Wimbledon Wetten in der Schweiz 2026: wer anbieten darf und was es kostet

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz online auf das dritte Grand-Slam-Grasenfestival wetten will, hat keine Auswahl an internationalen Marken. Das Geldspielgesetz (BGS) und die IKV 2020 lassen nur zwei Veranstalter zu — Swisslos mit Sporttip sowie Loterie Romande mit Jouez Sport. Was davon in diesem 2026 noch zu erwarten ist und was die Ausgabe 2026 gelehrt hat, steht im Folgenden.

Ein Tennisplatz aus Rasen im ersten Morgenlicht mit frisch gezogenen Linien, einem Netz und einem leeren Schiedsrichterstuhl, dahinter hohe Hecken.
Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung.

Stand: 20. Oktober 2026 · Lizenzauskunft gegen Gespa, Eidg. Steuerverwaltung und die Spielregeln der beiden Veranstalter abgeglichen.

Rechtslage: zwei Bewilligungen, kein freier Markt

Die Schweiz hat ihren Sportwettenmarkt seit dem 1. Januar 2019 geschlossen. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51), Art. 3 lit. c und lit. e, und werden von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, beaufsichtigt — nicht vom ESBK, der nur Spielbanken führt. Wer Sportwetten anbietet, braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS), und die Bewilligung «gilt nur in der Schweiz» (Art. 4 BGS). Ausländische Lizenzen — aus Malta, Curaçao oder Deutschland — entfalten hier keine Rechtswirkung.

Ein Holzschreibtisch in einem hellen Büro mit Blick auf einen Park, darauf eine Lupe und ein leerer Notizblock.
Turnierdirektor der Wimbledon Championships ist seit 2020 Jamie Baker.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei begrenzt. Auf der Deutschschweizer Seite und im Tessin ist das die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip führt. Ihr Vertragsgebiet umfasst 19 Kantone: AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Auf der Westschweizer Seite ist es die Société de la Loterie de la Suisse Romande mit Sitz in Lausanne, die ihr Produkt Jouez Sport nennt und in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura spielt.

Eine Online-Anmeldung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des Veranstalters. Wer in Genf wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren; wer in St. Gallen wohnt, nicht bei Loterie Romande. Der Wohnsitz wird über den hochgeladenen Ausweis und Adressdatenbanken geprüft. Eine Spielsperre schliesst die Anmeldung aus. Mehr als ein Konto pro Person ist nicht zulässig, und Minderjährige sind von der Teilnahme ausgeschlossen — Sporttip und Jouez Sport setzen die Altersgrenze bei 18 Jahren.

Die Konsequenz für eine Wette auf Wimbledon: Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Sporttip. Wer in der Romandie wohnt, geht zu Jouez Sport. Wer im Ausland wohnt, hat in der Schweiz keinen Zugang.

Werbung, Boni und ausländische Anbieter

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glückspiele ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie der Loterie Romande 24 und Swisslos 8 solcher Zustimmungen. Promo-Codes gehören nicht auf diese Seite.

Ein gelber Tennisball liegt im Gras neben der weissen Grundlinie, Tau glitzert auf den Halmen im flachen Sonnenlicht.
Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road.

Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar — bis drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Spielerschutz, kein Schweizer Sperrregister und keinen Schweizer Rekursweg. Die Gespa publiziert eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekom-Anbieter per DNS blocken (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 umfasste die Sperrliste 909 Domains. Domains werden innert Stunden ersetzt, ein Katz-und-Maus-Spiel, das die Gespa namentlich beobachtet.

Die Konsequenz: Eine ausländische Marke, die einem Schweizer Spieler im Internet begegnet, hat hier keine Bewilligung. Die Frage ist nicht, ob sie «sicher» ist, sondern ob sie überhaupt anbieten darf. Die Gespa-Liste zeigt nur die Sperrliste der blockierten Domains — sie ist kein Verzeichniserweise bewilligter Buchmacher, weil es deren nur zwei gibt.

Spielerschutz: was Wimbledon-Wochen einem Konto zumuten

Wimbledon dauert zwei Wochen, von Ende Juni bis Mitte Juli. In dieser Zeit kämpfen 128 Herren und 128 Damen in fünf Runden um den Titel, dazu Doppel und Mixed, Juniorinnen und Junioren, Rollstuhltennis und die Qualifikation. Wer alle Matches mitnimmt, kommt auf über 600 Spiele, und über zwei Wochen summieren sich kleine Einsätze zu einer langen Liste. Das ist der Grund, warum der Spielerschutz im BGS schon vor der ersten Wette ansetzt.

Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende drei Verlustlimiten setzen: für 1 Tag, 7 Tage und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro Person, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden; das gibt einem selbst gesetzten Limit Zeit, innezuhalten, bevor es nach oben geöffnet wird. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich. Die Gespa limits setzt der Spieler, nicht der Staat — der Veranstalter muss «einen oder mehrere Höchstwerte für Stechtag, Woche, und Monat» verlangen (Art. 87 VGS). Die gesetzliche Frist für eine Erhöhung beträgt 24 Stunden; Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an, also konservativer als das Gesetz.

Wer sich sperren will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie in Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Eine freiwillige Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), unter Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die Konsequenz für die Turnierwochen: Eine 30-Tage-Verlustlimite, die vor dem ersten Match gesetzt wird, gilt auch für das Herrenfinale. Eine Senkung wirkt sofort. Wer nach dem Halbfinal merkt, dass das Wochenende teurer wird als gedacht, kann die Limite für den Rest der Woche nur senken. Eine Erhöhung hilft nicht mehr.

Wettarten und Quoten: was eine Quote auf Wimbledon aussagt

Wetten auf Wimbledon gehen weit über den Turniersieger hinaus. Die Gespa-Liste erlaubt eine breite Palette an Märkten, solange Wettbewerb und Wettart auf der Liste stehen.

Match- und Satzwetten

Die häufigste Wette auf ein einzelnes Spiel ist der Match-Sieger. Bei einem Herren-Match, das auf drei Gewinnsätze geht, kann auch auf den Satzstand gewarnt, in Satz 1 auf den Sieger, auf das genaue Resultat nach Sätzen, auf über oder unter einer bestimmten Anzahl Games. Bei den Damen, die auf zwei Gewinnsätze spielen, sind Märkte ähnlich, aber die Tiefenstaffelung ist kleiner. Seit März 2022 wird im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung gespielt, was die Wettmärkte für den fünften Satz beim Herren-Match neu kalibriert hat: ein klassischer «Satz Remis»-Eintrag existiert für Wimbledon nicht mehr.

Turnier- und Langzeitwetten

Vor Turnierbeginn stehen die Siegerwette, die Finalistenwette, die Halbfenster-Siegerin, das Erreichen einer bestimmten Runde, und Head-to-Head-Wetten, bei denen zwei Spieler über das ganze Tableau verglichen werden, wer weiter kommt. Die Quote auf den Turniersieger vor der Auslosung spiegelt die modellhafte Wahrscheinlichkeit des Marktes und enthält eine Marge des Veranstalters. Nach der Auslosung verschieben sich die Quoten, weil die Auslosungspiegenden Gegner das Tableau ändern.

Livewetten

Eine Livewette wird während des Spiels platziert. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, das heisst, der Einsatz wird zurückgegeben. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid — kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei Wimbledon sind das etwa Medical-Time-Outs oder regenbedingte Pausen, in denen der Wettschein vorübergehend geschlossen werden kann.

Kombiwetten, Systemwetten, Bet Builder

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Der Gewinn ist Einsatz mal Gesamtquote; der Buchungscode rundet den Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf 5 Rappen genau ab. Bei einer Systemwette werden mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen gebildet, mit unterschiedlichen Gewinn- und Verlustprofilen.

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Wer etwa auf «Sinner gewinnt Match» und «Sinner gewinnt Satz 1» setzt, kann das auf einem normalen Wettschein nicht kombinieren, weil die zweite Wette von der ersten abhängt. Nimmt der Veranstalter irrtümlich eine solche Kombination ohne den Bet Builder an, kann er die ganze Spielkombination für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten), und Einsatz sowie Gewinnerhöhung sind limitiert.

Wie Quoten zu lesen sind

Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit, auch wenn sie so aussieht. Eine Quote von 2.00 entspricht einem fairen Modell von 50 %; eine Quote von 1.50 einem fairen Modell von etwa 67 %. Aber zwischen Quote und fairem Modell liegt die Marge des Veranstalters. Bei einer einfachen Zweiwegwette mit Quoten 1.90 / 1.90 ist die Auszahlungsquote 1 / (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 %, und die Marge des Veranstalters beträgt 100 % minus 95 %, also rund 5 %. Bei drei Wettmärkten — Sieg Heims spiele im Spiel, Sieg Auswärts spiele, Sieg Auswärts spiele im Spiel — liegt die Marge bei drei Wettausgängen typischerweise zwischen 5 % und 8 %.

Was heisst das für die Wette? Eine Marge von 5 % heisst: Von jedem eingesetzten Franken behält 90.95 Rappen über lange Frist die Wettenden, 5 Rappen der Veranstalter. Bei einer Marge von 8 % sind es 92 Rappen. Wer auf lange Sicht profitable, fragt man sich nach der Marge: genauer, wer die Quoten verschiedener Veranstalter für dasselbe Ereignere vergleicht, gewinnt kleine Rappen pro Wette. Bei Wimbledon mit zwei Veranstaltern ist der Vergleich einfach: zwei Quoten pro Markt, fertig.

Rechenbeispiel: was eine Quote auf ein Herren-Match kostet

Für eine illustrative Zweiwegwette mit beiden Seiten 1.1:

Was heisst das für den Spieler? Bei einem Einsatz von CHF 1’000 über ein perfekt ausgewogenes Spiel auf ein übliches Herren-Match mit beiden Seiten und der Annahme, dass beide Seiten ungefähr gleich oft gewinnen, behält 4.8 % des Einsatzes der Veranstalter. Das sind nur 4.8 Rappen pro Franken, aber über zwei Wochen Wimbledon mit 50 Wetten à CHF 20 sind das CHF 48 an Kosten, die der Spieler vor dem ersten Ball bezahlt.

Für eine ausgeglichenere Quote, etwa 1.85 / 1.85:

Das ist die übliche Marge für ein Herren-Einzel der ersten Runde. Für ein Finale mit klareren Quoten wie 1.40 / 3.00:

Die Marge hängt von der Ausgeglichenheit des Marktes ab, nicht von der absoluten Quote. Ein Markt mit klarer Favoritenstellung kann eine niedrigere Marge haben als ein Markt mit zwei ausgeglichenen Seiten, weil der Veranstalter bei grossen Quotenunterschieden vorsichtig genau die Mittelposition trifft.

Wimbledon 2026: was war, was kommt

Wimbledon 2026 ist Geschichte. Die 139. Austragung lief vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen, dem einzigen Grand-Slam-Turnier auf Naturrasen, wie der Rasenturnier seit 1877 an der Worple Road begann und seit 1922 an der Church Road spielt. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei; bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Turnierdirektor ist seit 2020 Jamie Baker.

Die Ausgabe 2026 endete mit einem wiederholten Vorjahressieg bei den Herren: Jannik Sinner (Italien) gewann das Herreneinzel und wiederholte seinen Vorjahressieg. Bei den Damen gewann Linda Nosková (Tschechien) das Dameneinzel.

Wimbledon ist das dritte Grand-Slam-Turnier des Jahres und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Die nächste Ausgabe folgt 2027; konkrete Daten sind nicht angekündigt. Der Spielplan gliedert das Turnier in Runden vom Auftakt bis zum Finale: erste und zweite Runde, dritte Runde, Achtelfinal, Viertelfinal, Halbfinal, Finale, dazu Doppel und Mixed, Juniorinnen und Junioren, Rollstuhltennis, Qualifikation und Schaukampf-Spiele.

Was heisst das für eine Wette auf 2027? Die Spielpaarungen stehen erst nach der Auslosung; wer auf eine Siegerwetten oder einen weiten Lauf setzt, muss die Auslosung abwarten. Die Formkurve vor dem Rasenturnier hilft, aber Wimbledon hat seine eigene Form: Spieler, die auf Rasen kaum Erfahrung haben, fallen früh, und Spieler, die in der Woche davor Rasenturniere gespielt haben, kommen warm.

Spielplan-Wetten für Wimbledon: Wieso der Spielplan die Konsequenz hat

Der Spielplan von Wimbledon gliedert das Turnier in Runden vom Auftakt bis zum Finale. Wer auf einen weiten Lauf eines Spielers setzt, wettet auf jede Runde einzeln: «Sinner erreicht das Halbfinal», «Sinner erreicht den Final», «Sinner gewinnt». Die Quoten staffeln sich: je tiefer die Runde, desto tiefer die Auszahlung, weil die modellhafte Wahrscheinlichkeit mit jeder Runde sinkt.

Bei den Herren spielen 128 Spieler in fünf Runden: 128 in der ersten Runde, 64 in der zweiten, 32 in der dritten, 16 im Achtelfinal, 8 im Viertelfinal, 4 im Halbfinal, 2 im Finale. Bei den Damen ebenfalls 128 Spielerinnen in fünf Runden, mit kürzeren Matches auf zwei Gewinnsätze. Die Setzung des Turniers — die Top 32 nach Weltrangliste — wird so platziert, dass die Favoriten sich frühestens im Viertelfinal treffen, was die Quoten auf einen frühen Aus erhöht.

Was heisst das für eine Wette? Eine Quote von 5.00 auf «Sinner gewinnt das Turnier» vor dem Setterloosung setzt die modellhafte Wahrscheinlichkeit auf 1 / 5.00 = 0.20, also 20 %, minus die Marge. Wer nach der Setzungssetzungsziehung auf «Sinner gewinnt im Halbfinal gegen Alcaraz» wettet, wettet auf einen konkreteren Match: die Quote hängt vom Match ab, nicht von der Spitze des Tableaus.

Wetten der Tennisformate und ihre Konsequenz

Bei den Herren sind Wetten auf den Sieger nach Sätzen («2:0», «2:1», «3:0», «3:1», «3:2») und auf das Game-Verhältnis («über 35.5 Games», «unter 35.5 Games») üblich. Bei den Damen entsprechend auf «2:0» oder «2:1». Eine Wette auf «Sinner gewinnt 3:0» hat eine höhere Quote als «Sinner gewinnt», aber eine geringere modellhafte Wahrscheinlichkeit: ein 3:0 der Herren ist selten, weil der Gegner in der Regel einen Satz gewinnt.

Seit März 2022 wird im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung gespielt. Vor 2022 konnte ein Herren-Fünf-Satz-Match unendlich lange gehen. Heute endet der fünfte Satz nach einem Match-Tiebreak, typischerweise nach 10–20 Punkten. Das hat Wetten auf «über X Games im Match» und «Satz 5 gewinnt Spieler Y» verändert: der fünfte Satz ist jetzt kürzer und berechenbarer.

Rasen als Faktor

Rasen ist der schnellste Belag im Profitour. Der Ball bleibt niedrig, der Aufsprung ist ungleichmässig, das Spiel ist auf Aufschlag und Netz ausgerichtet. Spieler mit starkem Aufschlag — wie in den letzten Jahren Sinner, Alcaraz, Djokovic, Medvedev — sind auf Rasen besser als auf Sand oder Hartplatz. Spieler mit defensivem Spiel und harten Grundschlägen — wie auf Sand dominierende Sandplatzkönige — haben auf Rasen einen Nachteil.

Was heisst das für eine Wette? Eine Wette auf «Djokovic erreicht das Halbfinal» auf Rasen hat eine andere modellhafte Wahrscheinlichkeit als auf Sand. Wer das Modell des Veranstalters für bare Münze nimmt, lässt einen Faktor aus, der für Wimbledon zentral ist. Die Quoten vor dem Turnier spiegeln diesen Faktor, aber während des Turniers reagieren sie auf die Rasenperformance im Match selbst.

Die Rangliste der Schweizer Anbieter

In der Schweiz gibt es für Tenniswetten genau zwei Anbieter: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide haben eine Schweizer Bewilligung, beide werden von der Gespa beaufsichtigt, beide führen die gleichen Tennis-Märkte im Rahmen der Gespa-Liste. Was sie unterscheidet, ist das Vertragsgebiet und die Spielbedingungen.

Für Spielerinnen und Spieler in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein ist Sporttip die einzige legale Online-Wettadresse. Für Spielerinnen und Spieler in der Romandie ist es Jouez Sport. Wer im Ausland wohnt, hat keine legale Adresse in der Schweiz. Die folgende Übersicht zeigt die bewilligten Anbieter, danach bezeichnet die alphabetische Reihenfolge: ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung.

Überblick: bewilligte Anbieter und Referenz

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / angegebene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung (Gespa, BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung (Gespa, BGS) Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne
ZotaBet keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung
Unibet keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung
Betscore keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung
WirWetten keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung
BetFury keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung
Rollbit keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung
Rabona keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung
Bruce Bet keine Lizenz nicht festgestellt, ohne Schweizer Bewilligung

Die acht ausländischen Marken am Ende der Tabelle haben in der Schweiz keine Bewilligung. Ihre Lizenzen aus anderen Rechtsordnungen haben hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, und es gibt keinen Schweizer Rekursweg. Domains ausländischer Anbieter können auf der Gespa-Sperrliste landen und in der Schweiz per DNS blockiert werden; Domains werden innert Stunden ersetzt. Wer dort spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens und ohne Schweizer Spielerschutz.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist eine der beiden bewilligten Veranstalter in der Schweiz. Die Genossenschaft hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Der Reingewinn 2025 betrug CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., im Vorjahr CHF 122 Mio.

Wer bei Sporttip spielen will, muss im Vertragsgebiet wohnen: 19 Deutschschweizer Kantone, der Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Die Anmeldung verlangt Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt, Volljährigkeit (18 Jahre) und keine bestehende Spielsperre. Die Identität wird per Ausweis verifiziert.

Vor der ersten Wette müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit Oberlimite CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage ist zusätzlich möglich. Wer sich produktbezogen selbst sperren will, kann das für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein.

Die Wettregeln sind in den Sporttip-Spielregeln und Teilnahmebedingungen, Version 4.2, festgehalten. Der Mindesteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Sporttip kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Bei Kombinationswetten ist die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.

Der Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführter Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird, besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn und hängt vom Stand der Sportereignisse ab; Sporttip kann den Cash-Out-Betrag jederzeit ändern.

Der Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost gilt nur online, für Prematch- und Live-Einzelwetten auf eine Voraussage. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Was das für Wimbledon heisst: Sporttip ist die einzige legale Adresse für Spielerinnen und Spieler in der Deutschschweiz, im Tessin und in Liechtenstein. Die Wettregeln sind detailliert, die Limiten sind grosszügig, der Spielerschutz ist vor der ersten Wette aktiv. Wer Cash-Out nutzen will, findet das Feature für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, aber ohne Teilauszahlung und ohne Garantie pro Markt.

Loterie Romande Jouez Sport

Loterie Romande ist die zweite der zwei bewilligten Veranstalter. Die Société de la Loterie de la Suisse Romande hat ihren Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit 221 Mitarbeitenden. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Jouez Sport. Das Vertragsgebiet umfasst die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Wer bei Jouez Sport spielen will, muss in einem dieser sechs Kantone wohnen. Volljährigkeit und keine bestehende Spielsperre sind Voraussetzung. Die Identitätsprüfung folgt demselben Muster wie bei Sporttip: Ausweis hochladen, Daten gegen Adressdatenbanken prüfen.

Was die Wettregeln angeht, übernimmt Loterie Romande die Struktur des BGS und der VGS und ergänzt sie in eigenen Spielregeln und Teilnahmebedingungen. Die Verlustlimiten vor der ersten Wette folgen demselben Muster wie bei Sporttip: 1-Tag-, 7-Tage- und 30-Tage-Limite, Senkung sofort, Erhöhung nach Frist. Die Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, eine unbefristete Sperre wird in dasselbe schweizweite Register eingetragen.

Was das für Wimbledon heisst: Jouez Sport ist die einzige legale Adresse für Spielerinnen und Spieler in der Romandie. Die Produktstruktur ist vergleichbar mit Sporttip, der Spielerschutz folgt demselben Muster, und die Märkte sind im Rahmen der Gespa-Liste dieselben.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen acht Anbieter in der Tabelle — ZotaBet, Unibet, Betscore, WirWetten, BetFury, Rollbit, Rabona, Bruce Bet — haben in der Schweiz keine Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat hier keine Wirkung (Art. 4 BGS). Sie sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, und es gibt keinen Schweizer Rekursweg. Einsätze und Gewinne können in Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden.

Was das für Wimbledon heisst: Diese Marken bieten Tenniswetten an, oft mit Quoten, die scheinbar besser sind als bei den Schweizer Veranstaltern. Aber wer dort spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Rechtsrahmens, ohne den Schutz des BGS und ohne die Garantien der Gespa. Die Frage ist nicht, ob die Quote «besser» ist, sondern ob das Angebot überhaupt zulässig ist.

Die Konsequenz: Wer in der Schweiz wohnt und Wimbledon legal online wetten will, hat die Wahl zwischen zwei Adressen — der eigenen Vertragsgebiet-Adresse und keiner anderen. Wer bei einer ausländischen Marke spielt, verlässt den Schweizer Rechtsraum mit allen Konsequenzen: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Steuerfreibeträge auf Gewinne, keine Schweizer Sperrliste, die einen schützt.

Überblick: was eine Wette auf Wimbledon in der Schweiz heisst

Wimbledon 2026 ist gespielt. Sinner gewann die Herren, Nosková die Damen. Wimbledon 2027 kommt, irgendwann Ende Juni, irgendwann zwei Wochen lang. Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Sporttip; wer in der Romandie wohnt, geht zu Jouez Sport. Wer im Ausland wohnt, geht nirgendwo hin innerhalb der Schweiz.

Eine Wette auf Wimbledon kostet erstens die Marge des Marktes — zwischen 4.5 % und 8 % bei typischen Märkten, abhängig von der Ausgeglichenheit. Eine Wette kostet zweitens den eigenen Spielerschutz: wer vor der ersten Wette eine Verlustlimite setzt, hält sie; wer sie nicht setzt, hat keine. Eine Wette kostet drittens die Wohnsitzfrage, weil die Adresse als Spielerin und Spieler vom Kanton abhängt, nicht von der Marke. Eine Wette kostet viertens die Formfrage, weil Rasen seine eigenen Regeln hat und ein Spieler, der auf Sand dominiert, auf Rasen ein anderer Spieler ist.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Rechtslage zeigt, warum es in der Schweiz nur zwei Anbieter gibt. Der Spielerschutz zeigt, was vor der ersten Wette festgelegt werden muss. Die Wettarten und Quoten zeigen, was eine Quote wirklich bedeutet — kein Modell, sondern eine Marge auf ein Modell. Das Turnier zeigt, was Wimbledon von den anderen Grand Slams unterscheidet. Die Rangliste zeigt, wer anbietet und wer nur so tut.

Die nächste Ausgabe 2027 wird nicht anders sein: zwei Wochen, fünf Runden, ein Sieger, ein Halbfinal, ein Finale. Wer auf das Finale setzt, setzt auf die zwei Spieler, die vier Wochen später als Einzige noch übrig sind. Wer auf den Sieger setzt, setzt auf den, der im Halbfinal und im Finale gewinnt. Wer auf einen weiten Lauf setzt, wettet auf fünf Matches, fünf Quoten, fünf mal die Marge. Wer mit Cash-Out spielt, gibt dem Veranstalter ein Stück Marge zurück.

Die Konsequenz: In der Schweiz ist die Auswahl an Adressen klein, aber die Bedingungen sind klar. Wer die Adresse hat, hat einen vollständigen Markt. Wer die Adresse nicht hat, hat keinen Markt. Wer eine ausländische Adresse nutzt, hat einen Markt ohne Schweizer Rahmen. Die Entscheidung ist nicht zwischen vielen Marken; sie ist zwischen zwei Adressen und dem, was man tut, wenn man keine hat.

Häufige Fragen zu Wimbledon-Wetten in der Schweiz

Wann fanden die Wimbledon Championships 2026 statt, und auf welchem Belag wird gespielt?

Die Wimbledon Championships 2026 fanden vom 29. Juni bis 12. Juli 2026 in London auf Rasen statt und waren die 139. Austragung. Wimbledon ist das einzige Grand-Slam-Turnier auf Naturrasen und dauert jährlich zwei Wochen ab Ende Juni. Die ersten Lawn Tennis Championships in Wimbledon begannen am 9. Juli 1877 an der Worple Road. Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei.

Wer darf in der Schweiz Wetten auf Wimbledon anbieten, und welche Wettarten stehen auf der Gespa-Liste?

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und Loterie Romande mit Jouez Sport für die Romandie. Beide werden von der Gespa beaufsichtigt und benötigen je eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel. Die Gespa-Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten vom 10.09.2026 enthält Grand-Slam-Turniere, ATP- und WTA-Tour-Events sowie Teamwettbewerbe und legt fest, welche Wettarten erlaubt sind. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, esports fehlt auf der Liste.

Wie unterscheiden sich Herren- und Damenturnier bei der Satzzahl, und was bedeutet das für Satz- und Matchwetten?

Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7, im Entscheidungssatz seit März 2022 einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Für Wetten heisst das: Herren-Matches haben mehr mögliche Satzstände (3:0, 3:1, 3:2) als Damen-Matches (2:0, 2:1), die Game-Total-Märkte sind bei Herren offener, und der Match-Tiebreak hat den fünften Satz der Herren-Matches neu kalibriert.

Wie wird die Auszahlung einer Tenniswette aus Einsatz und Quote berechnet, und was ist die Marge des Anbieters?

Der Gewinnbetrag einer Wette ergibt sich aus dem Einsatz mal der Quote; bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge des Anbieters ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote des Marktes. Bei einer Zweiwegwette mit beiden Seiten 1.1 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %; bei 1.85 / 1.85 rund 92.6 % und etwa 7.4 %; bei 1.40 / 3.00 rund 95.5 % und etwa 4.5 %. Die Marge hängt von der Ausgeglichenheit des Marktes ab, nicht von der absoluten Quote.

Was gilt bei Livewetten auf Tennis, und wie schnell ändern sich Quoten während eines Spiels?

Bei Sporttip gilt eine Livewette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Medical-Time-Outs oder regenbedingten Pausen kann der Veranstalter Wetten mit Quote 1.00 werten. Quoten ändern sich live je nach Spielstand, Aufschlag, Breakbällen und Satzständen, und die Geschwindigkeit hängt von der Plattform und der Sportart ab. Der Wettschein kann vorübergehend geschlossen werden, wenn ein Spiel unterbrochen ist.

Wie wirken sich Verlustlimiten und die Spielsperre auf Wetten während der Turnierwochen aus?

Vor der ersten Wette müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit Oberlimite CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine 30-Tage-Limite, die vor dem ersten Match festgelegt wird, gilt auch für das Finale zwei Wochen später. Eine selbst gewählte Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage erfolgen, eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne.

Was darf überhaupt angeboten werden?

Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, datiert auf den 10.09.2026 und gestützt auf Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden — nicht von Swisslos, nicht von Loterie Romande. Qualifikationsrunden sind nur dann erlaubt, wenn die Liste sie ausdrücklich nennt; Frauenwettbewerbe ebenso. Rangwetten sind nur erlaubt, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind tabu. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, und eine eigene esports-Sektion gibt es nicht. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Was heisst das für Tennis? Die Liste enthält Grand-Slam-Turniere und die grossen Turniere der ATP- und WTA-Tour, dazu die Teamwettbewerbe. Wimbledon steht drauf. Livewetten sind zugelassen, vor Spiel und live, soweit der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keinen statutarischen Vorbehalt gegen einzelne Live-Märkte. Cash-Out ist im Gesetz nicht geregelt; es ist Veranstaltungssache und heisst bei Sporttip: einzelne, kombinierte und Langzeitwetten, vor Spiel und live, nur online, nur voller Cash-Out, ohne Teilauszahlung, ohne Garantie auf jeden Markt.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»