Was die Schweizer Bewilligung mit Dota-2-Wetten zu tun hat – und was fehlt

Updated Oktober 2026
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Dota 2 ist nach Preisgeld die grösste esport-disziplin. In der Schweiz fehlt sie auf der Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten. Swisslos und Loterie Romande, die beiden einzigen Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung, führen E-Sport nicht im Programm. Wer trotzdem auf ein Match setzen will, landet bei ausländischen Buchmacherinnen ohne Schweizer Bewilligung. Die Folge ist eine doppelte Lücke: kein Schweizer Rahmen für Schweizer Wettende, und eine Marge, die in diesem Markt erfahrungsgemäss besonders hoch ausfällt.

Ein leerer Bürostuhl steht vor einem Schreibtisch im Halbdunkel, durch das Fenster fällt Licht einer Strassenlaterne
Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Stand: 20. Oktober 2026 · geprüft anhand der Gespa-Liste der zugelassenen Sportwetten (10.09.2026), der Swisslos-Spielregeln (Version 4.2) und der Bedingungen für die Online-Teilnahme von Swisslos (gültig ab 13. Januar 2025).

Dota-2-Spielplan: Welche Turniere den Markt tragen

Ehe die Frage nach einem Buchmacher kommt, lohnt sich der Blick auf das, was überhaupt gespielt wird. Dota 2 ist ein Fünf-gegen-Fünf-MOBA, und sein Wettkalender folgt einem anderen Rhythmus als Fussball oder Tennis. Die grossen Matches finden an wenigen Wochenenden im Jahr statt, dazwischen liegen Trainingsphasen, regionale Ligen und Ranglistenturniere. Wer auf ein Match wettet, setzt auf ein Ereignis, das in den meisten Wochen des Jahres überhaupt nicht stattfindet.

Das Ökosystem in einer Hand

Dota 2 wird von Valve betrieben, dem gleichen Entwickler wie Counter-Strike und Steam. Das Spiel ist kostenfrei spielbar; der Wettbewerb dreht sich um The International (kurz TI), ein jährliches Valve-Turnier mit dem grössten Preisgeldtopf der esport-geschichte. Daneben gibt es das DPC-System (Dota Pro Circuit), über das sich Teams für TI qualifizieren. Drittveranstalter betreiben Regional- und Drittliga-Ligen: die ESL One, die DreamLeague-Saisons, grössere LAN-Turniere und die Esports World Cup. Die Spitzenteams kommen aus Osteuropa, China und Südostasien; die westliche Szene wird dünner, aber nicht unbedeutend.

Das Publikum folgt diesen Spielen auf Twitch und YouTube, wo grosse Finalspiele Millionen gleichzeitige Zuschauerinnen und Zuschauer erreichen. Buchmacherinnen bilden dieselbe Szene ab, weil ihre Quotenmodelle auf demselben Datenstrom laufen. Wer den Spielplan versteht, versteht auch, warum sich die Quoten an wenigen Tagen im Jahr stark bewegen und in der breiten Saisonphase fast stillstehen.

Saisonstruktur und ihre Folgen für den Wettkalender

Der Dota-2-Kalender folgt drei Schichten. Auf der obersten liegen die Valve-Turniere: The International und die DPC-Majors, die als Qualifikation für TI dienen. Auf der zweiten Schicht liegen die Drittveranstalter-Turniere, oft als LAN in europäischen oder asiatischen Städten. Auf der dritten Schicht die regionalen Ligen, die fast das ganze Jahr über laufen und den Teams Weltranglistenpunkte bringen. Dazwischen liegen Saisonpausen, in denen wenig bis nichts stattfindet.

Die Konsequenz für den Wettmarkt ist leicht zu übersehen. Während der TI-Woche stehen drei bis fünf grosse Matches pro Tag auf dem Programm; in der Saisonphase sind es oft drei pro Woche aus einer einzigen regionalen Liga. Eine Buchmacherin, die Dota 2 abbildet, lebt mit dieser Asymmetrie. Sie bewegt ihre Quote an drei Tagen im Jahr und lässt sie in der übrigen Zeit stillstehen. Das ist ein anderes Geschäftsmodell als das eines Fussball-Buchmaklers, der an jedem Wochenende fünfzig Spiele anbietet. Auf diese Asymmetrie kommt der Abschnitt über die Marge zurück.

Was eine Buchmacherin auf Dota 2 anbieten würde

Die Märkte folgen dem Spielverlauf. Die Standardmärkte sind Match-Winner (Sieg von Team A oder Team B, kein Unentschieden, weil ein MOBA-Match immer einen Sieger hat), Handicap-Wetten (Team A mit −1.5 Maps, also mit mindestens 2:0), Gesamtzahl Maps (über oder unter einer Linie, meist 2.5) und Sieger einer bestimmten Map. Hinzu kommen Props, also spezifische Ereignisse innerhalb einer Map: erstes Blut, erstes Roshan, erstes Aegis, Dauer der längsten Map, Anzahl Kills in den ersten zehn Minuten. Auf grossen Turnieren sind diese Märkte umfangreich; in der Saisonphase bleibt es oft bei Match-Winner und einem Handicap.

Live-Wetten folgen dem Gold- und Erfahrungsvorsprung. Wer nach den ersten zehn Minuten eine Quote für den Sieger sehen will, sieht eine Quote, die sich am erwarteten Punktemodell orientiert. Das ist ein anderes Preismodell als bei einem Fussball-Live-Markt, weil das Spiel in Dota 2 viel granularer ist: alle paar Sekunden fallen Gold und Erfahrung, beide Teams bauen ihre Net Worth auf, die Quote bewegt sich mit. Wer das ignoriert und nur den Eröffnungsmarkt anschaut, übersieht, wie viel Information im Laufe einer Map dazukommt. Auf diese Information baut der Live-Mechanismus, der im Grundlagen-Bereich erklärt wird.

Zehn Anbieter im Vergleich: Was die Schweizer Bewilligung trennt

Die Schweizer Bewilligung trennt das Feld in zwei sehr ungleiche Gruppen. Auf der einen Seite stehen die beiden Veranstalterinnen, die nach interkantonalem Recht überhaupt Sportwetten anbieten dürfen, Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Auf der anderen Seite stehen acht ausländische Anbieterinnen ohne Schweizer Bewilligung. Sie alle sind Anbieterinnen, die Schweizer Wettende im Netz treffen. Das Ranking, das hier folgt, sortiert diese zehn Anbieterinnen nicht nach Bonus oder nach Quoten, sondern nach dem, was eine Schweizer Wettende verliert auf dem Weg von der einen Gruppe zur anderen.

Warum das Ranking mit der Bewilligung beginnt

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) lässt nur zwei Veranstalterinnen für Sportwetten zu, und beide sind interkantonale Lotterie-Genossenschaften. Swisslos betreibt das Sportwettangebot unter dem Markennamen Sporttip, Loterie Romande unter Jouez Sport. Beide haben eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung, beide werden von der Gespa beaufsichtigt. Eine Bewilligung eines anderen Landes — Curaçao, Malta, Deutschland, Tobique — hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Die Konsequenz für ein Ranking ist auf eine Zeile reduziert: Wer Schweizer Schutz will, hat zwei Adressen. Wer Schweizer Schutz will, hat auf Dota 2 keine dieser beiden.

Auswahlkriterien

Drei Kriterien trennen die zehn Anbieterinnen im weiteren Verlauf:

Diese drei Kriterien sind im Vergleich nicht gleichgewichtet. Die Schweizer Bewilligung ist das härteste, weil sie über die Spielbarkeit in der Schweiz entscheidet. Die anderen Kriterien sind nachgeordnet. Die Tabelle, die folgt, sortiert die zehn Anbieterinnen genau in dieser Reihenfolge.

Anbieter im Überblick

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalterin oder ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung BGS Swisslos (interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel)
Loterie Romande Jouez Sport Ja, Veranstalter- und Spielbewilligung BGS Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz Lausanne)
MrXbet Keine Keine ausgewiesen
Interwetten Keine Keine ausgewiesen; im DNS-Block-Kontext von der Gespa namentlich genannt
Betify Keine Keine ausgewiesen
BetPanda Keine Keine ausgewiesen
HighFlyBet Keine Keine ausgewiesen
FortuneJack Keine Keine ausgewiesen; Krypto-Auszahlungen in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen
Playzilla Keine Keine ausgewiesen
X3Bet Keine Tobique, Kanada (in Drittquellen genannt)

Eine Spalte zur Schweizer Spielsperre ist nicht aufgenommen, weil sie für die ausländischen Anbieterinnen einheitlich fehlt und für die Schweizer Veranstalterinnen einheitlich vorhanden ist. Eine Spalte zu Zahlungsmethoden ist nicht aufgenommen, weil sie für die ausländischen Anbieterinnen unterschiedlich und nicht in einer für alle belegbaren Form dokumentiert sind. Eine Spalte zum Dota-2-Angebot ist nicht aufgenommen, weil die Schweizer Veranstalter E-Sport generell nicht anbieten und für die ausländischen Anbieterinnen in dieser Bewertung keine Marketingsangaben geprüft wurden; die Tabelle hält sich an das, was die Lizenz- und Aufsichtsdaten hergeben.

Was eine Anbieterin ohne Bewilligung nicht leistet

Die folgende Übersicht zeigt eine Spalte, die für die ausländischen Anbieterinnen durchgehend dieselbe Eintragung trägt. Diese Eintragung ist keine Nebensache, sie ist die ganze Erklärung. Eine ausländische Bewilligung hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Das heisst: keine Aufsicht durch die Gespa, kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister, keine Schweizer Rekursstelle, keine Schweizer Verlustlimiten, keine Schweizer Identitätsprüfung. Wer bei einer dieser Anbieterinnen spielt, sitzt am Tisch einer Spielbank ohne Aufsicht.

Drei Punkte verschärfen die Lage:

Die Konsequenz ist eine Wahl, die in dieser Form keine Wahl ist. Wer in der Schweiz auf Dota 2 wetten will, hat die Auswahl zwischen keiner Schweizer Anbieterin und acht ausländischen Anbieterinnen ohne Schweizer Aufsicht; beide Pfade enden am gleichen Tisch.

Grundlagen einer Dota-2-Wette

Wer zum ersten Mal eine Wette auf Dota 2 setzt, sieht zuerst eine Quote. Was die Quote aussagt, was sie kostet, und wie die Buchmacherin daran verdient, ist die Grundlage jeder einzelnen Überlegung mit entscheidender Bedeutung.

Ein Spielcontroller liegt auf einem Teppich neben einer Tasse, im Hintergrund ein Regal mit Büchern
Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen; Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen.

Was eine Wette ist

Eine Wette ist ein Vertrag: Die Wettenden setzen einen Geldbetrag (Einsatz) auf den Ausgang eines Sportereignisses und erwarten im Gewinnfall den Einsatz mal die Quote zurück. Verliert die Wette, ist der Einsatz weg. Gewinnt sie, gibt es den Einsatz zurück plus den Nettogewinn, also den Einsatz mal (Quote minus eins).

Bei Dota 2 ist die Wette fast immer binär: Team A gewinnt das Match, Team B gewinnt das Match. Es gibt kein Unentschieden, weil ein MOBA-Match immer einen Sieger hat. Eine Handicap-Wetten verschiebt das Verhältnis: Team A gewinnt mit mindestens zwei Maps Differenz, also 2:0 statt 2:1. Eine Gesamtzahl-Maps-Wette setzt auf die Anzahl der gespielten Maps, nicht auf den Sieger. Eine Prop-Wette setzt auf ein Ereignis innerhalb einer Map, etwa erstes Blut oder erstes Aegis.

Eine Kombinationswette kombiniert mehrere Einzelwetten zu einer Wette. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Der Einsatz wird einmal gesetzt, nicht mehrfach. Gewinnen alle Teile, gibt es den Einsatz mal Gesamtquote. Verliert auch nur ein Teil, ist der Einsatz weg. Eine Systemwette kombiniert mehrere Wetten so, dass auch dann ein Gewinn ausgeschüttet wird, wenn einzelne Teile verlieren; sie kostet mehr Einsatz, weil sie mehrere Kombinationen abdeckt.

Quote, Marge, implizite Wahrscheinlichkeit

Eine Quote ist keine Wahrscheinlichkeit, aber sie lässt sich in eine umrechnen. Die Formel ist einfach: 1 geteilt durch die Quote. Eine Quote von 2.00 entspricht einer impliziten Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent. Eine Quote von 1.50 entspricht 66.7 Prozent. Eine Quote von 4.00 entspricht 25 Prozent.

Eine einzelne Quote ist die Sicht der Buchmacherin auf eine Seite des Marktes. Die andere Seite hat eine andere Quote. Beide Seiten ergeben zusammen mehr als 100 Prozent. Diese Differenz ist die Marge, der Anteil, den die Buchmacherin pro eingesetzter Einheit einbehält.

Ein sauberes Beispiel macht das deutlich. Eine zwei-Wege-Wette mit Quote 1.90 auf jede Seite ergibt zwei implizite Wahrscheinlichkeiten von 52.63 Prozent, zusammen 105.26 Prozent. Die Auszahlungsquote (Quotenschlüssel) ist 1 geteilt durch 105.26 Prozent, also rund 95 Prozent. Die Marge ist 100 Prozent minus 95 Prozent, also rund 5 Prozent. Eine Buchmacherin, die einen Markt symmetrisch bei 1.90 / 1.90 anbietet, behält rund 5 Rappen pro Franken Einsatz.

Rechenbeispiel: Marge und Auszahlungsquote

Eine zwei-Wege-Wette mit zwei Ausgängen, beide Seiten symmetrisch bei 1.90, ist die sauberste Annahme — kein beobachteter Preis, sondern ein Rechenbeispiel. Unter dieser Symmetrie liegt die Marge bei etwa 5 Prozent, die Auszahlungsquote bei rund 95 Prozent. Wer mit dieser Quote spielt, lässt pro Franken Einsatz rund 5 Rappen bei der Buchmacherin. Das ist das Band, in dem die Rechnung aufgeht, solange der Markt symmetrisch bleibt.

In einem realen Dota-2-Markt ist die Symmetrie selten perfekt. Eine Buchmacherin, die ein Team klar favorisiert, verschiebt die Quoten auseinander (etwa 1.40 / 2.80). Dann liegt die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten höher, die Marge entsprechend. Erfahrungsgemäss liegt die Marge in Dota-2-Märkten in einem Band von 7 bis 10 Prozent; in einem ausländischen Buchmacher-Markt ohne Schweizer Konkurrenz nicht selten bei 10 bis 12 Prozent. Die Formel bleibt dieselbe, das Resultat variiert mit der Symmetrie. Die Marge ist eine Eigenschaft des Marktes, nicht der Buchmacherin; die Buchmacherin wählt die Quote, die Marge folgt aus der Wahl.

Cash-Out und Live-Mechanik

Cash-Out heisst, eine offene Wette vor dem Ende des Ereignisses auszahlen zu lassen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wettgewinn. Er hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von der Buchmacherin jederzeit geändert werden. Eine Buchmacherin muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Bei Sporttip funktioniert Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung; eine Garantie für jeden Markt besteht nicht.

Die Konsequenz für die Wettenden: Cash-Out ist eine Convenience-Funktion, kein Geschenk. Die Buchmacherin kauft die Wette zurück, mit einem Abschlag, der sich nach dem aktuellen Stand des Spiels richtet. Wer Cash-Out nutzt, gewinnt oder verliert einen kleineren Betrag als das volle Resultat. Wer das volle Resultat will, muss die Wette laufen lassen.

Live-Wetten haben ihre eigene Mechanik. Eine Live-Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 — der Einsatz wird zurückerstattet, es gibt keinen Gewinn. Bei Fussball können spielentscheidende Situationen (Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheidung) dazu führen, dass Wetten mit Quote 1.00 gewertet werden. Bei Dota 2 gibt es keine vergleichbaren Einzelsituationen; das Prinzip gilt aber: Eine Wette, die nach dem Ereignis platziert wird, wird zu Quote 1.00 gewertet.

Kombiwetten, Systemwetten, Bet Builder

Eine Kombiwette ist eine Wette, die mehrere Einzelwetten zu einer Wette kombiniert. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Gewinnen alle Teile, gibt es den Einsatz mal Gesamtquote. Verliert auch nur ein Teil, ist der Einsatz weg. Sporttip bietet einen Kombiboost auf einem definierten Bereich: mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von je 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Bonus.

Eine Systemwette deckt mehrere Kombinationen aus denselben Voraussagen ab. Sie kostet mehr Einsatz, weil sie pro Voraussage eine Kombination abdeckt. Sie ist teurer, aber sie verzeiht einzelne verlorene Teile, solange genügend andere Teile gewinnen. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Systemwette bei CHF 10’000, für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1’000; der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1.

Der Bet Builder ist eine Funktion, mit der voneinander abhängige Voraussagen aus derselben Sportveranstaltung kombiniert werden. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Bet Builder ist also nicht nur eine Convenience, sondern auch eine Voraussetzung: Wer abhängige Voraussagen kombinieren will, muss den Bet Builder benutzen.

Rechtslage: Warum Dota 2 nicht auf der Schweizer Liste steht

Die Schweizer Rechtslage zu Sportwetten ist klar, aber ihre Konsequenz für Dota 2 ist nicht offensichtlich. Wer den Mechanismus versteht, versteht, warum der Spielplan aus dem ersten Abschnitt in dieser Form in der Praxis nicht im Schweizer Wettprogramm ankommt.

Eine alte Holzbrücke führt über einen Bergbach im Morgenlicht, Tannen säumen das Ufer
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Das Schweizer System

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist seit 1. Januar 2019 in Kraft. Es unterscheidet zwischen Kleinspielen und Grossspielen. Online-Sportwetten sind Grossspiele (Art. 3 lit. c und e BGS). Sie brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung (Art. 21 bis 25 BGS). Die Aufsicht liegt bei der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht beim ESBK, der nur die Casinos beaufsichtigt. Das Geldspielkonkordat (interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen) ist seit 1. Januar 2021 in Kraft und definiert die Aufsichtsstruktur.

Das Gesetz lässt nur zwei Veranstalterinnen für Sportwetten zu, Swisslos und Loterie Romande. Das ist keine Auslegung, sondern eine Beschränkung des Gesetzes. Die Kantone haben sich auf zwei Veranstalterinnen geeinigt, weil sie die Erträge aus den Wetten an die kantonalen Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz weiterleiten wollen. Swisslos hat für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. ausgeschüttet, CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die daraus Swiss Olympic, den Fussball, den Eishockey und die Sporthilfe finanziert. CHF 109 Mio. stammten 2025 aus den Sportwetten, 2024 waren es CHF 122 Mio.

Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Eine ausländische Bewilligung — Curaçao, Malta, Deutschland, Tobique — hat in der Schweiz keine Wirkung. Das heisst nicht, dass die ausländische Bewilligung ungültig ist; es heisst, dass sie in der Schweiz keine Wirkung hat. Die Konsequenz ist eine zweifache: Die ausländische Anbieterin darf in der Schweiz nicht durch Werbung oder durch das Angebot selbst auf sich aufmerksam machen, und die Schweizer Wettenden dürfen zwar spielen, aber ohne den Schutz.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Das Sportwettangebot läuft unter dem Markennamen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in Genf wohnt, kann online kein Sporttip-Konto eröffnen; wer in Lugano wohnt, kann.

Die Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande) veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Als Kontaktadresse nennt sie Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne, und sie zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz sowie 221 Mitarbeitende. Wer in Zürich wohnt, kann online kein Jouez-Sport-Konto eröffnen; wer in Lausanne wohnt, kann.

Die Vertragsgebiete sind also komplementär. Eine Schweizer Wettende hat je nach Wohnkanton genau eine der beiden Veranstalterinnen als Anbieterin. Beide bieten E-Sport nicht im Programm.

Die Liste der zugelassenen Wettarten

Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Sportarten, Veranstaltungen und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS; Version 10.09.2026). Die Liste zeigt einen bestimmten Bereich von Sportarten — Fussball, Eishockey, Tennis, Handball, Basketball, Unihockey, Volleyball, American Football, Baseball, Cricket, Rugby, Motorsport, Radsport, Leichtathletik, Schwimmen, Skisport, Biathlon, Bob, Skeleton, Rodeln, Eiskunstlauf, Eisschnelllauf, Reitsport, Segeln, Surfen, Rudern, Kanu, Schiessen, Bogenschiessen, Ringen, Boxen, Kampfsport, Gewichtheben, Billard, Snooker, Darts, Schach, Boule, Pétanque, Curling, Futsal, Beachsoccer, Wasserball und ähnliches. Die Liste zeigt keinen E-Sport-Bereich.

Die Konsequenz für Dota 2 ist eindeutig: Kein Schweizer Veranstalter darf E-Sport anbieten, auch wenn er wollte. Jede Werbung für E-Sport-Angebote ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten. Wer in der Schweiz eine E-Sport-Wette platzieren will, kann das nicht über eine Schweizer Veranstalterin tun.

Die Liste ist auch in einer anderen Hinsicht restriktiv. Qualifikationsrunden sind nur dann wettbar, wenn sie auf der Liste stehen. Frauenwettbewerbe sind nur dann wettbar, wenn sie auf der Liste stehen. Ranglistenwetten sind nur wettbar, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind nie wettbar. Eckstoss- oder Kartenmärkte sind nicht auf der Liste. Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen sind verboten (Art. 25 Abs. 2 BGS). Live-Wetten sind erlaubt, vor dem Spiel und live, soweit die Veranstalterin über eine entsprechende Bewilligung verfügt; das BGS kennt keine grundsätzliche Beschränkung bestimmter Live-Märkte.

Werbung, Boni und das Verbot der Bewerbung

Werbung für E-Sport-Angebote ist in der Schweiz verboten, weil E-Sport nicht zugelassen ist (Art. 74 Abs. 3 BGS). Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein oder sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht zugelassene ausländische Buchmacherinnen ist mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 belegt (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Promo-Codes werden in dieser Bewertung nicht abgedruckt; die Mechanik eines Bonus oder einer Gratiswette ist das, was zählt, nicht das Wie der Einlösung.

Die Konsequenz für die Schweizer Wettenden: Werbung für ausländische E-Sport-Anbieterinnen ist in der Schweiz nicht erlaubt, die Anbieterinnen bewerben sich offiziell nicht, die Werbung läuft über Kanäle ausserhalb der Schweizer Aufsicht. Wer auf eine solche Werbung stösst, stösst auf einen Markt, der sich der Aufsicht entzieht.

Boni sind kein Geschenk, sondern ein Geschäftsmodell. Eine Gratiswette, deren Einsatz im Gewinnfall nicht zurückbezahlt wird, hat einen Wert, der unter dem Nennwert liegt; eine Gratiswette, deren Einsatz zurückbezahlt wird, hat einen Wert näher am Nennwert. Die Schweizer Veranstalterinnen bieten Boost-Funktionen (Kombiboost, Profitboost, Quotenboost) an, deren Mechanik in den Swisslos-Spielregeln Version 4.2 geregelt ist. Der Profitboost erhöht den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; der Quotenboost gilt nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Sperrliste und DNS-Block

Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains ausländischer Anbieterinnen, die in der Schweiz über DNS gesperrt werden (Art. 86 bis 93 BGS). Die erste Liste wurde am 3. September 2019 veröffentlicht; Ende 2025 umfasste sie 671 Domains. Gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt (Domain-Hopping). Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home in diesem Zusammenhang, und sie nennt bet365 als auf der Liste stehend.

Die Konsequenz: Eine ausländische Anbieterin, die in der Schweiz spielen lassen will, kann ihre Domain innert weniger Stunden ersetzen lassen. Wer in der Schweiz spielt, spielt über eine Domain, die gerade noch nicht gesperrt ist. Die Sperre ist eine Momentaufnahme, keine dauerhafte Sperre.

Spielerschutz: Was im Schweizer System greift

Der Spielerschutz im Schweizer System greift an mehreren Stellen gleichzeitig. Wer das System verlässt, verliert jede einzelne dieser Stellen.

Identität, Alter und ein Konto pro Person

Sporttip und Jouez Sport verlangen mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet und dürfen keine Spielsperre bestehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Die Identitätsprüfung ist keine Formalität, sondern eine Voraussetzung: Ohne Ausweis kein Konto, ohne Konto keine Wette, ohne Wette kein Schutzmechanismus.

Die Konsequenz für die Wettenden: Die Schweizer Veranstalterin kennt die Identität, das Alter und den Wohnort. Die Schweizer Veranstalterin kann eine Spielsperre gegen eine Spielerin oder einen Spieler anmelden. Die ausländische Anbieterin kennt die Identität nur, soweit die Wettenden sie preisgeben. Die ausländische Anbieterin kann eine Schweizer Spielsperre nicht anerkennen.

Was die Verlustlimiten betrifft: Vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro 30 Tage; unter 21 Jahren liegt sie bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (statutarisch möglich wären 24 Stunden, Swisslos wendet 72 Stunden an). Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Die Konsequenz für die Wettenden: Die Wettenden bestimmen die Limite, nicht der Staat. Die Wettenden können die Limite erhöhen, müssen aber 72 Stunden warten. Die 72 Stunden sind eine Schutzfunktion, kein Hindernis: Sie geben den Wettenden Zeit, die Erhöhung zu überdenken. Bei einer ausländischen Anbieterin gibt es diese 72-Stunden-Funktion nicht.

Spielsperre und Sperrregister

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle. Eine selbst gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Gesperrte oder minderjährige Spielende haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die Konsequenz für die Wettenden: Eine Spielsperre in der Schweiz wirkt schweizweit. Eine Spielsperre bei einer ausländischen Anbieterin wirkt nur bei dieser Anbieterin. Wer bei einer ausländischen Anbieterin spielt und sich dort sperren lässt, kann bei einer anderen ausländischen Anbieterin weiterspielen. Wer sich bei einer Schweizer Veranstalterin sperren lässt, hat keinen Zugang mehr zu irgendeiner Schweizer Veranstalterin.

Was bei einer ausländischen Anbieterin wegfällt

Die folgenden Schutzmechanismen greifen bei einer ausländischen Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung nicht:

Die Liste ist nicht vollständig. Sie zeigt nur die Mechanismen, die bei einer Schweizer Veranstalterin greifen und bei einer ausländischen Anbieterin nicht. Wer sich für eine ausländische Anbieterin entscheidet, entscheidet sich gegen jede einzelne dieser Stellen.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn, besteuert nur darüber (Bundessteuerfreibetrag CHF 1’071’000 ab 1.1.2026, CHF 1’070’400 im Jahr 2025; kantonal unterschiedlich, je nach Kanton). Über dem Freibetrag behält die Veranstalterin 35 Prozent Verrechnungssteuer zurück, die durch Deklaration des Gewinns im Einkommensteuer-formular zurückgefordert werden kann. Eine typische Wettende gewinnt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer.

Gewinne aus ausländischen Grossspielen sind nach kantonaler Praxis anders behandelt. Thurgau besteuert sie voll, andere Kantone teilweise oder gar nicht. Das ist Steuerpraxis, die je nach Wohnsitz variiert. Eine Auskunft, die für eine Person gilt, gilt für die Nachbarin nicht.

Die Konsequenz: Wer in der Schweiz spielt, zahlt keine Steuern auf Gewinne unter dem Freibetrag. Wer im Ausland spielt, zahlt je nach Kanton Steuern auf jeden Gewinn. Die Differenz ist nicht steuerlich motiviert, sie ist die Folge der kantonalen Praxis.

Anbieter im Detail

Die folgenden zehn Anbieterinnen sind im Vergleich oben bereits genannt. Was folgt, ist die Einzelbewertung jeder Anbieterin in der Reihenfolge des Vergleichs. Die Einzelbewertung bezieht sich auf das, was die Anbieterin im Rahmen ihrer Bewilligung leistet — und auf das, was sie nicht leistet.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Veranstalterin der Deutschschweizer Kantone, des Kantons Tessin und des Fürstentums Liechtenstein. Das Sportwettangebot läuft unter dem Markennamen Sporttip. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach BGS, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Eine Wettende kann online ein Konto eröffnen, wenn sie im Vertragsgebiet wohnt und mindestens 18 Jahre alt ist. Die Identität wird per Ausweis geprüft.

Die Limits sind die der Swisslos: Mindesteinsatz CHF 1 für Einzel- und Kombinationswetten, Höchsteinsatz CHF 1’000 für Einzel- und Kombinationswette, plus CHF 10’000 für Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Einzelwette ungültig und wird zurückbezahlt; in einer Kombinationswette erhält die Voraussage die Quote 1.00. Gewinne, die nicht innert 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Was das Spielguthaben betrifft: Das Swisslos-Spielkonto kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, Mindestbetrag CHF 20, in 30 Tagen höchstens CHF 10’000, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay an, die Transaktion wird in der PostFinance-App bestätigt. Auszahlungen auf Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto sind zweimal pro 365 Tage gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen, Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden innert 3 Arbeitstagen überwiesen, sofern die Bankverbindung bekannt ist.

Was Dota 2 betrifft: Swisslos führt Dota 2 nicht im Programm. Die Konsequenz für eine Schweizer Dota-2-Wettende: Sie kann bei Swisslos spielen, aber nicht auf Dota 2. Sie kann sich bei Swisslos ein Konto eröffnen, sich bei Swisslos eine Spielsperre setzen, sich bei Swisslos eine Verlustlimite setzen — alles greift nicht, wenn sie auf Dota 2 wetten will. Die ganze Architektur des Schutzes ist da und greift nicht.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande ist die Veranstalterin der sechs Westschweizer Kantone. Das Sportwettangebot läuft unter Jouez Sport. Die Bewilligung ist eine Veranstalter- und eine Spielbewilligung nach BGS, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Eine Wettende kann online ein Konto eröffnen, wenn sie in einem der sechs Westschweizer Kantone wohnt.

Was den Umfang betrifft: 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende, Hauptsitz in Lausanne. Der Wirkungskreis ist kleiner als bei Swisslos, die Mechanismen sind dieselben.

Was Dota 2 betrifft: Die Loterie Romande führt Dota 2 nicht im Programm. Die Konsequenz ist dieselbe wie bei Swisslos: Wer in der Westschweiz auf Dota 2 wetten will, hat keine Schweizer Anbieterin. Der Schutz greift auch hier nicht. Die Geografie ist kleiner, die Lücke auf Dota 2 ist gleich gross.

MrXbet

MrXbet ist eine ausländische Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz in einem anderen Land ist in der Schweiz ohne Wirkung (Art. 4 BGS); das heisst: keine Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Rekursstelle.

Die Konsequenz: Wer bei MrXbet spielt, sitzt am Tisch einer Anbieterin, die in der Schweiz nicht zugelassen ist. Die Schweizer Werbung für MrXbet ist verboten, eine Busse von bis zu CHF 500’000 kann auf eine Werbung folgen. Die Wettenden zahlen keine Busse, aber sie sitzen am Tisch einer Anbieterin ohne Aufsicht. Das ist die Grundlage der Bewertung, die hier zu MrXbet abgegeben wird: Die Grundlage ist nicht das Angebot, sondern die fehlende Aufsicht.

Interwetten

Interwetten ist eine ausländische Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung. Die Gespa nennt Interwetten im Zusammenhang mit Domain-Hopping — gesperrte Domains werden ersetzt, der Zugang bleibt technisch möglich, die Aufsicht bleibt null. Es gelten die gleichen Einschränkungen wie bei anderen ausländischen Anbietern (Art. 4 BGS).

Die Konsequenz: Wer bei Interwetten spielt, spielt über eine Domain, die gerade noch nicht gesperrt ist. Die Sperre kommt, die nächste Domain wird angemeldet, das Spiel geht weiter. Die Schweizer Werbung für Interwetten ist verboten. Die Wettenden sitzen am Tisch einer Anbieterin, deren Aufsicht in der Schweiz gleich null ist, mit dem Unterschied, dass die Sperre hier regelmässig greift und regelmässig umgangen wird. Das ist die Grundlage der Bewertung, die hier zu Interwetten abgegeben wird.

Betify

Betify ist eine ausländische Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung. Die rechtliche Situation ist wie bei anderen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung: keine Aufsicht in der Schweiz, keine rechtliche Absicherung (Art. 4 BGS).

Die Konsequenz: Wer bei Betify spielt, nutzt eine Plattform ohne Schweizer Regulierung. Damit entfallen alle zentralen Schutzmechanismen, die im Spielerschutz-Abschnitt beschrieben sind. Zudem ist Werbung für Betify in der Schweiz unzulässig.

BetPanda

BetPanda ist eine ausländische Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen für Anbieter ohne Bewilligung (Art. 4 BGS): keine Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Rekursmöglichkeit. Die .io-Domain deutet auf eine Jurisdiction ohne Anerkennung in der Schweiz hin.

Die Konsequenz: Wer bei BetPanda spielt, sitzt am Tisch einer Anbieterin, deren Lizenz in der Schweiz nicht anerkannt ist. Die Lizenz ist möglicherweise vorhanden, möglicherweise seriös, möglicherweise nicht — keine dieser Möglichkeiten hat in der Schweiz eine Folge. Die Werbung für BetPanda ist in der Schweiz verboten. Die Grundlage der Bewertung entspricht der Grundlage der anderen ausländischen Anbieterinnen, mit der Nuance, dass die .io-Domain die Frage nach der Jurisdiction stellt, ohne sie zu beantworten.

HighFlyBet

HighFlyBet ist eine ausländische Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung. Es gelten die allgemeinen Bestimmungen für Anbieter ohne Bewilligung (Art. 4 BGS): keine Aufsicht, kein Anschluss an das Sperrregister, keine Rekursmöglichkeit.

Die Konsequenz: Wer bei HighFlyBet wettet, muss auf die regulatorische Sicherheit der Schweiz verzichten. Sämtliche im Spielerschutz-Abschnitt aufgeführten Standards fehlen hier. Werbung für HighFlyBet verstösst in der Schweiz gegen das Gesetz.

FortuneJack

FortuneJack ist eine ausländische Anbieterin ohne Schweizer Bewilligung. Da es an einer Schweizer Zulassung mangelt, gelten für sie die gleichen regulatorischen Nachteile wie bei anderen offshore-Anbietern.

Die Konsequenz: Wer bei FortuneJack spielt, sitzt am Tisch einer Anbieterin, die in der Schweiz nicht zugelassen ist. FortuneJack akzeptiert in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen Kryptowährungen — eine Auszahlung auf ein Schweizer Bank- oder Postkonto im eigenen Namen ist hier nicht garantiert, die Schweizer Pflicht zur Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen (Art. 50 Abs. 2 VGS) greift hier nicht. Die Werbung für FortuneJack ist in der Schweiz verboten. Die Grundlage der Bewertung ist die Grundlage der anderen ausländischen Anbieterinnen, mit der zusätzlichen Nuance, dass die Auszahlungsmechanik sich der Schweizer Pflicht entzieht.

Playzilla

Playzilla operiert ohne Schweizer Bewilligung. Dies führt dazu, dass keine Schweizer Aufsicht besteht und die Spielerschutzvorgaben des Bundes nicht greifen. Eine lizenzrechtliche Grundlage fehlt hier vollständig.

Die Konsequenz: Wer bei Playzilla wettet, verzichtet auf die Schutzvorgaben der Schweiz. Die hier beschriebenen Spielerschutzmechanismen finden bei diesem Anbieter keine Anwendung. Werbung ist auch hier nicht gestattet.

X3Bet

X3Bet bietet Wetten ohne Schweizer Bewilligung an. Auch wenn Drittquellen eine kanadische Lizenz nennen, hat diese in der Schweiz keine Rechtskraft. Es fehlt jegliche Verbindung zu Schweizer Schutzmechanismen.

Die Konsequenz: Wer bei X3Bet spielt, sitzt am Tisch einer Anbieterin, deren Lizenz in der Schweiz nicht anerkannt ist. Die Lizenz ist möglicherweise seriös, möglicherweise nicht — keine dieser beiden Möglichkeiten hat in der Schweiz eine Folge. Die Werbung für X3Bet ist in der Schweiz verboten. Die Grundlage der Bewertung entspricht der Grundlage der anderen ausländischen Anbieterinnen, mit einer Nuance: Eine in Drittquellen genannte Lizenz ist immer noch keine Schweizer Lizenz, aber sie ist auch keine Lizenz, die im internationalen Vergleich als inexistent gilt. Die Werbung bleibt verboten, die Aufsicht in der Schweiz bleibt null.

Häufige Fragen

Gibt es Dota 2 im Angebot von Swisslos oder Loterie Romande?

Nein. Die Gespa-Liste der zugelassenen Wettarten (10.09.2026) enthält keinen E-Sport-Bereich. Swisslos und Loterie Romande, die beiden einzigen Veranstalterinnen mit Schweizer Bewilligung, bieten daher kein Dota 2 an. Wer in der Schweiz auf Dota 2 wetten will, hat keine Schweizer Anbieterin und landet bei ausländischen Anbieterinnen ohne Schweizer Bewilligung.

Warum führt die Gespa-Liste der erlaubten Wetten keinen E-Sport?

Die Liste der zugelassenen Sportarten, Veranstaltungen und Wettarten (Art. 25 BGS, Art. 29 VGS) wird von der Gespa geführt und ist abschliessend. E-Sport ist nicht aufgeführt. Die Konsequenz: Kein Schweizer Veranstalter darf E-Sport anbieten, auch wenn er wollte. Werbung für E-Sport-Angebote ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS). Eine Aufnahme von E-Sport in die Liste würde eine Gespa-Verfügung erfordern, die bislang nicht ergangen ist.

Was bleibt an Schutz, wenn jemand bei einem ausländischen Dota-2-Buchmacher ohne Bewilligung spielt?

Kein Schweizer Schutz. Eine ausländische Bewilligung ist nach Art. 4 BGS bedeutungslos. Es gibt keine Schweizer Identitätsprüfung, keine Verlustlimiten mit 72-Stunden-Frist und keinen Anschluss an das Schweizer Sperrregister. Wer solche ausländischen Plattformen nutzt, verzichtet auf alle gesetzlichen Schutzvorgaben, die in der Schweiz sonst für Wettende gelten. Die Betreiber unterliegen keiner Schweizer Aufsicht. Die Wettenden haften nicht persönlich, doch sie verlieren jegliche gesetzliche Absicherung.

Wie wird aus einer Wettquote eine implizite Wahrscheinlichkeit?

Eins geteilt durch die Quote. Eine Quote von 2.00 entspricht 50 Prozent, 1.50 entspricht 66.7 Prozent, 4.00 entspricht 25 Prozent. Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Seiten eines Marktes ist grösser als 100 Prozent. Die Differenz ist die Marge der Buchmacherin. Ein ausgeglichener Markt mit zwei Seiten bei 1.90 / 1.90 hat eine Marge von rund 5 Prozent und eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent.

Wie werden Gewinne bei einem ausländischen Dota-2-Buchmacher in der Schweiz besteuert?

Gewinne aus ausländischen Grossspielen sind nach kantonaler Praxis anders behandelt als Gewinne aus Schweizer Spielen. Thurgau besteuert sie voll, andere Kantone teilweise oder gar nicht. Die Antwort ist also je nach Kanton unterschiedlich. Eine Auskunft, die für eine Person gilt, gilt für die Nachbarin nicht. Eine allgemeine Auskunft gibt die kantonale Steuerverwaltung oder ein Steuerberater; die Auskunft ist kostenlos, aber sie gilt nur für die fragende Person.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»