Snooker wetten in der Schweiz: Was bleibt erlaubt, was kostet es, was gilt sonst noch

Updated Oktober 2026
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Wer in der Schweiz auf Snooker wetten will, betritt ein klar abgestecktes Feld. Der Markt ist klein, die Regeln sind streng, und nur zwei Veranstalter dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten. Bei der Snooker-Wette kommt es auf das Verständnis der Regeln, der Quotenstruktur und der Wettarten an, um den Einsatz verantwortungsbewusst zu platzieren.

Ein Snookertisch mit grünem Tuch und einem Dreieck aus roten Kugeln unter einer tief hängenden Lampe in einer leeren Halle.
An der Snookerweltmeisterschaft nehmen 32 Spieler in der Endrunde teil, inklusive Qualifikation sind es 144; das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026; geprüft gegen die Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten (Version 10.09.2026) sowie die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2).

Rechtslage: Wo Snooker-Wetten in der Schweiz erlaubt sind

Die Ausgangslage ist ungewöhnlich einfach, sobald man sie einmal sortiert hat. In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51) und auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen (IKV 2020). Aufsichtsbehörde ist die Gespa mit Sitz in Bern, nicht die ESBK, die nur für Casinos zuständig ist.

Eine Garderobe aus Holz mit einem dunklen Regenschirm in einem stillen Korridor, am Fenster rinnt Regen herunter.
Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt.

Swisslos mit Sitz in Basel organisiert die Sportwetten im deutschsprachigen Vertragsgebiet: in den Kantonen AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Swisslos-Konto eröffnen und online Sporttip nutzen. Wer im Westschweizer Vertragsgebiet wohnt, also in den Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, wettet über Jouez Sport der Loterie Romande. Die Loterie Romande hat ihren Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14, und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Wer keinem der beiden Vertragsgebiete angehört, hat in der Schweiz keine Möglichkeit, sich legal online zu registrieren. Eine Anmeldung verlangt nämlich Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet, einen gültigen Ausweis, der gegen Adressdatenbanken geprüft wird, und den Ausschluss jeder Spielsperre. Minderjährige unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer selbst an einem Wettereignis teilnimmt, etwa als Spieler an einem Qualifikationsturnier, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Die Frage, ob eine ausländische Bewilligung in der Schweiz etwas nützt, beantwortet Art. 4 BGS klar: Eine ausländische Bewilligung «gilt nur in der Schweiz», und eine ausländische hat hier keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Veranstalterbewilligung Sportwetten anbietet, macht sich strafbar, im kommerziellen Fall mit einer Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit Domain-Namen ausländischer Anbieter, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains.

Was gewettet werden darf, ist ebenfalls klar umrissen. Die Gespa führt eine geschlossene Liste der zugelassenen Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, gegen die Sporttip und Jouez Sport ihr Programm aufbauen. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Auf der Liste stehen zum Beispiel keine Eckball- oder Kartenmärkte und keine eigene Sektion für E-Sports. Qualifikationsrunden dürfen nur dann angeboten werden, wenn die Liste sie ausdrückt, Damenwettbewerbe nur, wenn die Liste sie nennt, Rangwetten nur dort, wo eine Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind als Wettbasis tabu. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen.

Snooker ist als Sportart auf dieser Liste zu finden, was Voraussetzung dafür ist, dass die beiden Veranstalter überhaupt Turniere anbieten dürfen. Welche einzelnen Wettarten im Snooker verfügbar sind, hängt von der konkreten Auswahl des Anbieters ab. Die Gespa-Liste bildet nur den Rahmen, nicht das einzelne Wettprogramm.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Pausen und Sperren

Der Spielerschutz ist nicht eine Empfehlung, sondern eine gesetzliche Pflicht. Bevor bei Sporttip die erste Wette platziert wird, müssen Spielende eigene Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage. Wer sich später anhöheren Limits versucht, gibt dem System drei Bedenktage, in denen ein kühler Kopf die Erhöhung überprüfen kann.

Ein blauer Kreidewürfel und eine Queuespitze liegen am Rand eines Holztischs im weichen Seitenlicht.
Beim Snooker zählt Rot 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7 Punkte; das maximale Break beträgt 147 Punkte.

Daneben kennt Sporttip drei Stufen der Selbstsperre. Die produktbezogene Sperre dauert 1 bis 180 Tage und lässt sich nicht vor Fristablauf aufheben. Wer sich für eine kürzere Pause entscheidet, etwa um nicht in alte Muster zurückzufallen, nutzt diese Form. Die unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt zugleich für Casinos, Online-Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Eine dritte Form ist die Spielsperre auf Antrag einer Fachstelle oder des Amts, wenn Hinweise auf Überschuldung oder Spielsucht vorliegen.

Wer in der Schweiz mit einer Veranstalterbewilligung spielt, hat damit einen wirksamen Hebel. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat weder Zugang zu dieser Sperre noch zum Register noch zu einer Schweizer Beschwerdestelle. Die Sperre wirkt zudem nur in der Schweiz, und eine ausländische Plattform kann sich nicht am Register anschliessen, ohne in der Schweiz bewilligt zu sein. Genau hier liegt einer der Gründe, warum die Gespa ausländische Domains auf die Sperrliste setzt.

Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt und dabei in 47.5 Prozent von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das klingt nach viel, ist aber eine Momentaufnahme des Verkaufsstellenkanals, nicht der Online-Welt, wo die Registrierung mit Ausweisprüfung in jedem Fall verlangt wird. Die hohe Quote erklärt, warum der Gesetzgeber für Online-Sportwetten auf eine lückenlose Identitätsprüfung setzt und nicht bloss auf eine Erklärung an der Verkaufsstelle.

Wettarten und Quoten: Was es beim Snooker zu spielen gibt

Snooker ist für die Quotenbildung ein ungewöhnliches Terrain. Es gibt keinen Punktesport mit zwei Mannschaften und einer festen Spielzeit. Es gibt Frames, die nach unterschiedlich vielen Punkten enden, Best-of-Modi, in denen ein Frame den Unterschied macht, und ein Spielsystem, in dem die Punkte nicht wie beim Fussball linear steigen, sondern in Siebenersprüngen ab der roten Kugel.

Beim Snooker werden 22 Kugeln verwendet: der weisse Spielball, 15 rote Kugeln und je eine gelbe, grüne, braune, blaue, pinke und schwarze Kugel. Die Werte sind: Rot 1 Punkt, Gelb 2, Grün 3, Braun 4, Blau 5, Pink 6 und Schwarz 7. Das maximale Break liegt bei 147 Punkten, also 15 mal Rot gefolgt von 15 mal Schwarz und einem Schlussmaximum. Bei Punktegleichstand am Ende eines Frames wird die schwarze Kugel erneut aufgelegt; der nächste Punktgewinn entscheidet den Frame.

Profiturniere werden meist im Best-of-Modus über mehrere Frames gespielt. Die Endrunde der Snookerweltmeisterschaft etwa umfasst 32 Spieler in der Endrunde, 144 einschliesslich Qualifikation, und das Finale wird im Modus Best of 35 Frames ausgetragen. Das heisst: Wer zuerst 18 Frames gewinnt, hat das Turnier gewonnen. Ein Spieler, der mit 17 zu 1 führt, kann eine Partie noch verlieren. Wer auf einen Matchsieger wettet, wettet auf einen Prozess, der sich über zwei Tage hinziehen kann, und das hat Folgen für die Wettart.

Welche Wettarten Snooker kennt

In der Praxis sind bei Sporttip und Jouez Sport vor allem diese Wettarten verbreitet:

Welche Wettarten genau im Programm sind, hängt vom Anbieter und vom Turnier ab. Snooker ist kein Massenmarkt wie Fussball, und nicht jede Begegnung trägt den vollen Wettkatalog. Wer auf eine bestimmte Wettart setzen will, prüft das Wettprogramm vor dem Tipp.

Wie Quoten entstehen und was die Marge bedeutet

Jede Quote trägt eine Marge des Anbieters in sich. Die Marge ist der Anteil jedes Einsatzes, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält. Sie ist nicht dasselbe wie die Wettsteuer, die es in der Schweiz auf den Einsatz nicht gibt, und sie ist auch nicht der Gewinn des Anbieters, sondern ein statistischer Mittelwert über sehr viele Wetten.

Die Berechnung ist einfach. Bei einer Zwei-Wege-Wette mit den Quoten Q₁ und Q₂ ist die Auszahlungsquote, also der Anteil der Einsätze, der im Durchschnitt an die Wettenden zurückfliesst, der Kehrwert der Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 / (1/Q₁ + 1/Q₂). Die Marge ist das, was übrig bleibt, also 1 minus die Auszahlungsquote.

Ein Beispiel zeigt, wie sich das auswirkt. Nehmen wir ein fiktives, ausgeglichenes Match, in dem beide Spieler mit Quote 1.90 angeboten werden. Dann ist die Auszahlungsquote 1 / (1/1.90 + 1/1.90) = 1 / (zweimal 0.5263) = 1 / 1.0526, also rund 0.95 oder 95 Prozent. Die Marge beträgt damit 5 Prozent, was für eine ausgeglichene Zwei-Wege-Wette ein typischer Wert ist. Bei Snooker kann die Marge etwas höher liegen, weil das Marktvolumen kleiner ist und die Anbieter ihre Risiken breiter kalkulieren. Die konkrete Marge hängt vom Anbieter, vom Turnier und vom Zeitpunkt der Wette ab und steht im Quotenverlauf des Wettprogramms nicht direkt, sondern verbirgt sich hinter dem Preis.

Die Marge hat eine direkte Konsequenz für den, der wettet. Auf lange Sicht verliert der Anbieter im Schnitt genau diese Marge pro Einsatz. Wer 1’000 Franken bei einer Marge von 5 Prozent auf eine ausgeglichene Wette verteilt, bekommt rund 950 Franken zurück, die übrigen 50 Franken sind die Marge. Wer Quoten mit höherer Marge wählt, verliert schneller Geld als nötig, und wer Quoten mit tieferer Marge wählt, behält mehr von seinem Einsatz. Bei Snooker kommt hinzu, dass das Marktvolumen pro Match oft klein ist, die Quoten sich dadurch weniger effizient bilden als im Fussball und die Marge entsprechend stärker schwankt.

Wie der Gewinn aus Einsatz und Quote entsteht

Eine Quote ist nicht der Bruttogewinn, sondern der Faktor, mit dem der Einsatz multipliziert wird. Wer 100 Franken auf Quote 1.90 setzt, bekommt 190 Franken zurück, wenn die Wette gewinnt, also 100 Franken Einsatz plus 90 Franken Nettogewinn. Wer 50 Franken auf Quote 2.40 setzt, bekommt 120 Franken, also 50 Franken Einsatz und 70 Franken Nettogewinn. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert. Drei Wetten zu 1.50, 1.80 und 2.00 ergeben eine Gesamtquote von 5.40, was einen Einsatz von 20 Franken zu 108 Franken Rückzahlung macht, falls alle drei Treffer sitzen.

Sporttip rundet den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf und dann auf fünf Rappen genau ab. Das bedeutet: Wer 17.8447 Franken gewinnen würde, sieht am Ende 17.80 Franken, weil zuerst auf 17.85 Franken aufgerundet und dann auf 17.80 Franken abgerundet wird. Der Effekt ist klein, fällt aber bei vielen kleinen Wetten ins Gewicht.

Snooker-Saison: Turniere, Modi und Spielplan

Die Snookerweltmeisterschaft ist das Herzstück des Snooker-Kalenders, aber nicht das einzige Turnier. Zur Triple Crown zählen neben der WM die UK Championship und das Masters, drei Turniere, die zusammen den höchsten Status im Profitour besitzen. Die WM findet seit 1977 ab Ende April über 17 Tage im Crucible Theatre in Sheffield statt, eine Tradition, die vertraglich bis 2045 gesichert ist. An der Endrunde nehmen 32 Spieler teil, einschliesslich Qualifikation sind es 144. Das Finale wird im Modus Best of 35 Frames gespielt.

Die UK Championship wird im Spätherbst ausgetragen und folgt einem ähnlichen K.-o.-System, allerdings mit kürzeren Modi. Das Masters ist ein Einladungsturnier für die Top 16 der Weltrangliste und wird in der Regel im Januar gespielt. Daneben gibt es eine Reihe weiterer Ranglistenturniere wie die English Open, die Scottish Open, die Northern Ireland Open und die Welsh Open, die als Home Nations gemeinsam eine eigene Reihe bilden, sowie verschiedene Einladungsturniere und Qualifikationsserien.

Wer auf Snooker wettet, hat es also nicht mit einem einheitlichen Spielplan zu tun, sondern mit einer ganzen Saison von August bis Mai, in der die grossen Turniere im Abstand von wenigen Wochen aufeinander folgen. Die Spielerform schwankt über die Saison, was sich in den Quoten niederschlägt. Ein Spieler, der das Masters gewonnen hat, geht mit anderer Quote in die Welsh Open als ein Spieler, der in der ersten Runde eines Ranglistenturniers ausgeschieden ist.

Die Profitour wird von der World Professional Billiards & Snooker Association, der WPBSA, organisiert, die 1968 gegründet wurde. Die kommerzielle Tochter ist die World Snooker Tour, die zugleich die Übertragungsrechte hält und die Turniere vermarktet. Wer in der Schweiz ein Snooker-Match im TV sehen will, kommt an der WPBSA nicht vorbei.

Für die Wettpraxis ist die Saisonstruktur insofern wichtig, als die grossen Turniere die grösste Marktbreite haben. Wer ein Ranglistenturnier der unteren Kategorie wettet, findet unter Umständen nur eine Handvoll Märkte, während die WM in der Regel Frame-Wetten, Handicap-Wetten, Über-/Unterwetten auf die Frame-Anzahl, Langzeitwetten auf den Turniersieger und Spezialwetten auf das höchste Break oder die Anzahl Centuries anbietet.

Anbieter im Überblick: Wer in der Schweiz wettet

In der Schweiz gibt es nur zwei bewilligte Sportwettenveranstalter. Wer Snooker wetten will, kommt an Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport nicht vorbei. Daneben existiert eine Reihe ausländischer Anbieter, die Schweizer Kunden auf ihren Webseiten zulassen, aber keine Schweizer Bewilligung haben. Sie sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen im Internet begegnen, sind aber klar von den bewilligten Anbietern getrennt.

Die folgende Tabelle ordnet die Anbieter nach ihrer Bewilligungslage in der Schweiz. Sie zeigt nicht, was jeder einzelne Anbieter an Snooker-Märkten anbietet, sondern welchen rechtlichen Status er in der Schweiz hat.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter und ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Bewilligung gilt nur in der Schweiz, Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) Loterie Romande, Lausanne; Bewilligung gilt nur in der Schweiz, Aufsicht Gespa
BillyBets Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
1Bet Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetPanda Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Boomerang Bet Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
Playzilla Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetAlright Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
BetFury Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)
FortuneJack Keine Schweizer Bewilligung Lizenzstatus im internationalen Kontext nicht etabliert; keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS)

Der Vollständigkeit halber: Wer in der Schweiz wettet, ist mit einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung weder an die Schweizer Sperrliste noch an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen. Bei Streitigkeiten bleibt nur der Gerichtsweg im Sitzstaat des Anbieters. Die Gespa kann ausländische Domains auf die Sperrliste setzen, was eine DNS-Blockierung durch Schweizer Internetanbieter auslöst. Wer die Seite dennoch erreicht, etwa über ein anderes DNS, hat dadurch noch keine Schweizer Bewilligung erworben.

Swisslos Sporttip

Sporttip ist die Schweizer Marke für Sportwetten, die Swisslos gemeinsam mit der Loterie Romande als eine der beiden zulässigen Veranstalterinnen betreibt. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet zugänglich. Die Online-Registrierung verlangt einen Ausweis, der gegen Adressdatenbanken geprüft wird, eine Erklärung, dass keine Spielsperre besteht, und die Bestätigung, dass man volljährig ist. Jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Wer Sporttip nutzt, setzt vor der ersten Wette eigene Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden, eine Senkung sofort. Wer sich höhere Limits wünscht, gibt sich selbst eine Bedenkzeit. Die produktbezogene Sperre dauert 1 bis 180 Tage und ist ohne Aufhebung vor Fristablauf; die unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Das Wettprogramm umfasst Snooker im Rahmen der Gespa-Liste. Üblich sind Matchsieger-Wetten vor dem Turnier, Sieger der laufenden Begegnung, Frame-Wetten, Handicap auf Frames und Über-/Unterwetten auf die Frame-Anzahl. Die Mindestquote für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, pro Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen anpassen, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Livewetten sind möglich. Dabei gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, etwa wenn ein Frame durch Re-spotted black entschieden wird und die Live-Plattform kurz nicht klar ist, wer den nächsten Punkt macht.

Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Der Kombiboost gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten mit mindestens vier Voraussagen zu je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen, jeweils limitiert im Einsatz und in der Gewinnerhöhung. Quotenboosts und Profitboosts sind online für Prematch-Einzelwetten verfügbar, pro Wettenden nur einmal nutzbar und im Einsatz und in der Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Sporttip eignet sich für Spielerinnen und Spieler aus dem deutschsprachigen Vertragsgebiet, die einen Anbieter mit Schweizer Bewilligung suchen, der die Schweizer Schutzinstrumente anwendet, der eigene Limiten erzwingt und der Snooker im Rahmen der Gespa-Liste anbietet. Wer ausserhalb des Vertragsgebiets wohnt, kann sich hier nicht anmelden, und wer ein grösseres Wettangebot mit Dutzenden Wettarten pro Match sucht, wird mit dem Programm, das die Gespa-Liste erlaubt, an Grenzen stossen.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das westliche Gegenstück zu Sporttip. Die Loterie Romande betreibt es für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Gebiet zugänglich. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Spielregeln und Schutzinstrumente entsprechen im Wesentlichen denen von Sporttip, da beide auf dem gleichen Bundesgesetz und der gleichen Interkantonalen Vereinbarung aufsetzen. Auch Jouez Sport verlangt eine Identitätsprüfung, eigene Verlustlimiten, einen Ausschluss Minderjähriger und die Sperrmöglichkeit. Welche konkreten Wettmärkte und welches Wettprogramm im Snooker angeboten werden, hängt von der Auswahl des Anbieters ab und ist im aktuellen Wettprogramm zu prüfen.

Jouez Sport eignet sich für Spielerinnen und Spieler aus der Romandie, die einen Anbieter mit Schweizer Bewilligung suchen und das westliche Vertragsgebiet nutzen. Für Deutschschweizer und Tessiner Spieler ist Jouez Sport nicht zugänglich, und umgekehrt ist Sporttip für Romands nicht zugänglich. Die beiden Produkte sind geografisch getrennt, nicht im Wettbewerb zueinander.

Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Die übrigen acht Anbieter in der Tabelle haben keine Schweizer Bewilligung. Sie sind hier aufgeführt, weil sie Schweizer Kunden auf ihren Webseiten zulassen, aber sie fallen nicht unter das Schweizer Geldspielgesetz. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Wirkung.

Wer bei einem dieser Anbieter wettet, hat keinen Zugang zur Schweizer Spielsperre, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen und hat keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Gespa kann die Domain solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen, was Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren. Wer den Anbieter über ein anderes DNS dennoch erreicht, hat dadurch keine Schweizer Bewilligung erworben, und die Werbung für solche Angebote ist in der Schweiz nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und mit Busse bis zu CHF 500’000 bedroht.

Steuerlich sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen nach der Praxis des Kantons Thurgau unabhängig vom Betrag als Einkommen steuerbar, auch wenn sie unter dem Schweizer Freibetrag liegen. Andere Kantone handhaben das anders. Wer ausländische Gewinne in der Steuererklärung deklariert, sollte die kantonale Praxis kennen oder eine Steuerberatung fragen.

Diese Anbieter eignen sich nicht für Spielerinnen und Spieler, die einen in der Schweiz bewilligten Anbieter suchen. Sie sind hier genannt, damit die Tabelle vollständig ist und damit klar wird, was «Anbieter» im Snooker-Bereich überhaupt bedeuten kann, wenn man über die Schweizer Grenzen hinausschaut. Wer bei einem dieser Anbieter spielt, sollte sich bewusst sein, dass er im Konfliktfall auf den Rechtsweg im Sitzstaat des Anbieters angewiesen ist.

Livewetten auf Snooker: Wie sie abgerechnet werden

Livewetten auf Snooker-Frames folgen den gleichen Regeln wie Livewetten auf andere Sportarten, mit einer Eigenheit, die für das Snooker typisch ist: Frames sind kurz, das Spiel kann sich mit einem einzigen Ball drehen, und die Re-spotted-black-Situation am Ende eines Frames ist eine spielentscheidende Situation im Sinne der Regeln.

Eine platzierte Livewette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer auf den Sieger des nächsten Frames wettet, hat Anspruch auf die Wette, auch wenn die Übertragung des Tisches abbricht. Wer umgekehrt nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs wettet, also etwa dann, wenn der Frame schon entschieden ist, bekommt die Wette mit Quote 1.00 gewertet, was den Einsatz zurückgibt, aber keinen Gewinn. In spielentscheidenden Situationen, etwa wenn der schwarze Ball erneut aufgelegt wird und das Live-System noch nicht klar ist, wer den nächsten Punkt macht, kann der Anbieter Wetten mit Quote 1.00 werten, bis die Situation geklärt ist.

Bei Frame-Wetten ist die Frage des richtigen Zeitpunkts entscheidend. Wer auf den Frame-Sieger wettet, sollte darauf achten, dass das System die Wette vor dem entscheidenden Punkt angenommen hat. Eine Wette, die erst nach dem entscheidenden Punkt eingeht, wird mit Quote 1.00 abgerechnet. Das ist keine Schikane des Anbieters, sondern ein Schutz vor Wetten auf bereits bekannte Ausgänge, und sie gilt für alle Anbieter mit Schweizer Bewilligung gleichermassen.

Bei Livewetten auf das nächste Break, also die Frage, ob ein Spieler im aktuellen Frame ein 50er-, 70er- oder 100er-Break spielen wird, sind die Quoten naturgemäss hoch, weil das Ereignis selten ist. Die Marge, die der Anbieter auf solche Spezialmärkte legt, ist oft grösser als auf Standardmärkten, und die Quote sollte mit Blick auf die Marge verglichen werden, nicht bloss als isolierter Wert.

Boni und Aktionen: Was Sporttip und die Konkurrenz bieten

In der Schweiz ist das Bonusthema stark reguliert. Gratis-Spielguthaben und Freispiele brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Angebote ist verboten.

Was bleibt, sind vor allem zwei Formen: Quotenboosts und der Kombiboost. Beide sind an Bedingungen geknüpft, die sich lohnen, gelesen zu werden, bevor man sie nutzt.

Quotenboosts bei Sporttip sind online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage verfügbar. Sie erhöhen die reguläre Quote für eine bestimmte Partie, sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und im Einsatz und in der Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Profitboosts funktionieren ähnlich, erhöhen aber den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Wer auf eine Partie mit Quotenboost wettet, sollte sich bewusst sein, dass der Boost in ein paar Konstellationen wertlos werden kann, etwa beim Cash-Out.

Der Kombiboost ist die zweite wichtige Form. Er gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten, verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50 und erhöht den Nettogewinn um 5 Prozent bei vier, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn Voraussagen. Auch hier sind Einsatz und Gewinnerhöhung limitiert. Wer den Boost nutzt, sollte prüfen, ob die Erhöhung den Verlust der höheren Einzelquoten über die nötigen vier bis fünfzehn Voraussagen aufwiegt. In vielen Fällen tut sie das nicht, weil die Kombiwette mit jeder weiteren Voraussage an Varianz gewinnt und der Boost den Verlust nicht kompensiert.

Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Anbieter ist verboten, und ein Bonuscode oder Promocode eines ausländischen Anbieters ist in der Schweiz nicht nutzbar, ohne dass der Anbieter sein Angebot in der Schweiz bewirbt. Wer einen solchen Code sieht, sollte davon ausgehen, dass er für die Schweiz nicht gilt und der Anbieter ihn über eine Domain bewirbt, die auf der Gespa-Sperrliste stehen kann.

Zahlungen, Auszahlung und Verifizierung

Wer in der Schweiz legal wettet, zahlt auf ein Konto im eigenen Namen ein und lässt sich auf dieses Konto auch auszahlen. Anonyme Zahlungen und Kryptowährungen sind bei den bewilligten Anbietern kein Thema. Der Grund steht in Art. 50 Abs. 2 VGS: Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausgezahlt. Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS). Damit ist die Schweizer Regulierung strenger als die meisten ausländischen Märkte und schliesst einige Geschäftsmodelle aus, die im Ausland verbreitet sind.

Welche konkreten Zahlungsmethoden Sporttip und Jouez Sport anbieten, ob Banküberweisung, PostFinance, Twint, Karte oder andere, hängt vom Anbieter ab und ändert sich, ist also im aktuellen Zahlungsbereich der Anbieter-Webseite zu prüfen. Eine schweizweite Sperre von Bank- oder Kartenzahlungen an ausländische Anbieter gibt es nicht. Wer bei einem ausländischen Anbieter einzahlt, nutzt die normalen Zahlungswege, die das System eben öffnet, und die Bank hat in der Regel keinen Anlass, die Zahlung zu blockieren, weil keine Sperre besteht.

Die Auszahlung erfolgt nach Abschluss der Wette und nach Verifikation des Kontos. Die Identitätsprüfung ist bei der Registrierung obligatorisch, eine spätere erneute Prüfung kann nötig werden, etwa bei einer Adressänderung. Wer in der Schweiz wettet, sollte darauf vorbereitet sein, dass die Auszahlung einige Werktage dauert, je nach Zahlungsmethode, und dass die Verifikation bei der ersten Auszahlung etwas Zeit in Anspruch nehmen kann.

Besteuerung von Wettgewinnen

In der Schweiz sind Gewinne aus bewilligten Grossspielen, also auch aus Sportwetten, einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund hat den Freibetrag ab dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 festgelegt; 2025 lag er bei CHF 1’070’400. Wer also einen grossen Einzelgewinn erzielt, der unter dem Freibetrag bleibt, zahlt keine Einkommenssteuer auf den Gewinn. Über dem Freibetrag behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die der Gewinner über die Steuererklärung zurückholen kann, indem er den Gewinn deklariert.

Die kantonalen Freibeträge weichen vom Bund ab, und der Einfachheit halber schreibt man «je nach Kanton». Wer in einem Kanton mit tieferem Freibetrag wohnt, zahlt auf kleinere Gewinne bereits Steuer, und wer in einem Kanton mit höherem Freibetrag wohnt, bleibt länger steuerfrei. Wer im Ausland wohnt, kann in der Schweiz weder ein Konto eröffnen noch eine Wette platzieren, also fällt die Frage für sie nicht an.

Bei ausländischen Anbietern verhält es sich anders. Gewinne aus ausländischen Grossspielen sind nach der Praxis des Kantons Thurgau unabhängig vom Betrag als Einkommen steuerbar. Andere Kantone gehen milder mit solchen Gewinnen um, aber das ist die Praxis, die das Steuerrecht im Inland kennt. Wer also bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt und gewinnt, sollte die Gewinne in der Steuererklärung angeben und die kantonale Praxis kennen oder eine Steuerberatung fragen.

Eine Wettsteuer auf den Einsatz, wie sie in einigen anderen Märkten existiert, kennt die Schweiz nicht. Wer also 100 Franken einsetzt, setzt 100 Franken ein, und es wird kein zusätzlicher Betrag abgezogen.

Werbe- und Bonusregeln: Was erlaubt ist und was nicht

Werbung für Geldspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein, sie darf sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten, und Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten. Der Verstoss gegen das Werbeverbot für nicht bewilligte Angebote ist mit Busse bis zu CHF 500’000 bedroht. Wer im Internet auf eine Anzeige für einen ausländischen Anbieter stosst, sollte sich bewusst sein, dass diese Anzeige in der Schweiz gegen das Gesetz verstösst.

Für bewilligte Anbieter gelten die Regeln der Gespa. Quotenboosts, Kombiboost und ähnliche Aktionen brauchen die vorgängige Zustimmung, und die Gespa achtet darauf, dass die Aktionen nicht in eine Spielsucht fördernde Struktur kippen. Gratis-Spielguthaben, also ein Bonus, der ohne Einzahlung gewährt wird, sind ebenfalls an eine vorgängige Zustimmung gebunden und werden in der Praxis selten und in kleinen Beträgen bewilligt.

Eine zeitliche Werbebeschränkung im Sinne eines Werbeverbots nach 22 Uhr oder am Wochenende kennt das Schweizer Recht nicht. Was verboten ist, ist die Werbung für nicht bewilligte Angebote, nicht die Werbung um eine bestimmte Uhrzeit.

Häufige Fragen

In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten, nämlich Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf das Bundesgesetz über Geldspiele, und beide bedienen ihr eigenes Vertragsgebiet: Sporttip die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone. Wer bei einem anderen Anbieter wettet, wettet ohne Schweizer Bewilligung und ohne Zugang zu den Schweizer Schutzinstrumenten wie Spielsperre, Sperrregister oder Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen.

Ist Snooker auf der Gespa-Liste der zugelassenen Sportarten und Wettarten aufgeführt?

Snooker ist als Sportart auf der Gespa-Liste zu finden, was Voraussetzung dafür ist, dass Sporttip und Jouez Sport überhaupt Snooker-Wetten anbieten dürfen. Welche einzelnen Wettarten im Snooker verfügbar sind, hängt vom konkreten Wettprogramm des Anbieters ab, und nicht jede Wettart, die im Fussball verbreitet ist, gibt es im Snooker. Die Gespa-Liste bildet den Rahmen, nicht den einzelnen Wettzettel.

Wie gross ist die Marge in Snooker-Quoten, und wie wirkt sie sich auf die Auszahlung aus?

Bei einer ausgeglichenen Zwei-Wege-Wette mit Quote 1.90 auf beide Seiten liegt die Marge bei rund 5 Prozent, was für eine ausgeglichene Partie ein typischer Wert ist. Im Snooker kann die Marge etwas höher ausfallen, weil das Marktvolumen pro Match oft klein ist. Die Marge bedeutet, dass im Durchschnitt 95 Cent von jedem eingesetzten Franken an die Wettenden zurückfliessen, die restlichen 5 Cent behält der Anbieter. Auf Dauer verliert der Wettende genau diesen Anteil, weshalb die Marge das entscheidende Mass für die Qualität einer Quote ist.

Wie wird der Gewinn bei einer Wette auf einen Frame- oder Matchsieger aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn ist der Einsatz multipliziert mit der Quote. Wer 50 Franken auf Quote 1.90 setzt, bekommt 95 Franken zurück, also 50 Franken Einsatz und 45 Franken Nettogewinn. Bei einer Kombiwette werden die Einzelquoten multipliziert, etwa 1.50 mal 1.80 mal 2.00 zu 5.40, was einen Einsatz von 20 Franken zu 108 Franken macht, falls alle drei Treffer sitzen. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet.

Wie werden Livewetten auf einzelne Frames abgerechnet, und was gilt bei zu spät platzierten Wetten?

Eine Livewette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, etwa nach dem entscheidenden Punkt in einem Frame, zählen mit Quote 1.00, was den Einsatz ohne Gewinn zurückgibt. In spielentscheidenden Situationen, etwa wenn beim Re-spotted black noch nicht klar ist, wer den nächsten Punkt macht, kann der Anbieter Wetten mit Quote 1.00 werten, bis die Lage geklärt ist. Wer auf den Sieger des nächsten Frames wettet, sollte darauf achten, dass das System die Wette vor dem entscheidenden Punkt angenommen hat.

Wie werden Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung steuerlich behandelt?

Gewinne von in der Schweiz bewilligten Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Freibetrag pro Einzelgewinn, der beim Bund 2026 bei CHF 1’071’000 liegt, kantonal aber abweicht. Gewinne von Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind nach der Praxis des Kantons Thurgau unabhängig vom Betrag als Einkommen steuerbar, und andere Kantone handhaben das wiederum anders. Wer ausländische Gewinne in der Steuererklärung deklariert, sollte die kantonale Praxis kennen oder eine Steuerberatung fragen, statt sich auf eine Faustregel zu verlassen.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»