US Open Wetten in der Schweiz: Anbieter, Regeln und Quoten
Wer in der Schweiz auf die US Open wetten will, hat keine freie Auswahl an Buchmachern: Die interkantonale Geldspielgesetzgebung lässt nur zwei Veranstalter für Sportwetten zu, Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Was sich hinter dieser Auswahl an Lizenzen, Limits und Wettmärkten verbirgt, was eine Quote auf den Turniersieger über die Chancen verrät, und was der Tiebreak bis 10 Punkte seit 2022 mit Satzwetten macht, zeigt dieser Überblick.

Aktualisiert am 20. Oktober 2026, abgeglichen mit der Bewilligungs- und Sperrliste der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht).
Rechtslage: warum nur zwei Veranstalter in Frage kommen
Die US Open sind ein Sportereignis im Sinne des Schweizer Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51). Wetten darauf fallen unter den Begriff des Grossspiels und sind nach §3 lit. c und e BGS bewilligungspflichtig. Die Aufsicht darüber liegt seit dem 1. Januar 2021 bei der Gespa in Bern, nicht bei der ESBK, die nur Spielbanken beaufsichtigt. Die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) hat die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt.

Diese zwei sind Swisslos, mit Sitz in Basel, und die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne. Beide besitzen sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung für Sportwetten. Eine Schweizer Bewilligung gilt nach §4 BGS nur in der Schweiz; ausländische Lizenzen aus Malta, Curaçao oder Deutschland entfalten hier keine Wirkung. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, hat im Konfliktfall keinen Schweizer Rechtsweg, und der Anbieter kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden, die Schweizer Internetprovider per DNS-Sperre blockieren.
Eine beworbene ausländische Lizenz ist also keine Schweizer Lizenz. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist nach §74 Abs. 3 BGS verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 nach §131 BGS bestraft werden. Wer organisiert, macht sich nach §130 BGS strafbar, im gewerbsmässigen Fall mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Spielende werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt in der Schweiz weder Spielerschutzregeln noch eine faire Spielkontrolle für sie.
Die zwei bewilligten Veranstalter
Swisslos veranstaltet Sporttip. Ihr Vertragsgebiet umfasst die deutschsprachigen Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in der Romandie wohnt, kann dort kein Online-Konto eröffnen.

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz an der Avenue de Provence 14 in Lausanne. Die Kontrolle über das Online-Konto ist an den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet gebunden, in der Praxis überprüft mit den üblichen Adressdatenbanken.
Was darf gewettet werden
Das Wettangebot in der Schweiz ist keine offene Liste: Die Gespa führt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, gegenwärtig in der Version vom 10. September 2026. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur erlaubt, wenn sie ausdrücklich aufgeführt sind. Eckball- und Kartenmärkte sowie Esports fehlen auf der Liste. Wetten auf Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige beteiligt sind, sind nach §25 Abs. BGS verboten.
Was viele überrascht: Es gibt in der Schweiz keinen Markt für Wetten auf das Wetter, auf politische Ereignisse oder auf TV-Shows. Wer solche Wetten sucht, findet sie nur bei Anbietern ohne Schweizer Bewilligung, mit den im Abschnitt «Rechtslage» beschriebenen Konsequenzen.
Spielerschutz: was die Gespa vorschreibt und was Swisslos umsetzt
Sportwetten in der Schweiz sind nur etwas für Volljährige. Wer bei Sporttip mitmacht, muss mindestens 18 Jahre alt sein und Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben. Eine Spielsperre darf nicht bestehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Bei der Online-Registrierung wird der Ausweis hochgeladen, die Daten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Vor der ersten Wette müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Der Staat schreibt keine festen Einzahlungs-Caps vor; die Limits kommen von den Spielenden selbst.
Wer sich selbst sperren will, kann bei Swisslos den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt dann auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos und für Liechtenstein. Das Spielen in dieser Zeit ist strafrechtlich sanktioniert, ausgesetzte Gewinne verfallen.
Was diese Selbstkontrolle bedeutet: Wer in den zwei Wochen der US Open jeden Abend Livewetten platzieren will, hat schon vorher ein Tages- oder Wochenlimit gezogen, das ihn davor schützt, eine Niederlagenserie mit immer höheren Einsätzen zu verfolgen. Wer kein Limit setzt, wird von Sporttip nicht spielen können.
Wettarten und Quoten: was hinter der Zahl steht
Eine Wettquote ist keine Wahrscheinlichkeit. Sie ist das Produkt aus der wahren Wahrscheinlichkeit und der Marge des Anbieters. Die Marge ist der Anteil jedes Stabes, den der Buchmacher behält; die Auszahlungsquote ist das, was davon an die Spielenden zurückfliesst.
Bei einem ausgeglichenen Zweiermarkt, etwa einem Moneyline-Markt zwischen zwei gleichwertigen Spielern, würde eine faire Quote knapp unter 2.00 für jeden liegen. Bietet der Anbieter 1.90 auf jede Seite, ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 %. Die Marge beträgt 100 % − 95 % = 5 %. Das heisst: Von jedem CHF 100, die auf diesen Markt gesetzt werden, fliessen statistisch CHF 95 an die Spielenden zurück und CHF 5 an den Veranstalter.
Bei einem ausgeglicheneren Markt, 1.85 auf jede Seite, sinkt die Auszahlungsquote auf 1 ÷ (1/1.85 + 1/1.85) = 0’925, die Marge steigt auf 7.5 %. Bei Longshot-Quoten wie 4.00 auf den Aussenseiter gegen 1.25 auf den Favoriten liegt die Auszahlungsquote bei 1 ÷ (1/4.00 + 1/1.25) = 0.80, die Marge bei 20 %.
Was die Marge für eine Wette auf den Turniersieger heisst: Wer bei 128 Teilnehmenden wettet, hat eine sehr breite Quote, oft über 30. Der Buchmacher behält einen grösseren Anteil als bei einem Match-Wetten-Markt, weil das Risiko jedes einzelnen Spiels niedrig ist und der Buchmacher seinen Schnitt schon mit dem Spread macht.
Welche Wettarten es gibt
Bei Sporttip gibt es Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten. Eine Einzelwette setzt auf eine Voraussage. Eine Kombiwette verbindet mehrere Voraussagen; die Quoten multiplizieren sich, der Gesamteinsatz geht auf alle. Eine Systemwette kombiniert Wetten so, dass auch dann ein Gewinn übrig bleibt, wenn nicht alle Tipps stimmen. Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten ist CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern.
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist niedriger als der mögliche Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt verfügbar ist, gibt es nicht.
Quotenboosts und Profitboosts gibt es bei Sporttip nur online. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung begrenzt. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn steigt mit der Anzahl Voraussagen: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.
Livewetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.
Was der Tiebreak bis 10 Punkte für Satz- und Gesamtsiegwetten bedeutet
Seit 2022 gilt bei den US Open im Entscheidungssatz ein Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Der Entscheidungssatz ist der dritte Satz bei den Damen und der fünfte Satz bei den Herren. Vorher, von 1971 bis 2021, wurde jeder Satz mit einem Tiebreak bis 7 Punkte entschieden.
Was das für eine Wette auf den Satzsieg oder den Gesamtsieg bedeutet: Ein Tiebreak bis 10 Punkte verlängert die mögliche Dauer eines Satzes erheblich. Bei einem Satzwetten-Markt wie «Satz 1 an Spieler A» kann ein langer Tiebreak den Satz entscheiden, der ohne den Tiebreak schon entschieden wäre. Bei einer Wette auf den Gesamtsieg eines Fünf-Satz-Matches ist der Effekt noch ausgeprägter, weil hier der fünfte Satz häufiger durch einen Tiebreak entschieden wird.
In der Praxis verschiebt der neue Tiebreak die Wahrscheinlichkeiten leicht zugunsten des Spielers, der in langen Satzverläufen die bessere Kondition hat. Wer auf «über X Sätze» wettet, sollte die längere mögliche Spieldauer einkalkulieren.
Das Turnier: Hartplatz, Spielplan und Ergebnisse 2026
Die US Open sind das letzte Grand-Slam-Turnier der Tennissaison und werden seit 1978 auf Hartplatz gespielt. Davor, von 1975 bis 1977, war der Belag Sand, und von 1881 bis 1974 Rasen. Veranstalter ist die United States Tennis Association (USTA). Die Spiele finden im USTA Billie Jean King National Tennis Center im Flushing Meadows-Corona Park in Queens, New York City, statt.
Das Arthur Ashe Stadium ist der Hauptplatz. Es fasst 23’771 Sitzplätze, wurde 1997 eröffnet und erhielt 2016 ein schliessbares Dach für 180 Millionen US-Dollar. Bei Regen wird unter Dach weitergespielt, was den Spielplan stabilisiert und die Anzahl wettrelevanter Verschiebungen reduziert.
Die US Open 2026 fanden vom 30. August bis 13. September 2026 in New York City auf Hartplatz statt. Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev aus Deutschland gegen Ben Shelton mit 6:3, 7:6(2), 5:7, 6:2. Das Dameneinzel gewann Jelena Rybakina aus Kasachstan gegen Aryna Sabalenka mit 6:4, 5:7, 6:2. Das Gesamtpreisgeld betrug 108 Millionen US-Dollar, ein Anstieg um 21 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger erhielten jeweils 5,5 Millionen Dollar.
Rekorde: Im Herreneinzel teilen sich William Larned, Richard Sears und Bill Tilden mit je 7 Titeln den Rekord. Im Dameneinzel hält Molla Mallory mit 8 Titeln den Rekord. Die nächste Ausgabe folgt turnusgemäss.
Was Hartplatz und Form für eine Wette bedeuten
Hartplatz ist der schnellste der vier Grand-Slam-Beläge. Auf Hartplatz springt der Ball höher und schneller ab als auf Sand, was Aufschläger und aggressive Grundlinienspieler begünstigt. Spieler, die auf Sand oder Rasen gross sind, haben auf Hartplatz oft einen leichten Vorteil.
Die Form unmittelbar vor dem Turnier ist wichtiger als die langjährige Statistik. Spieler, die in den Wochen vor den US Open auf Hartplatz gut gespielt haben, kommen mit Selbstvertrauen in das Turnier. Wer in der gleichen Saison schon einen Grand-Slam-Titel auf Hartplatz gewonnen hat, hat eine solide Indikation.
Was diese beiden Faktoren für die Wette heissen: Eine Quote auf den Turniersieger ist eine Mischung aus Weltranglisten-Position, Hartplatz-Statistik und aktueller Form. Der Buchmacher gewichtet alle drei; ein erfahrener Wettender gewichtet sie anders. Genau diese Differenz ist der Grund, warum Quoten auf den Turniersieger breiter sind als bei einem einzelnen Match.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Eine Frau mit einem Wochenbudget für Spiele, ein Mann mit einem konkreten Plan für die zweite Grand-Slam-Woche, ein Tennisfan, der die Formkurve kennt, ein Einsteiger der ganzen Sportwettenszene, alle stellen sich dieselbe Frage: Wer bietet was an, und was kostet es? Diese Tabelle gibt einen Überblick über die zehn hier verglichenen Anbieter, ihre Bewilligung in der Schweiz und ihre organisatorische Einordnung.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter oder gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS) | Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| MyStake | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| AmunRa | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| Duelbits | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| Gamdom | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht festgestellt |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | Tobique (Kanada), keine Kraft in der Schweiz |
Die ersten zwei sind die einzigen bewilligten Veranstalter für Sportwetten in der Schweiz. Die anderen acht sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, deren Lizenzen in der Schweiz keine Wirkung entfalten und die auf der Sperrliste der Gespa landen können.
Swisslos Sporttip: der einzige Markt für die Deutschschweiz
Swisslos ist der einzige Anbieter, der für die Deutschschweiz und das Tessin Sportwetten anbieten darf. Das Sporttip-Angebot umfasst Einzel-, Kombi- und Systemwetten auf Sportereignisse mit Pre-Match- und Live-Märkten. Die Mindestquote für einzelne Wetten liegt bei einer normalen Einzelwette ohne Mindestquoten-Vorgabe, ausser für den Kombiboost, der je Voraussage mindestens 1.50 verlangt. Der Kombiboost ist eine echte Erhöhung des Nettogewinns: Bei vier Voraussagen mit Quote ≥ 1.50 gibt es 5 % Bonus, bei sieben 20 %, bei zehn 40 % und bei fünfzehn 100 %.
Die Quoten bei Sporttip liegen in der Regel im marktüblichen Bereich. Externe Preise verlagern, dieser Anbieter soll ohne Quoten-Vorgabe.
Wer in der Deutschschweiz wohnt und auf Tennis wetten will, kommt an Sporttip nicht vorbei. Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere Seite: Es gibt keine Auswahl an Wettanbietern, kein Margin-Vergleich und keine Sonderaktionen, die ein anderer Anbieter bieten könnte. Der Vorteil ist die volle Anwendung des Schweizer Spielerschutzes, die Anbindung an das Sperrregister und der Rechtsweg in der Schweiz. Für die meisten deutschsprachigen Wettenden in der Schweiz ist Sporttip die einzige seriöse Option.
Für die meisten deutschsprachigen Wettenden in der Schweiz ist Sporttip die einzige seriöse Option.
Loterie Romande Jouez Sport: das Gegenstück für die Romandie
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Sie ist das Gegenstück zu Swisslos, mit ähnlichem Wettangebot und ähnlichen Regeln. Der Sitz ist Lausanne, mit 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitenden. Die Online-Registrierung setzt Wohnsitz im Vertragsgebiet voraus. Die übrigen Regeln, einschliesslich Verlustlimiten und Sperrfristen, entsprechen den Schweizer Vorgaben.
Was Jouez Sport von Sporttip unterscheidet, ist vor allem die Sprache und das Verkaufsstellennetz. Für einen Westschweizer Wettenden ist Jouez Sport die einzige seriöse Option, weil ein Schweizer Konto bei einem anderen Veranstalter nicht eröffnet werden kann.
Für einen Westschweizer Wettenden ist Jouez Sport die einzige seriöse Option.
Rollbit: Krypto-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Rollbit ist ein Anbieter, der mit Kryptowährungen arbeitet. Es gibt keine Schweizer Bewilligung; die Lizenz ist nicht festgestellt. Schweizer Spielende sind über das Sperrregister nicht erfasst; bei Streit gibt es keinen Schweizer Rechtsweg. Die Seite kann auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden. Eine Auszahlung in Krypto ist keine Auszahlung auf ein schweizerisches Bankkonto im Sinne des Gesetzes.
Für einen Schweizer Wettenden, der ein reguläres Konto in der Schweiz will, ist Rollbit die falsche Adresse. Wer aus Neugier oder wegen Krypto-Quoten hingeht, spielt ohne den Schutz des Schweizer Spielerschutzes.
MyStake, AmunRa, BetLabel, ZotaBet: vier ähnliche Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Diese vier Anbieter haben dasselbe Profil: keine Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Gerichtsbarkeit, mögliche Aufnahme in die Sperrliste. Sie unterscheiden sich in Bonusprogrammen, Wettangebot und Zahlungsmethoden; in der Schweiz sind sie aus der gleichen Perspektive zu sehen: kein Schweizer Schutz, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrung per DNS.
Was die vier für einen Schweizer Wettenden heissen: Sie sind alle keine Alternative zu Swisslos und Loterie Romande. Wer dort spielt, spielt ohne den Schutz des Schweizer Spielerschutzes. Die Werbende oder andere ausländische Anbieter sind nicht «die sichere Wahl» mit zusätzlichem Bonus, sie sind die unsichere Wahl mit zusätzlichem Risiko.
Duelbits und Gamdom: zwei Krypto-Sports-Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Duelbits und Gamdom sind zwei weitere Anbieter, die mit Kryptowährungen arbeiten. Keine Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt, keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Gerichtsbarkeit. Die Auszahlung erfolgt in Krypto, nicht auf ein schweizerisches Bankkonto.
Was diese beiden heissen, ist das gleiche wie bei Rollbit: kein Schweizer Schutz, kein Schweizer Rechtsweg, mögliche Sperrung per DNS. Krypto-Auszahlung ist keine Schweizer Auszahlung.
X3Bet: ausländischer Anbieter mit Tobique-Lizenz aus Kanada
X3Bet ist ein Anbieter mit einer Lizenz aus Tobique in Kanada. Eine Tobique-Lizenz ist keine Schweizer Bewilligung und entfaltet hier keine Wirkung. Keine Anbindung an das Sperrregister, keine Schweizer Gerichtsbarkeit, mögliche Aufnahme in die Sperrliste.
Was X3Bet für Schweizer Wettende heisst, ist das gleiche wie bei den anderen ausländischen Anbietern. Die Lizenz aus Tobique ist in der Schweiz kein Argument.
Was die Marge konkret heisst
Wer das Preis-Leistungs-Verhältnis wie neulich im Spiegel beim Gesamtangebot der zwei Anbieter vergleicht, schaut auf die Marge der Hauptmärkte. Die Marge ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote, also der Anteil jedes Stabes, den der Veranstalter im Durchschnitt behält. Eine Marge von 5 % heisst: 95 % der Einsätze fliessen an die Wettenden, 5 % an den Veranstalter.
Bei einem Zweiermarkt mit Quote 1.90 auf jede Seite liegt die Auszahlungsquote bei etwa 95 %, die Marge bei etwa 5 %. Bei einer Quote von 1.85 auf jede Seite sinkt die Auszahlungsquote auf etwa 92.5 %, die Marge steigt auf etwa 7.5 %. Bei Longshot-Quoten wie 4.00 gegen 1.25 liegt die Marge bei etwa 20 %.
In der Praxis bedeutet das: Wer auf eine Quote von 1.90 wettet, verliert auf lange Sicht etwa 5 % seines Einsatzes an die Marge. Wer auf eine Quote von 1.25 wettet, verliert bei gleicher Marge weniger prozentual, aber die Wahrscheinlichkeit eines Gewinns ist höher. Bei einem Favoritenwett liegt die wahre Wahrscheinlichkeit oft bei 80 %, die Quote bei 1.25, der erwartete Verlust pro CHF 100 Einsatz liegt bei 0 % Marge × CHF 100, also bei einem fachen Betrag von 100 mal 0.20 Verlust plus Marge.
Wer das Preis-Leistungs-Verhältnis auf das Hauptangebot anwendet, sieht: Die Marge bei Turniersieger-Quoten ist höher als bei Match-Quoten, weil das Risiko jedes einzelnen Spiels niedrig ist und der Veranstalter einen grossen Spread setzen kann.
Steuern und Auszahlung: was nach einem grossen Gewinn passiert
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund setzt diesen Freibetrag seit dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000. Die Kantone setzen ihre eigenen Freibeträge, die je nach Kanton unterschiedlich sind; «je nach Kanton» ist hier die korrekte Formulierung. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt werden kann.
Die meisten Wettenden gewinnen weit unter dem Freibetrag. Auf einen Gewinn von CHF 500 fallen keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer an. Die Auszahlung erfolgt auf das Schweizer Bankkonto im Namen des Spielenden; eine Auszahlung an ein Drittkonto ist nach §26 BGS nicht erlaubt.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis, etwa im Kanton Thurgau, behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz; diese Aussage gilt für jedes individuell angesprochene Beispiel in einem fiktiven Szenario.
Die Auszahlungsgeschwindigkeit bei Sporttip hängt von der Zahlungsmethode ab. Die genauen Zeiten und Limits sind in den Spielregeln und Teilnahmebedingungen der jeweiligen Veranstalter festgelegt und werden jeweils von Swisslos selbst bestimmt.
Wer wo spielen kann
Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wohnt, kann nur bei Swisslos Sporttip ein Konto eröffnen. Wer in der Romandie wohnt, kann nur bei Loterie Romande Jouez Sport ein Konto eröffnen. Wer in Liechtenstein wohnt, fällt in das Vertragsgebiet von Swisslos.
Diese Wohnsitzbindung gilt für die Online-Registrierung. Bei der Identitätsprüfung wird die Adresse gegen Datenbanken geprüft. Eine Anmeldung mit einer Adresse im falschen Vertragsgebiet wird abgelehnt. Ein bestehendes Konto kann nur im eigenen Vertragsgebiet genutzt werden.
Wer umzieht, muss das Konto ummelden. Wer im Vertragsgebiet von Swisslos wohnt, kann auch in einer Verkaufsstelle in seinem Kanton spielen; Loterie Romande hat 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie.
Anbieter im Überblick: was kostet es, wer zu wem
Die folgende Übersicht fasst die zehn hier behandelten Anbieter zusammen und ordnet sie hinsichtlich ihrer rechtlichen Zulässigkeit in der Schweiz ein.
| Anbieter | Bewilligung in der Schweiz | Veranstalter oder gemeldete Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | ja | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie |
| Loterie Romande Jouez Sport | ja | Société de la Loterie de la Suisse Romande |
| Rollbit | nein | Lizenz nicht festgestellt |
| MyStake | nein | Lizenz nicht festgestellt |
| AmunRa | nein | Lizenz nicht festgestellt |
| Duelbits | nein | Lizenz nicht festgestellt |
| Gamdom | nein | Lizenz nicht festgestellt |
| BetLabel | nein | Lizenz nicht festgestellt |
| ZotaBet | nein | Lizenz nicht festgestellt |
| X3Bet | nein | Tobique (Kanada) |
Die ersten zwei sind die einzigen, die in der Schweiz zugänglich sind. Die anderen acht sind formal keine Alternative, weil sie nicht bewilligt sind und keine Wirkung in der Schweiz entfalten.
Häufige Fragen
Dürfen in der Schweiz Wetten auf die US Open platziert werden?
Ja, aber nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, sowie Loterie Romande mit Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten; ihre Lizenzen entfalten nach §4 BGS keine Wirkung, sie sind nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen und können auf die Sperrliste der Gespa gesetzt werden.
Wie entsteht die Quote auf den Turniersieger?
Eine Quote auf den Turniersieger setzt sich aus der Wahrscheinlichkeit jedes möglichen Siegers zusammen. Bei 128 Spielern im Herreneinzel hat der Buchmacher für jeden Spieler eine Wahrscheinlichkeit, die aus Weltranglisten-Position, Hartplatz-Statistik und aktueller Form gemischt wird. Aus dieser Wahrscheinlichkeit und der Marge des Veranstalters entsteht die Quote. Die Marge ist der Anteil jedes Stabes, den der Veranstalter behält. Eine Marge von 30 % auf einen Turniersieger-Markt heisst: 70 % der Einsätze fliessen im Durchschnitt an die Spielenden zurück.
Was bedeutet der Tiebreak bis 10 Punkte für Satzwetten?
Seit 2022 wird der Entscheidungssatz bei 6:6 mit einem Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung entschieden. Vorher war es ein Tiebreak bis 7 Punkte. Der längere Tiebreak verlängert die mögliche Dauer eines Satzes, was Satzwetten und Gesamtsiegwetten beeinflusst. Bei einer Wette auf «über X Sätze» sollte die längere mögliche Dauer einkalkuliert werden.
Welche Rolle spielen Hartplatz und Form?
Hartplatz begünstigt Aufschläger und aggressive Grundlinienspieler. Wer in den Wochen vor den US Open auf Hartplatz gut gespielt hat, kommt mit Selbstvertrauen. Weltranglisten-Position, Hartplatz-Statistik und aktuelle Form fliessen in die Quote ein. Der Buchmacher gewichtet sie; ein erfahrener Wettender kann sie anders gewichten. Genau diese Differenz ist die Grundlage jeder Wette auf den Turniersieger.
Wie werden Gewinne aus Wetten auf Turniere steuerlich behandelt?
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bund setzt diesen Freibetrag seit dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000. Die Kantone haben eigene Freibeträge, die je nach Kanton unterschiedlich sind. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die durch Deklaration des Gewinns in der Steuererklärung zurückgeholt werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; die kantonale Steuerpraxis behandelt sie je nach Kanton unterschiedlich.
Was gilt für Anbieter ohne Schweizer Bewilligung?
Ausländische Anbieter dürfen in der Schweiz keine Sportwetten anbieten. Ihre Lizenzen entfalten nach §4 BGS keine Wirkung. Spielende werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, hat im Konfliktfall keinen Schweizer Rechtsweg und kann nicht auf den Schutz des Schweizer Spielerschutzes zählen. Die Gespa kann die Domain auf die Sperrliste setzen, was zu einer DNS-Sperre durch Schweizer Provider führt.
Tennis – Laender Spiel Info
Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
