Beachvolleyball wetten in der Schweiz – wer es darf, was es kostet
Beachvolleyball wirkt randständig, ist aber im Schweizer Wettprogramm keine Petitesse: Wetten auf die Sportart sind nur dort erlaubt, wo das Geldspielgesetz sie zulässt, und das ist sehr eng. Wer in der Schweiz mit Einsatz und Quote spielt, zahlt einen Preis, den die Werbung nicht zeigt – die Marge im Markt, die Limite im Geldbeutel und die Sperre im Register. Der folgende Überblick zeigt, was Beachvolleyball-Wetten in der Schweiz kosten, wer sie anbieten darf und worauf Spielende achten sollten.

Stand: 20. Oktober 2026. Geprüft gegen das Handelsregister und die Gespa-Liste.
Rechtslage und Bewilligung: nur zwei Veranstalter dürfen
In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Zuständig für die Aufsicht ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht) mit Sitz in Bern, gestützt auf das Geldspielkonkordat seit 1. Januar 2021. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung pro Produkt. Die Kantone haben festgelegt, dass landesweit nur zwei Organisationen Sportwetten anbieten dürfen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport.

Wer darf, und in welchem Gebiet
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel. Sie veranstaltet Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Ein Online-Konto bei Swisslos ist nur möglich mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in diesem Vertragsgebiet, mit Ausweispflicht und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Loterie Romande führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Romandie, beschäftigt 221 Mitarbeitende und ist über die Avenue de Provence 14 in Lausanne erreichbar. Auch hier ist die Online-Registrierung auf Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im eigenen Vertragsgebiet beschränkt.
Das bedeutet: Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Swisslos. Wer in der Romandie wohnt, geht zu Loterie Romande. Beide produzieren eigene Quoten, eigene Limits, eigene Spielregeln. Eine Bewilligung der jeweils anderen Veranstalterin gilt im anderen Landesteil nicht.
Welche Sportarten und Wettarten erlaubt sind
Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Beachvolleyball erscheint dort, soweit ein Wettbewerb gelistet ist; was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden zählen nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangwetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind nie Wetten. Eckball- oder Kartenmärkte, wie sie im Fussball üblich sind, kennt die Liste nicht, und eine eigene Sektion für E-Sports enthält sie ebenfalls nicht.
Was darf, ist auch eng: keine Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows, nur Sportereignisse. Livewetten sind zugelassen, vor Spielbeginn und live, wenn die Veranstalterin eine entsprechende Bewilligung hat. Cash-Out ist keine regulatorische Kategorie; beschrieben wird nur, was die Veranstalterin anbietet. Was virtuelle Sportarten betrifft, lässt sich aus der Liste nichts ableiten – entsprechend schweigt dieser Text dazu.
Was ausländische Anbieter in der Schweiz sind
Eine ausländische Bewilligung – aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Staat – hat in der Schweiz keine Geltung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre. Spielende werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder einen Schweizer Spielerschutz noch eine Beschwerdestelle.
Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS blockieren. Ende 2025 umfasste sie 671 Domains; gesperrte Adressen werden innert Stunden ersetzt, was als Domain-Hopping bekannt ist. Die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, bet365 steht ebenfalls auf der Liste. Wer ein offizielles Schweizer Angebot sucht, hat genau zwei Optionen – alles andere ist Offshore.
Spielerschutz: Limite, Sperre, Register
Wer in der Schweiz wettet, ist durch den Spielerschutz gut gesichert und durch die Spielregeln eng geführt. Sportwetten sind erst ab 18 Jahren erlaubt; Minderjährige werden online nicht zugelassen. Eine Person darf sich nur einmal pro Veranstalterin registrieren, mit verifizierter Identität. Gewinne und Guthaben werden ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen des Kontoinhabers ausbezahlt – anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungen existieren im bewilligten Markt nicht.

Selbst gesetzte Verlustlimiten
Beide Veranstalterinnen verlangen vor der ersten Teilnahme Limits für Verlust in einem Tag, sieben Tagen und 30 Tagen. Bei Swisslos liegt die Obergrenze bei CHF 9’999 für Erwachsene und CHF 1’000 für unter 21-Jährige; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Statutarisch ist nur eine 24-Stunden-Frist für Erhöhungen vorgesehen; die 72 Stunden sind die strengere Hausregel der Veranstalterin.
Spielsperre und Pausen
Wer sich selbst aussperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird zusätzlich in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Spielbanken, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Pause kann statutengemäss bis zu sechs Monate dauern, eine Aufhebung erst nach drei Monaten, mit Einbezug einer Fachstelle.
Wer gesperrt ist oder das 18. Altersjahr nicht erreicht hat, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn. Das gilt im Ernstfall – nicht erst beim Versuch der Auszahlung.
Testkäufe 2025: kein Grund zur Beruhigung
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Sports Wetten mit Minderjährigen getestet: 47,5 % von 200 Versuchen führten zu einem Verkauf. Wer also meint, am Schalter sei der Schutz am grössten, liegt falsch. Online ist die Identitätsprüfung beim Konto obligatorisch, der Schutz dort ist dichter als am Schalter.
Anbieter im Vergleich: zwei Bewilligungen, acht Offshore
Die Auswahl an Anbietern hängt davon ab, wo jemand wohnt und welche Bewilligung man sucht. Wer in der Schweiz online wettet, hat die Wahl zwischen genau zwei bewilligten Produkten; wer bei einer ausländischen Adresse spielt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechtsraums. Die folgende Tabelle ordnet ein, welche Bewilligung die genannten Namen in der Schweiz tragen und wer hinter den Produkten steht.
| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalterin / ausländische Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Gespa) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
| Rainbet | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Rabona | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| FortuneJack | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Betscore | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Sportuna | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| DirectionBet | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
| Bruce Bet | keine Schweizer Bewilligung | Lizenz nicht ausgewiesen, ohne Wirkung in der Schweiz |
Diese Tabelle trennt klar, was die Rechtslage trennt: zwei bewilligte Veranstalterinnen, acht Namen ohne Schweizer Bewilligung. Wer bei einem Anbieter ohne Bewilligung spielt, verlässt den Schutz des Gesetzes, ohne dass sich an den Quoten, am Wettprogramm oder an der Technik etwas ändern müsste.
Die zwei Bewilligten im Detail
Swisslos Sporttip nimmt Einsätze online und über Verkaufsstellen entgegen. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Diese Limiten kann Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette oberhalb der Limite wird nicht angenommen. Cash-Out ist verfügbar – für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber ausschliesslich online und nur als vollständiger Cash-Out ohne Teilauszahlung; eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird, gibt es nicht. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, mindestens vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50, Bonus auf den Nettogewinn 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen.
Loterie Romande Jouez Sport bedient die sechs Westschweizer Kantone mit demselben rechtlichen Rahmen. Die Verkaufsstellenstruktur ist dichter als in der Deutschschweiz: 2’350 Verkaufsstellen auf sechs Kantone. Wer dort Konto und Wetten vergleicht, vergleicht Produkte derselben Regulierung mit unterschiedlichen Quoten – mehr nicht.
Die acht Offshore-Marken
Rainbet, Rabona, GG.BET, FortuneJack, Betscore, Sportuna, DirectionBet und Bruce Bet erscheinen alle in Werbung und Vergleichsportalen, die Schweizer Kundinnen und Kunden erreichen. Keine dieser Marken hat eine Schweizer Bewilligung; keine ist an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen; keine ist über die Gespa-Adresse erreichbar. Ihre ausländische Lizenz – sofern ausgewiesen – hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer dort einzahlt, hat keine Schweizer Beschwerdestelle, keinen Schweizer Datenschutz im Geldspielregime und keinen Anspruch auf Schutz bei Spielsucht.
Die Domains dieser Anbieter können in der Gespa-Sperrliste erscheinen und in der Schweiz per DNS geblockt werden. Das ist kein Ranking-Argument, das ist eine Sperre.
Welche Spielerin welchen Anbieter wählt
Wer in der Deutschschweiz wohnt und gesetzlich spielen will, geht zu Swisslos Sporttip. Wer in der Romandie wohnt, geht zu Loterie Romande Jouez Sport. Wer eine ausländische Lizenz akzeptiert und bewusst das höhere Risiko trägt, kann bei einem der Offshore-Anbieter spielen – mit dem Wissen, dass die Gespa diese Domains blockt und die Spielerin selbst kein gesetzliches Schutzinstrument hat. Beide Wege sind legal möglich oder illegal – die Bewilligung entscheidet, nicht der Markt.
Beachvolleyball verstehen: Sätze, Punkte, Wettarten
Wer Beachvolleyball wettet, muss zuerst verstehen, wie das Spiel funktioniert – nicht weil das Gesetz es verlangt, sondern weil die Quoten an Sätzen, Punkten und Spielfortschritt hängen. Die Volley-Spielregeln sind dieselben für Halle und Sand, mit kleinen Unterschieden in der Spielfeldgrösse.
Wie ein Satz entsteht
Ein Satz ist gewonnen, wenn eine Mannschaft 25 Punkte erreicht und mindestens zwei Punkte Vorsprung hat. Bei Gleichstand 24:24 wird verlängert, mindestens bis 26:24. Der Tiebreak, also der entscheidende fünfte Satz, geht bis 15 Punkte, wiederum mit mindestens zwei Punkten Vorsprung; nach acht Punkten wechseln die Mannschaften die Seiten.
Ein Volleyballspiel gewinnt, wer drei Sätze für sich entscheidet («Best of five»). Die Spieldauer liegt zwischen einer und zwei Stunden, je nach Satzverlauf. Im Europapokal, also wenn Hin- und Rückspiel je einen Sieger haben, entscheidet ein zusätzlicher «Golden Set» mit denselben Regeln wie der Tiebreak.
Seit 1999 wird im Volleyball nach dem Rally-Point-System gespielt: Die Mannschaft, die einen Spielzug gewinnt, erhält den Punkt – unabhängig davon, wer aufschlägt. Das hat das Tempo erhöht und die Wetten auf Satzgenauigkeit, Tiebreak ja/nein und Spielstandsverlauf verändert.
Welche Wettarten Beachvolleyball trägt
Die Gespa-Liste legt fest, welche Wettarten überhaupt angeboten werden dürfen. Standard sind Siegerwetten (welches Team gewinnt das Spiel, welcher Satz geht an wen), Satzwetten (korrekte Endanzahl Sätze, Tiebreak ja/nein), und je nach Bewilligungspraxis Handicap-Linien auf Sätze oder Punkte. Beachvolleyball kennt im Gegensatz zu Fussball keine Kartenmärkte und keine Eckball-Wetten. Die sechs Spielerinnen und Spieler pro Team stehen auf einem Feld, das 16 Meter lang und 8 Meter breit ist, getrennt durch ein Netz, das bei Männern 2,43 Meter, bei Frauen 2,24 Meter und im Mixed 2,35 Meter hoch hängt.
Der Weltverband FIVB (Fédération Internationale de Volleyball) umfasst 222 nationale Verbände, darunter die deutsche Volleyball-Bundesliga der Männer, die 1974 gegründet wurde. Die Bundesliga spielt die Play-offs der besten acht Teams; Viertelfinale im Modus Best of three, Halbfinale und Finale im Modus Best of five. Rekordmeister sind die Berlin Recycling Volleys mit 16 Titeln. Wer in einer europäischen oder internationalen Beachvolleyball-Liga auf deutsche Teams oder Spielerinnen setzt, wird oft mit niedrigeren Quoten belohnt als auf Aussenseiter, weil die Buchmacherinnen das Spielfeld gut kennen.
Quoten und Marge: was eine Quote wirklich sagt
Die Quote ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte ist die Marge des Marktes – der Anteil, den die Veranstalterin aus jedem gesetzten Franken für sich behält. Eine Quote ist die Auszahlung im Erfolgsfall; die Marge ist das, was im Misserfolg im Haus bleibt.
Für einen Zweiwege-Markt, bei dem beide Seiten mit Quote 1.90 angeboten werden, ist die Rechnung einfach. Die Auszahlungsquote ist 1 / (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95, also 95 %; die Marge beträgt 5 %. Das heisst: Wer pro 100 Franken Einsatz 95 Franken an die Spielenden zurückgibt, behält 5 Franken pro 100 Franken Einsatz. In der Praxis zeigen die Veranstalterinnen ihre Margen nicht direkt, aber sie lassen sich aus dem Verhältnis der Quoten ablesen. Je näher die beiden Quoten eines Zweiwege-Marktes beieinander liegen, desto niedriger ist die Marge – und desto fairer das Angebot.
Für komplexere Märkte (Handicap, Gesamtpunkte, Satzkombinationen) sind die Margen höher, in der Regel zwischen 5 % und 10 %. Die genauen Werte für jeden Markt auf jeder Veranstalterinnen-Seite sind nicht alle veröffentlicht; ein Blick auf das Wettprogramm vor dem Tipp zeigt die Quoten und damit indirekt die Marge.
Wann Cash-Out und Kombiboost sinnvoll sind
Cash-Out ist verfügbar als vollständige Auszahlung des aktuellen Wettwerts vor Spielende. Der Betrag ist tiefer als der mögliche Endgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann jederzeit von der Veranstalterin geändert werden. Wer mit Cash-Out aussteigt, verzichtet auf die Endquote – und damit auf den Teil des Gewinns, den die Quote noch offen liess. Wer mit Cash-Out aussteigt, um einen Verlust zu begrenzen, nimmt den kleineren Verlust in Kauf; wer aussteigt, um einen Gewinn mitzunehmen, gibt einen Teil davon her.
Der Kombiboost auf Sporttip belohnt riskantere Kombinationen mit einem Bonus auf den Nettogewinn: 5 % bei vier Voraussagen mit Quote je mindestens 1.50, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Das klingt grosszügig, gilt aber nur online, nur für Prematch, Live- und Systemwetten und ist im Einsatz und in der Gewinnerhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer ohnehin Kombinationen spielt, kann den Boost mitnehmen; wer extra Risiko eingeht, um den Boost zu holen, spielt gegen die Marge jedes Einzeltips.
Spezifische Regeln bei Swisslos Sporttip
Die Spielregeln von Sporttip sind im Alltag der entscheidende Text. Wer dort spielt, sollte drei Punkte kennen: Was Cash-Out bedeutet, wann Livewetten gewertet werden und wie Limits gehandhabt werden.
Livewetten und Quote 1.00
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, werden mit Quote 1.00 gewertet – das bedeutet: Einsatz zurück, kein Gewinn. In spielentscheidenden Situationen kann die Veranstalterin Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten, etwa bei einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Videoschiedsrichter-Entscheidung. Das ist keine Sanktion, sondern eine Regel gegen Wetten mit Wissensvorsprung in Echtzeit.
Reguläre Spielzeit, Verlängerung, Penaltyschiessen
Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit – im Fussball 90 Minuten plus Nachschlag. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer im Fussball auf «Sieg nach 90 Minuten» setzt, bekommt bei Verlängerung keinen Gewinn aus der Sieg-Wette – die Quote wird mit 1.00 gewertet, wenn das Spiel Ergebnis im Wettprogramm war. Für Beachvolleyball ist die Logik einfacher: Drei Sätze sind das Spiel, der Tiebreak ist Satz fünf.
Bet-Builder und abhängige Wetten
Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt die Veranstalterin irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer also im Wettschein manuell Satz 1, Satz 2 und Satz 3 kombiniert, kann zur Kasse gebeten werden – im positiven Sinne, mit Einsatzrückerstattung.
Wer nicht wetten darf
Wettkämpferinnen und Wettkämpfer, die an einem Wettereignis teilnehmen, dürfen auf dieses Ereignis nicht wetten. Das schliesst Spielerinnen, Trainer und Schiedsrichter ein; Verstösse können zur Aufhebung der Wette führen.
Wer bietet Cash-Out, Quotenboost, Profitboost
Beide Schweizer Veranstalterinnen bieten bestimmte Funktionen an, die Offshore-Anbieter in der Regel auch anbieten – aber unter dem Vorbehalt, dass Offshore in der Schweiz keine Wirkung hat.
Sporttip-Funktionen im Überblick
Cash-Out ist online verfügbar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vollständig, ohne Teilauszahlung, nicht garantiert pro Markt. Der Kombiboost belohnt vier bis fünfzehn Voraussagen mit Quoten je mindestens 1.50 mit bis zu 100 % Bonus auf den Nettogewinn. Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz; Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert.
Was Offshore in der Schweiz bedeutet
Wer bei einem Offshore-Anbieter spielt, kann Cash-Out, Quotenboost, Profitboost und höhere Bonusangebote bekommen – so wie auf jedem anderen Markt ausserhalb der Schweiz. Aber: keine Schweizer Bewilligung, kein Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle, keine Anwendung des Geldspielgesetzes. Eine Werbe-E-Mail eines Offshore-Anbieters mit einer angeblichen Bewilligung in einem anderen Land hilft in der Schweiz nichts. Die Funktionen sind verfügbar; die Regulierung ist es nicht.
Steuern auf Wettgewinnen: was bleibt, was geht
Wettgewinne sind in der Schweiz grundsätzlich steuerfrei – aber nur unter einer Schwelle, die je nach Kanton unterschiedlich liegt.
Wie die Besteuerung funktioniert
Gewinne aus Schweizer Grossspielen, also auch aus bewilligten Sportwetten, sind einkommenssteuerfrei bis zum kantonalen Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die bundesrechtliche Schwelle liegt ab dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; die kantonalen Schwellen weichen ab. Oberhalb der Schwelle werden 35 % Verrechnungssteuer durch die Veranstalterin abgezogen, die mit der Steuererklärung zurückgefordert werden können.
Für die meisten Spielenden heisst das: keine Einkommenssteuer und keine Verrechnungssteuer, weil die Gewinne weit unter der Schwelle liegen.
Offshore-Gewinne
Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer, weil keine Schweizer Veranstalterin sie abzieht. Aber die kantonale Steuerpraxis – der Kanton Thurgau als bekanntes Beispiel – besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollumfänglich als Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer in einem Kanton mit dieser Praxis spielt und bei einem Offshore-Anbieter gewinnt, deklariert den Gewinn in der Steuererklärung.
Keine Wettsteuer auf den Einsatz
Die Schweiz kennt keine Wettsteuer auf den Einsatz; das ist ein häufiges Missverständnis. Was beim Wetten bezahlt wird, sind Marge und allfällige Verrechnungssteuer oberhalb der Schwelle. Eine pauschale «Wettsteuer von 5 %» wie in Deutschland oder die «impôt sur les paris» wie in Frankreich gibt es hier nicht.
Wie viel kostet eine Wette wirklich?
Eine Wette zu platzieren kostet nicht nur den Einsatz; sie kostet die Marge, die in der Quote steckt. Ein Beispiel macht das sichtbar.
Beispielrechnung: einfacher Zweiwege-Markt
Auf einem ausgeglichenen Beachvolleyball-Match zeigt Sporttip beide Teams mit Quote 1.90 an. Wer 10 Franken auf Team A setzt, gewinnt im Erfolgsfall 19 Franken brutto, 9 Franken netto. Wer 10 Franken auf Team B setzt, gewinnt im Erfolgsfall ebenso 19 Franken brutto. Wenn beide Seiten gleich viel gesetzt bekommen, zahlt die Veranstalterin von 20 Franken Einsatz 19 Franken zurück – sie behält 1 Franken. Das sind 5 % Marge.
Bei komplexeren Märkten, etwa Satzwetten oder Handicaps, sind die Margen höher, typischerweise zwischen 5 % und 10 %. Bei offensichtlichen Aussenseitern steigt die Marge weiter an, weil die Buchmacherin das Risiko gegen sich selbst absichert.
Beispielrechnung: Kombiwette mit vier Beinen
Eine Kombiwette mit vier Beinen zu je Quote 1.50 hat eine Gesamtquote von 1.50⁴ = 5.0625. Wer 10 Franken setzt, gewinnt 50.63 Franken brutto, 40.63 Franken netto. Mit dem Kombiboost bei vier Voraussagen gibt es 5 % Bonus auf den Nettogewinn – in diesem Beispiel etwa 2 Franken zusätzlich. Die kombinierte Marge der vier Einzelmärkte schlägt aber durch: Vier Beine zu je 1.50 entsprechen einer Auszahlungsquote von etwa 88 % pro Bein, also kombiniert einer Auszahlungsquote von etwa 60 %. Die restlichen 40 % sind Marge, die auf alle vier Wetten verteilt ist.
Häufige Fragen
Ist Beachvolleyball in der Schweiz überhaupt bewilligt?
Beachvolleyball ist bewilligt, soweit die Gespa den jeweiligen Wettbewerb und die jeweilige Wettart auf ihrer Liste führt; Frauen- und Männerwettbewerbe müssen separat gelistet sein. Trainingsläufe und Rangwetten ohne direkte Konsequenz für einen internationalen Wettbewerb oder das Podium sind nicht erlaubt. Die beiden Veranstalterinnen Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) sind die einzigen, die diese Wetten in der Schweiz anbieten dürfen.
Was bedeutet «Best of five» beim Volleyball?
Ein Spiel im Modus «Best of five» wird in maximal fünf Sätzen gespielt; wer zuerst drei Sätze gewinnt, hat das Spiel gewonnen. Die ersten vier Sätze gehen bis 25 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung, der fünfte Satz – der Tiebreak – geht bis 15 Punkte mit mindestens zwei Punkten Vorsprung. Bei europäischen Pokalwettbewerben entscheidet ein «Golden Set», wenn Hin- und Rückspiel je einen Sieger haben.
Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?
Bruttogewinn = Einsatz × Quote; Nettogewinn = Einsatz × (Quote − 1). Bei einer Quote von 2.10 und einem Einsatz von CHF 10 ist der Bruttogewinn 21 Franken, der Nettogewinn 11 Franken. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zu einer Gesamtquote.
Was ist die Marge im Wettmarkt?
Die Marge ist der Anteil, den die Veranstalterin aus den Einsätzen einbehält, ausgedrückt in Prozent der gesamten Einsätze. Sie berechnet sich als 1 minus Auszahlungsquote; die Auszahlungsquote wiederum ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Für einen Zweiwege-Markt mit beiden Quoten 1.90 beträgt die Marge 5 %; bei komplexeren Märkten liegt sie meist zwischen 5 % und 10 %.
Welche Spielsperre und welche Verlustlimiten gelten?
Die selbst gesetzte Sperre bei Swisslos dauert produktbezogen zwischen 1 und 180 Tagen, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre wird ins schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos und in Liechtenstein. Die Verlustlimite für Erwachsene liegt bei Swisslos bei einer Obergrenze von CHF 9’999 pro Periode (1, 7 oder 30 Tage), für unter 21-Jährige bei CHF 1’000; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung frühestens nach 72 Stunden.
Sind Wettgewinne in der Schweiz steuerfrei?
Gewinne aus bewilligten Schweizer Sportwetten sind einkommenssteuerfrei bis zum kantonalen Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn; die bundesrechtliche Schwelle ab 1. Januar 2026 ist CHF 1’071’000, die kantonalen Schwellen unterscheiden sich. Darüber werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die mit der Steuererklärung zurückgefordert werden können. Gewinne aus ausländischen Anbietern sind je nach Kanton voll steuerpflichtig.
Sportarten – Laender Spiel Info
Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»
