Beste Sportwetten-App in der Schweiz

Updated Oktober 2026
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Eine Sportwetten-App in der Schweiz ist nicht irgendeine Wett-App mit Sportlogo. Wer in der Schweiz mit Echtgeld auf Sportereignisse wettet, landet bei genau zwei Anbietern: Swisslos mit Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Ausländische Apps sind hierzulande ohne Bewilligung, ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa landen, und Schutz aus dem Geldspielgesetz (BGS) greift bei ihnen nicht. Wer eine App sucht, vergleicht also nicht «zehn Buchmacher», sondern zwei zugelassene Organisatoren mit echtem Schweizer Schutz und eine lange Liste ausländischer Anbieter, die in der Schweiz formal verboten sind.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einer Parkbank, daneben ein Kaffeebecher, im Hintergrund ein Spielplatz.
Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier und 20 % bei sieben.

Das macht die Auswahl ungewöhnlich eng und macht es schwer, sie überhaupt zu treffen. Beide Schweizer Apps bauen auf demselben rechtlichen Rahmen, demselben Identitäts­check, derselben Spielsperre und demselben BGS-Spielerschutz. Sie unterscheiden sich in der Bedienung, im Wettprogramm und in der Frage, in welchen Kantonen ein Online-Konto überhaupt eröffnet werden kann. Wer in Genf wohnt, kann bei Swisslos kein Konto führen; wer in Zürich wohnt, kommt an Jouez Sport nicht heran.

Stand: 20. Oktober 2026, geprüft gegen die Schweizer Bewilligungs­register und die Bedingungen der beiden Organisatoren.

Touchscreen, Wettschein und App-Bedienung: was eine Sportwetten-App heute leistet

Eine Wett-App auf dem Handy ist mehr als die Webseite in einem schmalen Browserfenster. Sie nutzt den Touchscreen anders als die Desktop-Variante, sie sendet Push-Meldungen, sie legt den Wettschein so an, dass er sich unterwegs mit einem Daumen füllen lässt, und sie lädt Marktsichten vorgängig, damit das Live-Programm nicht am Anfang jeder Spielminute neu gefragt werden muss. Beide Schweizer Organisatoren bieten ihre App für iOS und Android; eine native Variante, die sich offline auf dem Gerät installieren lässt.

Ein Rucksack und Turnschuhe stehen an einer Haustür, daneben ein Regenschirm, durch das Glas fällt Morgenlicht.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Was eine App von der mobilen Webseite unterscheidet

Die Sporttip App und die Jouez-Sport-App sind beide echte Anwendungen, keine Wrapper für die Browserseite. Sie cachen das Programm, halten die Anmeldung über mehrere Sitzungen und reagieren auf Touch-Gesten ohne ständige Reload-Verzögerung. Eine praktische Folge: wer auf dem Weg zum Spiel in der Verkehrs­mittel-App noch nachschlagen will, ob die Quote gestiegen ist, tippt schneller als in einem schmalen Browser-Tab.

Auch der umgekehrte Fall ist vorgesehen. In der App zusammengestellte Wetten lassen sich bei Swisslos per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle spielen: wer den Wettschein am Schalter abgeben will, weil er dem Papier mehr vertraut, zeigt das Display, der Verkäufer scannt ab, der Schein kommt zurück. Das ist eine der kleinen Eigenheiten der Schweizer Architektur — Online und Verkauf sind keine getrennten Welten, sondern zwei Enden derselben Wette.

Eine breite Steintreppe führt zu einem Gebäude mit Säulen, die Morgensonne scheint, niemand ist zu sehen.
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone und zählt 2'350 Verkaufsstellen in der Westschweiz.

Live wetten, Cash-out und Push unterwegs

Beide Schweizer Apps bieten Livewetten an. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; wer das Spiel nicht sehen kann, wettet trotzdem auf die Quote, die gerade angezeigt wird. Wird ein Treffer erzielt und die Wette landet erst nach dem Treffer im System, wertet Swisslos sie mit Quote 1.00. Das ist die Schweizer Antwort auf die übliche Latenzdiskussion: sie kürzt den Streitfall technisch, indem sie ihn regulatorisch entscheidet.

Cash-out funktioniert bei Sporttip für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-out, nicht in Teilen. Der Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wettgewinn, hängt vom Spielstand ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Es gibt keine Garantie, dass für jeden Markt ein Cash-out angeboten wird — wer darauf baut, muss vor der Wette prüfen, ob das Symbol überhaupt erscheint.

Push-Meldungen lassen sich einzeln an- und abschalten. Wer mitten in der Sitzung ein Spiel favoritisiert hat, will die späte Phase sehen; wer eine offene Wette laufen lässt, will nur die Tore mitgeteilt bekommen. Eine Sperre hat in dieser Hinsicht keinen Einfluss auf die Meldungen — die App schweigt, wenn man es so eingestellt hat, und sie redet sofort wieder, wenn man die Sperre aufhebt.

Stabile Quoten unterwegs: warum Offline-Modus nicht reicht

Eine App verspricht wenig, wenn sie unterwegs abbricht. Beide Schweizer Apps laden das Programm vor, aber das eigentliche Wett­angebot wird live abgerufen. Heisst: ohne Empfang kein Wettschein, ohne Empfang auch kein Cash-out, ohne Empfang keine Auszahlung der Gewinne. Wer sich auf eine Autofahrt in den Tessin begibt, sollte die Wette vor der Autobahn­auffahrt abgeben.

Die App ist geduldig mit dem Login, nicht so geduldig mit dem Wett­abschluss. Sitzungen laufen aus Sicherheits­gründen nach kurzer Inaktivität ab; eine kurze Sperre wegen zu vieler Fehlversuche bei der PIN-Eingabe kann schon mal eine Viertel­stunde dauern. Wer unter Zeitdruck wettet, lässt sich nicht die PIN dreimal sperren. Die App hilft nicht, sie schützt nur.

Wie sich Wetten unterwegs im Griff halten lassen

Eine Wett-App auf dem Hosentaschen­format ist verführerisch, weil sie immer da ist. Genau dafür schreibt das BGS die Schutz­mechanismen vor, und genau dort setzen sie am deutlichsten an. Vor der ersten Wette werden Verlust­limiten gesetzt: 1 Tag, 7 Tage, 30 Tage, mit einer Oberlimite von CHF 9’999 (unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine zusätzliche, freiwillige Einzahlungs­limite lässt sich für 30 Tage setzen.

Diese Mechanismen sind nicht Spielerei. Sie sind der Punkt, an dem die App aufhört, ein Werkzeug zu sein, und anfängt, dem Spieler Grenzen zu setzen. Wer im Lift noch schnell eine Wette platzieren will, kann dafür gar keine neue Wette platzieren, wenn das Tages­limit erreicht ist. Wer aus einer Spielsperre kommt, ist ohnehin noch mindestens drei Monate blockiert.

Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport: die zwei zugelassenen Apps

Es gibt in der Schweiz genau zwei Veranstalter mit einer Bewilligung für Sportwetten als Grossspiel. Das ist im Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) so vorgesehen, und es wird über das interkantonale Geldspielkonkordat und die Aufsicht durch die Gespa umgesetzt. Beide Apps sind im App Store und im Google Play Store verfügbar, beide bauen auf dem Schweizer Spiel­schutz­system auf, und beide haben ein unterschiedliches Verbreitungs­gebiet.

Swisslos Sporttip

Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip.

Das Vertrags­gebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und die Sporttip App für iOS und Android nutzen. Anderswo Wohnhafte sind formal von der Online-Teilnahme ausgeschlossen, auch wenn die Bedingungen in der Praxis weniger streng sind als der Gesetzestext vermuten lässt.

Die App übernimmt das Sporttip-Wettprogramm vollständig: Einzel­wette, Kombi, System­wette, Live­wette, Cash-out, ein Bet Builder für abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung. Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sport­veranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert; nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombi­wette für ungültig erklären und den Einsatz zurück­erstatten. Eine kleine Hürde für Neulinge, eine sinnvolle Regel für erfahrene.

Mindest­einsatz für Einzel- und Kombi­wetten: CHF 1. Höchst­einsatz für eine Einzel- oder Kombi­wette: CHF 1’000. Höchst­einsatz für eine System­wette: CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Wer regelmässig höher spielen will, muss sich an Swisslos wenden — die App sagt nicht, was sie erhöht.

Zahlungsmethoden: das Swisslos-Spielkonto wird per PostFinance Pay in der PostFinance App aufgeladen — die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Weitere Zahlungs­wege sind möglich; das Wallet akzeptiert verschiedene Online-Zahlungs­möglichkeiten und Einzahlungs­schein, Mindest­betrag CHF 20, Maximal­betrag CHF 10’000 in 30 Tagen, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.

Auszahlung: Swisslos zahlt innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Überweisung innert 5 bis 10 Arbeits­tagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spiel­bestätigungs­quittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungs­verbindung innert 3 Arbeits­tagen überwiesen. Gratisspiel­guthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar — wer einen Bonus bekommt, muss den Bonus auch verspielen, eine Auszahlung des Bonus­betrags ist ausgeschlossen.

Spielguthaben, das nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekannt­machung der Wett­auswertung geltend gemacht wird, verfällt zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer seinen Schein verliert, sollte die Quittung am besten gleich einscannen.

Loterie Romande Jouez Sport (jeux.loro.ch)

Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ihr Sitz liegt in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne). Sie zählt 2’350 Verkaufs­stellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Die Romandie hat ihre eigene App. Sie baut ebenfalls auf dem Schutz­system auf: Identitäts­prüfung, Wohnsitz­nachweis im Vertrags­gebiet, Limits vor der ersten Wette und Spielsperre im Schweizer Register. Was Jouez Sport genau an Wettmärkten, Live-Funktionen und Cash-out-Regeln anbietet, ergibt sich aus den AGB und dem Hilfebereich der Loterie Romande; die Bedienung folgt dem Muster, das die meisten Schweizer Nutzer von Swisslos kennen, mit frankofonen Bezeichnungen.

Für Spieler in der Deutschschweiz ist die App praktisch unsichtbar: das Online-Konto ist nur für Bewohner der Westschweizer Kantone eröffnungs­fähig, das Wett­programm konzentriert sich auf die Sportarten, die in dieser Region stark verfolgt werden. Wer ein zweites Konto führt, weil er zeitweise in Genf arbeitet, hält sich an die Regeln der Loterie Romande und akzeptiert, dass die Schweiz pro Person genau ein Spiel­konto vorsieht.

Der Sporttip-Kombiboost: was er kostet und was er bringt

Sporttip bietet einen Kombiboost auf den Nettogewinn. Der Boost gilt nur online, für Prematch, Live und System­wetten. Er verlangt mindestens vier Voraus­sagen mit Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraus­sagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraus­sagen. Einsatz und Gewinn­erhöhung sind limitiert.

Der Boost ist kein Geschenk. Er ist eine Prämie für eine Kombi mit erhöhtem Risiko, und er kostet genau das, was eine lange Kombi immer kostet: jede weitere Voraus­sage erhöht die Marge, die der Buchmacher auf jeder einzelnen Wette hält, und der Boost muss diese Marge erst einmal überkompensieren, bevor er dem Spieler etwas bringt. Auf einer normalen 4er-Kombi im Fussball mit Quoten knapp über 1.50 ist der Boost in den meisten Fällen gerade das, was die kombinierte Marge wegnimmt. Auf einer fiktiven 15er-Kombi rechnet er sich besser, weil viele Quoten nahe bei 1.50 liegen und die Gewinn­summe gross wird.

Wer den Boost nimmt, sollte mit echten Einsätzen spielen. Der Boost ist beim Cash-out weg: wer die Wette vorzeitig aussteigen lässt, verliert auch die Erhöhung. Wer den Bonus mitnimmt und auf ein Spiel canceln will, behält den Verlust, nicht die Erhöhung.

Quotenboosts und Profitboosts: zwei kleine Schweizer Werkzeuge

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraus­sage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar, sind in Einsatz und Erhöhung limitiert, und bei einem Cash-out verfällt der Boost. Es handelt sich um kleine Werbe­hilfen, nicht um eine Strategie.

Wer Boost und Kombi parallel nutzen will, liest die AGB: die beiden Boni können sich gegenseitig ausschliessen. Wer auf eine bestimmte Quote hin spielt, sollte prüfen, ob die Quote durch einen Boost ursprünglich höher angezeigt war und sie unter Umständen wieder einbricht, sobald die Wette einmal angenommen ist. Der Boost ist eine Moment­aufnahme, keine Garantie.

Sportwetten in der Schweiz: was erlaubt ist und was die Bewilligung bedeutet

Das Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) regelt Grossspiele wie Lotterien und Sportwetten. Aufsichts­behörde ist die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), nicht die ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung besteht aus zwei Teilen: einer Veranstalter­bewilligung und einer Spiel­bewilligung pro Spiel (Art. 21-25 BGS).

Zwei Veranstalter, klar definiert

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sport­wetten auf zwei begrenzt. Swisslos betreibt Sporttip, die Loterie Romande betreibt Jouez Sport. Diese Auswahl ist absichtlich knapp; das BGS nennt das Ziel, die Spielsucht zu begrenzen und einen unkontrol­lierten Markt zu verhindern. Eine Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Wer eine Lizenz aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land besitzt, hat hier keine.

Das Vertrags­gebiet von Swisslos umfasst die 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Das Vertrags­gebiet der Loterie Romande umfasst die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Wer ausserhalb dieser Gebiete wohnt, kann kein Schweizer Online-Konto eröffnen.

Live-Wetten sind erlaubt, mit einer Vorgabe

Live-Wetten sind im BGS nicht verboten, der Operator braucht aber eine Einzel­bewilligung pro Spiel. Beide Schweizer Anbieter haben eine solche. Die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wird das Ereignis nach dem Treffer platziert, wertet Swisslos die Wette mit Quote 1.00. Bei spiel­entscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Das ist regulatorisch konsequent. Wer ohnehin schon nicht weiss, ob das Spiel live läuft, soll wenigstens sicher sein, dass eine Wette nach dem Tor kein Geld bringt.

Spielerkonto, Identität und Wohnsitz

Ein Online-Konto braucht mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertrags­gebiet und keine bestehende Spielsperre (Art. 47 Abs. 3 VGS). Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird aus dem hoch­geladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft.

Wer in der Schweiz lebt und ein Konto eröffnet, der sich für ein zweites Konto interessiert: gibt es nicht. Eine Person, ein Konto, ein Spiel­schutz­rahmen. Das gilt für Swisslos und für die Loterie Romande.

Spielerschutz in der App: Verlustlimiten, Spielsperre und Spielfreiheit

Sportwetten sind im BGS ein Grossspiel mit hohem Sucht­potenzial. Der Schutz setzt nicht erst ein, wenn etwas schiefgegangen ist, sondern beginnt bei der Konto­eröffnung.

Verlustlimiten vor der ersten Wette

Vor der ersten Wette müssen Spielende Verlust­limiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999 pro Periode, unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden (Swisslos und Loterie Romande setzen 72 Stunden, das BGS kennt 24 Stunden als Minimum; beide Werte gelten nebeneinander, der längere ist der strengere). Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungs­limite für 30 Tage.

Die Limiten sind nicht verhandelbar. Wer eine Limite ändern will, geht in den Account und macht es selbst; eine Hotline erhöht nichts im Auftrag des Spielers. Eine Senkung gilt sofort — wer merkt, dass er zu viel spielt, kann die Limite am Morgen senken und abends nicht mehr weiter­spielen. Eine Erhöhung dauert drei Tage. Das ist Absicht.

Spielsperre: das Schweizer Register

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produkt­bezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer einmal gesperrt ist, kommt drei Monate lang nicht zurück (Art. 84 VGS); eine Fach­stelle ist beteiligt (Art. 81 BGS). Eine selbst­gewählte Pause von bis zu sechs Monaten muss angeboten werden (Art. 89 VGS).

Ausgeschlossene oder minderjährige Spieler haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Wer gesperrt spielt und gewinnt, verliert beides. Das ist hart, aber es ist der Punkt des Schutzes.

Werbung, Boni und das, was die App nicht darf

Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein, nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit einer Busse von bis zu CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Gratis­spiele und Gratis­guthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Eine Zeit­beschränkung der Werbung zu bestimmten Tages­zeiten gibt es nicht.

Wer einen Bonus in der App sieht, sollte die AGB lesen. Bonus­beträge und -bedingungen kommen nur vom Anbieter selbst. Promo-Codes werden hier nicht abgedruckt.

Steuern auf Wettgewinne

Gewinne aus in der Schweiz bewilligten Grossspielen (die ESTV nennt ausdrücklich Sport­wetten) sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommen­steuerfrei und werden erst darüber besteuert. Die bundesweite Schwelle liegt seit 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400). Die kantonale Schwelle unterscheidet sich, also je nach Kanton nachschlagen, nie eine kantonale Zahl als allgemein darstellen. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungs­steuer ab, die über die Steuer­erklärung zurückgeholt werden kann. Ein typischer Spieler liegt weit darunter: keine Einkommen­steuer, keine Verrechnungs­steuer auf den Gewinnen.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungs­steuer. Die kantonale Praxis des Kantons Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen aber als voll steuerbares Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine Schweizer Sport­wett­steuer auf den Einsatz gibt es nicht.

Offshore-Apps in der Schweiz: warum die Liste lang ist und die Bewilligung fehlt

Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer in Malta, Curaçao oder Deutschland lizenziert ist, ist hier nicht lizenziert. Das Veranstalten von Sport­wetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat — bis zu 3 Jahre Freiheits­strafe oder Geldstrafe, gewerbs­mässig bis zu 5 Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft (BJ), aber Einsatz und Gewinn können im Verfahren gegen den Anbieter ein­gezogen werden, und ein Schweizer Schutz greift nicht.

Was eine Sperrliste macht und was nicht

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Tele­kom­anbieter per DNS blockieren (Art. 86-93 BGS; erste Liste 3. September 2019, 671 Domains Ende 2025). Blockierte Domains werden innert Stunden ersetzt — Domain-Hopping, die Gespa nennt Interwetten und Bet-at-Home und zählt bet365 zur Liste.

Wer in der Schweiz wettet, ohne Schweizer Bewilligung, hat: keine Schweizer Spielsperre, keine Schweizer Auszahlungs­regeln, keine Schweizer Beschwerde­stelle, keine Verrechnungs­steuer im Rück­hol­weg und je nach Kanton eine Steuer­falle. Das Beste, was sich über sie sagen lässt, ist, dass sie in der Schweiz formal verboten sind.

Die App, die morgen blockiert ist

Sportaza, Bruce Bet, Coolzino, WirWetten, 20Bet, BetFury, HornetBet und N1 Bet sind ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Sie tauchen in der Schweiz über Werbung, Affiliate-Links, Such­maschinen und Social-Media-Beiträge auf. Sie haben keine Schweizer Identitäts­prüfung, kein Schweizer Limiten­system und keinen Schweizer Spiel­schutz. Sie können morgen auf der Sperrliste stehen. Eine App, die heute herunter­geladen wird, kann morgen ohne Funktionalität sein, ohne dass ein Cent zurück­kommt.

Wer auf einer dieser Apps spielt, spielt ohne Schweizer Schutz. Das Urteil ist nicht «unsicher», sondern «in der Schweiz formal nicht erlaubt». Das ist ein Unterschied.

Sportwetten-App Schweiz im Überblick

Anbieter Bewilligung Veranstalter und Bewilligungs­status
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Sporttip für die Deutschschweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel unter dem BGS (SR 935.51), Aufsicht Gespa Société de la Loterie de la Suisse Romande, Sitz Lausanne; Jouez Sport für FR, GE, JU, NE, VD und VS
Sportaza ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich
Coolzino ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich
20Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich
BetFury ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich
HornetBet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung ausländisch lizenziert; in der Schweiz nicht bewilligt, Sperrliste möglich

Zwei Bewilligungen, eine Architektur. Wer die ganze Liste sehen will, sieht sie hier; wer in der Schweiz legal wetten will, sieht nur die ersten zwei Zeilen.

Bedienung auf dem Touchscreen: wo die Schweizer Apps sich unterscheiden

Die Architektur ist identisch, die Bedienung nicht. Wer von Swisslos auf die Loterie Romande wechselt oder umgekehrt, lernt keine neue Wett­logik, aber ein neues Layout. Beide Apps nutzen den unteren Bildschirm­rand für die wichtigsten Aktionen, beide legen den Wett­schein oben rechts ab, beide cachen das Programm, und beide reagieren auf Touch-Gesten ohne spürbare Verzögerung.

Was beide identisch lösen

Login per Fingerabdruck oder Face ID funktioniert in beiden Apps, sofern das Gerät es unterstützt. Die PIN-Eingabe wird nach drei Fehl­versuchen gesperrt, die Sperre hält typischer­weise eine Viertel­stunde. Beide Apps zeigen den Verlust­limit­status deutlich an — wer über die Tageslimite ist, kann keine neue Wette platzieren, ohne dass die App es verschleiert.

Die Auszahlungs­logik ist ebenfalls dieselbe. Gewinne bis CHF 1’000 werden dem Wallet gut­geschrieben, Gewinne darüber gehen innert drei Arbeits­tagen auf das Schweizer Bank- oder Post­konto. Die Auszahlung geht nur auf das Konto des Konto­inhabers (Art. 50 Abs. 2 VGS); anonyme Auszahlungen oder Krypto-Auszahlungen gibt es nicht in der lizenzierten Schweizer Wett­welt.

Wo sich die Apps unterscheiden

Die Loterie Romande hat ein frankofones Wett­programm, in dem die Bezeichnung der Sportarten, Ligen und Wett­typen auf Französisch steht. Wer in Genf wohnt und kein Französisch spricht, kommt trotzdem zurecht, weil die Icons und die Quoten dieselben sind; wer mit dem Vokabular der Deutsch­schweizer Sport­bericht­erstattung spielt, findet einzelne Übersetzungs­feinheiten.

Swisslos hat die längere Tradition als nationale Sportwett­marke und trägt die Werbung dafür. Die Spieltip-App erwähnt die Swiss-Promotionen deutlicher, der Werbe­anteil im Programm ist höher. Wer eine ruhige App sucht, schaltet die Marketing-Bereiche in den Einstellungen ab; sie sind nicht zu unter­drücken, aber sie sind weniger aufdringlich.

Im Sporttip-Wettprogramm findet sich der Bet Builder für abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung. Die Loterie Romande hat in ihrem Online-Programm ein vergleichbares Feature, aber die Spielregeln sind sprachlich und technisch anders aufgebaut. Wer auf Bundesliga und Super League gleichzeitig setzen will, sollte das Programm beider Anbieter vergleichen, bevor er sich festlegt — die Quote ist ähnlich, die Präsentation nicht.

Push, Favoriten und der Wettschein

Beide Apps erlauben Favoriten auf Spieler, Mannschaften und Wettbewerbe. Wer Borussia Dortmund als Favorit markiert hat, bekommt Push-Meldungen, sobald ein Spiel mit Quote auf Dortmund angeboten wird. Die Einstellung lässt sich für einzelne Favoriten abschalten; eine globale «Stille»-Option ist nicht vorgesehen.

Der Wett­schein hält eine Besonderheit. Wer in der Sporttip-App eine Wette zusammen­stellt, kann sie per QR-Code an einer Verkaufsstelle spielen. Das ist nützlich, wenn der Spieler den Schalter dem Display vorzieht, oder wenn er die Quittung als Papier haben will. Es ist ein Schweizer Detail, das wenige ausländische Apps anbieten; es ist kein entscheidender Vorteil, aber ein nützliches.

Wer wettet, sollte den Wett­schein prüfen

Vor der Bestätigung zeigt die App die Quote, den Einsatz, den möglichen Gewinn und alle anwendbaren Boni an. Wer einen Boost wählt, sollte prüfen, ob der Boost mit der Wett­art kompatibel ist; bei Cash-out-wetten verfällt der Boost. Wer ein System spielt, sollte prüfen, welche Teil­systeme gespielt werden — die App zeigt es, der Spieler liest es nicht immer.

Eine Wette, die angenommen ist, lässt sich nicht zurück­ziehen. Der Wett­schein ist ein Vertrag, und das BGS wie die AGB der Anbieter sehen das so. Wer zögert, lässt die Wette offen — sie wird nicht automatisch platziert.

Funktionsumfang im Vergleich: was die zwei Apps können und was nicht

Beide Apps decken das Pflicht­programm ab: Einzel, Kombi, System, Live, Cash-out. Beide bieten Sport­wetten auf Fussball, Eishockey, Tennis, Handball, Basket­ball und eine Reihe weiterer Sportarten an, jeweils nur soweit die Gespa-Liste es erlaubt. Was die Apps nicht können, ist wichtiger als das, was sie können.

Was nicht gewettet werden darf

Die Gespa-Liste führt keine Eckball- oder Karten­märkte. Es gibt keine Esports-Sektion. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht zugelassen. Frauen­wettbewerbe sind nur erlaubt, soweit sie auf der Liste stehen. Wer auf eine Bundesliga-Begegnung mit Handicap und über 2.5 Tore setzen will, kann das; wer auf die Anzahl Eckbälle im Champions-League-Final setzen will, derzeit nicht.

Wer mit Eckball-Quoten aus dem internationalen Buchmacher­markt rechnet, wird in der Schweiz enttäuscht. Die Liste kann sich ändern — die Gespa aktualisiert sie — aber bis dahin ist das Programm schmaler als bei vielen ausländischen Anbietern.

Cash-out und Live: wo es klemmt

Cash-out gibt es nur als vollständiges Cash-out, nicht in Teilen. Es ist nur online verfügbar, nicht an der Verkaufsstelle. Es gibt keine Garantie, dass für jeden Markt ein Cash-out angeboten wird. Der Cash-out-Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wett­gewinn, hängt vom Spiel­stand ab und kann vom Anbieter jederzeit geändert werden.

Wer mit Cash-out eine Absicherung aufbauen will, sollte das Symbol Cash-out schon vor der Wette prüfen. Wenn die App das Symbol nicht zeigt, heisst das nicht, dass es später nicht angeboten wird; es heisst nur, dass es im Moment nicht da ist.

Die Identitäts­prüfung in der App

Die App verlangt bei der Konto­eröffnung den Ausweis, eine Adress­bestätigung und ein Foto­selfie. Die Daten werden aus dem Ausweis ausgelesen und gegen Adress-Datenbanken geprüft. Wer nicht im Vertrags­gebiet wohnt, wird abgewiesen. Wer minder­jährig ist, wird abgewiesen. Wer gesperrt ist, wird abgewiesen.

Das Prozedere ist strenger als bei vielen ausländischen Apps, die mit Wohnsitz und Alter weniger sorgfältig umgehen. Es ist konsequent aus dem Schutz­auftrag des BGS abgeleitet. Es ist auch das, was die Schweizer Bewilligung von der Lizenz in einem Offshore-Paradies unter­scheidet.

Wett­limits und die wirtschaftliche Vernunft

Sporttip nimmt Wetten ab CHF 1 an und maximal CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombi­wette, CHF 10’000 pro System­wette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern. Eine Wette über der Limite wird gar nicht erst angenommen. Wer eine höhere Wette platzieren will, muss direkt mit Swisslos sprechen — die App sagt nicht, wie.

Das ist niedrig für Hoch­einsatz­spieler und ausreichend für Freizeit­spieler. Es ist ein weiterer Punkt, an dem die Schweizer Architektur den Markt begrenzt.

Geld, Wett­konto und Auszahlung: der Zahlungs­verkehr der Schweizer Apps

Eine Schweizer Sport­wett­app nimmt nur Geld auf das eigene Konto, nie direkt auf das Wett­konto eines Anbieters im Ausland. Das Wallet-Modell von Swisslos und Loterie Romande ist mit dem Bankkonto verbunden, nicht mit einer Kreditkarte im anonymen Raum.

Aufladung des Swisslos-Wallet

Spiel­guthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungs­möglichkeit oder Einzahlungs­schein gekauft werden, Mindest­betrag CHF 20, in 30 Tagen höchstens CHF 10’000. Ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Die bekannteste Zahlungs­art ist PostFinance Pay; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Wer mit einer Karte zahlt, die nicht auf seinen Namen läuft, dem wird die Aufladung verweigert. Die Verifizierung des Karten­inhabers gehört zum Spiel­schutz, nicht zur Schikane.

Auszahlung der Gewinne

Swisslos zahlt Guthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Post­konto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeits­tagen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spiel­bestätigungs­quittung werden automatisch dem Wallet gut­geschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungs­verbindung innert 3 Arbeits­tagen überwiesen. Gratis­spiel­guthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Wer eine Auszahlung erwartet, sollte beachten, dass die Überweisung nicht am Wochenende landet. Wer eine Auszahlung verlangt, ohne ein Bank- oder Post­konto zu hinterlegen, bekommt das Geld nicht. Anonyme Auszahlungen sind in der lizenzierten Schweizer Wett­welt nicht vorgesehen (Art. 50 Abs. 2 VGS).

Verlust von nicht abgeholten Gewinnen

Wird ein Wett­ergebnis öffentlich bekannt­gemacht und der Gewinn nicht innerhalb von 26 Wochen geltend gemacht, verfällt er zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer eine Quittung hat, sollte sie scannen. Wer eine Quittung verliert, hat ein Problem.

Steuern und Auszahlung

Wer unter der Steuerfreigrenze bleibt, sieht den Gewinn ungekürzt auf dem Konto. Wer darüber liegt, bekommt die Verrechnungs­steuer abgezogen und holt sie über die Steuererklärung zurück. Wer auf einer Offshore-App spielt, hat andere Regeln — und im Kanton Thurgau eine Steuerfalle, die so mancher Spieler erst beim Steueramt entdeckt.

Was bei der Loterie Romande anders läuft

Die Loterie Romande hat ein vergleichbares Wallet-Modell, mit eigenen Zahlungs­wegen und eigenen Auszahlungs­fristen. Die genauen Werte stehen in den AGB der Loterie Romande, sie sind nicht identisch mit denen von Swisslos. Wer zwischen den beiden Anbietern wechselt, kann nicht davon ausgehen, dass die Auszahlungs­logik gleich ist.

Praktische Hinweise für die App-Nutzung

Eine Bewilligung prüft man nicht vor der ersten Wette, sondern vor der Installation. Wer eine App herunter­lädt, sollte drei Punkte klären: Bewilligung, Wohnsitz und Identität.

Bewilligung prüfen

Eine App, die in der Schweiz Sport­wetten anbietet, braucht eine Schweizer Bewilligung. Die Gespa führt keine Liste zugelassener Sport­wett­anbieter — die Auswahl ist mit Swisslos und Loterie Romande definiert. Wer eine dritte App mit Schweizer Bewilligung sieht, der sieht etwas, das es nicht gibt. Eine App, die eine ausländische Lizenz nennt, nennt sie, weil sie keine Schweizer hat.

Wohnsitz prüfen

Das Online-Konto von Swisslos steht nur Bewohnern der Deutsch­schweizer Kantone, des Tessin und Liechten­steins offen. Das Online-Konto der Loterie Romande steht nur Bewohnern der Westschweizer Kantone offen. Wer eine Schweizer Adresse hat, aber zeitweise im Ausland lebt, kann trotzdem spielen — die App erkennt die Identität am Ausweis, nicht am Standort zum Zeit­punkt der Wette.

Identität prüfen

Die App liest den Ausweis aus und prüft die Adresse gegen Daten­banken. Wer keinen Ausweis hat, wird kein Konto eröffnen. Wer einen gefälschten Ausweis hoch­lädt, macht sich strafbar. Wer den Ausweis eines anderen verwendet, ebenso. Die Identitäts­prüfung ist kein Bürokratie­spiel, sie ist der Mechanismus, an dem die Spielsperre hängt.

Limits prüfen

Vor der ersten Wette werden Tages-, Wochen- und Monats­limits gesetzt. Wer die Limits nicht selbst setzen will, der hat sie nicht. Wer mehr ausgeben will, als die Oberlimite erlaubt, kann nicht — die App nimmt keine Wette über dem Limit an.

Spielsperre prüfen

Eine Spielsperre ist im Schweizer Register eingetragen, bevor sie greift. Wer bereits gesperrt ist, kann sich nicht erneut registrieren. Wer noch nicht gesperrt ist, kann es im Account selbst tun — produkt­bezogen für 1 bis 180 Tage, unbefristet nur über eine Fach­stelle.

Wett­steuer Schweiz: was die App tatsächlich abzieht und was nicht

Die Schweiz hat keine Wett­steuer auf den Einsatz. Wer eine Wette platziert, zahlt den Einsatz, das war es. Wer gewinnt, hat den Gewinn — es sei denn, er liegt über der Steuer­freigrenze.

Wann der Gewinn steuerfrei ist

Bis zur bundesweiten Schwelle von CHF 1’071’000 (Stand 2026) ist der Gewinn aus Schweizer Grossspielen einkommen­steuerfrei. Darüber wird der Gewinn wie Einkommen besteuert; der Veranstalter zieht 35 % Verrechnungs­steuer ab, die der Spieler über die Steuer­erklärung zurück­holen kann. Die kantonale Schwelle kann tiefer liegen, also je nach Konto nachschlagen.

Wann eine Offshore-Wette zur Steuerfalle wird

Gewinne aus ausländischen Grossspielen unterliegen keiner Verrechnungs­steuer. Die kantonale Praxis behandelt sie aber unterschiedlich; Thurgau besteuert sie voll, ohne Freibetrag. Wer in einem strengen Kanton wohnt und auf einer Offshore-App spielt, kann eine böse Über­raschung in der Steuer­erklärung erleben. Wer auf einer Schweizer App spielt, hat den Freibetrag und die Verrechnungs­steuer im Rücken.

Wer sich beraten lässt

Wer hohe Gewinne erwartet, sollte mit dem Steuer­berater oder der kantonalen Steuer­verwaltung sprechen, bevor er die Auszahlung beantragt. Wer einen kleinen Gewinn erwartet, braucht keinen Anruf.

Wettanbieter im Ranking: was die zwei Bewilligungen voneinander trennt

Die zwei zugelassenen Apps kann man nicht in dem Sinn vergleichen, wie man zehn Buchmacher vergleicht. Es gibt keine zehn zugelassenen Buchmacher. Es gibt zwei Organisatoren, jeder mit eigener Tradition, eigener Region, eigenem Programm. Was trennt sie?

Region und Reichweite

Swisslos bedient 19 Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein. Die Loterie Romande bedient sechs Westschweizer Kantone. Eine gemeinsame App gibt es nicht, ein gemeinsames Konto nicht, eine gemeinsame Spielsperre schon. Wer in Lausanne lebt, der kommt an Swisslos nicht heran. Wer in Zürich lebt, der kommt an Jouez Sport nicht heran. Die Architektur ist kantonal, nicht national.

Wettprogramm und Quoten

Beide Apps bieten Fussball, Eishockey, Tennis, Handball, Basket­ball und eine Liste weiterer Sportarten an. Die Quoten­niveaus liegen nahe beieinander, weil beide Anbieter auf ähnliche Margen kommen; sie sind nicht identisch, und ein scharf­gestellter Spieler findet Unterschiede auf den grossen Ligen. Wer einzelne Lieblings­ligen favorisiert, der sollte vor der Anmeldung die Quote für ein paar Muster­spiele vergleichen.

Bedienung und Werbung

Die Sporttip-App ist mehrsprachig (Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch), die Loterie-Romande-App Französisch (mit Deutsch im Hilfebereich). Die Sporttip-App hat mehr Werbung im Programm; die Loterie-Romande-App ist zurück­haltender. Beide Apps sind im App Store und im Google Play Store verfügbar, beide bekommen regel­mässig Updates.

Wer die zwei Apps wählt

Wer in der Deutschschweiz wohnt, hat Sporttip vor sich. Wer in der Westschweiz wohnt, hat Jouez Sport vor sich. Wer in einem Kanton wohnt, der nicht von einem der beiden Anbieter bedient wird, hat keine Schweizer Online-Wett­app. Wer in Liechtenstein wohnt, hat Sporttip vor sich.

Wann die Schweizer App die richtige Wahl ist und wann nicht

Die Frage ist nicht, welche App die beste ist. Die Frage ist, wem welche App etwas nützt.

Wem Sporttip etwas nützt

Spielern in den Deutsch­schweizer Kantonen, im Tessin und in Liechtenstein. Spielern mit moderatem Budget, die unter der Tages­limite von CHF 9’999 bleiben. Spielern, die einen QR-Code-Schein an der Verkaufs­stelle schätzen. Spielern, die auf den Bet Builder angewiesen sind, um abhängige Ereignisse derselben Veranstaltung zu kombinieren. Spielern, die mit Live-Quoten arbeiten und Cash-out als Sicherungs­instrument verstehen.

Wem Sporttip nicht nützt

Spielern mit Wohnsitz in Genf, Waadt oder der übrigen Westschweiz. Spielern, die über die maximale Einzelwette von CHF 1’000 hinaus wetten wollen. Spielern, die auf Eckball- oder Karten­märkte setzen wollen. Spielern, die auf Esports setzen wollen. Spielern, die Anonymität erwarten.

Wem Jouez Sport etwas nützt

Spielern in den Westschweizer Kantonen, die eine frankofone Bedienung schätzen. Spielern, die im Westschweizer Verkaufs­stellen­netz spielen wollen — 2’350 Verkaufs­stellen, 221 Mitarbeitende, eine Infrastruktur, die Sporttip in dieser Dichte nicht hat. Spielern, die mit der Loterie Romande eine Institution kennen, die in der Westschweiz verwurzelt ist.

Wem Jouez Sport nicht nützt

Spielern mit Wohnsitz in der Deutschschweiz. Spielern, die das Programm von Sporttip gewohnt sind und keine Lust auf eine neue Lernkurve haben. Spielern, die Promotionen der Deutsch­schweizer Marke nutzen.

Wem eine Offshore-App etwas nützt

Keinem Spieler, der in der Schweiz lebt. Eine Offshore-App hat keine Schweizer Bewilligung, keinen Schweizer Schutz und keine Schweizer Beschwerde­stelle. Wer eine Offshore-App wählt, wählt gegen das BGS, gegen seine eigene Sicherheit und gegen die Spielsucht­prävention. Wer eine Offshore-App wählt, weil dort die Quoten besser sind, der vergleicht eine Schweizer Marge mit einer Offshore-Marge und übersieht die Sperrliste, den fehlenden Schutz und die fehlende Auszahlungs­regel.

Wichtige Zahlen, die jeder Spieler kennen sollte

Die Architektur ist dicht mit Zahlen. Wer die wichtigen kennt, kommt klar.

Mindest­einsatz Sporttip: CHF 1 pro Einzel- oder Kombi­wette. Höchst­einsatz Einzel/Kombi: CHF 1’000. Höchst­einsatz System: CHF 10’000. Höchst­einsatz Wallet-Aufladung innert 30 Tagen: CHF 10’000. Höchst­guthaben Wallet: CHF 9’999. Tages-/Wochen-/Monats­limite: Obergrenze CHF 9’999 pro Periode, unter 21 Jahren CHF 1’000. Selbst­sperre: 1 bis 180 Tage produkt­bezogen, unbefristet über Fach­stelle. Verrechnungs­steuer auf Gewinne: 35 % oberhalb der Schwelle (bund 2026: CHF 1’071’000). Spielsperre: drei Monate Mindest­dauer, mit Fach­stelle. Auszahlungs­gebühr Swisslos: zweimal jährlich gratis, ab dritter Auszahlung 3 % Kommission. Auszahlungs­frist Swisslos: 5 bis 10 Arbeits­tage, Gewinne über CHF 1’000 innert 3 Arbeits­tagen. Gewinn­verfall: 26 Wochen nach öffentlicher Bekannt­machung der Wett­auswertung. Einsprache bei verweigerter Auszahlung: innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief.

Häufige Fragen zur Sportwetten-App in der Schweiz

Eine legale App gehört entweder Swisslos (Sporttip) oder Loterie Romande (Jouez Sport). Beide Anbieter sind im App Store und im Google Play Store mit ihrer offiziellen App vertreten, beide verlangen die Schweizer Identitäts­prüfung, beide setzen vor der ersten Wette Verlust­limiten. Wer eine andere App findet, die Schweizer Lizenz nennt, der findet keine Schweizer Lizenz; eine solche Lizenz existiert in der Schweiz nicht.

Welche Voraussetzungen gelten für ein Konto?

Mindestens 18 Jahre alt, Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt im Vertrags­gebiet (Deutsch­schweizer Kantone, Tessin und Liechtenstein für Swisslos; sechs Westschweizer Kantone für Loterie Romande), keine bestehende Spielsperre im Schweizer Register, eine einzige Registrierung pro Person. Der Ausweis wird ausgelesen, die Adresse gegen Daten­banken geprüft.

Wie wirken Verlustlimiten und Spielsperre in der App?

Vor der ersten Wette werden Tages-, Wochen- und Monats­limits gesetzt (Obergrenze CHF 9’999 pro Periode, unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Eine Spielsperre lässt sich produkt­bezogen für 1 bis 180 Tage selbst setzen; eine unbefristete Sperre wird in das Schweizer Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein.

Gibt es Live-Wetten und Cash-out in der App?

Beide Apps bieten Live-Wetten und Cash-out. Cash-out ist nur als vollständiges Cash-out verfügbar, nicht in Teilen, und nur online; nicht für jeden Markt ist Cash-out garantiert. Der Cash-out-Betrag ist tiefer als der mögliche volle Wett­gewinn und kann jederzeit geändert werden.

Wie wird die Auszahlung abgewickelt und auf welches Konto?

Gewinne bis CHF 1’000 gehen automatisch auf das Wallet. Gewinne über CHF 1’000 werden innert 3 Arbeits­tagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Post­konto des Konto­inhabers überwiesen. Anonyme Konten oder Krypto-Auszahlungen sind nicht möglich. Swisslos zahlt innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen.

Was darf gewettet werden?

Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Sportarten, Wettbewerbe und Wett­typen (Version 10.09.2026; Art. 25 BGS, Art. 29 VGS). Qualifikations­runden nur, wenn sie auf der Liste stehen; Frauen­wettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen; Ranglisten­wetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation für einen inter­nationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; Trainings­läufe nicht wetten. Eckball- und Karten­märkte sind aktuell nicht aufgeführt, eine Esports-Sektion fehlt.

Veranstaltungen mit vorwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind verboten. Wer darauf wettet, kann gar nicht gewinnen — es wird gar nicht erst angeboten.

Inhalt erstellt vom Team «Laender Spiel Info»