French Open Wetten in der Schweiz
Wer auf die French Open wetten will und in der Schweiz wohnt, hat mit dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS) ein anderes Spielfeld als ein Spieler in Deutschland oder Österreich. Nur zwei Veranstalterinnen dürfen hier überhaupt Sportwetten anbieten – Swisslos mit Sporttip in der Deutschschweiz und der Loterie Romande mit Jouez Sport in der Romandie. Alles, was daneben wirbt, ist ausländisch, ohne Schweizer Bewilligung, und wer dort ein Konto eröffnet, ist nicht durch das Schweizer Schutzregime gedeckt. Die folgende Einordnung zeigt, was die beiden bewilligten Veranstalter konkret liefern, wie die Quoten für das Sandplatzturnier in Paris entstehen und was eine Wette auf den Gesamtsieger, ein Einzelmatch oder den nächsten Satz kostet – nicht im Sinne einer Empfehlung, sondern als Lesehilfe.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026; geprüft gegen die Liste der bewilligten Veranstalter der Gespa und die Spielregeln der beiden Anbieter.
Rechtslage: Warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten dürfen
Online-Sportwetten sind im Schweizer Recht ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019, Art. 3 lit. c und e). Sie stehen unter der Aufsicht der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern, und nicht der ESBK, die nur Spielbanken überwacht. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS); sie gilt laut Art. 4 BGS ausdrücklich nur in der Schweiz. Die Kantone haben die Zahl der möglichen Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Eine «dritte Schweizer Buchmacher-Marke» gibt es nicht, und die Gespa veröffentlicht keine Liste weiterer Lizenznehmer, weil es keine weiteren Lizenznehmer gibt.

Die beiden Veranstalterinnen teilen die Schweiz unter sich auf. Swisslos betreut mit Sporttip die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; die Loterie Romande betreut mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto bekommt nur, wer im jeweiligen Vertragsgebiet Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat (Art. 47 Abs. 3 VGS). Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann sich also nicht bei Jouez Sport anmelden, und umgekehrt. Die Verkaufsstellen der Loterie Romande, rund 2’350 in der Westschweiz, spielen für die Online-Wette auf die French Open keine Rolle – sie sind für die Lotterieprodukte da, und wer die Wette online platzieren will, braucht das Konto beim Veranstalter des eigenen Kantons.
Ausländische Anbieter – Betify, FortuneJack, BetLabel, Funbet, Betclic, X3Bet, Bahigo, Rollbit – tauchen im Alltag vieler Schweizer Spielerinnen und Spieler auf, in Werbung, in Social-Media-Feeds, in Affiliate-Links. Keiner dieser Anbieter hat eine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, dem kanadischen Tobique oder anderswo hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Wirkung. Das Betreiben solcher Wetten ohne Schweizer Bewilligung ist nach Art. 130 BGS ein Vergehen, mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren, im gewerbsmässigen Fall bis zu fünf Jahren. Wer als Spieler mitwirkt, wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder das Schweizer Ausschlussregister (Spielsperre) noch eine Schweizer Anlaufstelle bei Streit. Die Gespa publiziert eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 standen 671 Domains darauf, und Domains, die blockiert werden, tauchen unter neuem Namen innerhalb von Stunden wieder auf – das sogenannte Domain-Hopping. Wer auf einer ausländischen Seite wettet, spielt also nicht in einem «grauen», sondern in einem rechtlich ungedeckten Raum.
Die Konsequenz: Die Wahl, vor der ein Schweizer Spieler steht, ist nicht «der beste Buchmacher», sondern «der bewilligte Veranstalter meines Kantons oder gar nicht». Die Vergleichstabelle im Abschnitt «Die bewilligten Veranstalter im Vergleich» arbeitet genau diese beiden Pole ab – die zwei bewilligten Anbieter, die ihre Hausaufgaben gegenüber Gespa und Eidgenössischer Spielbankenkommission erfüllen, und die ausländischen Marken, die in der Werbung sichtbar sind, aber in der Schweiz keine Handhabe bieten.
Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und das, was vor der ersten Wette zu setzen ist
Wer bei Sporttip oder Jouez Sport die erste Wette auf die French Open platzieren will, muss zuerst Verlustlimiten setzen. Das ist nicht eine Eigenheit der beiden Anbieter, sondern eine Vorgabe der Verordnung zum Geldspielgesetz (Art. 87 VGS): Der Veranstalter muss Höchstwerte für den Einsatz oder den Verlust auf täglicher, wöchentlicher oder monatlicher Basis verlangen, und der Spieler setzt sie selbst. Bei Swisslos heisst das konkret: Limite für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 und für unter 21-Jährige von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, weil der Veranstalter dem Spieler die Bedenkzeit geben will, die das Bundesrecht eigentlich mit 24 Stunden verlangt. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich – sie begrenzt nicht den Verlust, sondern das Geld, das überhaupt aufs Konto wandert.

Die Spielsperre ist das zweite Schutzelement. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken einschliesslich Online-Casinos und in Liechtenstein. Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten wieder aufheben (Art. 84 VGS), und eine Fachstelle ist einzubeziehen (Art. 81 BGS), weil die Aufhebung einer Selbstaussperrung kein spontaner Klick sein soll. Wer sich also am Montag nach einer verlorenen Wette für ein halbes Jahr sperrt, kann am Mittwoch nicht doch wieder tippen. Auszahlungen an gesperrte oder minderjährige Spieler sind ausgeschlossen (Art. 45 BGS), und was die Gespa an Testkäufen 2025 an Verkaufsstellen gemessen hat, ist ein Grund, das eigene Online-Konto nicht allzu sorglos zu behandeln: In 47.5 % von 200 Versuchen wurde an Verkaufsstellen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Online ist die Identitätsprüfung beim Anbieter Pflicht, aber der Verkaufspunkt zeigt, dass die Branche im Kanal nebenan weniger scharf trennt.
Die Limits sind beim Anbieter, nicht beim Staat. Es gibt in der Schweiz keinen gesetzlich fixen Einzahlungsdeckel. Wer die Limite auf das gesetzliche Maximum setzt, kann also durchaus hohe Summen bewegen – der Rahmen ist eine Selbstverpflichtung gegenüber dem eigenen Konto, mit der 72-Stunden-Bremse gegen überstürzte Erhöhungen. Wer das Angebot der Beratungsstellen sucht, findet es über die Gespa und über die kantonalen Suchthilfen, aber das ist kein Bestandteil der Wettplattform.
Wettarten und Quoten: Was eine Quote über das Turnier verrät
Eine Wette auf die French Open kann sehr unterschiedlich aussehen. Die populärste Form ist die Wette auf den Gesamtsieger des Turniers – bei den Herren und bei den Damen. Sie ist eine Langzeitwette, die schon vor Turnierbeginn angeboten wird, deren Quote sich mit dem Verlauf des Turniers verändert, und die am Ende mit dem Sieger ausgewertet wird. Quoten für den Gesamtsieger sind in der Regel Ausdruck der Buchmachermeinung über die Wahrscheinlichkeit jedes Spielers, das Turnier zu gewinnen, plus der Marge des Anbieters. Ein Spieler mit Quote 4.00 ist nach Einschätzung des Anbieters weniger wahrscheinlich Sieger als einer mit Quote 2.50, aber hinter jeder Quote steht eine Spanne, kein präzises Urteil.
Die zweite wichtige Form ist die Einzelmatch-Wette. Sie wird auf ein konkretes Spiel gesetzt, vor Spielbeginn oder live, und ihre Quote schwankt mit dem Spielverlauf. Bei den French Open kommt hinzu, dass die Herren auf drei Gewinnsätze spielen und die Damen auf zwei. Ein 2:0-Sieg der Damen ist im Satz-Score ebenso denkbar wie 2:1; bei den Herren sind 3:0, 3:1 und 3:2 möglich. Eine Wette auf «Sieg in zwei Sätzen» hat bei den Herren eine andere Bedeutung als bei den Damen, weil die Wahrscheinlichkeitsstruktur eine andere ist. Bei 6:6 in einem Satz wird heute ein Tiebreak bis 7 gespielt; im Entscheidungssatz gilt seit der Einigung aller vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 ein Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung. Die Regularien der Swisslos-Spielregeln übertragen das im Grundsatz: Die reguläre Spielzeit ist die reguläre Spieldauer, beim Tennis die gespielten Sätze; Verlängerung, Tiebreak und Match-Tiebreak zählen, weil sie Teil des Spiels sind, nicht ein Anhängsel.
Die dritte Form ist die Satz- und Spielwette, oft über die Funktion «Bet Builder» auf einer Karte zusammengestellt. Bei Sporttip werden abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt der Anbieter irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann er sie für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also auf «Sieg Spieler A» und «Satz 1 an Spieler A» setzen will, weil die beiden Wetten voneinander abhängen, braucht den Bet Builder, und ein einzeln platzierter Versuch, das zu kombinieren, kann im Nachhinein gestrichen werden.
Was in der Quote steckt. Jede Quote enthält die Marge des Anbieters, also den Anteil, den der Anbieter pro eingesetzten Franken im Durchschnitt einbehält. Die Marge ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote des Marktes. Eine Auszahlungsquote von 95 % entspricht einer Marge von 5 %. Der Mechanismus lässt sich an einem einfachen Zwei-Wege-Markt zeigen: Stehen beide Seiten eines Marktes bei Quote 1.90, ergibt sich eine Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ 1,0526… ≈ 0,95, also 95 %, und eine Marge von etwa 5 %. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit einer Quote von 1.80/1.80 steigt die Marge auf rund 9 %. Für einen solchen Markt ergibt sich damit ein Marge-Band von ca. 5 bis 9 %, abhängig von der gewählten Quote. Bei ausgewogenen Märkten mit engen Favoritenquoten – typisch für das Herreneinzel an der Spitze – ist die Marge oft kleiner, bei klaren Aussenseiterquoten grösser. Die Marge ist nicht zu verwechseln mit der Wettsteuer; eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.
Wie viel eine Wette zurückzahlt. Eine Wette zu Quote 2.50 auf einen Sieg, Einsatz CHF 50, gibt im Gewinnfall CHF 125 zurück (Einsatz 50 × 2.50), also einen Nettogewinn von CHF 75. Eine Kombiwette multipliziert die Quoten der einzelnen Voraussagen, und der Gewinnfall wird auf das Produkt berechnet: drei Voraussagen mit Quoten 1.80, 1.95 und 2.10 ergeben eine Kombiquote von etwa 7.37, und ein Einsatz von CHF 10 zahlt im Gewinnfall rund CHF 73.70 zurück. Bei Sporttip gibt es einen Kombiboost: Bei mindestens vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 steigt der Bonus auf den Nettogewinn von 5 % (4 Voraussagen) auf 20 % (7), 40 % (10) und 100 % (15). Bei 15 Voraussagen mit niedrigen Quoten kann sich der Nettogewinn also verdoppeln – aber die Marge des Marktes wächst mit jeder hinzugefügten Voraussage.
Quotenboosts und Profitboosts. Bei Sporttip gelten Quotenboosts nur online, für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, pro Wettenden einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Ereignisses um einen angegebenen Prozentsatz, mit denselben Limiten. Beide sind Marketingmechanik, die den Nettogewinn eines konkreten Wettausgangs erhöht – im Gewinnfall ein angenehmer Effekt, im Verlustfall nicht. Was sie nicht sind, ist ein Geschenk: Der Boost wird im Cash-Out-Fall zurückgenommen, und er ersetzt nicht die Marge des Marktes.
Cash-Out. Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt zur Verfügung steht. Der ausgezahlte Betrag liegt in der Regel unter dem möglichen Gewinn bei Durchhalten der Wette – er ist eine Art vorzeitiger Ausstieg mit Abschlag, dessen Höhe vom Verlauf der Sportereignisse abhängt und vom Anbieter jederzeit geändert werden kann.
Livewetten. Livewetten gibt es bei Sporttip und in der Regel auch bei anderen lizenzierten Anbietern, vorbehaltlich einer entsprechenden Bewilligung der Gespa. Wichtig: Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintritt des Ausgangs platziert wird, zählt mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen kann der Anbieter Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer live auf die French Open setzt, sollte den Zeitpunkt der Platzierung im Blick behalten – ein Klick eine Sekunde zu spät kann den Einsatz zur Formalität machen.
Einsatzlimits. Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Der Anbieter kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer mit kleineren Beträgen spielt, ist mit dem Mindesteinsatz gut bedient; wer hohe Beträge bewegen will, muss die Systemwette als Vehikel nutzen oder mit dem Anbieter über Sonderlimiten sprechen, was bei Standardprodukten selten vorkommt.
Das Turnier: Sandplatz, Spielmodus und der Rhythmus der French Open
Die French Open sind das zweite Grand-Slam-Turnier des Jahres und werden im Stade Roland Garros im 16. Arrondissement von Paris auf Sandplatz (Terre battue) ausgetragen. Veranstalter ist die ITF. Das Turnier besteht seit 1891, damals noch unter dem Namen «Championnat de France international de Tennis». Der Belag ist die Besonderheit: Sand verlangsamt den Ball, verlängert die Ballwechsel, begünstigt Spin und Geduld. Spielerinnen und Spieler, die auf Sand ihr bestes Tennis spielen, haben hier ihren Höhepunkt der Saison; für andere ist Roland Garros das schwierigste Turnier. Diese Eigenschaft schlägt sich in den Quoten nieder – Favoriten, deren Spiel auf Sand besonders stark ist, stehen vor Turnierbeginn enger, als es ihrer Weltrangliste entsprechen würde, und Aussenseiter, deren Spiel auf schnelleren Belägen funktioniert, stehen weiter.
Der Spielmodus trägt das Seine bei. Die Herren spielen auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei; daraus folgen die möglichen Satzergebnisse und die Tiebreak-Regeln, die für die Satz- und Spielwetten relevant sind. Bei 6:6 in einem Satz gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz greift der Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung, der seit März 2022 an allen vier Grand-Slam-Turnieren gilt. Wer auf einen 3:0-Sieg der Herren wettet, geht davon aus, dass der Spieler über drei Sätze dominiert; wer auf einen 3:2-Sieg wettet, nimmt einen engen Fünfsätzer an. Die Wahrscheinlichkeitsstruktur ist eine andere als bei den Damen, und die Quoten spiegeln das.
Die French Open 2026 wurden vom 24. Mai bis 7. Juni in Paris auf Sand ausgetragen. Das Herreneinzel entschied Alexander Zverev (Deutschland) im Finale gegen Flavio Cobolli (Italien) für sich; das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa im Finale gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Gesamtpreisgeld betrug 61’723’000 €, ein Anstieg um 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis erhielten jeweils 2’800’000 €. Die nächste Ausgabe folgt im Jahr darauf.
Im Rekordbuch liegt das Herreneinzel bei Rafael Nadal mit 14 Titeln, das Dameneinzel bei Chris Evert mit 7 Titeln. Beide Namen stehen für die Dominanz, die dieses Turnier im Spitzenbereich über Jahre hinweg gesehen hat – und sie sind die Referenz, an der jede neue Generation gemessen wird, sobald sie auf Sand aufschlägt.
Wer auf das Turnier als Ganzes wettet, plant die Wette lange vor dem ersten Aufschlag. Langzeitwetten laufen über Tage und Wochen; eine Quote auf den Gesamtsieger, die zu Turnierbeginn gilt, ist eine andere als die Quote, die im Halbfinale noch im Spiel steht. Wer früh wettet, akzeptiert eine Quote, die der Veranstalter auf der Basis der damaligen Form, der Verletzungslage und der Sandplatzhistorie gesetzt hat. Wer spät wettet, sieht eine Quote, die den verbliebenen Spielern entspricht – in der Regel eine engere, weil das Feld ausgedünnt ist.
Die bewilligten Veranstalter im Vergleich
Die Auswahl unter Schweizer Veranstaltern ist mit zwei Marken überschaubar; die folgende Tabelle ordnet die Karten der Reihe nach, die Gesamtpalette an Anbietern, mit denen eine Schweizer Spielerin oder ein Schweizer Spieler im Alltag konfrontiert ist.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung als Grossspiel nach BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel (IKV 2020) |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung als Grossspiel nach BGS (Veranstalter- und Spielbewilligung; Aufsicht Gespa) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| FortuneJack | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| BetLabel | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiedene Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Funbet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betclic | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| X3Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesen Tobique (Kanada), keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bahigo | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, keine Wirkung in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Was die Tabelle zeigt, ist nicht ein Ranking im klassischen Sinn. Sie zeigt die Zweiteilung des Marktes, mit der ein Schweizer Spieler umgehen muss: zwei bewilligte Anbieter mit voller Aufsicht und Schutzregime, acht ausländische Marken ohne Schweizer Handhabe, deren Domains auf der Gespa-Sperrliste landen können. Die «Reihenfolge» der Tabelle ist eine nach Bewilligungsstatus – erst die zwei legalen Anbieter, dann die ausländischen Marken, mit denen Schweizer Spielerinnen und Spieler im Internet in Berührung kommen.
Swisslos Sporttip: Was der Marktführer in der Deutschschweiz liefert
Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie mit Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Sportwetten laufen unter dem Produktnamen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – 19 Kantone plus Liechtenstein, also der grösste Teil der Schweiz, was sich auch in den Zahlen niederschlägt: Für 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die wiederum Swiss Olympic, den Fussball, das Eishockey und die Sporthilfe alimentiert. Aus den Sportwetten allein stammten CHF 109 Mio. (2024: CHF 122 Mio.) – die Sporttip-Erträge sind ein nennenswerter, aber nicht dominanter Teil des Geschäfts, und sie folgen sportlichen Zyklen.
Zur Online-Registrierung braucht es mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und keine bestehende Spielsperre. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft, der gegen Adressdatenbanken abgeglichen wird; eine Person darf sich nur einmal registrieren. Die Verlustlimiten sind vor der ersten Wette zu setzen: 1, 7 und 30 Tage, Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Wer das Konto längere Zeit stilllegen will, kann sich für 1 bis 180 Tage produktbezogen selbst sperren, ohne Möglichkeit der vorzeitigen Aufhebung; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos.
Das Wettangebot auf die French Open folgt dem Spielplan: Voraussagen auf den Gesamtsieger bei Herren und Damen als Langzeitwetten, Einzelmatch-Wetten ab dem ersten Spieltag, Livewetten sobald die Gespa-Bewilligung den Live-Markt abdeckt. Quotenboosts und Profitboosts sind online verfügbar, jeweils einmal pro Wettenden und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei Cash-Out verfällt der Boost. Der Kombiboost beginnt bei vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 und steigt bis 100 % auf den Nettogewinn bei 15 Voraussagen. Cash-Out ist vollständig (kein Teilauszahlung), für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nicht garantiert für jeden Markt.
Die Marge ist nicht ausgewiesen, aber sie steckt in jeder Quote. Sie liegt bei grossen Tennisturnieren im einstelligen Prozentbereich, wenn die Quoten eng sind, und steigt mit der Zahl der Voraussagen in einer Kombiwette. Wer auf den Gesamtsieger setzt, wettet auf einen Markt mit vielen Ausgängen – 128 Spielerinnen im Hauptfeld der Damen, 128 bei den Herren, zuzüglich Qualifikanten und Lucky Loser. Die Auszahlungsquote eines Marktes mit 128 Ausgängen ist unter der Voraussetzung gleicher Quoten deutlich tiefer als bei einem Zwei-Wege-Markt; die Marge kann leicht zweistellig werden, wenn der Anbieter die Quoten eng staffelt und der Spieler ein Lieblingspferd wählt.
Verdienst des Anbieters: Für diejenigen, die in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnen, ist Sporttip die einzige legale Adresse für eine Wette auf die French Open. Das Wettangebot ist breit, die Limits sind klar, der Schutzrahmen ist vollständig. Schwachpunkt: Die Quotenmarge ist nicht ausgewiesen und nur über den Quotenvergleich schätzbar; ein Spielermarkt mit 128 Ausgängen lässt sich nicht mit einem Zwei-Wege-Markt vergleichen, und wer den Spread kennen will, muss ihn aus den Quoten heraus rechnen.
Loterie Romande Jouez Sport: Was die Westschweizer Veranstalterin anders macht
Die Loterie Romande ist die Veranstalterin für die sechs Westschweizer Kantone – Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura – und betreibt die Sportwetten unter dem Produktnamen Jouez Sport. Sie sitzt in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne), beschäftigt 221 Mitarbeitende und unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz – Zahlen, die für die Online-Wette auf die French Open keine direkte Rolle spielen, aber das Bild einer landesweit verwurzelten Veranstalterin zeichnen. Jouez Sport folgt demselben Aufsichtsregime wie Sporttip: BGS, Gespa, geschlossene Liste der erlaubten Sportarten und Wetttypen, Verlustlimiten vor der ersten Wette, Spielsperre, Identitätsprüfung.
Was die Loterie Romande von Swisslos unterscheidet, ist die Grösse des Marktes, den sie bedient – sechs Kantone statt neunzehn plus Liechtenstein – und die Sprache, in der das Angebot erscheint. Für Französisch sprechende Spielerinnen und Spieler ist Jouez Sport die naheliegende Adresse; wer in der Deutschschweiz wohnt, kann dort kein Konto eröffnen, und umgekehrt. Beim Wettangebot auf die French Open sind die Parallelen gross: Voraussagen auf den Gesamtsieger, Einzelmatch-Wetten, Livewetten, gegebenenfalls Quotenboosts und ein Kombiboost. Über die konkrete Ausgestaltung von Cash-Out, Livewetten-Regeln oder Systemwetten-Limiten bei Jouez Sport enthält der Faktbestand keine Aussage; die Regeln orientieren sich am gemeinsamen Aufsichtsregime, können aber im Detail von Sporttip abweichen.
Verdienst des Anbieters: Wer in der Romandie wohnt, findet in Jouez Sport die legale und in der eigenen Sprache verfasste Adresse für eine Wette auf die French Open. Das Schutzregime ist identisch mit dem von Sporttip, die Spielregeln sind in den grossen Linien dieselben. Schwachpunkt: Die Marge ist nicht ausgewiesen, und die Auszahlungsquote des Marktes muss aus den Quoten geschätzt werden – das gilt aber für beide Schweizer Veranstalter.
Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung: Was der Vergleich zeigt
Die acht ausländischen Anbieter in der Tabelle – Betify, FortuneJack, BetLabel, Funbet, Betclic, X3Bet, Bahigo, Rollbit – werben in der Schweiz oder werden über Affiliate-Links sichtbar, ohne dass einer von ihnen eine Bewilligung der Gespa besitzt. Eine ausländische Lizenz – Curaçao, Malta, das kanadische Tobique bei X3Bet oder eine andere – hat nach Art. 4 BGS in der Schweiz keine Wirkung. Der Anbieter darf von hier aus keine Sportwetten anbieten; wer mitwirkt, wird nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren, und Domains auf der Liste tauchen unter neuem Namen innerhalb von Stunden wieder auf.
Was der Vergleich mit den bewilligten Anbietern offenbart: Keiner der ausländischen Anbieter ist an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, keiner führt die obligatorische Identitätsprüfung mit Ausweisabgleich durch, keiner unterliegt der Aufsicht durch die Gespa, keiner muss die Schweizer Werbevorschriften einhalten. Auszahlungen an gesperrte oder minderjährige Spieler, die im bewilligten Markt nach Art. 45 BGS ausgeschlossen sind, gibt es im ausländischen Markt nicht als Regel; Cash-Out und Quotenboosts sind eigene Vertragsbedingungen des Anbieters, ohne Schweizer Aufsicht.
Die Marge ist auch hier nicht ausgewiesen, und die Spielregeln jedes Anbieters sind seine eigenen. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, sollte das tun, weil er die Hausregeln gelesen und akzeptiert hat – und nicht, weil die Seite einfacher zu bedienen oder die Quote eine Spur besser ist. Zu Wettangebot, Limits, Quotenmarge und Auszahlung gelten die Bedingungen auf der Seite des Anbieters; sie sind dort direkt nachzulesen.
Verdienst jedes Anbieters in dieser Liste: Er ist nicht zugänglich von einem Schweizer Wohnsitz aus ohne Verletzung der Rechtslage, sein Schutzregime ist nicht das Schweizerische, und seine Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung. Schwachpunkt: Wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Schutzregimes, und das ist keine Frage der Quote, sondern der Spielregeln, die im Streitfall zur Anwendung kommen.
Was eine Wette kostet: Marge, Auszahlungsquote und der Beispiel-Markt
Eine Quote ist nie gratis. Jede Quote enthält die Marge des Anbieters, also den Anteil des Einsatzes, den der Anbieter im Durchschnitt einbehält. Die Marge lässt sich aus den Quoten eines Marktes berechnen, und sie ist umso grösser, je mehr Ausgänge ein Markt hat und je weiter die Quoten auseinanderliegen. Der einfachste Fall ist ein Zwei-Wege-Markt: Stehen beide Seiten bei Quote 1.90, ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 % und eine Marge von rund 5 %. Stehen beide Seiten bei 1.80, sinkt die Auszahlungsquote auf rund 90,9 % und die Marge steigt auf rund 9 %.
Für einen Markt mit vielen Ausgängen – ein typisches Beispiel ist die Wette auf den Gesamtsieger bei den Herren mit 128 möglichen Siegerinnen und Siegern – ist die Marge in der Regel höher als beim Zwei-Wege-Markt, auch wenn die Top-Quoten nahe beieinanderliegen. Wer alle Ausgänge zu den genannten Quoten gewichtet, kommt auf eine Auszahlungsquote, die typischerweise zwischen 85 % und 92 % liegt, mit entsprechender Marge. Die Spanne hängt davon ab, wie der Anbieter die Quoten staffelt, und sie ist nicht statisch: Sie kann sich im Verlauf des Turniers verändern, wenn Favoriten ausscheiden und die Wetten sich auf weniger Ausgänge verteilen.
Wie viel eine Wette zurückzahlt. Eine Einzelwette zu Quote 2.50, Einsatz CHF 50, gibt im Gewinnfall CHF 125 zurück (Einsatz × Quote), also einen Nettogewinn von CHF 75. Eine Kombiwette mit drei Voraussagen zu Quoten 1.80, 1.95 und 2.10 multipliziert die Quoten zu einer Kombiquote von rund 7.37, und ein Einsatz von CHF 10 zahlt im Gewinnfall rund CHF 73.70 zurück. Der Kombiboost bei Sporttip erhöht den Nettogewinn oberhalb von vier Voraussagen, von 5 % bei 4 bis 100 % bei 15 Voraussagen mit Mindestquote 1.50 – der Nettogewinn verdoppelt sich bei 15 Voraussagen.
Worin die Kosten bestehen. Eine Wette «kostet» den Spieler den Einsatz im Verlustfall, also die Seite der Wette, die nicht eintrifft. Die Marge des Anbieters ist der Teil des Marktes, der im Durchschnitt nicht ausgeschüttet wird. Wer regelmässig wettet, gibt also nicht nur den Einsatz aus, sondern einen Bruchteil davon zusätzlich an den Anbieter. Bei einer Marge von 5 % auf einem Zwei-Wege-Markt verliert der Spieler im Durchschnitt 5 Cent pro eingesetzten Franken, unabhängig von der Trefferquote. Bei einer Marge von 9 % ist es 9 Cent. Bei einer Marge von 15 % auf einem Markt mit vielen Ausgängen ist es 15 Cent pro Franken. Diese Spanne ist der Grund, warum der Vergleich der Margen über Anbieter hinweg einen Unterschied macht, der auf den ersten Blick klein aussieht und auf den zweiten Blick die langfristige Bilanz prägt.
Die Wette, die nicht zustande kommt. Wer bei Sporttip eine abhängige Kombination ohne die Bet-Builder-Funktion zu platzieren versucht, riskiert die Annahme und eine spätere Annullierung. Wer eine Wette nach dem tatsächlichen Eintritt des Ausgangs platziert, bekommt sie mit Quote 1.00 gewertet, also als Einsatzrückgabe ohne Gewinn. In spielentscheidenden Situationen kann der Anbieter Wetten mit Quote 1.00 werten – eine Klausel, die in den Spielregeln steht und die der Anbieter anwendet, wenn er sie für nötig hält. Wer live auf ein French-Open-Spiel wettet, sollte sich dieser Regel bewusst sein.
Wer darf was: Volljährigkeit, Spielsperre und der eine Wettende
Eine Online-Registrierung bei Swisslos oder Loterie Romande ist nur mit vollendetem 18. Lebensjahr möglich, mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet und ohne bestehende Spielsperre. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft; pro Person ist nur ein Konto zugelassen. Wer auf ein Ereignis wettet, an dem er selbst als Wettkämpfer teilnimmt, ist von der Wette auf dieses Ereignis ausgeschlossen. Eine Auszahlung an gesperrte oder minderjährige Spieler ist nach Art. 45 BGS ausgeschlossen, und bei Verstoss gegen die Verlustlimiten nimmt der Anbieter die Wette nicht an.
Die Verlustlimiten werden vor der ersten Wette gesetzt. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung nach 72 Stunden. Wer die Limite auf das gesetzliche Maximum setzt – CHF 9’999 pro 30 Tage, bei unter 21-Jährigen CHF 1’000 – bewegt sich im oberen Rahmen des Möglichen, hat aber keinen Schutz mehr nach unten, falls die Wettleidenschaft überhandnimmt. Wer die Limite deutlich tiefer setzt, behält die Kontrolle auch dann, wenn der Verlustdruck steigt.
Die Spielsperre ist die zweite Schutzebene. Eine produktbezogene Sperre bei Swisslos für 1 bis 180 Tage, eine unbefristete Sperre im schweizweiten Register, das auch für Casinos gilt. Eine freiwillige Sperre lässt sich frühestens nach drei Monaten aufheben, mit Beteiligung einer Fachstelle. Wer sich also am Montag für ein halbes Jahr sperrt, kann am Mittwoch nicht doch wieder spielen – der Schutz ist eine Sperre, kein Vorschlag.
Steuern: Was ein Gewinn aus einer Wette auf die French Open bedeutet
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – die ESTV zählt Sportwetten ausdrücklich dazu – sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Die Bundesschwelle liegt ab 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 bei CHF 1’070’400); die kantonale Schwelle weicht davon ab, weshalb die Antwort «je nach Kanton» lautet, nicht eine einzelne Zahl. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettgewinn auf die French Open liegt deutlich unter dieser Schwelle, also ohne Einkommensteuer und ohne Verrechnungssteuer.
Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis behandelt sie unterschiedlich. Thurgau etwa besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als Einkommen. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet und einen nennenswerten Gewinn einfährt, sollte die Frage mit dem Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung klären, nicht pauschal entscheiden. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht, also wird der Einsatz nicht zusätzlich belastet.
Werbung und Angebote: Was erlaubt ist und was nicht
Werbung für Geldspiele darf in der Schweiz nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Spieler richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS; im Jahr 2025 wurden 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt). Bonusbeträge und Bedingungen kommen aus den Spielregeln des jeweiligen Anbieters, nicht aus einer allgemeinen Vorgabe. Promo-Codes, Gutscheine und Coupons, die den Erhalt einer Prämie an die Eingabe eines Codes binden, gehören nicht auf eine redaktionelle Seite.
Was die offene Liste der Gespa bedeutet: Was darf gewettet werden
Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen (Version vom 10.09.2026, Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden sind nur dann wettbar, wenn sie auf der Liste stehen; Frauenwettbewerbe nur dann; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe nie. Eckball- und Kartenmärkte, wie sie im Fussball üblich sind, erscheinen auf der Liste nicht; eine Esports-Sektion fehlt vollständig. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Die Liste ist die Grenze, an der das Wettangebot auf die French Open entlangläuft: Was nicht in der Liste steht, kann nicht gewettet werden, auch wenn ein ausländischer Anbieter es im Programm hat.
Häufige Fragen zu French-Open-Wetten in der Schweiz
Welche Wetten auf Tennisturniere dürfen Schweizer Veranstalter laut der Gespa-Liste anbieten?
Die Gespa-Liste führt Tennisturniere und die zulässigen Wetttypen auf, darunter Voraussagen auf den Gesamtsieger, Einzelmatch-Wetten und Satz- oder Spielwetten, soweit sie die geschlossene Liste abdeckt. Was nicht auf der Liste steht, etwa Eckball- und Kartenmärkte oder Esports, ist auch im bewilligten Markt nicht erlaubt. Die Liste ist die Grenze, an der das Wettangebot entlangläuft.
Wie lesen sich Quoten für den Gesamtsieger bei Herren und Damen, und was ist die Marge darin?
Quoten für den Gesamtsieger sind Langzeitquoten, die der Veranstalter auf der Basis von Form, Sandplatzhistorie und Verletzungslage setzt. Jede Quote enthält die Marge des Anbieters, also den Anteil des Einsatzes, der im Durchschnitt einbehalten wird. Bei einem Markt mit vielen Ausgängen – 128 mögliche Siegerinnen und Sieger im Hauptfeld – liegt die Marge typischerweise im Bereich von 8 % bis 15 %, je nach Staffelung der Quoten.
Welche Rolle spielen drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen für Satz- und Spielwetten?
Drei Gewinnsätze bei den Herren und zwei bei den Damen verändern die möglichen Satzergebnisse und die Wahrscheinlichkeitsstruktur. Eine Wette auf «Sieg in zwei Sätzen» ist bei den Damen eine reguläre Möglichkeit, bei den Herren nur eine bestimmte Konstellation. Bei 6:6 in einem Satz gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz greift der Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung seit März 2022.
Welche Verlustlimiten müssen vor der ersten Wette gesetzt werden, und wann wirkt eine Senkung sofort?
Vor der ersten Wette bei Sporttip oder Jouez Sport sind Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 und für unter 21-Jährige von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden, weil das BGS eine Bedenkzeit verlangt. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich.
Wie unterscheidet sich ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung von einer ausländischen Wettseite?
Ein Veranstalter mit Schweizer Bewilligung – Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport – steht unter der Aufsicht der Gespa, ist an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, führt die obligatorische Identitätsprüfung durch und unterliegt den Schweizer Werbevorschriften. Eine ausländische Wettseite hat keine dieser Eigenschaften; ihre Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, und ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.
Muss ein Gewinn aus einer Wette auf die French Open versteuert werden, und was gilt je nach Kanton?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, der je nach Kanton unterschiedlich ist; die Bundesschwelle liegt 2026 bei CHF 1’071’000. Über der Schwelle werden 35 % Verrechnungssteuer einbehalten, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Praxis kann sie als Einkommen behandeln, etwa in Thurgau unabhängig vom Betrag. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht.
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Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
