Wer in der Schweiz auf die Australian Open wetten will – und wer nicht

Updated Oktober 2026
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Die Australian Open sind jedes Jahr im Januar das erste Grand-Slam-Turnier des Tennisjahres. In der Schweiz ist die Antwort auf die Frage, bei wem man auf ein Match in Melbourne setzen darf, sehr eng: nur zwei Veranstalter haben eine Bewilligung, und sie decken zusammen genau das Land ab. Wer daneben spielt, spielt ohne Schweizer Schutz — und kann trotzdem auf den Sperrlisten landen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick dazu, was im Tennisjahr 2026 wirklich gilt, und was eine Wette auf einen Satz, ein Spiel oder den Turniersieger bei Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport konkret kostet.

Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Stand der Daten: 20. Oktober 2026; geprüft gegen die Gespa-Bewilligungsliste und die Spielregeln der beiden Veranstalter (Swisslos Spielregeln Version 4.2, Bedingungen für die Online-Teilnahme gültig ab 13. Januar 2025; Loterie Romande).

Rechtliches Fundament: warum in der Schweiz nur zwei Veranstalter Wetten anbieten dürfen

Die rechtliche Lage für Sportwetten in der Schweiz ist eindeutig: nur Swisslos und Loterie Romande haben eine Bewilligung, und das gilt für jede Sportart, jedes Turnier, jede Phase der Saison.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt.

Das Geldspielgesetz und die Rolle der Gespa

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) ist seit dem 1. Januar 2019 in Kraft und behandelt Sportwetten als Grossspiel (Art. 3 lit. c und e). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht in Bern; das Geldspielkonkordat gilt seit dem 1. Januar 2021. Wer Sportwetten anbieten will, braucht eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS); die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten bewusst auf zwei begrenzt: Swisslos betreibt Sporttip und ist für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein zuständig; Loterie Romande betreibt Jouez Sport und deckt die sechs Westschweizer Kantone ab. Eine «Liste weiterer bewilligter Buchmacher» existiert nicht, weil es keine weiteren gibt. Was die Gespa veröffentlicht, ist die Sperrliste: ausländische Domains, die Schweizer Internetanbieter per DNS-Sperre blocken müssen (Art. 86–93 BGS). Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste.

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Was darf gewettet werden – und was nicht

Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Version vom 10. September 2026, Art. 25 BGS und Art. 29 VGS). Auf dieser Liste stehen vorab definierte Ereignisse und Wettformen; was nicht draufsteht, darf nicht angeboten werden. Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung über den Einzug in einen internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet; Trainingsläufe sind tabu. Eckball- oder Kartenmärkte tauchen in der Liste ebenso wenig auf wie ein Esports-Bereich. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehsendungen sind nicht zugelassen.

Livewetten sind erlaubt, vor Spielbeginn und live, soweit der Veranstalter über eine entsprechende Entscheidung verfügt; das BGS schränkt bestimmte Live-Märkte nicht zusätzlich ein. Events mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Wohnsitz, Identität und ein Konto pro Person

Ein Online-Konto bei Swisslos oder Loterie Romande braucht Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet (Art. 47 Abs. 3 VGS), mindestens 18 Jahre und keine bestehende Spielsperre. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, und bei der Registrierung werden die Daten aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Mitzurteilen ist bei Sporttip: Personen ab 18 Jahren dürfen spielen, jünger ist ausgeschlossen, und wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis selbst nicht wetten.

Gewinne und Saldi gehen ausschliesslich auf ein Zahlungskonto, das auf den Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers läuft (Art. 50 Abs. 2 VGS) – anonyme Auszahlungen und Kryptowährungen existieren im bewilligten Markt nicht. Kredit an Spielende ist verboten (Art. 75 Abs. 1 BGS).

Wer ohne Schweizer Bewilligung spielt, spielt ohne Schutz

Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland, jeder andere Staat) hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten organisiert, macht sich strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden werden nicht bestraft, aber Einsätze und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt weder Schutz noch Fairplay-Kontrolle.

Die ehrliche Beschreibung lautet deshalb: Offshore steht für keine Schweizer Bewilligung, keinen Eintrag im Schweizer Ausschlussregister, keinen Schweizer Rekursweg und eine ausländische Gewinnbesteuerung nach kantonalem Recht. Bewilligt steht für vollen Schweizer Schutz – aber eben nur zwei Veranstalter, eine geschlossene Liste, eine Wohnsitzpflicht und eine Identitätsprüfung. Keine der beiden Seiten ist per se «die sichere Wahl».

Verantwortung und Spielerschutz: Limiten, Sperre, Steuer

Wer spielt, soll nicht über seine Verhältnisse spielen. Das Schweizer System setzt dafür auf selbsterklärte Verlustlimiten, eine Sperre, die im Notfall hilft, und einen Steuerfreibetrag, der die meisten Spielenden vollständig ausnimmt.

Verlustlimiten und Einzahlungsgrenzen

Die Mindeststandards kommen aus der Verordnung (Art. 87 VGS): der Veranstalter muss eine oder mehrere Obergrenzen für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 24 Stunden – gesetzlich. Die beiden Veranstalter wenden in ihren Bedingungen 72 Stunden an, was strenger ist als die gesetzliche Untergrenze.

Bei Sporttip heisst das in der Praxis: vor der ersten Teilnahme setzen Spielende Limiten für 1, 7 und 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (für unter 21-Jährige CHF 1’000). Senkungen greifen sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen. Eine fixe staatliche Einzahlungsgrenze kennt die Schweiz nicht.

Spielsperre und Ausschlussregister

Das BGS regelt die Spielsperre in den Art. 80–82: ausgeschlossen werden können überschuldete oder abhängige Personen, und es gibt eine Selbstausschluss-Sperre, die in einem gemeinsamen Register eingetragen wird. Eine selbstgewählte Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten wieder aufgehoben werden (Art. 84 VGS), wobei eine Fachstelle einzubeziehen ist (Art. 81 BGS). Eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer ausgeschlossen oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS).

Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt: in 47,5 % von 200 Fällen wurde an Minderjährige eine Sportwette verkauft. Das schmälert den Schutz an Online-Spielkonten, die mit Ausweisprüfung laufen, nicht – aber es zeigt, dass das System an der physischen Kasse löchrig ist.

Werbung, Boni und Gratiswetten

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Glücksspiele ist verboten und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS) – beschreiben, nicht bewerben, ist deshalb die Faustregel für jede Zeile in diesem Text. Gratisspiele oder Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 hat sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen – die ESTV zählt Sportwetten explizit dazu – sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei und werden erst darüber besteuert. Bundesweit liegt die Schwelle seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000, im Vorjahr noch bei CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht ab, weshalb die zutreffende Formulierung «je nach Kanton» lautet – nie eine einzelne kantonale Zahl ohne Quelle.

Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die grosse Mehrheit der Spielenden bleibt das irrelevant: ihre Gewinne liegen klar unter der Schwelle, kein Einkommensteuerbetrag, keine Verrechnungssteuer.

Gewinne ausländischer Anbieter unterliegen keiner Verrechnungssteuer; im Kanton Thurgau allerdings werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandelt. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Bei Unsicherheit hilft der Blick in die Wegleitung der kantonalen Steuerverwaltung.

Wettmärkte und Quoten: wie ein Preis auf den Australian Open entsteht

Wer auf ein Match, einen Satz oder den Turniersieger wettet, zahlt immer auch die Marge des Veranstalters mit. Sie steckt in jeder Quote und entscheidet, was vom Einsatz übrig bleibt.

Welche Wettarten Sporttip anbietet

Bei Sporttip sind Einzelwetten, Kombinationswetten und Systemwetten die tragenden Formen; dazu kommen Livewetten und Langzeitwetten. Der Mindesteinsatz pro Einzel- und Kombinationswette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000, für Systemwetten bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; ein Einsatz über der Limite wird nicht angenommen.

Bei den Australian Open sind die typischen Märkte der Spielausgang im Herren- und Dameneinzel, Satzergebnisse, die Gesamtzahl der Spiele, Handicap-Linien und gelegentlich Livewetten auf das nächste Spiel. Kombinationen voneinander abhängiger Wettereignisse derselben Partie laufen bei Sporttip ausschliesslich über die Bet-Builder-Funktion; ohne sie nimmt Swisslos solche Kombinationen nicht an und kann im Zweifel die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Wie Quoten entstehen und was die Marge ist

Eine Wettquote ist kein Tipp, sondern ein Preis: der Anteil am Einsatz, den der Veranstalter auszahlt, wenn das Ereignis eintrifft. Die Auszahlungsquote für einen Markt mit n möglichen Ausgängen berechnet sich als

> Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ)

Was übrig bleibt, ist die Marge des Veranstalters. Marge und Auszahlungsquote ergänzen sich zu 100 %, das ist das Grundgesetz jedes Wettmarktes.

Ein Beispiel mit zwei gleich hohen Quoten von 1.90 / 1.90 (zwei mögliche Ausgänge, gleicher Preis): die Auszahlungsquote beträgt 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 0.95 – 95 %. Die Marge liegt entsprechend bei rund 5 %. Bei einem Schweizer Veranstalter wie Sporttip, der keine Werbung um die Preise macht, sondern auf Kostendeckung und Reingewinnablieferung an die Kantone zielt, bewegt sich die Marge in einer ähnlichen Grössenordnung wie bei den europäischen Grossen. Bei drei Ausgängen mit Quoten 2.80 / 1.40 / 5.00 – ein fiktives Beispiel für eine typische Dreiwegwette – ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 0.91 und eine Marge von rund 9 %.

Wichtig für den Vergleich: die Marge eines Marktes (Siegwette) ist nicht die Marge eines anderen Marktes (Satzwette, Handicap, Kombiwette). Eine Sportart ist nicht die nächste, und ein Veranstalter nicht der andere. Wer die Zahlen vergleicht, vergleicht sie pro Markt, pro Sportereignis und pro Veranstalter.

Cash-Out bei Sporttip

Cash-Out steht bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten zur Verfügung, vor Spielbeginn und live – aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn, wenn die Wette durchläuft, hängt vom Stand der Ereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jede Wette und jeden Markt verfügbar ist. Eine ausgeführte Cash-Out-Auszahlung lässt sich nicht rückgängig machen.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost

Bei Sporttip gibt es drei Aufwertungsformen, die im Markt häufig genannt werden:

Der Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von jeweils 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide Formen sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen, wenn die Wette per Cash-Out abgeschlossen wird.

Wie der Gewinn rechnerisch entsteht

Der Gewinn aus einer Sporttip-Wette ist Einsatz mal Quote (bei Kombinationen Einsatz mal Produkt der Einzelquoten, die Gesamtquote). Der Betrag wird intern zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf fünf Rappen genau abgerundet. Wer auf ein Match mit Quote 1.85 CHF 50 setzt, erhält bei einem Sieg CHF 92.50 ausgezahlt – Nettogewinn CHF 42.50. Bei einer Kombiwette mit Quoten 1.70 und 2.20 ergibt sich die Gesamtquote 3.74; ein Einsatz von CHF 20 bedeutet eine Auszahlung von CHF 74.80 – Nettogewinn CHF 54.80. Diese Mechanik ist im bewilligten Markt identisch; sie erklärt, warum sich «kostenlose» Boosts weniger stark auswirken, als der Marketingtext vermuten lässt – sie kneten an einem Wert, dessen Berechnung der Leser kennen sollte.

Turnier und Spielplan: zwei Wochen Melbourne im Januar

Das Turnier verlangt wenig Vorbereitung vom Wettenden, aber ein klares Bild davon, wann welche Runde läuft – und was die Spielregel beim Match-Tiebreak mit Wetten auf den Satz macht.

Format und Belag

Die Australian Open werden im Melbourne Park in Melbourne ausgetragen, auf Hartplatz. Der Belag war bis 2007 Rebound Ace, ab 2008 Plexicushion und ist seit 2020 GreenSet. Im Herreneinzel wird auf drei Gewinnsätze gespielt, im Dameneinzel auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung – ein Format, das sich an Wimbledon, den US Open und den French Open orientiert.

Das erste Turnier der Australian Open wurde im November 1905 ausgetragen; die Australasian Lawn Tennis Association war ein Jahr zuvor gegründet worden. Rekordsieger der Open Era im Herreneinzel ist Novak Djokovic mit 10 Titeln, bei den Damen Serena Williams mit 7. Margaret Court kommt auf insgesamt 11 Einzeltitel, darunter Titel aus der Zeit vor 1969.

Ausgaben 2026 und 2027

Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026. Im Herreneinzel gewann Carlos Alcaraz, im Dameneinzel Jelena Rybakina. Die Ausgabe 2027 ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Wer für die Ausgabe 2027 plant, sollte mit dem Wettangebot ab Anfang Januar rechnen; Langzeitwetten auf den Titel öffnen erfahrungsgemäss mehrere Wochen vorher.

Auswirkung des Match-Tiebreaks auf Satzwetten

Wer auf den Satz exakt wettet, muss den Match-Tiebreak mitdenken. Im Entscheidungssatz entscheidet ein Match-Tiebreak bis 10 – nicht ein regulärer Tiebreak bis 7 – und genau das verändert die Quoten auf den Satz. Bei den Australian Open heisst das: in den Herrenmatches wird der fünfte Satz, wenn es so weit kommt, per Match-Tiebreak entschieden. Bei den Damenmatches ist es der dritte Satz. Wer auf «genau 3:0 Sätze Herren» setzt, geht implizit davon aus, dass es keinen Entscheidungssatz gibt; wer auf «2:1» wettet, geht davon aus, dass es einen gibt und der Match-Tiebreak ihn entscheidet. Der kleine, oft übersehene Punkt verschiebt das Risiko vor allem dann, wenn Spieler mit extrem unterschiedlichen Tiebreak-Stärken aufeinandertreffen.

Veranstalter im Vergleich: Swisslos Sporttip vs. Loterie Romande Jouez Sport

Die beiden bewilligten Veranstalter sind keine Konkurrenten im klassischen Sinn – sie teilen den Markt geografisch auf. Aus der Aufteilung folgt, welche Wetten für welche Wohnadresse überhaupt online verfügbar sind.

Gegenüberstellung: was die beiden Veranstalter trennt

Die folgende Tabelle fasst zusammen, was für die Frage «wo kann ich online auf die Australian Open wetten?» den Unterschied macht – Verfügbarkeit nach Wohnsitz, Sprache und Spielangebot.

Veranstalter Produkt Zuständige Kantone Online-Angebot für Besonderheit
Swisslos Sporttip AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH, TI sowie Liechtenstein Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein Cash-Out nur vollständig; Kombiboost staffelt 5 / 20 / 40 / 100 %
Loterie Romande Jouez Sport FR, GE, JU, NE, VD, VS Westschweiz (FR / GE / JU / NE / VD / VS) Verkaufsstellennetz Westschweiz (2’350 Stellen), Sitz Lausanne

Die zweite Zeile mit Spalten zu Wettangebot, Limiten und Auszahlung liesse sich ohne Daten aus dem Forschungsbestand nicht füllen; was die Tabelle zeigt, ist der Verfügbarkeitsschnitt. Wer nicht im jeweiligen Vertragsgebiet wohnt, kann auch online kein Konto eröffnen – die Geografie schlägt jede Funktion.

Was ein Reingewinn von CHF 562 Mio. im Jahr 2025 heisst

Swisslos hat für 2025 einen Reingewinn von CHF 562 Mio. verteilt: CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz, die Swiss Olympic, den Fussball, den Eishockey und die Sporthilfe alimentiert. Aus den Sportwetten stammten CHF 109 Mio., im Vorjahr waren es CHF 122 Mio. Die Zahl ist keine Wettmarge, sondern das, was nach Auszahlung der Gewinne, Deckung der Kosten und gesetzlicher Abgaben übrig bleibt – und sie fliesst nicht in Marketing, sondern in öffentliche Zwecke. Wer sich für die Mechanik interessiert, hat damit eine grobe Vorstellung davon, wie viel Volumen hinter den Spielangeboten steht.

Die Plattformen im Ranking: was die zehn geprüften Anbieter leisten

Die folgende Liste orientiert sich bei der Auswahl der Anbieter an Kriterien, die für die Wetten auf die Australian Open zählen: Bewilligung in der Schweiz, Verfügbarkeit nach Wohnsitz und das Wettangebot.

Swisslos Sporttip

Swisslos ist einer der beiden bewilligten Veranstalter und für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein zuständig. Veranstalterin ist die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel; das Sportwetten-Produkt heisst Sporttip. Wer hier spielt, spielt innerhalb des gesetzlichen Rahmens – mit Verlustlimiten, Spielsperre, Identitätsprüfung und Rückgriff auf die Schweizer Aufsicht. Das Wettangebot umfasst die typischen Tennis-Märkte auf Matches und Langzeitwetten, Cash-Out online nur als vollständige Auszahlung, dazu Quotenboosts, Profitboosts und einen Kombiboost ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50. Limiten: CHF 1 bis CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette, CHF 10’000 pro Systemwette. Für den deutschen Wohnsitz in der Deutschschweiz und in Liechtenstein ist Swisslos die einzige legale Online-Adresse.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis; Sitz in Lausanne, Avenue de Provence 14; 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und rund 221 Mitarbeitende. Online-Konten bestehen nur für Personen mit Wohnsitz in diesen Kantonen. Für Spielende in der Romandie ist die Loterie Romande die Adresse, die ohne Umweg über ausländische Plattformen erreichbar ist – mit Identitätsprüfung, Spielsperre und Schweizer Aufsicht. Das Wettangebot folgt der gleichen Gespa-Liste wie bei Swisslos: was dort steht, wird angeboten, was nicht, bleibt aussen vor.

Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet, Bahigo

Diese acht Plattformen haben keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland, jeder andere Staat) hat in der Schweiz keine Wirkung; eine dort ausgestellte Erlaubnis erlaubt das Anbieten in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Die Konsequenz für eine Person mit Schweizer Wohnsitz: kein Eintrag im Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Rekursweg, Gewinne nach kantonalem Recht steuerbar – in Thurgau unabhängig von der Höhe –, und die Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen, was die Erreichbarkeit schlagartig verschlechtert.

Für die Beurteilung zählt, was der Anbieter auf den Tisch legt, ohne den Anschein, er sei hier legal. Beschrieben wird, was er ist: ein Wettanbieter ohne Schweizer Bewilligung, der in anderen Märkten aktiv ist und dessen Bonusmodelle und Wettmärkte sich an seinem Heimmarkt orientieren. Wer dennoch spielt, weiss, worauf er sich einlässt; wer das nicht will, geht zu Swisslos oder zur Loterie Romande.

Rainbet fällt durch eine sehr breit aufgestellte Wettauswahl auf, die auch Tennis-Märkte und Livewetten einschliesst; eine Schweizer Bewilligung kann er nicht vorlegen. BassBet richtet sich stärker an ein europäisches Publikum, das Tennis als eine Sportart unter vielen nutzt; eine Schweizer Adresse bleibt aussen vor. DirectionBet versteht sich als Spezialist für Tiebreak- und Satzmärkte und bewirbt entsprechende Spezialoptionen – aus Schweizer Sicht ohne Bewilligung. Betovo legt den Schwerpunkt auf Kombiwetten mit Bonusstaffel, die sich mit beliebten Tennis-Mehrfachwetten verbinden lassen. Rollbit bringt Krypto-Zahlungsoptionen mit, die in der Schweiz für bewilligte Anbieter ohnehin tabu sind und im Offshore-Bereich anonyme Zahlungswege eröffnen, die das Verfolgen von Gewinnen für die Spielenden praktisch undurchsichtig machen. Sportuna beschränkt sich auf eine schmale Sportartenpalette und bietet Tennis nur in den Hauptmärkten an. Cloudbet wirbt mit hohen Limits und Krypto-Zahlung – beides ist im bewilligten Schweizer Markt nicht erlaubt. Bahigo ist im DACH-Raum aktiv und bewirbt ein breites Tennis-Programm; die Schweizer Bewilligung fehlt.

Die Bewertung dieser acht Plattformen fällt entsprechend kurz aus: sie sind aus Schweizer Sicht kein Ersatz für die bewilligten Veranstalter, und jedes dieser Angebote kann im Streitfall nur über den ausländischen Sitz des Anbieters verfolgt werden. Wer sich aus anderen Gründen dort anmeldet, sollte die Sperrliste der Gespa im Blick behalten: ist eine Domain blockiert, hilft eine Ersatzdomain in den meisten Fällen nur für kurze Zeit, weil die Sperre nachgezogen wird.

Was die Übersicht den Lesenden mitgibt

Die zentrale Information dieser Übersicht ist nicht, dass die acht Offshore-Anbieter schlechter oder besser sind als die zwei bewilligten; sie sind kein Substitut. Ein Wettender in Zürich hat mit Swisslos eine Adresse, in Lausanne mit der Loterie Romande; eine Adresse darüber hinaus gibt es im bewilligten Markt nicht. Wer die Offshore-Adressen nutzt, handelt gegen das BGS und ohne Schutzmechanismus im Streitfall.

Was der Vergleich zeigt: Konsequenzen für Spielende in der Schweiz

Die Schweizer Geografie für Sportwetten ist einfach: zwei bewilligte Anbieter, klar abgegrenzte Vertragsgebiete, ein enges Produktportfolio. Was der Leser daraus mitnimmt, hängt vor allem vom Wohnsitz ab.

Wer in der Deutschschweiz wohnt

Swisslos Sporttip ist die legale Online-Adresse. Cash-Out ist online und vollständig verfügbar, Kombiboost und Quotenboosts sind limitiert, die Verlustlimiten werden vor der ersten Teilnahme selbst gesetzt. Wer dort spielt, kommt mit der Liste der bewilligten Wettarten zurecht und weiss, was eine Sperre bedeutet und wie sie im schweizweiten Register landet. Der Bleibt-im-Rahmen-Vorteil ist die Aufsicht durch die Gespa: was passiert, wenn ein Markt falsch ausgewertet wird, wird von einer Behörde kontrolliert, nicht von einem Anbieter-Support.

Wer in der Romandie wohnt

Loterie Romande Jouez Sport ist die legale Online-Adresse, Sitz in Lausanne, Vertriebsnetz mit Verkaufsstellen in allen sechs Westschweizer Kantonen. Online-Registrierung läuft über jeux.loro.ch und braucht Wohnsitz in einem der sechs Kantone. Die Spielregeln folgen der gleichen Gespa-Liste wie bei Swisslos – wer parallel testen will, was Swisslos anders macht, kann nur über den Vertragsgebietswechsel vergleichen, nicht über zwei Schweizer Konten.

Wer Tennis auf ausländischen Plattformen spielen will

Der Weg führt zu einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Was dort an Tennis-Quoten steht, kann durchaus konkurrenzfähig wirken; was fehlt, ist der Schutz des Schweizer Rechtsraums und der Zugang zum schweizweiten Ausschlussregister. Wer eine Spielsperre aktiviert, sperrt sich in der Schweizer Welt – auf der ausländischen Plattform greift sie nicht. Wer einen Konflikt mit dem Anbieter hat, muss sich an dessen Sitz wenden, nicht an die Gespa. Im Kanton Thurgau sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig steuerbar, unabhängig von der Höhe.

Konsequenz für die Praxis

Was bleibt, ist eine dreifache Entscheidung: Wohnsitz prüfen, Geldbeutel prüfen, Schutzbedürfnis prüfen. Wer in der Schweiz wohnt und auf die Australian Open wetten will, hat genau zwei Anbieter, beide mit Beweis ihrer Bewilligung. Wer auf weitere Anbieter ausweicht, bezahlt dafür mit fehlendem Schutz und einer möglicherweise blockierten Domain. Die Marge steckt auch im Schweizer Markt in jeder Quote; was die Lizenzierung kostet, schlägt sich nicht in einer schlechteren Quote nieder – sie fliesst in die kantonalen Fonds und die Sportförderung.

Was der Vergleich nicht zeigen kann – und warum

Was Research belegt und was nicht

Die Bewilligungsdaten und Spielregeln für Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport sind öffentlich einsehbar. Für Offshore-Anbieter existiert keine Schweizer Lizenz. Konkrete Quoten für die Australian Open-Tennismärkte im Januar 2027 werden erst kurz vor dem jeweiligen Match durch die Anbieter freigeschaltet.

Was die Tabelle nicht zeigt

Die Tabelle zum Veranstaltervergleich listet die Kriterien auf, die für eine fundierte Entscheidung für die Australian Open massgeblich sind: Vertragsgebiet, Produktname, Sitz und Vertriebsnetz. Nachgefragt werden müssen Details zum Angebot wie Cash-Out-Bedingungen, Limiten oder Sportartenportfolio direkt im Wettprogramm der Anbieter, kurz vor der Australian-Open-Ausgabe.

Was die Tabelle zeigt

Wer die Tabelle liest und anschliessend bei Swisslos oder der Loterie Romande ins Wettprogramm geht, sollte prüfen: ob sein Wohnsitz im Vertragsgebiet liegt, welche Märkte für die Australian Open angeboten werden, welche Limits gelten, ob eine Spielsperre aktiv ist. Wer auf einer ausländischen Plattform spielen will, sollte wissen, dass dies einen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung betrifft und das BGS solche Angebote ausdrücklich verbietet. Was nur die Plattformen selbst wissen, muss dort direkt eingesehen werden.

Häufige Fragen zu Australian Open Wetten in der Schweiz

Wann war die letzte Ausgabe der Australian Open, und wann beginnt die nächste?

Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026; die Ausgabe 2027 ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Carlos Alcaraz gewann das Herreneinzel 2026, Jelena Rybakina das Dameneinzel. Wer für 2027 plant, sollte mit dem Wettangebot Anfang Januar rechnen.

Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden – und bei wem?

Ja, aber nur bei Swisslos mit dem Produkt Sporttip und bei Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Andere Veranstalter haben keine Schweizer Bewilligung; die Gespa führt keine Liste weiterer Buchmacher, weil es keine weiteren gibt. Für ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gilt: keine Wirkung der Lizenz in der Schweiz (Art. 4 BGS), keine Anbindung an das Ausschlussregister, mögliche Aufnahme in die Gespa-Sperrliste.

Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz oder Spielausgang aus?

Im Entscheidungssatz entscheidet ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung – bei den Herren im fünften Satz, bei den Damen im dritten. Wetten auf den exakten Satzvorsprung müssen diesen Tiebreak mit einpreisen, was die Quoten auf 2:1 / 1:2 verschiebt. Wer den Tiebreak ausklammert, wettet implizit gegen die Wahrscheinlichkeit eines Entscheidungssatzes.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet, und was ist die Marge?

Gewinn = Einsatz × Quote; bei einer Kombiwette × Produkt der Einzelquoten = Gesamtquote. Die Marge ist 100 % minus die Auszahlungsquote des Marktes; für einen Markt mit n Ausgängen gilt Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/Quote₁ + … + 1/Quoteₙ). Wer bei zwei Ausgängen mit Quote 1.90 / 1.90 wettet, gibt rund 95 % der Einsätze als Gewinn aus und rund 5 % verbleiben als Marge.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?

Bei Sporttip setzt die spielende Person vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage, Oberlimite CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000), Senkung sofort, Erhöhung nach 72 Stunden. Spielsperre bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage, ohne vorzeitige Aufhebung; unbefristete Sperre im schweizweiten Register, das auch für Casinos und Liechtenstein gilt. Aufhebung frühestens nach drei Monaten mit Fachstelle.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen in der Schweiz?

Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Bundesweit liegt die Schwelle seit 2026 bei CHF 1’071’000, kantonal teilweise tiefer. Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Für die meisten Spielenden bleibt es bei null: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer. Gewinne aus ausländischen Grossspielen werden im Kanton Thurgau unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen behandelt.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»