NBA Wetten in der Schweiz 2026: welcher Anbieter passt, welche Märkte es gibt und was das Gesetz fordert

Updated Oktober 2026
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Stand: 20. Oktober 2026 – geprüft gegen die Bewilligungsregister der Gespa und die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter.

Ein orangefarbener Basketball liegt auf dem Parkett einer leeren Halle unter hellem Flutlicht, die Tribünen sind dunkel.
Die National Basketball Association (NBA) hat 30 Teams, 29 aus den USA und eines aus Kanada (Toronto Raptors).

Wer in der Schweiz auf die NBA wetten will, hat genau zwei legale Wege: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide sind interkantonal bewilligt, beide decken aber nur das eigene Sprachgebiet ab. Alles, was daneben mit Krypto, mit «risk-free»-Wetten oder mit internationalen Bonus­paketen wirbt, fällt durch – ohne Schweizer Bewilligung, ohne Sperrregister-Anschluss, ohne Rückgriff in der Schweiz. Hier erfahren Sie, was möglich ist, was verboten bleibt und worauf es bei einem Konto bei einem der beiden Schweizer Veranstalter ankommt.

Die zehn Anbieter im Überblick

Die folgende Einordnung zeigt, welche der zehn in der Schweiz erreichbaren Marken eine Schweizer Bewilligung besitzen, wer sie organisiert, und welche Marke im Gesetz einfach keine Rolle spielt. Die Reihenfolge folgt keiner Rangordnung nach «besser wetten», sondern dem rechtlichen Status und der Reichweite in der Schweiz.

Ein Basketballkorb von unten gesehen, darüber eine Hallendecke mit Scheinwerfern und Stahlträgern.
In der NBA bestreitet jedes Team 82 Hauptrundenspiele; die Tabelle richtet sich nach dem Siegprozentsatz, nicht nach Punkten.
Anbieter Status Veranstalter oder ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Schweizer Bewilligung SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz
Loterie Romande Jouez Sport Schweizer Bewilligung Loterie Romande, Lausanne – Veranstalter- und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz
BassBet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; keine Gespa-Konzession, Anschluss an Sperrliste und DNS-Sperre möglich
Funbet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; keine Gespa-Konzession, Anschluss an Sperrliste und DNS-Sperre möglich
Bettilt ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; keine Gespa-Konzession, Anschluss an Sperrliste und DNS-Sperre möglich
MyStake ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; keine Gespa-Konzession, Anschluss an Sperrliste und DNS-Sperre möglich
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; keine Gespa-Konzession, Anschluss an DNS-Sperre möglich
bet365 ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; wird von der Gespa für die Sperrliste genannt
20Bet ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; keine Gespa-Konzession, Anschluss an Sperrliste und DNS-Sperre möglich
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; keine Gespa-Konzession, Anschluss an Sperrliste und DNS-Sperre möglich

Die Tabelle trägt eine Botschaft, die im Marketing der ausländischen Marken meist fehlt: Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat hier keine Kraft (Art. 4 Geldspielgesetz), und wer dort ein Konto eröffnet, kann zwar spielen, aber im Streitfall nicht auf Schweizer Gerichte zählen. Der Abschnitt «Die Rechtslage: Was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht» zeigt, was das in der Praxis heisst.

Was «online NBA Wetten Schweiz» überhaupt bedeutet

NBA ist die stärkste Basketballliga der Welt – 30 Teams, aufgeteilt in eine Western und eine Eastern Conference mit je drei Divisionen, 29 franchises aus den USA und eines aus Kanada (Toronto Raptors). 82 Hauptrundenspiele bestreitet jedes Team, eingerichtet nach Kalender, nicht nach Konferenz, und die Tabelle richtet sich nach dem Siegprozentsatz, nicht nach Punkten. Die Saison beginnt Ende Oktober, die Playoffs starten traditionell im April, eine Play-in-Runde ermittelt seit 2020/21 die Plätze 7 bis 10 jeder Conference. Das alles ist Hintergrund. Für eine Wette zählt, wann und in welcher Form ein Veranstalter NBA-Spiele anbietet – und ob er das in der Schweiz überhaupt darf.

In der Schweiz sind Sportwetten ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz. Sie dürfen nur von zwei Veranstaltern angeboten werden: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide brauchen je eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung; beide werden von der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt. Eine Wette auf den Ausgang eines NBA-Spiels lässt sich also in der Deutschschweiz bei Sporttip platzieren, in der Westschweiz bei Jouez Sport – über Kantonsgrenzen hinweg nur, wer im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters wohnt.

Eine «online»-NBA-Wette heisst in der Schweiz: Wettkonto mit verifizierter Identität, Wohnsitz im Vertragsgebiet, gesetzte Verlustlimiten und ein Einkauf im Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport. Krypto-Angebote, Apps mit «anonymem» Spiel oder Plattformen mit Wohnsitz in Curaçao gehören nicht in diese Kategorie, auch wenn sie im Internet für Schweizer Adressen sichtbar sind. Welche Märkte – Siegwette, Handicap, Over/Under, Spieler-Specials – genau angeboten werden, hängt von der Liste der Gespa ab, die abschliessend festhält, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen erlaubt sind.

Die Rechtslage: Was in der Schweiz erlaubt ist und was nicht

Das Schweizer Recht ist hier klarer, als es die Werbung suggeriert. Online-Sportwetten sind ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa beaufsichtigt, nicht von der Eidgenössischen Spielbankenkommission, die nur für Casinos zuständig ist. Eine Bewilligung braucht einen Veranstalter und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS); sie gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt – Swisslos und Loterie Romande. Es gibt keine Liste weiterer bewilligter Buchmacher, weil es keine weiteren gibt; die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste ausländischer Domains, die in der Schweiz per DNS blockiert werden.

Eine Tramhaltestelle bei Regen in einer Altstadtgasse, das Kopfsteinpflaster glänzt und ein einzelner Regenschirm lehnt an einem Mäuerchen.
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen (Oberlimite CHF 9'999, unter 21 Jahren CHF 1'000).

Die Vertragsgebiete sind klar getrennt. Swisslos deckt die Deutschschweiz ab – Aargau, Appenzell Ausserrhoden und Innerrhoden, Bern, Basel-Landschaft und Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich – sowie das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande bedient die Westschweiz mit Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Ein Online-Konto lässt sich nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet eröffnen. Wer etwa in Genf wohnt, kann bei Sporttip kein Konto führen; wer in Zürich wohnt, nicht bei Jouez Sport.

Was gewettet werden darf, steht ebenfalls nicht im Belieben der Veranstalter. Die Gespa pflegt eine Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wettformen; nur was dort steht, darf angeboten werden. Qualifikations­runden zählen nur, wenn sie gelistet sind, Frauen­wettbewerbe ebenso, und Rangwetten sind nur dann erlaubt, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Wetten auf Eckbälle, Karten oder esports-Events sind in dieser Liste nicht enthalten. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen. Live-Wetten sind erlaubt, vor Spiel und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Entscheidung hält; das Gesetz schreibt keine bestimmte Live-Marktform vor. Cash-Out ist gesetzlich nicht geregelt – es ist schlicht eine Funktion, die ein Veranstalter anbietet oder nicht.

Steuerlich behandelt die Eidgenössische Steuerverwaltung Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen als einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; die Bundesschwelle liegt seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, die kantonale Schwelle unterscheidet sich je nach Kanton. Oberhalb dieses Freibetrags behält der Veranstalter 35 Prozent Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der typische Wettgewinn liegt weit darunter, fällt also weder unter die Einkommensteuer noch unter die Verrechnungssteuer. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis – Thurgau ist hier explizit – behandelt sie als voll steuerbares Einkommen unabhängig von der Höhe. Welche Regel im eigenen Kanton gilt, sagt die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater.

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa; wie viele im Jahr 2025 erteilt wurden – 24 an Loterie Romande, 8 an Swisslos – zeigt, dass solche Zustimmungen kein Selbstläufer sind.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und was das für NBA-Livewetten heisst

Bevor bei Sporttip die erste Wette gesetzt werden kann, müssen Spielende Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen – die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 und für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden; eine freiwillige Einzahlungslimite für 30-Tage-Fenster lässt sich zusätzlich setzen. Loterie Romande verlangt dieselbe Vorauswahl bei der Kontoregistrierung. Wer eigene Verlustlimiten nicht aktiv anpasst, läuft mit der vom Veranstalter gesetzten Obergrenze – wer das tut, sollte vor allem an Livespieltagen mit vielen NBA-Spielen ein waches Auge darauf haben, dass die Limite pro 24 Stunden durch mehrere kleine Wetten nicht unterlaufen wird.

Eine Spielsperre lässt sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Online-Casinos in der Schweiz sowie in Liechtenstein. Die Aufhebung einer freiwilligen Sperre ist frühestens nach drei Monaten möglich, eine Fachstelle ist einzubeziehen. Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Für NBA-Spieltage mit Spielbeginn um 22 Uhr Schweizer Zeit heisst das: Wer merkt, dass die Livewetten am späten Abend das eigene Budget überschreiten, kann noch in derselben Nacht eine Sperre setzen.

Dass der Schutz im Alltag greift, hat die Gespa 2025 an Verkaufsstellen getestet – bei 200 Testkäufen wurde in 47.5 Prozent der Fälle eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Das ist kein Argument gegen die Online-Kanäle, bei denen die Identitätsprüfung per Ausweis-Upload läuft und eine Registrierung unter 18 blockiert; es ist aber eine Mahnung, dass der Schutz im Verkauf an der Ladenkasse brüchiger ist, als die Gespa selbst ihn in der Aufsicht misst.

Prognosen und Strategie: warum keine NBA-Wette sicher ist

Eine seriöse NBA-Prognose entsteht aus drei Bausteinen: der aktuellen Form eines Teams oder Spielers, dem Verletzungs­stand und einer Auswertung der Statistik – Heimvorteil, Pace, Defensiv­effizienz, effektive Wurfquote. Hinzu kommen Dichte des Spielplans (Back-to-backs, drei Spiele in vier Nächten), Reisebelastung und der Blick auf die letzten Aufeinandertreffen. Das ergibt eine Erwartung – nicht mehr. Eine Schätzung wird zur Value-Wette, wenn die angebotene Quote über der impliziten Wahrscheinlichkeit liegt, die man selbst aus diesen Bausteinen ableitet. Im Basketball sind die Schwankungen von Spiel zu Spiel grösser als im Fussball: Ein einzelner Shooter kann ein Spiel allein entscheiden, eine Foul-Trouble-Situation in der zweiten Halbzeit eine klare Führung kippen.

Wett-Tipps für heute laufen deshalb auf mehreren Kanälen – Foren, Telegram-Gruppen, kostenpflichtige Tipster. Was sie verkaufen, sind Einschätzungen, keine Garantien. Wer nach «sicheren Tipps» sucht, sucht etwas, das keine seriöse Quelle anbieten kann. Wetten ist kein Einkommen, und ein Treiber zum Wetten – ein Tipp, ein Bonus, ein vermeintlicher Trend – ändert daran nichts. Wer trotzdem tippt, sollte den Einsatz so wählen, dass ein Totalverlust das eigene Budget nicht beschädigt; die gesetzliche Verlustlimite ist ein Werkzeug, nicht eine Empfehlung an der unteren Grenze.

NBA-Livewetten verdienen einen eigenen Hinweis: Bei Sporttip wird die Wette unabhängig davon gewertet, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Roter Karte oder Videoschiedsrichter­entscheid kann der Veranstalter Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Das gilt für alle Sportarten, nicht nur für NBA-Spiele, zeigt aber das Muster: Wer live setzt, übernimmt das Risiko, dass ein schneller Spielzug die Wette ungültig macht.

Wettarten, Quoten und der Preis der Marge

Die drei Wettformen, auf die man bei jeder NBA-Partie stösst, sind die Siegwette, das Handicap und das Over/Under. Siegwette ist am einfachsten: Wer gewinnt, bekommt Einsatz mal Quote. Handicap gleicht den Qualitäts­unterschied aus – eine Wette auf «Celtics –5.5» gewinnt nur, wenn Boston mit mindestens sechs Punkten Vorsprung gewinnt; bei «Under 220.5» gewinnt die Wette, wenn die Gesamtpunktzahl beider Teams 220 oder weniger beträgt. Über und Unter werden oft mit halben Schritten angeboten, damit es keinen Push gibt.

Wie viel eine Wette zurückzahlt, ist eine einfache Rechnung. Bei einem Einsatz von CHF 10 auf eine Einzelwette zur Quote 2.10 beträgt der Brutto­rück­zahlungs­betrag CHF 21, der Nettogewinn CHF 11. Bei einer Kombinations­wette aus zwei Auswahlen zu 2.10 und 1.80 multiplizieren sich die Quoten zur Gesamtquote 3.78, der Brutto­rück­zahlungs­betrag bei einem Einsatz von CHF 5 wäre CHF 18.90, der Nettogewinn CHF 13.90. So weit die Mechanik.

Die weniger sichtbare Seite ist die Marge. Wer ein Zweiwege-Over/Under zu 1.90 / 1.90 offered bekommt, sieht auf beiden Seiten dieselbe Quote, glaubt vielleicht an ein faires Spiel – und bezahlt trotzdem einen Preis. Die Auszahlungsquote dieses Marktes errechnet sich aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), was rund 0.95 oder 95 Prozent ergibt. Die Marge, der Anteil, den der Veranstalter von jedem Franken Einsatz statistisch einbehält, beträgt damit rund 5 Prozent. Das ist nicht versteckt, das ist der Preis jedes Marktes. Bei einer Siegwette mit drei möglichen Ausgängen – Heimsieg, Auswärtssieg, Verlängerung – oder bei asiatischen Handicap-Linien steigt der Aufbau, die Quote pro Auswahl ist niedriger, die Marge tendenziell höher. Wer vergleicht, achtet nicht nur auf die höchste Quote eines Lieblings­teams, sondern auf die Quote des Marktes, der seinem Tipp entspricht.

Ein zweiter, oft übersehener Punkt sind die Limits. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinations­wetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinations­wette bei CHF 1’000 und pro Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit einem höheren Einsatz plant, etwa um eine Value-Theorie konsequent umzusetzen, läuft an diese Decke.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; beide sind pro Spielende nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert, und verfallen bei einem Cash-Out. Was «boosted odds» versprechen – ein grösserer Gewinn – kostet meist eine enge Quote-Auswahl und einen Verlust des Boosts, sobald man vorzeitig aussteigt.

Die NBA-Saison als Wettkalender

NBA-Saisonwetten leben vom Rhythmus. Die Hauptrunde beginnt in der Regel Ende Oktober, dauert bis Anfang April und liefert 82 Spiele pro Team – genug Material, um über mehrere Monate auf Regular-Season-Ausgänge zu setzen. Das Play-in-Turnier folgt Mitte April und ermittelt die letzten beiden Playoff-Plätze jeder Conference, die Playoffs starten traditionell am 18. April und werden im Modus Best-of-Seven ausgespielt. Wer vor der Saison eine Future-Wette auf den Titel abschliesst, wettet auf den Ausgang einer Kette von mindestens vier Serien – die Quote ist höher, die Trefferquote niedriger.

Saisonwetten sind nicht die einzige Form. Während der Hauptrunde dominieren Einzelwetten auf Spiele sowie Over/Under-Märkte; in den Playoffs verschiebt sich das Verhältnis zu Gunsten von Serienwetten – Sieg einer Best-of-Seven-Serie, Handicap nach Spielen, Over/Under auf das Serien­total. Wer auf den Finals-Sieger tippt, sollte im Kopf haben, dass in den letzten zehn Saisons der Champion fast immer aus den beiden Top-Seedings der Conference kam, Ausreisser wie die Dallas Mavericks 2010/11 bestätigen die Regel.

Auch ausserhalb der Meisterschaft gibt es Fenster. Der NBA Cup, ein In-Season-Turnier Anfang November bis Mitte Dezember, hat einen eigenen Wettstrang. Wer auf den wertvollsten Spieler der Hauptrunde (MVP) oder den besten Verteidiger (DPOY) tippt, setzt auf eine Auszeichnung, die häufig an Teams mit Rekord­bilanz geht – 2025/26 zum Beispiel an Shai Gilgeous-Alexander und die Oklahoma City Thunder mit 64 Siegen und 18 Niederlagen.

Für die Wet­auswahl in der Schweiz folgt daraus: Wann immer die Gespa-Liste einen Markt führt, ist er bei Sporttip verfügbar – vorausgesetzt, die entsprechende Veranstaltung erscheint im Wettprogramm. Wer als Wettkämpfer in einem Event antritt, darf auf dieses Event nicht wetten; Trainer, Schiedsrichter, Funktionäre sind ausgeschlossen.

Was Cash-Out wirklich heisst

Cash-Out ist bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeit­wetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der ausgezahlte Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn, wenn die Wette bis zum Ende läuft; er hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Es gibt keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird – wer eine Wette platziert und auf den späteren Ausstieg baut, kann erleben, dass der Markt zur Unzeit schliesst.

Wer Cash-Out benutzt, akzeptiert einen kleineren, vorzeitigen Auszahlungsbetrag gegen das Risiko eines Totalverlusts. Wer den Hebel umdreht und bei mehreren offenen Wetten in einem volatilen Spieltag live aussteigt, bezahlt dafür den Cash-Out-Abschlag – der Unterschied zwischen dem angezeigten Betrag und dem späteren Gewinn bei natürlichem Ausgang. Bei Sporttip lässt sich ein ausgeführtes Cash-Out nicht rückgängig machen.

Berechnung: Wie viel kostet die Marge im Zwei-Wege-Markt?

Im NBA-Wettalltag zeigt sich der Preis der Marge am leichtesten an einem Over/Under-Markt. Nimmt man – rein beispielhaft – eine Linie 220.5 Punkte mit beiden Seiten zu 1.90, ergibt sich die Auszahlungsquote aus

> 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) ≈ 0.95

also rund 95 Prozent. Die Marge des Veranstalters liegt entsprechend bei etwa 5 Prozent. Das ist die statistische Grösse: Von jedem CHF 100, die über diesen Markt umgesetzt werden, zahlt der Veranstalter im langen Mittel rund CHF 95 als Gewinne aus und behält rund CHF 5.

Bei einer Siegwette mit drei Ausgängen – Heimsieg in regulärer Spielzeit, Auswärtssieg, Verlängerung – ist die Rechnung entsprechend umfangreicher, und die pro Auswahl angebotene Quote sinkt im Verhältnis. Wer jeweils die Quoten aller Ausgänge addiert und gegen die impliziten Wahrscheinlichkeiten derselben Quoten prüft, sieht den Abstand zur fairen Linie. Konkret: Eine typische NBA-Heimquote von 1.55, eine Auswärtsquote von 2.60 und eine Verlängerungs-Quote von 13.00 ergeben rechnerisch eine Auszahlungsquote von rund 90 bis 92 Prozent – je nach Veranstalter und Saisonphase. Die Faustregel: Je mehr Ausgänge, desto höher die Marge, und die Spread-Märkte, die viele Veranstalter als Cash-Cow führen, sind dort am teuersten, wo das Marketing am unscheinbarsten ist.

Wer seine Wettauswahl konsequent über mehrere Anbieter vergleicht – was in der Schweiz nur zwei Marken erlaubt – findet Unterschiede von einem halben bis zu mehreren Prozentpunkten Auszahlungsquote zwischen den wichtigsten Märkten. Im Jahres­volumen summiert sich das schnell zu einem dreistelligen Betrag, je nach Umsatz.

Details zu den Anbietern

Swisslos Sporttip

Swisslos ist mit dem Produkt Sporttip der eine der beiden inter­kantonal bewilligten Veranstalter; Sitz der Genossenschaft ist Basel, die Bewilligung stützt sich auf die Inter­kantonale Vereinbarung von 2019 zur gemeinsamen Durch­führung von Geldspielen (IKV 2020). Online-Konten stehen Personen ab 18 Jahren offen, die im Vertrags­gebiet wohnen – also in der Deutsch­schweiz, im Tessin oder in Liechtenstein – und deren Identität per Ausweis verifiziert wurde. Sporttip verlangt vor der ersten Wette eigene Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage; ohne diese Limiten gibt es keine Wette.

Das Wett­programm führt das, was die Gespa-Liste führt – NBA-Spiele in Hauptrunde, Play-ins und Playoffs, dazu die Futures wie Finals-Sieger, Conference-Sieger und MVP. Live-Wetten sind verfügbar, Cash-Out nur als vollständiges Cash-Out ohne Teil­auszahlung. Der Mindest­einsatz pro Einzel- und Kombinations­wette liegt bei CHF 1, das Maximum bei CHF 1’000 beziehungsweise CHF 10’000 pro System­wette. Im Geschäfts­jahr 2025 hat Swisslos einen Rein­gewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet – CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sport­förderung Schweiz; CHF 109 Mio. davon stammten aus den Sport­wetten (2024: CHF 122 Mio.). Das ist die Hälfte der Gleichung: Der Erlös aus den Wetten fliesst in die öffentliche Hand zurück.

Die Mischung aus inter­kantonaler Bewilligung, klar definierten Limits und dem öffentlichen Auftrag macht Sporttip zur ersten Adresse für Schweizer NBA-Wetten. Der Preis: Die Plattform kann nicht alles anbieten, was eine internationale Marke anbietet, und die Konto­eröffnung verlangt eine Ausweis­prüfung. Wer in der Deutsch­schweiz wohnt und auf NBA setzen will, kommt an Sporttip nicht vorbei.

Loterie Romande Jouez Sport

Loterie Romande betreibt das Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; die Genossenschaft sitzt in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), beschäftigt 221 Mitarbeitende und unterhält 2’350 Verkaufs­stellen. Wer dort wohnt, kann online ein Konto eröffnen, sich identifizieren und eigene Limits setzen – die Spielregeln sind im Wesentlichen dieselben wie bei Sporttip, da beide Veranstalter dem gleichen Gesetz unterliegen.

Die Westschweizer Kundenbasis ist kleiner als die Deutsch­schweizer, aber NBA-Spiele sind auch im Wett­programm von Jouez Sport verfügbar, solange die Gespa-Liste den Markt abdeckt. Im Übrigen profitiert die Westschweiz von demselben Schutz­rahmen: Verlust­limiten, Spielsperre mit Eintrag ins Sperr­register und kein Zugriff für Minderjährige. Der Auftrag, Gewinne an die öffentliche Hand abzuführen, ist identisch.

Wer in Genf oder Lausanne auf die NBA wetten will, kann das bei Jouez Sport tun, ohne den Schutz­rahmen zu verlassen. Was fehlt im Vergleich zu internationalen Marken, ist die ganze Auswahl an Spezialwetten – das liegt am Gesetz, nicht an der Plattform.

BassBet

BassBet ist eine Marke mit Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt; in der Schweiz fehlt eine Gespa-Konzession. Damit ist das Angebot hier nicht bewilligt, ein Konto bei BassBet hat im Streitfall keinen Rückgriff auf Schweizer Recht, und die Domaine kann auf der Gespa-Sperrliste landen, was den Zugriff per Schweizer Internet­anschluss erschwert. Wer bei BassBet spielt, tut das ausserhalb des Schweizer Schutz­rahmens.

Wer aus der Schweiz kommt und eine Plattform mit dieser Lizenz­klasse wählt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Spielsucht­prävention der Gespa, das schweizweite Sperr­register und die Streit­schlichtung hier nicht greifen. Was die Plattform an Märkten, Quoten und Livewetten bietet, mag international üblich sein – hier hat es keinen Boden.

Funbet

Funbet fällt in dieselbe Kategorie: Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt, keine Gespa-Bewilligung. Funbet ist eine von mehreren Plattformen, die aus dem Ausland Schweizer Kunden bedienen, ohne dafür bewilligt zu sein. Das gilt im Grundsatz für alle ausländischen Marken, unabhängig davon, ob die Plattform in Curaçao, Malta oder einem anderen Land eine Lizenz hält. Eine Lizenz aus einem dieser Länder hat in der Schweiz keine Kraft, das regelt Art. 4 BGS klar. Wer im Streitfall Schweizer Recht will, findet bei Funbet keinen Boden.

Bettilt

Bettilt gehört ebenfalls in die Reihe der «ohne Schweizer Bewilligung». Was die Plattform an NBA-Märkten anbietet, ist im Schweizer Kontext nicht abgesichert – Gewinne können in der kantonalen Steuer­praxis (Thurgau behandelt das explizit so) als voll steuerbares Einkommen behandelt werden, unabhängig von der Höhe. Dieses Risiko trägt, wer bei einer ausländischen Marke spielt.

MyStake

MyStake ist eine weitere Plattform in dieser Kategorie – Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt, ohne Schweizer Bewilligung. Wer hier spielt, nimmt bewusst in Kauf, dass die Schweizer Sperr­liste und das Sperr­register nicht greifen, und im Streitfall keine Schweizer Gerichte zuständig sind.

Coolzino

Coolzino folgt demselben Muster. Ohne Schweizer Bewilligung bleibt die Plattform aus der Sicht des Schweizer Rechts ein nicht bewilligtes Angebot. Anonyme Konten oder Krypto-Auszahlungen, die auf solchen Plattformen typisch sind, gibt es bei bewilligten Schweizer Veranstaltern nicht – Gewinne gehen bei Sporttip und Jouez Sport ausschliesslich auf ein zahlungs­konto auf den Namen des Konto­inhabers.

bet365

bet365 wird von der Gespa namentlich für die Sperr­liste genannt – das heisst, die Schweizer DNS-Sperre greift, der Zugang wird über die Telekom­anbieter geblockt. Eine Lizenz aus dem Ausland hat hier keine Kraft. Wer die Plattform dennoch erreicht, tut das ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Im Streitfall stehen keine Schweizer Wege offen, und die typischen Werbe­versprechen zu NBA-Specials haben hier weder Gespa-Schutz noch Schweizer Recht im Hintergrund.

20Bet

20Bet ist eine weitere Marke ohne Schweizer Bewilligung. Auch hier gilt: Was die Plattform anbietet, ist im Schweizer Kontext nicht bewilligt, und die Sperr­liste kann den Zugang jederzeit sperren. Wer auf NBA-Märkte ausserhalb des Schweizer Schutz­rahmens setzt, verzichtet auf das, was die Gespa schützt – Schutz vor Spielsucht, Zugang zum Sperr­register, Streit­schlichtung im eigenen Land.

BetOnRed

BetOnRed schliesst die Liste ab – Lizenz laut Eigenangabe nicht belegt, keine Schweizer Bewilligung. Die Aufnahme in die Gespa-Sperrliste ist möglich, der Schweizer Schutz­rahmen greift nicht. Wer dort spielt, sollte sich bewusst sein, dass die Werbe­versprechen dieser Plattformen – Boni, Quoten­boosts, Cashback – an keiner Schweizer Aufsicht hängen, und im Streitfall kein Schweizer Gericht zuständig ist.

Häufige Fragen

Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstaltern: Swisslos mit Sporttip in der Deutsch­schweiz, im Tessin und in Liechtenstein sowie Loterie Romande mit Jouez Sport in der Westschweiz. Beide führen eine inter­kantonale Bewilligung, beide werden von der Gespa in Bern beaufsichtigt.

Wie wird mein Gewinn aus einer NBA-Wette besteuert?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuer­freibetrag pro Einzelgewinn einkommen­steuerfrei; die Bundesschwelle liegt seit 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000. Oberhalb dieser Schwelle werden 35 Prozent Verrechnungs­steuer einbehalten, die über die Steuererklärung zurück­gefordert werden können. Der typische Wettgewinn bleibt darunter, ist also steuerfrei. Die kantonale Schwelle unterscheidet sich – «je nach Kanton».

Was ist eine Value-Wette, und warum ist kein NBA-Tipp sicher?

Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit über der impliziten Wahrscheinlichkeit der Quote liegt. Das ist eine Schätzung, kein Versprechen – Form, Verletzungen und Spielstatistik fliessen ein, aber kein Spiel ist sicher. Wetten ist kein Einkommen, ein Gewinn ist nicht planbar.

Wie funktionieren Verlust­limiten, und warum muss ich sie vor der ersten Wette setzen?

Das Gesetz verlangt, dass jede Wettende vor der ersten Teilnahme Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage setzt – Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. So entsteht ein Schutz­mechanismus, bevor Geld fliesst; wer das Limit später anpasst, sollte die Folgen für NBA-Spieltage mit hoher Spiel­frequenz mitbedenken.

Kann ich aus der Schweiz bei einem ausländischen NBA-Buchmacher spielen?

Ja, technisch ist der Zugang möglich. Rechtlich ist er problematisch – eine ausländische Lizenz hat hier keine Kraft, der Schutz­rahmen der Gespa greift nicht, und Gewinne fallen je nach Kanton unter eine andere Steuer­regel. Wer es trotzdem tut, spielt ohne Schweizer Aufsicht und ohne Schweizer Sperr­register.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»