Schweizer Internetanbieter den Zugriff per DNS. Interwetten taucht in der Aufzählung der Gespa zu Domain-Hopping-Fällen auf – ein Hinweis darauf, dass die Aufsicht solche Anbieter aktiv verfolgt.
Was die fehlende Bewilligung konkret bedeutet
Für Spielerinnen und Spieler in der Schweiz ändert sich mit der Anbieterwahl vor allem eines: Wer bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport spielt, ist im Schutz des Geldspielgesetzes, kann sich an die Gespa wenden und hat im Streitfall einen Schweizer Rechtsweg. Bei den ausländischen Plattformen fehlt all das. Die Spielsperre im Schweizer Register gilt nur auf den bewilligten Plattformen – wer sich selbst aussperrt, schliesst die ausländischen Anbieter nicht aus, weil diese das Register nicht abfragen. Gewinne aus ausländischen Grossspielen fallen je nach Kanton unterschiedlich in die Einkommenssteuer; die kantonale Praxis im Thurgau behandelt sie etwa als voll steuerpflichtiges Einkommen unabhängig vom Betrag.
Grundlagen: Wie Sportwetten in der Schweiz aufgebaut sind
Wer versteht, wie der Veranstalter Preise bildet, versteht auch, warum Cashout nie den vollen «fairen» Wert auszahlt. Die folgenden Grundlagen gelten unabhängig vom Cashout – sie sind die Mechanik, die hinter jeder Wette steht.

Quote, Auszahlungsquote und Marge
Eine Quote ist der Faktor, mit dem der Einsatz bei einem Gewinn multipliziert wird. Aus Sicht des Veranstalters steckt in jeder Quote eine Marge: Die Summe der reziproken Quoten aller möglichen Ausgänge eines Markts ergibt die Auszahlungsquote (1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ)), und der Rest auf 100 % ist der Anteil, den der Veranstalter im Schnitt behält. Liegt die Auszahlungsquote bei 95 %, ist die Marge 5 %. Bei einem typischen Fussballspiel mit drei Ausgängen (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg) ergibt eine Auszahlungsquote von 95 % einen durchschnittlichen Verlust von 5 % pro gesetztem Franken über lange Zeit.
Diese Zahl erhöht sich, sobald der Veranstalter Sondermärkte anbietet – Tore über/unter, Handicaps, Resultatwetten – oder Sonderfunktionen wie Quotenboosts und Kombiboosts. Cashout sitzt auf dieser Marge oben drauf: Der Rückkaufpreis ist die um die Marge des Veranstalters reduzierte, diskontierte Erwartung. Wer cashoutet, nimmt die Marge in den ausbezahlten Preis mit hinein.
Einzelwette, Kombiwette und Systemwette
Eine Einzelwette setzt auf einen Ausgang eines Ereignisses. Eine Kombiwette kombiniert mehrere Ausgänge verschiedener Ereignisse; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Eine Systemwette kombiniert mehrere Wetten so, dass auch bei einem oder mehreren Fehlresultaten noch ein Gewinn möglich ist.
Für Cashout gilt: Sporttip erlaubt Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten. Systemwetten sind nicht aufgeführt – wer eine Systemwette platziert, kann sie in der Regel nicht vorzeitig zurückgeben. Cashout ist zudem auf Online-Wetten beschränkt; an Verkaufsstellen abgegebene Wetten kennen diese Möglichkeit nicht.
Rechenbeispiel: Was eine Wette ohne Cashout zurückzahlt
Was zahlt eine Wette zurück? Eine einzelne Wette ohne Cashout und ohne Bonus ergibt im Gewinnfall:
- Einsatz × Quote = Rückgabe
Bei einer Einzelwette von CHF 10 zur Quote 2.50 ergibt sich eine Rückgabe von CHF 25. Der Nettogewinn – also der Ertrag nach Abzug des Einsatzes – liegt bei CHF 15. Bei einer Kombiwette mit zwei Beinen zur Quote 2.50 und 1.80 multipliziert sich die Gesamtquote zu 2.50 × 1.80 = 4.50; eine Wette von CHF 10 würde bei Gewinn CHF 45 zurückzahlen, der Nettogewinn wäre CHF 35.
Cashout liefert im Vergleich dazu weniger als diese Werte, weil die Marge eingepreist ist und die diskontierte Erwartung nie den vollen Endwert erreicht.
Limite und Mindesteinsatz
Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Gewinnberechnung und Rundung
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus dem Einsatz mal der Quote (bei Kombinationen mal der Gesamtquote) und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Diese Rundung schluckt bei kleinen Einsätzen nichts, bei kleinen Renten kann sie aber sichtbar werden.
Rechtliche Lage in der Schweiz: Was bewilligt ist und was nicht
Die Schweiz hat den Markt für Sportwetten seit 2019 neu gezogen. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa beaufsichtigt – nicht vom Poker Casino, das nur Casinos überwacht.
Zwei Veranstalter, klar definierte Vertragsgebiete
Das Geldspielgesetz begrenzt die Veranstalter von Sportwetten und Lotterien auf zwei: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein sowie die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die Westschweiz. Swisslos ist als Genossenschaft mit Sitz in Basel organisiert und führt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip; die Loterie Romande hat ihren Sitz in Lausanne und zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.
Wer in den Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie im Tessin und in Liechtenstein wohnt, kann bei Swisslos ein Online-Konto eröffnen und Sporttip nutzen. Wer in Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt oder Wallis wohnt, ist bei der Loterie Romande richtig. Eine Kontoeröffnung bei beiden geht nicht, weil die beiden Veranstalter ihre Gebiete klar trennen.
Was bewettet werden darf
Das Wettprogramm ist eine geschlossene Liste: Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht erlaubt; auch esports taucht in der Liste nicht auf. Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann bewilligt, wenn sie auf der Liste stehen. Ranglistenwetten gibt es nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind tabwiefen. Ecken- und Kartenmärkte fehlen ebenfalls.
Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Cashout ist im Gesetz nicht geregelt – es ist eine Funktion, die der bewilligte Veranstalter in seinem Programm anbietet oder nicht.
Werbung, Boni und Promo-Aktionen
Werbung für Glatthemen darf nicht aufdringlich oder auf miinnorige ausgerichtet sein. Werbung für Glücksspiele, die in der Schweiz nicht bewilligt sind, ist verboten und kann mit einer Busse bis zu 500 Euro bestraft werden. Gratisartikel verweisen auf den Schutz des Schweizer Rechts, nicht auf einen Bonus, den eine ausländische Plattform verspricht.
Sperrliste ausländischer Domains
Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains. Schweizer Telekomanbieter blockieren den Zugriff auf diese Domains per DNS. Am Ende des 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Wird eine Domain blockiert, taucht sie oft unter neuem Namen wieder auf; die Gespa spricht in diesem Zusammenhang von Domain-Hopping und nennt Interwetten und bet-at-home als Beispiele.
Spielerschutz: Limiten, Sperren und Pause
Das Schweizer Geldspielgesetz stellt Spielende unter einen umfassenden Schutz, der über die Bewilligung der Veranstalter hinausgeht. Wer in der Schweiz Sportwetten platziert, ist automatisch in diesen Schutz eingebunden.
Verlustlimiten vor der ersten Wette
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für Spieler unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden – eine Schutzfrist, die Spielerinnen und Spieler vor impulsiven Erhöhungen schützt. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.
Diese Limiten sind Selbstalimiten – sie werden vom Spieler festgelegt, nicht vom Staat. Das Geldspielgesetz verlangt vom Veranstalter, solche Limiten anzubieten; die Höhe wählt der Spieler selbst.
Spielsperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause lässt sich nach einer Sperrfrist von drei Monaten erst aufheben, mit Einbezug einer Fachstelle.
Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr noch nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn.
Spielerkonto, Identitätsprüfung und Wohnsitz
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet. Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Wer aus dem Ausland spielt, kann kein Konto eröffnen – die Veranstalter sind gehalten, nur Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet zuzulassen.
Werbung an Minderjährige und Testkäufe
Die Gespa hat 2025 in Testkäufen an Verkaufsstellen in 47,5 % von 200 Fällen eine Sportwette an Minderjährige verkauft bekommen. Das zeigt, dass der Jugendschutz an Verkaufsstellen Schwächen hat; Spielende sollten sich nicht auf den stationären Schutz verlassen.
Geld, Zahlung und Steuern: Was Cashout-Gewinne und Wetten kosten
Wer cashoutet, nimmt einen Betrag in Franken, der dem Spielkonto gutgeschrieben wird. Was das steuerlich bedeutet, hängt von der Höhe und vom Kanton ab.
Spielguthaben, Aufladung und Auszahlung
Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. Innerhalb von 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich; ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’990 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance-App bestätigt.
Auszahlungen sind auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auf den Namen des Spielenden möglich. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis; ab der dritten kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Gewinne und Gutschrift
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos automatisch dem Wallet gut; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Wer eine Auszahlung auf ein anderes Konto will, muss sie beim Veranstalter beantragen.
Steuerfreibetrag und Verrechnungssteuer
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und erst darüber steuerpflichtig. Die eidgenössische Schwelle liegt seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; im Jahr 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle unterscheidet sich je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die mit der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Spieler bleibt unter der Schwelle – auf einen Cashout-Gewinn fällt weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an.
Ausländische Gewinne
Gewinne von ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer. Die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen unabhängig vom Betrag. Andere Kantone können anders verfahren, weshalb Spielerinnen und Spieler mit Gewinnen von Offshore-Buchern den Steuerberater oder die kantonale Steuerverwaltung konsultieren sollten.
Wer gewinnt, muss es auch holen
Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Wer eine Auszahlung verweigert bekommt, hat 10 Tage Zeit, mit eingeschriebenem Brief Einsprache zu erheben.
Was bei Absage und Spielabbruch passiert
Livewetten sind wetten auf laufende Ereignisse – die fallen mehr aus dem, weil das Ereignis abgebrochen oder verschoben werden kann.
48-Stunden-Regel
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn – oder im Rahmen eines Turniers – nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt; in Kombinationswetten erhält die Voraussage abgewertet die Quote 1.00. Eine abgesagte Begegnung kostet damit die Wette, aber nicht den Einsatz – vorausgesetzt, das Ereignis wird nicht rechtzeitig nachgeholt.
Reguläre Spielzeit
Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (Fussball 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Für Cashout heisst das: Nach 90 Minuten plus Nachspielzeit wird die Wette abgerechnet – cashoutet werden kann dann nur noch, solange die Auswertung noch nicht abgeschlossen ist.
Bet Builder und abhängige Ereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.
Was der Bet Builder bedeutet
Der Bet Builder erlaubt, mehrere Ausgänge desselben Ereignisses zu kombinieren – etwa «Heimsieg und über 2,5 Tore». Solche Kombinationen sind über den Bet Builder erlaubt; ausserhalb dieser Funktion nimmt Swisslos solche Wetten nicht an oder kann sie zurückziehen.
Cashout auf Bet Builder
Für den Cashout auf eine Bet-Builder-Wette gelten die allgemeinen Regeln: Vollständiger Cash-Out, nur online, kein Teilaussicher. Wann Swisslos Cashout auf Bet-Builder-Kombinationen anbietet, hängt vom Markt ab; die Regeln halten fest, dass Cash-Out nicht für jeden Markt garantiert wird.
Bonusfunktionen bei Sporttip: Kombiboost, Quotenboosts und Profitboosts
Sporttip bietet zwei Bonusfunktionen an, die den Gewinn erhöhen, ohne dass ein Cashout-Verhalten dadurch verändert würde.
Kombiboost
Der Kombiboost gilt nur online – Prematch, Live und Systemwetten – und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1,50. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Anzahl Voraussagen: 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Der Einsatz ist limitiert, die Gewinnerhöhung ebenfalls. Cashout und Kombiboost schliessen sich nicht aus, aber Cashout heisst: Der Gewinn wird vorzeitig genommen – der Kombiboost greift nur, wenn die Wette bis zum Ende durchläuft.
Quotenboosts und Profitboosts
Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost – wer vor dem Ende verkauft, lässt die Erhöhung liegen.
Wie der Cashout-Preis in der Praxis entsteht: Eine Mechanik in drei Schritten
Was im Hintergrund passiert, wenn Sporttip einen Cashout-Preis anzeigt, lässt sich in drei Schritte zerlegen. Wer das versteht, versteht, warum der Preis nie 1:1 dem späteren Gewinn entspricht.
Schritt 1: Aktualisierung der Wahrscheinlichkeiten
Während das Spiel läuft, berechnet der Veranstalter die Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Ausgangs neu – auf Basis des Spielstands, der Spielzeit, der Karten, der Tore und einer Reihe weiterer Variablen, die im Wettmodell des Veranstalters stecken. Aus diesen Wahrscheinlichkeiten ergibt sich eine «faire» Quote für jedes verbleibende Szenario.
Schritt 2: Einrechnung der Marge
Die «faire» Quote wird um die Marge des Veranstalters gekürzt. Aus 1, 2 wird 1,18; aus 2,5 wird 2,30. Was übrig bleibt, ist die Quote, die der Veranstalter bietet. Diese Quote enthält die Marge, die der Veranstalter auch bei einem normalen Wettabschluss nehmen würde.
Schritt 3: Berechnung des Rückkaufs
Aus den adjustierten Quoten berechnet der Veranstalter den Rückkaufpreis: den erwarteten Gewinn, diskontiert um die Marge und das Restrisiko. Der Preis, der angezeigt wird, ist genau dieser Wert – nicht der faire Erwartungswert, sondern der um die Marge reduzierte.
Wann Cashout sich nicht rechnet: Drei Situationen
Cashout ist ein Werkzeug, kein Reflex. In drei Situationen rechnet er sich nicht.
1. Wenn die Wette ohnehin fast sicher gewinnt
Liegt die Mannschaft in der 89. Minute mit 3:0 vorn und cashoutet, erhält der Spieler einen Bruchteil des sichestgeswerten Gewinns. Besser: Die Wette bis zum Ende laufen lassen. Der Cashout-Abschlag fällt hier besonders ins Gewicht.
2. Wenn die Quote sehr hoch und die Unsicherheit klein ist
Bei einer Quote von 7,5 mit dem Lieblingsclub bei einem klaren Vorsatz schalten 90 % rechnerisch so liegen, dass der Rückkauf nur einen Bruchteil der möglichen Auszahlung beträgt. Die Marge für hohes Risiko schlägt hier auf den Preis durch.
3. Wenn die Wette verloren gehen wird
Liegt die Mannschaft 0:3 hinten und cashoutet, erhält der Spieler einen kleinen Betrag. Das ist besser als der Totalverlust, aber der Cashout-Preis ist hier oft so tief, dass sich die Frage stellt, ob das Spiel nicht ohne Cashout durchlaufen soll – schliesslich kostet jedes Ereignis, an das der Spieler seine Wette hängt, einen Teil des Einsatzes.
Was die Plattform sonst noch bietet: Wetten per App und Verkaufsstelle
Wer nicht nur online spielen will, hat bei Sporttip die Wahl zwischen Online, App und Verkaufsstelle.
Online über swissplapp und Sporttip App
Sporttip-Wetten lassen sich online über Swisslos.ch oder die Sporttip App (iOS, Android) abgeben. In der App zusammengestellte Wetten können auch per QR-Code an einer Sporttip Verkaufsstelle gespielt werden – wer also am Schalter wetten will, kann die Wette online vorbereiten und an der Verkaufsstelle abschliessen.
Verkaufsstellen und Prematch
An Verkaufsstellen gibt es nur Prematch-Wetten. Livewetten bietet nur die Internet-Spielplattform – und Cashout ist ohnehin nur dort verfügbar.
Häufige Fragen zu Sportwetten mit Cashout
Was bedeutet Cashout bei Sportwetten, und wie wird der Betrag bestimmt?
Cashout ist der vorzeitige Verkauf einer offenen Wette an den Veranstalter. Der Betrag ergibt sich aus dem aktuellen Spielstand, der Restzeit, der Marge und dem Restrisiko – fast immer liegt er unter dem rechnerischen Wert, den die Wette bei normalem Verlauf hätte.
Bietet Sporttip Cashout an, und ist nur der volle Betrag möglich?
Ja, Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten online an, vor Spielbeginn und live. Es ist nur ein vollständiger Cash-Out möglich, keine Teilauszahlung. Cash-Out ist nicht für alle Wetten verfügbar und kann jederzeit ändern; Swisslos garantiert Cash-Out nicht für jeden Markt.
Warum liegt der Cashout-Betrag meist unter dem rechnerischen Wert der Wette?
Der Rückkaufpreis enthält die Marge des Veranstalters. Cashout ist ein Gegenangebot des Veranstalters – er nimmt das Restrisiko nur, wenn er dafür bezahlt wird. Die diskontierte Erwartung mit eingebauter Marge ist deshalb fast immer kleiner als der faire Erwartungswert.
Wie wirkt sich der Steuerfreibetrag auf Gewinne aus, und warum fällt die Antwort je nach Kanton verschieden aus?
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die eidgenössische Schwelle liegt 2026 bei CHF 1’071’000; die kantonale Schwelle unterscheidet sich je nach Kanton. Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab. Gewinne unterhalb der Schwelle sind steuerfrei.
Was passiert mit einer Wette, wenn das Ereignis abgesagt wird?
Wird das Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage abgewertet die Quote 1,00. Bei Cashout vor der Absage gilt der ausbezahlte Betrag; eine spätere Absage hat keine Auswirkung mehr auf den bereits ausbezahlten Rückkaufpreis.
Wettarten – Laender Spiel Info
Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
